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Veröffentlicht am 25.09.2017

Entspannende "Heile Welt"-Lektüre

Morgen ist es Liebe
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Die junge Ärztin Alexandra ist auf dem Weg von der Abteilungsweihnachtsfeier zum Haus ihrer Mutter in Luxemburg, wo sie die Weihnachtsfeiertage verbringen möchte. Um Zeit zu sparen, nimmt sie den kürzeren ...

Die junge Ärztin Alexandra ist auf dem Weg von der Abteilungsweihnachtsfeier zum Haus ihrer Mutter in Luxemburg, wo sie die Weihnachtsfeiertage verbringen möchte. Um Zeit zu sparen, nimmt sie den kürzeren Weg durch die dunklen Weinberge, als sie vom Weg abkommt und den Hang hinunterrutscht.
Gerade noch rechtzeitig wird sie von einem unbekannten Retter aus dem Wagen gezogen, bevor dieser in Flammen aufgeht. Doch später fehlt von dem Retter jede Spur.

Martin war in den Weinberg gekommen, um Schlaftabletten zu nehmen und dann bei den frostigen Temperaturen gar nicht mehr aufzuwachen.
Als er Alexandras Wagen sieht, reagiert er schnell und rettet die Bewusstlose aus dem Auto.
Doch dann verschwindet er so schnell wie möglich vom Ort des Geschehens, hinterlässt allerdings seinen Mantel, in dessen Tasche noch sein Abschiedsbrief ist, bei Alexandra....


Die Geschichte ist natürlich sehr vorhersehbar samt Happy End, sie hat aber genau deswegen meine Erwartungen erfüllt.
Die Autorin Monika Maifeld erzählt in ihrem Debütroman "Morgen ist es Liebe" in einer sehr flotten und flüssigen Schreibweise mit ganz liebevoll ausgestalteten Charakteren eine Liebesgeschichte wie im Märchen.
Es passt alles gut zusammen, auch dass die Protagonistin Alexandra seit ihrer Kindheit Märchenbücher liebt.
Die Figuren sind bin hin zu kleinen Nebenrollen einfach schön gezeichnet und mit viel Liebe beschrieben, so dass man gerne Zeit mit ihnen verbringt. Sogar aus Sicht des Hundes von Alexandras Mutter werden Teile der Handlung beschrieben.
Besonders gut gefallen hat mir die Entwicklung, die die Charaktere im Laufe des Romans durchmachen.

Insgesamt hat mir die Erzählung einige schöne entspannte Stunden beschert.

Veröffentlicht am 17.09.2017

Tolle Fortsetzung aus der Welt der Lichtkämpfer und Schattenkrieger

Das Erbe der Macht - Schattenchronik 3: Ascheatem (Bände 7-9)
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Das dritte Hardcover "Ascheatem" zum "Erbe der Macht" fasst erneut drei Bände zusammen: Schattenzeit, Opfergang und Silberknochen.
Nachdem die Identität der Schattenfrau im vorhergehenden Band aufgedeckt ...

Das dritte Hardcover "Ascheatem" zum "Erbe der Macht" fasst erneut drei Bände zusammen: Schattenzeit, Opfergang und Silberknochen.
Nachdem die Identität der Schattenfrau im vorhergehenden Band aufgedeckt wurde, erfährt der Leser nun, wie es Clara in der Zeitschleife ergangen ist und wie - und vor allem warum - sie zur Schattenfrau wurde.
Die Geschichte spielt dann wieder in den unterschiedlichsten Teilen der Welt - sei es in uralten magischen Orten, in Ägypten, im modernen London oder auch unter dem Meeresspiegel...
Wie erwartet, gibt es natürlich Wiedersehen mit den liebgewonnenen Charakteren der Lichtkämpfer sowie auch mit denen der Schattenkrieger einschließlich der Unsterblichen.

Wie man es als Leser von Andreas Suchanek gewohnt ist, hat die Geschichte wieder ein unglaubliches Tempo. Hat man sich gerade mit dem Ausgang eines Handlungsstranges abgefunden, bringen die nächsten Seiten schnell wieder eine überraschende Wendung.
Das Buch zeichnet sich durch einen sehr netten Humor aus und ist bis in die Kapitelüberschriften unglaublich durchdacht und liebevoll gestaltet. Die fantastische Welt ist in sich schlüssig konzipiert und bietet auch immer wieder neue Anspielungen an klassische Geschichte, Kunst, Wissenschaft oder Literatur, was das Lesevergnügen sehr bereichert.

Vielen Dank, Andreas, für diese wunderbare Fortsetzung! Ich kann es gar nicht erwarten, den nächsten Band zu lesen!

Veröffentlicht am 17.09.2017

Herzerwärmender und mutmachender Roman voller Gefühl

Sternschnuppenträume
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Svea und Nick, die auf einer Nordseeinsel leben, stehen kurz vor ihrem Abi, als sie sich am Nordseestrand bei einem Fest zum Ende der Sommerferien begegnen.
Nick ist ein Frauenheld und Svea befürchtet, ...

Svea und Nick, die auf einer Nordseeinsel leben, stehen kurz vor ihrem Abi, als sie sich am Nordseestrand bei einem Fest zum Ende der Sommerferien begegnen.
Nick ist ein Frauenheld und Svea befürchtet, dass er ihr schon am nächsten Tag das Herz brechen wird. Das kann sie jetzt gar nicht gebrauchen, denn sie hat genügend Probleme in ihrer eigenen kleinen Familie und lenkt sich davon gerne durch die freiwillige Arbeit in der Heulerstation ab.
Generell wünscht Svea sich nichts mehr als Meeresbiologie zu studieren.
Nick liebt es sich beim Kitesurfen den Elementen zu stellen und Wind und Wellen zu trotzen.

Ob aus den beiden unterschiedlichen jungen Leuten ein Paar werden kann?
Werden sich ihre Träume erfüllen, die sie für die Zeit nach dem Abi haben?
Welche unterschiedlichen Geschichten aus ihren Familien tragen sie mit sich herum?

Julie Leuze erzählt abwechselnd aus Sveas und Nicks Perspektive eine zauberhafte Geschichte über das Jahr bis zum Abi. Die Charaktere sind wie in allen Geschichten der Autorin sehr glaubwürdig gezeichnet und auch ihre Entwicklung in dem Jahr ist nachvollziehbar für den Leser. Der Schreibstil der Autorin ist so flüssig, dass man das Buch gar nicht mehr weglegen kann und wie in einen Sog gerät.
Man fühlt sich beim Lesen einfach gut und riecht fast das Salz des Meeres und fühlt die Sonne auf der Haut.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Charaktere so stark an ihren Träumen festgehalten haben. Das Buch sollte allen Mut machen, weil es zeigt, dass man seine Träume verwirklichen kann, wenn man es nur wirklich will und dafür kämpft.

Ein Buch, das in genau richtigen Maße emotional und voller Gefühle ist und ebenso Mut macht! Ein kleines Stück Urlaub vom Alltag!

Veröffentlicht am 12.09.2017

Spannender Generationenroman aus verschiedenen Perspektiven

Die Liebe, die uns bleibt
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Edwina ist über 70 Jahre alt und wohnt seit über 50 Jahren immer in demselben Haus in London, das inzwischen im Grunde genommen viel zu groß für sie als Einzelperson ist.
Als sie den Makler durch die ...

Edwina ist über 70 Jahre alt und wohnt seit über 50 Jahren immer in demselben Haus in London, das inzwischen im Grunde genommen viel zu groß für sie als Einzelperson ist.
Als sie den Makler durch die Räume führt, wird sie daran erinnert, was sie mit ihrer Familie alles in diesem Haus erlebt hat.
Nicht nur aus Edwinas Perspektive wird die Geschichte erzählt, sondern auch aus der von anderen Familienmitgliedern oder nahestehenden Personen.

Die Geschichte ist in einem sehr angenehmen Erzählstil gehalten, so dass man als Leserin sofort in die Handlung eintaucht und gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen. Edwina und die anderen handelnden Personen sind glaubwürdig dargestellt, ihre Handlungen nachvollziehbar. Gerade in der Unterschiedlichkeit zum Beispiel von Edwinas Kindern bzw. Stiefkindern merkt man, wie gut und sorgfältig die Charaktere konzipiert und dargestellt sind.
Von Anfang an merkt man, dass irgendetwas Schlimmes in der Vergangenheit passiert sein muss, allerdings wird es erst relativ spät enthüllt. Somit steigt die Spannung von Seite zu Seite an.
In gewissem Maße erinnerte mich der eine oder andere Charakter auch an eine Person aus den Buddenbrooks. Das Werk ist natürlich nicht ganz so umfangreich und solch hohe Literatur, aber ich habe darin durchaus Anklänge an diese große Familiengeschichte gefunden.

Ich empfehle dieses Buch allen Lesern wärmstens, die Generationenromane und verstrickte Familiengeschichten mögen.

  • Einzelne Kategorien
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  • Handlung
Veröffentlicht am 11.09.2017

Literarische Spurensuche

Die Kapitel meines Herzens
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Samantha ist die letzte lebende Nachfahrin der berühmten Bronte-Schwestern. Ihr Vater, mit dem sie sich als Jugendliche sehr intensiv über Literatur, insbesondere die Bronte-Romane ausgetauscht hat, lebt ...

Samantha ist die letzte lebende Nachfahrin der berühmten Bronte-Schwestern. Ihr Vater, mit dem sie sich als Jugendliche sehr intensiv über Literatur, insbesondere die Bronte-Romane ausgetauscht hat, lebt nicht mehr.
Die junge Samantha beginnt ein Studium in Oxford und macht sich gleichzeitig auf die Suche nach dem Vermächtnis ihres Vaters.
Bei ihrem Literaturstudium mit ihrem Tutor James Orville findet sie nicht nur interessante "Spuren" in den Romanen der Brontes, die z.T. auch helfen, deren Biographie besser zu verstehen, sondern sie verändert auch ihre Art, wie sie das Geschriebene interpretiert und aufnimmt.
Währenddessen passieren auf dem Campus immer wieder seltsame Dinge und ihr Vater scheint ihr Zeichen geben zu wollen.

Der Roman behandelt ein sehr interessantes Thema auf ungewöhnliche Weise. Die Hauptfiguren Samantha und Orville gewinnt man nicht unbedingt lieb, aber man verfolgt mit Interesse, welche Entwicklung insbesondere Samantha durchmacht.
Neben der ausführlichen Behandlung der Bronte-Romane sind besonders die mysteriösen Dinge, die auf dem Campus passiern, sehr spannend beschrieben.
Bis zum Ende weiß man als Leser nicht, was es damit auf sich hat.
Ich fand die Idee, wie das Thema aufgegriffen wird, wirklich sehr gelungen, allerdings hätte sich die Autorin vor allem am Ende etwas mehr Mühe mit der Umsetzung geben können. Das Ende des Romans war doch sehr kurz und recht lieblos erzählt. Aus der guten Idee hätte man in der Tat mehr machen können.

Ein wirklich schöner Roman über ein interessantes literarisches Thema, das allerdings zum Ende hin noch etwas ausführlicher hätte behandelt werden können.