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Veröffentlicht am 01.04.2021

Gelungener Mix aus Vergangenheit, Gegenwart und Paralleluniversum

Durch die Nacht und alle Zeiten
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Inhalt:
Die 16-jährige Lori verkleidet sich für ein historisches Festival wie ein Mädchen aus der Zeit von Napoleon. Während eines Gewitters verliert sie die Besinnung. Als sie wieder zu sich kommt, begegnet ...

Inhalt:
Die 16-jährige Lori verkleidet sich für ein historisches Festival wie ein Mädchen aus der Zeit von Napoleon. Während eines Gewitters verliert sie die Besinnung. Als sie wieder zu sich kommt, begegnet sie dem jungen Engländer Thomas, der ebenfalls historisch kostümiert ist. Wegen seiner altmodischen Ausdruckweise hält Lori ihn für ziemlich verwirrt. Schnell stellt sich jedoch heraus, dass Thomas wirklich aus dem Jahr 1813 stammt. Lori will ihm bei der Rückkehr in seine Zeit helfen, aber dann ist da auf einmal dieses Knistern zwischen ihnen beiden ...

Meinung:
Gemeinsam mit ihren Eltern und ihrer kleinen Schwester nimmt Lori an einem historischen Festival teil. Als ihr das bunte Treiben jedoch zu turbulent wird, flüchtet sich Lori in den nahegelegenen Wald, um dort ein wenig Ruhe zu finden. Dort trifft sie auf den jungen Engländer Thomas, der sich als Soldat aus einem früheren Jahrhundert verkleidet zu haben scheint. Komisch nur, dass Thomas wirklich denkt aus dem Jahr 1813 zu stammen. Auch Handys oder Autos sind ihm überhaupt nicht bekannt. Kann es wirklich wahr sein, dass Thomas 200 Jahre in der Zeit gereist ist? Und was hat es mit der Gruppe Franzosen auf sich, die ebenfalls in der Zeit gereist zu sein scheinen und Thomas und Lori nach dem Leben trachten?

Auf dieses neue Buch aus der Feder von Eva Völler habe ich mich sehr gefreut. Ich liebe ihre Reihen „Zeitenzauber“ und „Time School“ wirklich sehr. Denn die Autorin schafft es jedes Mal geschichtliche Fakten mit einer süßen Liebesgeschichte und sympathischen Charakteren zu verknüpfen.
Und so hat mich auch ihr neuestes Zeitreiseabenteuer wieder an die Seiten gefesselt.

Als Leser ist man schnell in der Geschichte rund um Lori drin. Ich fand die Idee eines historischen Festivals sehr ansprechend, konnte aber auch verstehen, warum Lori sich nach der Einsamkeit des Waldes sehnt. Ihr erstes Zusammentreffen mit Thomas ist dann jedoch reichlich turbulent. Und es vergeht einige Zeit bis Lori wirklich glauben kann, dass Thomas in der Zeit gereist ist.
Der arme Thomas wird innerhalb kürzester Zeit mit den Errungenschaften und Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts konfrontiert. Viele Dinge bringen ihn an den Rand der Verzweiflung und sein fester Ankerpunkt in all dem Verwirrenden ist Lori. Aber auch Lori sieht in Thomas schnell so viel mehr als den geheimnisvollen Fremden aus dem Jahre 1813. Das Knistern zwischen den Beiden ist daher immer wieder zu spüren.

Wie immer hat Eva Völler ein absolutes Talent dafür viele geschichtliche Aspekte in ihre Handlung einzuarbeiten. In diesem Buch dreht sich viel um Napoleon Bonaparte und die bevorstehende Schlacht bei Waterloo. Ich habe es wieder sehr genossen wie nebenbei einige interessante geschichtliche Fakten aufschnappen zu können. Auch das Leben zu den damaligen Zeiten hat die Autorin für mich sehr lebensnah dargestellt.
Denn der Leser kommt auch in dieser Geschichte wieder in den Genuss einer Zeitreise. Dabei wurde ein perfekter Mix gewählt. Denn die Geschichte spielt sowohl in der Gegenwart als auch in der Vergangenheit. Als Clou gibt es jedoch noch eine Parallelwelt, die von Lori „Fake-Welt“ genannt wird. Ich fand es wirklich grandios, dass die Geschichte somit in drei verschiedenen Zeiten spielt.

Auch die Spannung ist gegeben. Denn vier Franzosen, die in Thomas einen Spion sehen, sind mit ihm durch die Zeit gereist und wollen nichts anderes als seinen und Loris Tod. So entwickeln sich im Laufe der Geschichte packende Verfolgungsjagden und hitzige Wortgefechte.
Die Geschichte endet in sich abgeschlossen und lässt den Leser mit einem zufriedenen Gefühl zurück.

Fazit:
Das neue Zeitreiseabenteuer von Eva Völler braucht sich hinter den beliebten Reihen „Zeitenzauber“ und „Time School“ nicht zu verstecken. Der Einzelband überzeugt mit höchst interessanten geschichtlichen Fakten, liebenswerten Charakteren und einem tollen Mix aus Vergangenheit, Gegenwart und Paralleluniversum.
Für Zeitreise- und Eva Völler-Fans ist dieses Buch ein klares Muss!
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2021

Bruno Bratwurst überzeugt mit seinem ersten Abenteuer

Bruno Bratwurst und die tierisch wilde Meute (Bruno Bratwurst 1)
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Inhalt:
Bruno Bratwurst hat sein Leben als süßer Familienhund satt. Den ganzen Tag im Körbchen liegen und auf Fressi warten: Das kann doch nicht alles sein! Klar wie Katzenmatsch, es muss etwas passieren. ...

Inhalt:
Bruno Bratwurst hat sein Leben als süßer Familienhund satt. Den ganzen Tag im Körbchen liegen und auf Fressi warten: Das kann doch nicht alles sein! Klar wie Katzenmatsch, es muss etwas passieren. Bruno braucht Abenteuer! Dafür will er als Erstes eine gefährliche Bande gründen. Denn wenn man gefährlich ist, sind Abenteuer garantiert. Gesagt, getan. Und schneller, als er „Katzenalarm!“ heulen könnte, rutscht Bruno auch schon zusammen mit Schnarchnase Bubi und Dackel Balduin in größere Aufregungen, als die drei sich je hätten erträumen können…

Meinung:
Bruno Bratwurst fühlt sich ein wenig gelangweilt von seinem eintönigen Leben als Familienhund. Das Highlight für ihn und seinen Hundekumpel Bubi ist der tägliche Besuch des Briefträgers Carl Raputtke. Da wacht Bruno tatsächlich aus seiner Lethargie auf und jagt dem Briefträger mit seinem wilden Gekläffe gehörig Angst ein.
Doch Bruno sehnt sich nach mehr in seinem Leben, als die tägliche Attacke auf den Postboten. Und so beschließt er kurzerhand, dass es Zeit wird eine Band zu gründen. Doch nicht irgendeine Bande, nein, diese Bande soll gemeingefährlich und fies sein. Blöd nur, dass dies eigentlich gar nicht dem Naturell von Brunos Freunden und ihm selbst entspricht. Und noch blöder, wenn auch noch eine Katze bei dieser Bande mitmischen möchte. Denn eine Katze in einer Hunde-Bande geht doch einfach mal gar nicht!

Als ich zum ersten Mal den Titel dieses Buch gelesen habe, stahl sich mir sofort ein Lächeln ins Gesicht. Eine Geschichte in der der Hund "Bruno Bratwurst" heißt, kann doch einfach nur amüsant werden, dachte ich mir.

Und so griff ich voller Vorfreude zu Brunos erstem Abenteuer. Und dies hat es gleich in sich. Denn nicht nur das Bruno eine gemeingefährliche Bande gründen möchte, auch ein Haufen Streunerkatzen, die seit kurzem in der Stadt leben, macht Bruno und seinen Hundefreunden das Leben zur Hölle.

Doch Bruno wäre nicht Bruno, wenn er nicht für jedes Problem eine Lösung parat hätte. Jedoch verstricken sich Bruno und sein bester Kumpel Bubi im Laufe der Handlung immer mehr in ihren Taten. Der Groll auf die Streunerkatzen nimmt immer mehr zu und mündet am Ende in einer tollen Botschaft, die die Autorin an ihre Leser richtet.

Die Geschichte ist an Kinder ab 8 Jahren gerichtet und bietet sich perfekt zum Selberlesen an. Die Schrift ist groß und der Schreibstil locker, flüssig und leicht verständlich. Besonders gut gefallen hat mir, dass beispielsweise Knurrgeräusche in einer anderen Schriftart dargestellt wurden. So wird die Geschichte noch ein Stück lebendiger.

Die Darstellung der Hunde, Katzen und Zweibeiner hat mir wirklich viel Spaß bereitet. Das Verhalten der Tiere ist zudem stellenweise wirklich mit dem richtigen Verhalten von Hund und Katz zu vergleichen. So gibt es den ein oder anderen Moment in dem man sich an seinen geliebten Vierbeiner zu Hause erinnert fühlt.

Bruno ist dabei ein sehr lustiger Zeitgenosse, was er natürlich niemals selbst so sehen würde. Denn Bruno hält sich für ziemlich cool und taff. Nur seine Schwäche für Katzendame Sissi ist ihm selbst des Öfteren ein Dorn im Auge.

Natürlich dürfen in dieser Geschichte die niedlichen und lustigen Illustrationen von Sandra Reckers nicht unerwähnt bleiben. Hier werden Hund und Katze doch gerne mal mit einem leichten Augenzwinkern dargestellt, was für einen noch größeren Lesespaß sorgt.

Die Geschichte endet in sich abgeschlossen, weckt jedoch gleichzeitig die Lust direkt nach dem zweiten Band zu greifen, der sogar bereits erschienen ist.

Fazit:
Bruno Bratwursts erstes Abenteuer bietet neben einer unterhaltsamen Geschichte jede Menge herrlich witzige Charaktere. Die liebevolle Darstellung unserer geliebten Zweibeiner entlockte mir des Öfteren ein Schmunzeln. Hunde- und Katzenfans kommen daher um diese Geschichte fast nicht drumherum.
Ich vergebe 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 01.04.2021

Tolle Dystopie die die brutale und grausame Seite der Menschheit aufzählt

The Loop
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Inhalt:
Die Welt wird von einer künstlichen Intelligenz regiert – Gefühle wie Mitleid, Liebe oder Freude spielen im System keine Rolle mehr.
Eine allmächtige K.I. beherrscht mit ihrer unbarmherzigen Logik ...

Inhalt:
Die Welt wird von einer künstlichen Intelligenz regiert – Gefühle wie Mitleid, Liebe oder Freude spielen im System keine Rolle mehr.
Eine allmächtige K.I. beherrscht mit ihrer unbarmherzigen Logik einfach alles – auch das Rechtsystem. Und so trifft es Luka … nach einem Todesurteil landet er im Jugendgefängnis: Im LOOP!
Dort erlebt Luka Tag für Tag die Hölle auf Erden. Neben schmerzhaften Energie-Ernten, dunklen Zellen und null Kontakt zur Außenwelt bleibt Luka nur ein einziger Grund, noch am Leben festzuhalten … denn alle paar Monate müssen sich die Insassen entscheiden: Wird das Urteil vollstreckt oder bleiben sie noch einen Zyklus länger am Leben? Entscheiden sie sich für ihr Leben, wird an ihnen herumexperimentiert – der Ausgang der Experimente ist ungewiss.
Doch eines Tages kehren Wachen nicht zurück, die Künstliche Intelligenz hat einen Totalausfall und Gerüchten zu Folge ist gerade ein Virus in der Außenwelt dabei die Menschheit auszurotten. Luka sieht seine Chance aus dem Loop auszubrechen, doch ist es wirklich sicherer da draußen … als drinnen?

Meinung:
Der 16-jährige Luka sitzt seit zwei Jahren im Jugendgefängnis "Loop" ein. Und dieses Gefängnis hat es wirklich in sich. Jeden Tag muss Luka sich einer schmerzhaften Enerige-Ernte unterziehen. Durch diese wird nämlich die Stromversorgung des Gefängnisses gesichert. Jeder Tag in der dunklen Zelle ist voller Einsamkeit und Luke versucht gegen das Verrücktwerden anzukämpfen. Doch auch die alle sechs Monate stattfindenden Aufschübe, die seine Hinrichtung nach hinten verschieben, sind eine wahre Qual. Denn bei diesen werden medizinische Experimente an den Insassen durchgeführt.
Doch dann wird der Alltag von Luka durcheinandergewirbelt. Denn ein neuer Aufschub steht den Häftlingen bevor und dabei liegt der letzte Aufschub gerade mal ein paar Wochen zurück. Luka ist klar, dass hier irgendetwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Und plötzlich öffnet sich vor Luka eine ganze neue Welt außerhalb des Loops.

Nachdem ich schon so viele begeisterte Meinungen zu diesem Trilogie-Auftakt gehört und gelesen hatte, freute ich mich riesig darüber, dass die Geschichte nun auch als Hörbuch erschienen ist.
Für mich stand daher sofort fest, dass ich "The Loop" unbedingt Hören musste.

Zu Beginn lässt sich Autor Ben Oliver Zeit und bringt dem Hörer das Gefängnis "Loop" näher. Wir begleiten Luka bei seinem immer gleichen Tagesablauf im Gefängnis. Schon hier hat sich mir beim Hören das ein oder andere Mal eine Gänsehaut aufgestellt. Denn das Leben im Gefängnis ist äußerst brutal und hart. Absolut nichts für schwache Nerven und das die Insassen nicht allesamt komplett verrückt sind grenzt an ein Wunder.

Ich mochte die Welt, die mit diesem dystopischen Band erschaffen wurde. Das Gefängnis war für mich höchst interessant. Und voller Spannung verfolgte ich in welche Richtung sich die Geschichte weiterentwickelte.

Man kann Ben Oliver dabei wirklich nicht vorwerfen, dass er spannungsarm schreiben würde. Viel mehr rast der Leser gemeinsam mit Luka und dessen Freunden durch diese Geschichte. Sobald die Handlung außerhalb des Gefängnisses spielt, wird die Story noch brutaler, grausamer und actionreicher als ohnehin schon.
So kommt es, dass man die Geschichte am liebsten in einem Rutsch hören möchte.

Nach dem Hören verstehe ich die Vergleiche zu bekannten Reihen wie "Die Tribute von Panem" oder "Maze Runner". Für mich selbst hatte die Geschichte aber auch durchaus Ähnlichkeit mit der Serie "The Walking Dead". Dennoch hat Ben Oliver bei weitem keinen billigen Abklatsch bekannter Blockbuster geschrieben. Viel mehr hat er seinen eigenen Stil in die Geschichte einfließen lassen.

Über die Entwicklung, die die Geschichte nimmt, war ich nicht ganz zufrieden. Ich hätte mir gewünscht, dass die Handlung in eine etwas andere Richtung verläuft. Aus Spoilergründen möchte ich auf die näheren Hintergründe jedoch nicht weiter eingehen.
Auch gab es für mich ein, zwei Szenen in denen ich die Aktionen von Protagonist Luka nicht wirklich nachvollziehen konnte. Die Szenen wirkten auf mich eher so, als hätte der Autor sie nur aufgrund des weiteren Handlungsverlaufes so geschrieben.

Gesprochen wird die Geschichte von Markus J. Bachmann, den ich bisher noch nicht kannte. Ich muss sagen, dass ich wirklich sehr angetan von seiner Vertonung bin. Gerade die actiongeladenen Szenen, wilden Verfolgungsjagden und überraschenden Wendungen hat er für mich sehr atmosphärisch gesprochen. So knöpft man ihm bedingungslos ab, dass die Charaktere beispielsweise gerade eine wilde Verfolgungsjagd hinter sich haben. Denn dann hat Markus J. Bachmanns Stimme einen gehetzt und außer Atem klingenden Ton. Dies wurde wirklich fantastisch umgesetzt.

Fazit:
Wer gerne Dystopien liest oder hört und nicht vor einer gehörigen Portion Brutalität und Grausamkeit zurückschreckt, der sollte unbedingt zu "The Loop" greifen. Autor Ben Oliver entführt uns in ein grauenvoll anzumutendes Zukunftsszenario, bei dem sich jeder Hörer nur wünschen kann, das es niemals zur Realität wird.
Ich hätte sehr gerne die volle Punktzahl vergeben, muss jedoch aufgrund der von mir erwähnten Kritikpunkte ein wenig tiefer in die Punktetasche greifen und vergebe dennoch sehr gute 4,5 von 5 Hörnchen.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2021

Jeder sollte unbedingt einmal einen Blick in die Senioren-WG werfen

Mia und die aus der 19 - Alpaka-Zirkus
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Inhalt:
Herr Rippel, einer der Bewohner aus der betreuten Senioren-WG in Mias Straße, taucht plötzlich mit einem Alpaka im Schlepptau auf. Hat er das Tier etwa entführt? Vielleicht aus dem Zirkus, der ...

Inhalt:
Herr Rippel, einer der Bewohner aus der betreuten Senioren-WG in Mias Straße, taucht plötzlich mit einem Alpaka im Schlepptau auf. Hat er das Tier etwa entführt? Vielleicht aus dem Zirkus, der gerade in der Stadt gastiert? Drittklässlerin Mia und ihre Freundin Jil ermitteln im Zirkuszelt. Gar nicht so einfach, denn der vorlaute Zirkusjunge Jerome und sein Äffchen funken ihnen immer wieder dazwischen. Und wer hat sämtliche Zirkusplakate mit schwarzer Farbe vollgesprüht?

Meinung:
Mia und ihre beste Freundin Jil staunen nicht schlecht, als sie die Bewohner aus Haus Nummer 19, die in einer betreuten Senioren-WG wohnen, besuchen. Denn Herr Rippel hat von seinem Spaziergang ein Alpaka mit nach Hause gebracht. Woher kommt das Alpaka bloß? Blöd, dass Herr Rippel immer so wenig spricht und daher kein Wort aus ihm herauszubekommen ist. Mia und Jil besuchen daher den vor kurzem in der Stadt eingetroffen Zirkus und treffen dort auf den Zirkusjungen Jerome. Doch der weiß nichts von einem entlaufenen Alpaka. Viel mehr macht er sich Sorgen darüber, wer für die übersprühten Zirkusplakate verantwortlich ist. Und so schließen sich die Kinder zusammen, um den Besitzer des Alpakas und den Verunstalter der Plakate zu finden.

Da ich sehr viel Gutes über Mia und die Senioren-WG aus Haus Nummer 19 gehört habe, wollte ich mir selbst ein Bild von dieser äußerst interessant klingenden Gruppe machen.

Obwohl ich den ersten Band der Reihe nicht kenne, bin ich gut in die Geschichte gestartet. Autorin Nicole Mahne gibt dem Leser einen guten Einblick über die verschiedenen WG-Bewohner. Man erfährt zudem mehr über Mia und ihre beste Freundin Jil. Als das Alpaka plötzlich vor der Haustür steht, geht das Abenteuer dann so richtig los.
Der Besuch im Zirkus ist sehr abwechslungsreich. Wir lernen die verschiedenen Bewohner des Zirkus kennen und sind sogar bei einer Vorstellung mit dabei.

So gestaltet sich eine kunterbunte und farbenfrohe Geschichte für Kinder ab 8 Jahren. Der besondere Reiz an der Geschichte ist in meinen Augen das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt.
Ich finde es einfach nur schön, dass Mia und Jil so am Leben der Senioren interessiert sind. Und das ist wirklich ein kunterbunter Haufen.

Da hätten wir beispielsweise die ziemlich resolute und vorlaute Frau Schmock. Zwar ist diese körperlich ein wenig eingeschränkt, da sie im Rollstuhl sitzt, dies hindert sie jedoch nicht daran, die Männer in ihrer WG ordentlich auf Trab zu halten. Vor allen Dingen Betreuer Holger hat einiges mit ihr auszuhalten.
Herr Rippel ist etwas schrullig und nicht gerade wortgewandt.
Herr Knick ist groß und schlaksig und ziemlich stolz darauf, dass noch kein graues Haar seinen Schopf ziert.
Die größte Sorge von Herrn Schlottermeier ist hingegen, dass da Alpaka seinen geliebten Kater Pirat auffressen könnte. Auch die Schnelligkeit hat Herr Schlottermeier nicht wirklich erfunden.
Ihr merkt also, dass viele liebreizende Charaktere in diesem Büchlein auftauchen.

Auch ein paar Zeichnungen gibt es im Buch zu betrachten. Illustrator Kai Schüttler versteht es sehr gut die Stärken und Schwächen der verschiedenen Charaktere in Szene zu setzen.

Fazit:
Jeder sollte unbedingt einmal einen Blick in die Senioren-WG aus Nummer 19 geworfen haben. Denn dieses chaotische Team bietet besten Unterhaltungswert. Ich habe das Zusammenspiel zwischen Jung und Alt wirklich gefeiert. Zwar kam mir die Geschichte stellenweise ein wenig ruhig daher, dennoch wird dies von den absolut besonderen Charakteren wieder aufgewertet.
Ich vergebe sehr gute 4 von 5 Hörnchen.

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  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.03.2021

Eine schöne Geschichte über Freundschaft, Entschlossenheit und das Thema Ausgrenzung

Motte, die klitzekleine Moorhexe rettet das Elfenschloss
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Inhalt:
Motte ist klitzeklein, noch kleiner als die Frösche im Moor, aber immerhin größer als die Libellen. Sie kann zaubern und fliegt auf einem Weidenzweig durch ihre magische Welt . Zu gern kühlt sie ...

Inhalt:
Motte ist klitzeklein, noch kleiner als die Frösche im Moor, aber immerhin größer als die Libellen. Sie kann zaubern und fliegt auf einem Weidenzweig durch ihre magische Welt . Zu gern kühlt sie ihre kleinen Füßchen im Moor und es stört sie nicht, dass sie immer ein wenig schmuddelig ist. Motte ist auch ein bisschen tollpatschig und nicht immer klappen ihre Zaubersprüche auf Anhieb. Aber wenn ihre Freunde in Not sind, ist sie zur Stelle. Auch als die Elfen im Wald um ihr Schloss bangen müssen, helfen gute Ideen und ein bisschen magischer Zauber.

Meinung:
Moorhexe Motte ist winzig klein, fliegt gerne auf ihrem magischen Weidezweig durch die Gegend und kann zaubern. Denn Motte ist eine Hexe und auch eine Elfe. Schließlich war Mottes Mutter eine echte Hexe und ihr Vater ein Elf. Von den anderen Elfen im Wald wird Motte, aufgrund ihrer Hexen Mutter, nicht wirklich akzeptiert. Diese Ausgrenzung hindert Motte jedoch nicht daran, den Elfen zur Hilfe zu eilen, als deren Heimat, das goldene Schloss, in Gefahr schwebt.

Bücher über Hexen und Elfen gehen bei mir einfach immer und so durfte auch mein Sohn in den Genuss dieser niedlichen Geschichte kommen. Auch ihn hat Motte ab der ersten Seite sehr verzaubert.

Zunächst ist ihm jedoch aufgefallen, dass Motte immer fürchterlich dreckig ist. Mein Sohn konnte gar nicht glauben, dass Motte, schmutzig wie sie ist, abends einfach so ins Bett gehen darf ohne sich richtig sauberzumachen. Die Erläuterung, dass Motte nun mal eine kleine Moorhexe ist und ein bisschen Schlamm und Dreck dazugehören, konnte ihn dann ein wenig besänftigen.

Sehr angetan waren wir von den vielen niedlichen Waldbewohnern, die in Mottes Welt leben. Da gibt es beispielsweise die Nachbarin Omama Igel, die den ganzen Tag damit beschäftigt ist, ihre unzähligen Enkel zu bändigen. Auch der Erfinder Mauli Maulwurf und seine Höhle voller Experimente kamen gut an.
Nicht ganz so sympathisch waren dagegen die Elfen, die Motte aufgrund ihrer Herkunft ausgrenzen und nichts mit ihr zu tun haben möchten.

Dies hält Motte jedoch nicht davon ab den Waldelfen zu helfen. Denn ihre Heimat, das goldene Schloss, droht von der alten Eiche zu fallen. So tüftelt Motte gemeinsam mit Mauli Maulwurf und den anderen Waldbewohnern einen Plan aus, um das Heim der Elfen zu retten. Und am Ende ist Motte diejenige die Großes vollbringt und das Schloss rettet.

Im Buch gibt es gleich zu Beginn eine Karte von Mottes Welt, die die wichtigsten Orte wie Mottes Weide, Maulis Höhle oder Omama Igels Hütte darstellt. Dies hilft kleinen Entdeckern sich noch besser in Mottes Welt zurechtzufinden.
Die vielen farbigen Illustrationen wurden übrigens vom Autor Dirk Hennig selbst gezeichnet.

Fazit:
Eine schöne Geschichte über Freundschaft, Entschlossenheit und das Thema Ausgrenzung. Motte gehört zwar nicht wirklich zu den Waldelfen dazu, dies hindert sie jedoch nicht daran Gutes für die Elfen zu tun.
Niedliche Charaktere und tolle Zeichnungen runden die Geschichte ab.
Von uns gibt es 4,5 von 5 Hörnchen.

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