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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.04.2026

Des Königs Druckmittel

Dark Princess
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Florence trifft einen Entschluss: sie verlässt Alec und Davies damit ihr nicht erneut das Herz gebrochen werden kann, versteckt sich aber in deren Nähe und bleibt in London. Alec präsentiert sich inzwischen ...

Florence trifft einen Entschluss: sie verlässt Alec und Davies damit ihr nicht erneut das Herz gebrochen werden kann, versteckt sich aber in deren Nähe und bleibt in London. Alec präsentiert sich inzwischen der Öffentlichkeit und lässt sich als potentiellen Thronfolger feiern. Im Untergrund versuchen er und Davies die verfeindeten Kolumbianer zu infiltrieren und der Schlange den Kopf abzuschlagen. Natürlich bleibt Florence nicht ewig unerkannt und Alec zieht sie mit Absicht ins Rampenlicht. Die Wiedersehensfreude bleibt von kurzer Dauer, da Florence und ihr Bruder Nike in Gefahr schweben.

Mit diesem Teil der Reihe rückt Alecs Schwester Ella immer weiter in den Fokus. Einerseits versucht sie Florence vor ihrem Bruder zu schützen, doch andererseits scheint sie an den Fäden ihres Vaters zu hängen. Dennoch will sie unbedingt Davies Aufmerksamkeit für sich gewinnen, doch der hängt zu sehr an Florence, als dass er sich voll und ganz auf Ella einlassen könnte.

Letztendlich fühlt es sich seitens Florence wie ein kläglicher Versuch nach Aufmerksamkeitshasche an. Sie hatte doch bereits zuvor festgestellt, dass Alec sich aufgrund seines sozialen Status in der Öffentlichkeit niemals zu ihr bekennen kann. Dennoch lässt sie sich wieder auf ihn ein und büßt ihre Anonymität ein. Ich bin gespannt, ob Davies Florence irgendwann aus dem Kopf bekommt und Ella ihre Chance erhält. Geschrieben ist die Geschichte ganz gut, doch es fehlt noch an Tiefe der Charaktere, auch wenn es sehr hilft, dass die Kapitel immer aus unterschiedlicher Sicht geschrieben sind.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Summer voll Freiheit

Beat it up
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Summer Price ist 20 Jahre alt, aufsteigende Pianistin dank ihres absoluten Gehörs und komponiert bereits selbst klassische Musik. Sie hat einen sehr erfolgreichen Zwillingsbruder namens Xander, bekannt ...

Summer Price ist 20 Jahre alt, aufsteigende Pianistin dank ihres absoluten Gehörs und komponiert bereits selbst klassische Musik. Sie hat einen sehr erfolgreichen Zwillingsbruder namens Xander, bekannt als DJ PriceX. Da Summer aufgrund lauter Geräusche schnell zu Panikattacken neigt, wurde sie gut behütet, fast schon kaltherzig erzogen. Ihre Mutter pusht sie enorm, um eine anständige Karriere vorzuweisen, doch Xander braucht Summers musikalisches Verständnis, um einen neuen Megahit zu landen, da seiner Ideenschmiede das Feuer ausgegangen ist. Summer gerät mit ihrer Zusage, der Ausarbeitung und der anschließenden Veröffentlichung ihres Songs auf dem 'Beat it up'-Festival USA weit immer näher an den Erzfeind und Konkurrenten Gabrial ihres Bruders.

Zum Schluss konnte Xander Summer für einen Sommer lang aus ihrem Schneckenhaus locken, sie gute und schlechte Erfahrungen gemacht. Doch dann bricht ihre heile Welt mit Gabriels Verrat und dem Auffliegen ihrer heimlichen Popmusikavancen in der klassischen Musikszene zusammen und bricht ihr das Karrieregenick.

Am Anfang der Geschichte macht es total Spaß Summer dabei zu beobachten, wie sie sich weiterentwickelt, ihre alten Gewohnheiten (und Freunde) zurücklässt und endlich etwas Neues ausprobiert. Doch die Story spitzt sich zu und zum Schluss wird sie mit einem riesigen Scherbenhaufen bestraft. Das Ende der Geschichte wird viel zu schnell erzählt, dabei ist gerade der Part sehr interessant. Insgesamt ist die Erzählung sehr emotional und intensiv. Der Stil ist gewohnt locker und witzig, die Dialoge in typischer Stella-Tack-Manier flapsig, cool und schlagfertig gehalten. Der Inhalt motiviert dennoch Neues auszuprobieren, auch wenn nicht alle Bemühungen Früchte tragen werden. Mir hat die Story sehr gefallen und ich kann sie absolut weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Jahrtausende lang währende Liebe

Fluch der Aphrodite
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Wir begleiten Apoll und Aphrodite, die einander zu hassen scheinen. Apoll sucht Zuflucht bei den Menschen, seinen Freunden, die er aus dem Camp kennt, und seinem nun menschlichen Cousin Cayden. Er bat ...

Wir begleiten Apoll und Aphrodite, die einander zu hassen scheinen. Apoll sucht Zuflucht bei den Menschen, seinen Freunden, die er aus dem Camp kennt, und seinem nun menschlichen Cousin Cayden. Er bat Zeus, dass er Aphrodite mitnehmen darf, denn sein Ziel ist es, ihren Liebesfluch endlich zu lösen. Dessen Ursprung liegt in Apolls unmöglichem Verhalten gegenüber Frauen im Krieg der Griechen gegen die Trojaner. Während Apoll die Liebe klein redet, liegt Aphrodite so viel an ihr - und auch an Apoll. Doch die beiden kommen einfach nicht auf einen grünen Zweig. Selbst in der Gegenwart bringen sich die beiden gegenseitig auf die Palme und auch in Gefahr. Denn ein alter Feind sieht den Moment der Rache gekommen und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. Zum Schluss kann nur die Liebe Apoll und Aphrodite retten.

Dieses Buch ist eine Nebengeschichte zu Marah Woolfs Angelussaga und spielt sowohl in der Gegenwart, als auch in der Vergangenheit thematisch in der griechischen Mythologie. Die Geschichte ist ein wildes Auf und Ab der Gefühle zwischen den beiden Protagonisten. Die Autorin ist tief in den Trojanischen Krieg eingestiegen und hat eine fundierte Basis für Aphrodites Fluch gefunden. Nervig ist leider, dass die beiden sich permanent fehlinterpretieren, aneinander vorbei statt miteinander reden und gefühlt minütlich schmollen. Das frustriert sehr beim Lesen und lässt schnell die Lust am Weiterlesen schwinden. Dennoch war der Schreibstil angenehm locker und leicht. Die vielen Namen in der Vergangenheit waren etwas schwerer verdaulich und die Kriegshandlungen weniger gut nachvollziehbar, dem gegenüber stand dann die völlig auf Aphrodites und Apolls Gefühle bezogene Gegenwart.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Oath & Betrayal
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Teil zwei setzt nahtlos an den ersten an: Nathaniel versteckt Hailey vor der Magic Agency in seiner vom Pförtner bewachten Wohnung. Sein Erbring Ophedia scheint ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln, mischt ...

Teil zwei setzt nahtlos an den ersten an: Nathaniel versteckt Hailey vor der Magic Agency in seiner vom Pförtner bewachten Wohnung. Sein Erbring Ophedia scheint ein eigenes Bewusstsein zu entwickeln, mischt sich immer mehr in Nathaniels Leben ein und treibt einen Keil zwischen Hailey und Nathaniel. Während Hailey bei Kaya und Brian untertaucht, leidet Nathaniel zusehends an Liebeskummer und stellt Ethan und seine Belange infrage. Zwischenzeitlich lüftet Nathaniel Ophedias Geheimnis, stellt Forschungen zum Tod seines besten Freundes Gabriel an und findet erschreckende Infos über Ethan heraus. Zur gleichen Zeit muss Hailey einen großen Verlust verkraften, schließt sich den Rebellen an und feilt an ihren Hellseherfähigkeiten. Ausgerechnet Kronprinz Alexander sucht sich die beiden Zerstrittenen als Leibwächter aus, um seinen vermeintlichen Attentäter auf dem Silvesterball zu stellen.

Eine grandios erzählte Geschichte, die mit ihren Figuren auf dem Boden der Tatsachen bleibt - natürlich bis auf die magischen Fähigkeiten. Die Charakter sind nicht detailliert ausgearbeitet, aber dennoch interessant. Zum Schluss geht es um Hailey und Nathaniel, die wieder neues Vertrauen zueinander aufbauen müssen und lernen, ihren Schmerz zu kanalisieren. Am Ende gibt es einen überraschenden Plot, die Geschichte scheint somit auch abgeschlossen zu sein. Ich habe mich sehr über den spannenden Schreibstil und die lockeren Gespräche zwischen den Protagonisten gefreut. Doch insgesamt hat es mir an Tiefe in der Story gefehlt.

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Veröffentlicht am 24.04.2026

Frauen - die unterschätzten Opfer

Auf der Spur des Jägers
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Jan und sein Team schlittern wieder in einen neuen Fall: auf der Straße wird eine brutal zusammengeschlagene Frau namens Natalja Gehder gefunden. Der erst ein Jahr zurückliegende Tod ihres Mannes führt ...

Jan und sein Team schlittern wieder in einen neuen Fall: auf der Straße wird eine brutal zusammengeschlagene Frau namens Natalja Gehder gefunden. Der erst ein Jahr zurückliegende Tod ihres Mannes führt die Ermittler zu einem Haus in Zossen, das für Voyeurismus umgebaut wurde. Schnell zeigt sich, Gehder war nicht nur Opfer. Sie spüren einen Zirkel aus Frauen auf, die sich gegenseitig Halt nach häuslicher Gewalt geben und nach Gerechtigkeit mittels Selbstjustiz streben. Am Ende können sie nicht alle retten, haben aber wieder ein super Gespür und verlässliche Zusammenarbeit bewiesen.

Die Geschichte ist sehr spannend geworden und geht überraschend in die Tiefe. Es werden sozial kritische, teilweise todgeschwiegene Themen aufgegriffen und realistisch verarbeitet. Zum Schluss bleibt ein melancholischer Nachgeschmack. Dafür ist der Schreibstil wie gewohnt anschaulich, die Konversationen herrlich flachsig und das Tempo rasant - es gibt keine langatmigen Zwischensequenzen. Ich habe das Buch förmlich verschlungen und durste nach Nachschlag.

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