Humorvolle und queere Akademie-Geschichte mit viel Herz und Freundschaft
And they were roommatesWir begleiten Charlie, der durch ein Stipendium die Möglichkeit hat, die Valentines Akademie für Jungen zu besuchen - sein großer Traum. Seine Vorstellung? Ein Einzelzimmer, Ruhe und natürlich viel Lernen. ...
Wir begleiten Charlie, der durch ein Stipendium die Möglichkeit hat, die Valentines Akademie für Jungen zu besuchen - sein großer Traum. Seine Vorstellung? Ein Einzelzimmer, Ruhe und natürlich viel Lernen. Die Realität? Kein Einzelzimmer, sondern einen Mitbewohner, James Grimes. Was ein Problem ist, denn Charlie möchte es um jeden Preis vermeiden, dass jemand erfährt, dass er trans ist, was er sich mit einem Mitbewohner als unmöglich vorstellt. Außerdem kennt Charlie Jasper und somit ist Charlie erstmal völlig fertig mit seinen Nerven.
Es ist ein wunderbar berührendes Buch, was auf beeindruckende Art darstellt, mit welchen Ängsten und Unsicherheiten Menschen aus der queeren Szene tagtäglich zu kämpfen haben - vorallem als trans Person in einem Jungeninternat mit unfassbar alten und konservativen Regeln. Der Druck erscheint immens und man kann mit Charlie gut mitfühlen.
Charlie als Hauptprotagonist möchte man einfach gefühlt dauerhaft in den Arm nehmen. Er hat sich das alles ganz anders vorgestellt. Er wirkt einfach super sympathisch und durch die Umstände einfach sehr unsicher mit sich und allem um sich herum.
Ich glaub im Gegensatz zu Charlie liebt man Japser - oder mag ihn gar nicht. Er ist wirklich das komplette Gegenteil von Charlie: wirkt super selbstsicher und selbstbewusst, arrogant und auch sehr selbstverliebt.
Die Kombination aus Charlie und Jasper ist auch einfach super humorvoll und es gibt einige witzige Momente, aber auch sehr ernste Gespräche und Themen.
Auch die Nebenfiguren wie Xavier und Luis sind einfach toll ausgearbeitete Charaktere mit Tiefe und mit eigenen kleinen Geschichten und Unsicherheiten, die teilweise Thema werden und wunderbar in die Hauptgeschichte eingefädelt sind.
Zusammenfassend ist die Geschichte in einem lockeren Schreibstil geschrieben, der sowohl die humorvoll sein kann aber auch mit den ernsten Themen gut umgehen kann. Ich bin durch die Seiten geflogen und war nach dem ersten abschnitt glatt kurz enttäuscht, dass ich nicht direkt weiterlesen "durfte". Eindeutig eine Leseempfehlung!