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Veröffentlicht am 10.11.2025

Weihnachten auf Sylt

Wintersonnenglanz
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Wir befinden uns auf der wunderschönen Nordseeinsel Sylt und für die Inselbewohner startet jetzt die beschauliche Zeit mit wunderschönen Dekorationen, Kerzen, leckeren süßen Köstlichkeiten und viel Tee, ...

Wir befinden uns auf der wunderschönen Nordseeinsel Sylt und für die Inselbewohner startet jetzt die beschauliche Zeit mit wunderschönen Dekorationen, Kerzen, leckeren süßen Köstlichkeiten und viel Tee, Tote Tante und ähnlichem.

Larissa, verheiratet und junge Babymama, ist die glückliche Besitzerin des Buchcafes Büchernest und hat sich nun in der Adventszeit gut zu organisieren, denn Baby und Berufstätigkeit unter einen Hut zu bringen, ist nicht so einfach. Doch ihre Freunde und Mitarbeiter stehen ihr tatkräftig zur Seite, ihr Mann Leon unterstützt sie auch und wünscht sich dennoch mal wieder Zeit zu zweit.

Doch durch ein unglückseliges Versehen gerät das Büchernest in eine gefährliche, existenzbedrohende, finanzielle Schieflage, denn ein Wasserschaden macht diesen kleinen wunderbaren Ort unbewohnbar und wirkt sich katastrophal auf die Bücher aus. Die Verursacherin, ihre Großtante Bea, freiheitsliebend und etwas exzentrisch, macht schon seit einiger Zeit durch ihr merkwürdiges Verhalten ihrer Familie und ihren Freunden Sorgen und eine unheilvolle Diagnose schwebt über den kommenden Weihnachtstagen.

Larissa hat sich ihr Weihnachtsfest mit ihrer jungen Familie wahrlich anders vorgestellt, doch zum Glück ist auch ihre beste Freundin Rieke wieder nach Sylt zurückgekehrt und die Inselbewohner unterstützen sich tatkräftig und dann gibt es auch noch ganz unerwartete Hilfe von einer Seite, die geheim bleiben möchte.....

Gabriella Engelmann hat einen ganz wunderschönen und atmosphärischen Weihnachtsroman geschrieben, der dem Leser einfach Lust macht, die Adventszeit auf Sylt zu verbringen, der Wind am Strand war während des Lesens förmlich zu spüren und es war einfach schön von den norddeutschen Traditionen zu lesen. Im Anhang gibt es noch einen norddeutschen Adventskalender zu entdecken mit vielen Rezepten um sich ein bisschen Sylt nach Hause zu holen.

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Veröffentlicht am 07.11.2025

Santa, wir haben ein Problem....

Kleines Hundeherz sucht großes Glück
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Es ist wieder einmal Zeit für ein weihnachtliches Märchen mit Hund und einfach spannend zu erleben, wie Weihnachtswünsche wahr werden und wenn sie noch so lange her sind, Ich weiß das, auch wenn ich meine ...

Es ist wieder einmal Zeit für ein weihnachtliches Märchen mit Hund und einfach spannend zu erleben, wie Weihnachtswünsche wahr werden und wenn sie noch so lange her sind, Ich weiß das, auch wenn ich meine Wünsche und Bitten an jemand anderen adressiere und dennoch wunderbar zu lesen.

Drei Protagonisten haben in der Adventszeit ganz unterschiedliche Wünsche. Da ist zum einen Amor, ein ganz goldiger kleiner weißer Hund, der eine Aversion gegen Tierheime hat und ganz schnell mal auf die Straße flüchtet. Doch im Winter wird es unangenehm kalt, er ist einsam und er sehnt sich einfach nach einem warmen Zuhause und Menschen, die ihn liebhaben. Das bleibt Santa und seinen eifrigen Helfern nicht verborgen und sie nehmen Kontakt zu Amor auf und weihen ihn in einen geheimen Plan ein....

Die junge schüchterne Lidia, jüngste von fünf Geschwistern, die mithilfe von Hunden auch alle erfolgreich verbandelt sind, und ihre große Familie macht sich doch echt Sorgen, dass sie alleine bleiben könnte. Um dem zu entgehen meldet sie sich in der städtischen Sozialstation um in der Küche zu helfen, denn Lidias Koch- und Backkünste sind legendär.

Dort angekommen trifft sie auf den Sozialarbeiter Noah, stattlich anzusehen, der ihr von Anfang an mürrisch und ablehnend begegnet, doch der Leser ahnt schon, das meint er gar nicht so. In Wirklichkeit sprühen von Anfang an die Funken zwischen den beiden, was auch recht schnell in die Tat umgesetzt wird. Wer spicy Szenen mag, wird hier bedient, mir war es persönlich etwas zu viel.

Doch Noah hat eine schreckliche Kindheit hinter sich, die kein Mensch erleben sollte und die doch in Wahrheit sehr oft in Deutschland von Kindern genau so erlebt wird. Wie die beiden diese hartnäckigen Schatten der Vergangenheit überwinden und ein funkelndes Weihnachten erleben, das dürft ihr bei Vanillekipferln, süßen Brötchen und Glühwein euch selbst erlesen...ach ja, Amor spielt dabei eine sehr wichtige Rolle.

Ein adventlicher Wohlfühlroman mit Hund und Tiefgang, denn wie Noah sich seiner Vergangenheit stellt, hat Petra Schier wirklich richtig gut beschrieben und das hat mir sehr gut gefallen

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Veröffentlicht am 30.10.2025

Was sind deine großen Steine?

Drei Tage im Schnee
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Hannah ist eine junge und karrierebewusste Frau, die es sich zum Ziel gesetzt hat, sich selbst und sich in ihrem Beruf kontinuierlich selbst zu optimieren. Das liest sich schon sehr stressig und so fühlt ...

Hannah ist eine junge und karrierebewusste Frau, die es sich zum Ziel gesetzt hat, sich selbst und sich in ihrem Beruf kontinuierlich selbst zu optimieren. Das liest sich schon sehr stressig und so fühlt sich auch Hannah zunehmend, denn sie kann nicht mehr schlafen und fühlt sich beständig unsicher. Um Ruhe zu finden und wieder zu sich selbst zu kommen, fährt sie über das Wochenende in eine wunderschön am See gelegene einsame Hütte. Von Tag eins an befindet sie sich in einer verschneiten Winterwelt und kein Mensch ist da außer ihr...

Doch Stopp, da kommt ein kleines Mädchen um die Ecke in einem knallroten Schneeanzug, Sophie, und sie stellt Hannah eine Menge Fragen bei weißer heißer Schokolade, die Hannah bemüht erwachsen versucht zu beantworten, die sie jedoch mehr und mehr ins Nachdenken bringen. Mit Sophie baut sie die verrücktesten Schneefiguren und in einem selbstgebauten Schneeiglu kommen Erinnerungen hoch, die sie jahrelang verdrängt hatte. Hannah setzt sich an diesem Wochenende ganz neu mit ihrem Leben auseinander und was sie denn eigentlich als Kind denn mal werden wollte....

Am letzten Tag findet sie ein zauberhaft gemaltes Winterbild von Sophie und es ist ihr zu wünschen, dass sie diese drei Tage im Schnee nie vergisst und umsetzt, was sie sich vorgenommen hat.

Ina Bhatter nimmt den Leser mit in eine wunderschöne einsame Hütte, die Atmosphäre dort hat sie wirklich sehr schön beschrieben, ich konnte mich selbst in dieser Hütte sehen und dennoch entwickelt sich die Geschichte zu einem Lebensratgeber, was schon wertvoll ist, doch mir war es etwas zu viel. Die Geschichte mit dem Glas und den großen und kleinen Steinen und dem Sand hat mich sehr angesprochen und Hannah konnte am Ende ihre großen Steine benennen und dass sie sich um sie kümmern will. Auch die verdrängte Erinnerung im Schneeiglu fand ich sehr berührend. Mich hätte noch interessiert, wie es denn mit Sophie und Hannah weitergeht....

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Eine Wunde heilt nur, wenn man sie gut behandelt.

Die Gewandnadel
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"Eine Wunde heilt nur, wenn man sie gut behandelt. Ignorieren hilft nicht."

Dieser Satz von Berta prägt die betagten Rotkreuzschwestern im Seniorenheim Herbstlust. Dort verbringen sie ihre letzten Tage, ...

"Eine Wunde heilt nur, wenn man sie gut behandelt. Ignorieren hilft nicht."

Dieser Satz von Berta prägt die betagten Rotkreuzschwestern im Seniorenheim Herbstlust. Dort verbringen sie ihre letzten Tage, schwanken zwischen Vergessen und Erinnern, könnten mit ihren Geschichten ganze Bücher füllen, doch vielen kommen die Wörter, die Sätze, die Erinnerungen nicht mehr über die Lippen und das Pflegepersonal steht oft vor immensen Problemen den alten Damen in rechter und guter Weise zu begegnen.

Die Autorin Susanne Ospelkaus nimmt uns mit auf eine Reise in die Vergangenheit und wir erleben anhand der Geschichte der Rotkreuzschwester Josefine, von vielen liebevoll einfach "Fine" genannt, was es heißt im Dritten Reich aufgewachsen zu sein mit einer menschenzerstörenden Ideologie, als junge Frau den Krieg erleben zu müssen und die furchtbaren Schrecken und Bilder für immer in der Seele zu haben. Josefine meldet sich als Rotkreuzschwester und findet sich in der Wüste Nordafrikas wieder mit ihrer Freundin Berta, eine Nebenfigur, die mir ganz besonders ans Herz gewachsen ist. Sie macht Bekanntschaft mit Harun, einem Helfer der Armee, und es entwickelt sich eine zaghafte Freundschaft. Doch der Krieg schreitet unbarmherzig voran und und Fine und Harun werden von einem Wüstensturm davongetrieben....

Nun verbringt Fine ihre letzten Tage im Seniorenheim Herbstlust und wird dort vom Pflegepersonal vermehrt als verwirrt und aggressiv wahrgenommen. Einzig allein der Pfleger Yakob schafft es einen Zugang zu der zerbrechlichen alten Dame zu finden, denn Yakob hat lybische Wurzeln und versteht den arabischen Dialekt, in dem Fine redet und der für das restliche Pflegepersonal nur verwirrtes Zeug bedeutet. Fine geht Yakob nicht mehr aus dem Kopf, was hat die wunderschön filigran gearbeitete Gewandnadel mit ihr zu tun und vor allem mit ihm? Denn Yakob kommt auch seiner Familiengeschichte mit viel Mühe auf die Spur, auch wenn seine Eltern, die in Deutschland leben, nicht sehr auskunftsfreudig sind. So fügt es sich Schritt für Schritt, die Traumata der Vergangenheit und der Generationen ans Licht der Wahrheit zu bringen, Versöhnung zu erfahren und neue Wege zu gehen.

Eine berührende Geschichte, die mal wieder klar macht, was unsere Großmütter und Großväter an Traumata zu bewältigen hatten und falls sie noch leben, immer noch haben. Der christliche Glaube kam mir in dieser Geschichte doch leider etwas zu kurz, dennoch fand ich es schön zu lesen.

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Veröffentlicht am 27.10.2025

Die Liebe zur Musik

Spiel mir das Lied vom Leben
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"Gott ist Musik. Das fühlst du in schlechten Zeiten, besonders, wenn du leidest."

Dieses Zitat zu Beginn dieser bewegenden wahren Geschichte, die den Leser sprachlos, traurig, entsetzt, wütend und doch ...

"Gott ist Musik. Das fühlst du in schlechten Zeiten, besonders, wenn du leidest."

Dieses Zitat zu Beginn dieser bewegenden wahren Geschichte, die den Leser sprachlos, traurig, entsetzt, wütend und doch mit leiser Hoffnung erfüllt, können wohl musikalische Menschen noch wesentlich mehr nachvollziehen und bejahen.

Wir begegnen der jungen Judith, 11 Jahre, die schon mit drei Jahren wusste, sie will Geige lernen und spielen, ein wahres Ausnahmetalent und einer sehr musikalischen Familie im Hintergrund. Sie will oft Stücke spielen, für die sie noch zu jung ist und noch zu wenig Technik hat, doch Judith will vor allem die Musik fühlen, die Geschichte, die dahinter steht. So begegnet sie auf Youtube dem jüdischen Geiger Itzhak Perlmann und ist in ihrem Herzen tief bewegt von seinem Spiel, um diese wundervollen Musikstücke spielen zu können, will sie mehr über seine Geschichte und die Geschichte des Holocausts erfahren, für das sie ihre Eltern noch zu jung halten. Doch Judith lässt nicht locker, das hat mich an meine Tochter erinnert, die auch mit 10 Jahren unbedingt die Geschichte von Anne Frank lesen wollte und alles, was damit zusammenhängt. Judith geht als hochbegabtes Kind auf die Musikhochschule und begegnet während ihrer Recherche dem auch hochbegabten Geiger Michael Emge, aus gewissen Gründen ist das nicht sein wahrer Name, und nun geht der Leser auf die Reise in die Vergangenheit und schaut hinter die Kulissen des Films "Schindlers Liste", den ich auch schon mehrfach geschaut habe.

Michael Emge nimmt Judith und ihre Familie mit auf seine Reise in die fürchterlichen Erinnerungen der Vergangenheit, wie er als Kind das Geigenspielen liebte und sie mit viel Herzschmerz im Konzentrationslager zurücklassen musste. Michaels gesamte Familie bis auf einen Onkel wurde im Holocaust ermordet und er hat als einzigster überlebt. Die Erzählungen des alten Mannes beginnen zaghaft und nehmen in verstörender Weise an Intensität zu, besonders als sie eine gemeinsame Reise nach Polen an die Orte der Schrecken unternahmen und auch danach, als Michael versuchte in einem Vergangenheit und seines Ursprungs wieder Fuß zu fassen, doch weder in Polen noch in Israel gelang es ihm. Auch nach dem Krieg war Anfeindungen bis heute ausgesetzt und schließlich lebt er in Deutschland und geht als Zeitzeuge in die Schulen um seine Geschichte zu erzählen.

Es war ein sehr besonderes Erlebnis die Begegnung dieser beiden so unterschiedlichen Menschen zu erleben, die eine jung, der andere alt, die eine priveligiert in Zeiten des Friedens und der andere verfolgt in Zeiten des Krieges, doch beide verbindet ihre Liebe zur Musik und vor allem das wirkliche Verstehen wollen und Fühlen wollen, was den anderen bewegt hat, solch ein Musikstück zu spielen. Diese Begegnung, so schlimm, verstörend und schmerzhaft sie war zu lesen, schenkt auch Hoffnung auf neues Leben.

Sehr lesenswert!

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