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Horatia

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Veröffentlicht am 16.07.2023

Kindgerecht lernen, mit Ressourcen verantwortungsvoll umzugehen

Wieso? Weshalb? Warum? Rund um den Müll
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Wieder ein schönes, stabiles Pappbilderbuch aus der Reihe Wieso-Weshalb-Warum, das sich diesmal dem Thema Müllentsorgung, Mülltrennung und Müllvermeidung widmet

Schon das Cover zeigt, daß jeder etwas ...

Wieder ein schönes, stabiles Pappbilderbuch aus der Reihe Wieso-Weshalb-Warum, das sich diesmal dem Thema Müllentsorgung, Mülltrennung und Müllvermeidung widmet

Schon das Cover zeigt, daß jeder etwas beisteuern kann, um die Müllberge zu reduzieren
Jede Doppelseite beschäftigt sich mit einem Unterthema – von der Entstehung des Mülls, wie sich Müll vermeiden läßt – anhand konkreter Beispiele, wie Wiederverwertung, Reparatur statt wegwerfen .

Die verschieden Arten von Müll und wie er sich dank Mülltrennung wieder neu aufarbeiten lassen kann.
Sei es Glas, Papier, Wertstoffe.
Wie sich Energie aus Müll herstellen lassen kann – Biogas zum Beispiel.

Das alles sehr kindgerecht erklärt, mit den schönen, real wirkenden Zeichnungen auf jeder Seite dazu.
Dazu die wunderbaren Kläppchen, die die Kleinen auch dazu anregen, sich schon beim zuhören, aktiv am Inhalt zu beteiligen.
Quintessenz ist, daß das Buch auch aufzeigt, daß jeder einzelne von uns mitmachen kann und helfen kann, weniger Müll zu produzieren.



Fazit
Wieder ein sehr gelungenes Buch aus der Reihe, die kleineren Kindern erklärt, was Müll ist, wie er entsteht und Lösungen aufzeigt, wie wir versuchen können ihn zu vermeiden.
Der zu aktiver Teilnahme einlädt und anhand sehr schöner Zeichnungen das vorgelesene darstellerisch aufzeigt.
Für kleiner Kinder sehr empfehlenswert um den bewußten Umgang mit unseren Ressourcen zu lernen.

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Veröffentlicht am 19.02.2023

Fräulein Alma vom Amt ermittelt wieder

Fräulein vom Amt – Der Tote im Kurhaus
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Ich habe es gerade zugeklappt und bin wieder begeistert.
Ich denke mal, bei mir ist es das Flair, das diese Reihe verbreitet.
So sympathische Protagonisten, in einer Zeit, die so fortschrittlich daherkommt, ...

Ich habe es gerade zugeklappt und bin wieder begeistert.
Ich denke mal, bei mir ist es das Flair, das diese Reihe verbreitet.
So sympathische Protagonisten, in einer Zeit, die so fortschrittlich daherkommt, noch vor dem großen Supergau der Braunhemden. Eine gemütliche, aber weltoffene Kurstadt und das Gefühl, dabei zu sein.

Seit dem letzten Fall sind zwei Jahre vergangen, Alma, noch immer ein "Telephonfräulein", an den Schalthebeln der Telephonzentrale in Baden-Baden, der Kurstadt.

Diesmal ist die Stadt vom Ägypten Fieber befallen, die Ausgrabungen von Howard Carter liegen gerade einmal 1,5 bis 2 Jahre zurück, Baden Baden hat das Thema zum Motto des Jahres 1924 gemacht, um seine Kurgäste zu unterhalten.

Alma stolpert wieder in einen Kriminalfall, nicht dank ihrer Arbeit, aber als der Freund ihrer besten Freundin des Mordes an dem Tenor der städtischen Aida-Aufführung bezichtigt wird, wird sie wieder aktiv und macht sich an die Ermittlungen.

Auch liebgewonnene Figuren sind wieder mit dabei, sei es das "Wölkchen", die Freundin Almas, der angehende Mediziner und Almas Cousin Walther und natürlich Ludwig Schiller, mittlerweile nicht mehr Kommissarsanwärter, sondern Kommissar.
Und natürlich - eine meinen Lieblingsfiguren, die Witwe Meier, Wirtin von Alma & Emmi, die darf nicht fehlen.
Auch neue Protagonisten halten Einzug, sowohl im Positiven, als auch im Negativen.

Der Fall schleppt sich diesmal zwar ein klein wenig hin, wird zum Ende hin aber spannend und deckt die tragischen Hintergründe auf interessante Art auf.

Mir persönlich gefällt ja gerade das Gesamte der Bücher, nicht alleine der Kriminalfall, sondern das tolle Zusammenspiel der Figuren, die Beschreibung von Almas Arbeit, die es ja schon lange nicht mehr gibt.
Das Baden Baden der Zeit, die Filme und Schauspieler, die damals die Klatschblätter bevölkerten - das gesamt Zeitkolorit eben.

Insofern ist den Autorinnen wieder ein gelungener zweiter Teil der Reihe gelungen.
Auch der Humor kommt nicht zu kurz, für mich halt auch immer ein wichtiges Kriterium.
Der Schreibstil ist ebenfalls flüssig und so richtig schön zu lesen.

Nun heißt es warten, bis dann der dritte Teil erscheint.

Fazit
Ein gelungener zweiter Teil der Reihe um das Fräulein vom Amt, das sich wieder kriminalistisch betätigt und auf Mörderjagd geht.
Sympathische Protagonisten und wunderbares Zeitkolorit entführen die Leser ins Baden Baden des Jahres 1924.

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Veröffentlicht am 27.01.2023

Spannendes und lehrreiches Tierbuch für kleine Erstleser

Guinness World Records für Erstleser - Tiere
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Ein sehr schönes und lehrreiches Guinness Buch der Rekorde über Tiere für kleine Erstleser.
Unterteilt in vier Abschnitt.
Im ersten Abschnitt werden die Größten und die Kleinsten Tiere vorgestellt.
Unter ...

Ein sehr schönes und lehrreiches Guinness Buch der Rekorde über Tiere für kleine Erstleser.
Unterteilt in vier Abschnitt.
Im ersten Abschnitt werden die Größten und die Kleinsten Tiere vorgestellt.
Unter anderem das schwerste Tier, wie der Blauwal, das größte Landtier, wie der Elefant oder das höchste Tier, wie die Giraffe.
Im Gegensatz dazu dann die Kleinsten: Säugetiere, Huftiere oder Pinguine.

Im zweiten Abschnitt werden die schnellsten und die langsamsten Tiere vorgestellt
Sei es der schnelle Gepard, der schnellste Fisch oder auch das langsame Faultier.

Dann geht’s im dritten Abschnitt um die giftigsten und gefährlichsten Tiere, die es auf der Welt gibt.
Der giftige Frosch, aus dem das Pfeilgift hergestellt wurde, das zum Jagen verwendet wurde, die giftigste Ameise oder der gefährlichste Seeigel

Letztendlich im vierten Abschnitt die verrücktesten und erstaunlichsten Tiere, das älteste Landtier, das schläfrigste Beuteltier oder das Tier mit den längsten Krallen.

Sehr spannende Informationen über sehr viele Tiere für die Kleinen - besonders schön sind die kleinen eingestreuten Extrainformationen in kleinen Kästchen auf den Seiten.
Bsp. Warum eine Klapperschlage Klapperschlange heißt – weil sie mit ihren Schwanzrasseln klappert, um zu warnen.
Auch die Vergleichszeichnungen sind sehr praktisch – wenn z.B das kleinste Seepferdchen der Welt, so groß wie ein menschlicher Daumennagel ist – zeigt die Zeichnung ein Seepferdchen auf einem Nagel – so wird die Vorstellungskraft unterstützt.
Alle Texte sind mit Abbildungen gestaltet, die das gelesene unterstützen
Auch ist die Sprache gut verständlich für die Kleinsten

Fazit
Ein richtig schön gestaltetes und sehr informatives Buch über die verschiedensten Tiere auf der Welt – ihre Unterschiede in die Größten, Kleinsten, schnellsten...
Schön unterlegt mit Zeichnungen oder Beispielen der unterschiedlichen Tiere
Für kleine Erstleser gut zu lesen und ihre Neugierde über die Tiere zu befriedigen



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Veröffentlicht am 21.01.2023

Geschichte sehr berührend und wunderbar erzählt

Feldpost
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Heute nacht konnte ich nicht aufhören zu lesen, bis ich das Buch durch hatte.
Ein wahnsinnig berührendes Buch, das schonungslos die Geschichte der Familien Kuhn und Martens erzählt, die in der NS Zeit ...

Heute nacht konnte ich nicht aufhören zu lesen, bis ich das Buch durch hatte.
Ein wahnsinnig berührendes Buch, das schonungslos die Geschichte der Familien Kuhn und Martens erzählt, die in der NS Zeit befreundet waren.
Die Geschichte einer Liebe, die nicht sein darf in dieser grausamen Zeit.
Große Schuld, die auf sich geladen wird, in der Überzeugung, das Richtige zu tun.


Erzählt wird im Rückblick, nachdem die Anwältin Cara Russo durch einen Zufall an alte Feldpostbriefe aus dem 2. Weltkrieg gelangt und beginnt zu recherchieren.
Wer waren Adele und Richard, wer Albert?
Sie schafft es, Richard Martens ausfindig zu machen und so nimmt die Geschichte ihren Lauf und der Leser erfährt, was vor so vielen Jahren passierte.

Erzählt wird aus Sicht, mehrerer Personen
- Adele Kuhn, die mit ihren Eltern und ihrem Bruder in einer schönen Villa lebt.
Der Vater, ein Gegner der Nazis wird inhaftiert und nach seiner Freilassung beschließt er, das Land zu verlassen. Adele und ihre Bruder, fast erwachsen, beschließen in Deutschland zu bleiben, später eventuell nachzukommen.

Die Familie Martens, sehr linientreu, jedenfalls der Vater, die Mutter und Richards Schwester Dietlind.
- Richard Martens, seit seiner Kindheit mit den beiden Geschwistern sehr verbunden, ist der andere große Part, der die damaligen Geschehnisse aufarbeitet.
Vieles wird auch aus seiner Sicht erzählt, so daß sich durch die Erzählungen aller Personen langsam ein Gesamtbild der damaligen Geschehnisse entwickelt.

Der Schreibstil ist - wie gewohnt von Mechthild Borrmann - sehr eindringlich, fesselnd und sehr ausdrucksstark.
Die Figuren sehr authentisch - Man lebt richtiggehend mit in der Geschichte, leidet mit den Protagonisten, wenn sie schreckliches durchleben.
Kann einiges nachvollziehen, anderes so überhaupt nicht.

Fazit
Ein sehr eindringliches Buch über das Leben zweier Familien in der NS Zeit. Verbotene und unerfüllte Liebe, auf sich geladenen Schuld. Überleben in dieser grausamen Zeit.
Trotz dramatischer Geschehnisse, wunderbar geschrieben.

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Veröffentlicht am 08.01.2023

Schöner zweiter Teil um Gut Erlensee

Gut Erlensee - Cäcilias Erbe
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Dieser zweite Teil um die Frauen auf Gut Erlensee erzählt zum größten Teil die Geschichte von Cäcilia, die als Patentochter Hermanns vor einigen Jahren auf Gut erlesee gezogen ist und sich mit den Geschwistern ...

Dieser zweite Teil um die Frauen auf Gut Erlensee erzählt zum größten Teil die Geschichte von Cäcilia, die als Patentochter Hermanns vor einigen Jahren auf Gut erlesee gezogen ist und sich mit den Geschwistern Lamprecht wunderbar versteht.

Ihrem großen Wunsch folgend, hat sie das Lehrerinnenseminar erfolgreich abgeschlossen und hofft nun, in der Umgebung eine Stelle als Lehrerin zu bekommen.
Schon kurze Zeit später erhält sie die Stelle in der kleinen Dorfschule in der Nähe des Gutes.

So weit, so schön.

Leider beginnen dann die Probleme - als erstes stirbt ihr Vater und als sie nach Nürnberg fährt zur Beerdigung und Testamentsverlesung, wartet eine böse Überraschung auf sie...

In der Zeit - 1922 - gibt es leider noch die überholte Meinung, daß Frauen nur im Notfall Lehrerinnen sein sollen und wenn, dann bitte auch nur ledig.
Das sogenannte Lehrerinnenzölibat spielt eine sehr große Rolle im Buch.
War es damals sogar gesetzlich verankert, daß Lehrerinnen lediglich ledig unterrichten durften.
Sobald sie die Ehe eingehen sollten, mußten sie den Beruf aufgeben.
Hintergrund war der Gedanke, daß es wichtiger sei, daß Männer ihr Auskommen haben und Frauen, sollten sie heiraten, ja eh versorgt seien, also kein Geld verdienen müßten.
So sollte Männer die Möglichkeit vorbehalten bleiben, ihr Auskommen zu sichern.
An die Frauen dachte dabei niemand - wie bei so vielem in der Zeit


Genau dieses Problem tritt ein, als Cäcilia den charismatischen Physiker Jakob Kaltenbrunner kennenlernt und sich die beiden verlieben.
Damit beginnen die Probleme erst richtig.....


Das Buch knüpft an den Vorgänger - Maragetas Traum - an. Spielt wenige Jahre später.
Sehr gut gefiel mir, daß dadurch eben auch der weitere Werdegang Margaretas und der ganzen Familie Lamprecht weiter erzählt wird.
Der Fokus liegt zwar auf Cäcilia, aber auch die andern kommen in kurzen Abschnitten zu Wort.
Genau das hat mir eben besonders gefallen.

Auch die Beschreibung des Lehrerinnenzölibats, ein Gesetz, über das wir heute zum Glük nur lachen können, war interessant kennenzulernen.
Daß es so streng war, wußte ich nicht.
Dadurch entsteht ein interessantes Zeitkolorit, als es eben noch nicht selbstverständlich war, daß Frauen berufstätig waren.
Zu der Zeit waren sie - in gewissen Kreisen- noch die große Ausnahme. Auch wenn während und nach dem ersten Weltkrieg sich die Zeiten langsam verbesserten. Aber eben sehr langsam.



Der Schreibstil ist wieder sehr flüssig und schön zu lesen, ebenso die Beschreibung der Protagonisten. Seien es die liebgewonnen Personen des vorherigen Teils, als auch neue Charaktere.
Besonders der Pfarrer Ansgar Raabe, der zu den doch eher negativen Personen gehört, wird herrlich verstockt und antiquiert beschrieben.

Ich würde empfehlen, dieses Buch nach dem ersten Teil zu lesen. Nicht zwingend, da es auch so für sich steht, aber um die Hintergrundgeschichte der Familie Lamprecht besser nachvollziehen zu können, fände ich es sinnvoller.


Fazit
Ein schöner zweier Teil der Geschichte um die Frauen auf Gut Erlensee.
Beleuchtet die Problematik des damals herrschenden Lehrerinnenzölibats und erzählt die Geschichte aller Familienmitglieder weiter.
Ein wenig Liebesgeschichte fehlt natürlich auch nicht.

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