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Veröffentlicht am 14.08.2020

Pures Lesevergügen

Die Geschichte der Baltimores
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Es gibt die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Die Goldmans aus Baltimore haben alles, was sich der junge Marcus Goldman aus Montclair wünscht. Jeden Sommer verbachte er bei den Goldmans ...

Es gibt die Goldmans aus Baltimore und die Goldmans aus Montclair. Die Goldmans aus Baltimore haben alles, was sich der junge Marcus Goldman aus Montclair wünscht. Jeden Sommer verbachte er bei den Goldmans aus Baltimore und fühlte sich wie deren dritter Sohn. Nun als inzwischen erfolgreicher Schriftsteller schreibt er die Geschichte seiner Familie nieder und zeigt, dass nicht alles Gold ist, was glänzt.

Ich habe mir dieses Buch gekauft, nachdem ich "Die Wahrheit über den Fall Harry Quebert" gradezu verschlungen habe. Ich finde den Schreibstil des Autors ganz besonders. Er ist wortgewandt und gibt tiefe Einblicke in die Gefühle der Charaktere. Zudem macht das Buch nachdenklich, vermittelt aber auch einen gewissen Charme durch seinen Witz.

Die Geschichte fand ich wirklich wunderbar rührselig. Ein Junge, der unbedingt zu der Familie seiner Cousins gehören will und dabei sogar seine eigene Familie leugnet. Er hat den tiefen Wunsch zu den anderen dazuzugehöhren, merkt jedoch im Laufe der Zeit, dass es doch auch andere Dinge gibt, die eine wichtige Rolle im Leben spielen, wie z.B. die Liebe. Die Liebesgeschichte ist wirklich gut erzählt, nimmt jedoch nicht zu viel Raum ein, sodass man nicht vergisst, worauf das Buch abzielt, nämlich auf "die Katastrophe". Worum es sich dabei handelt, kommt wirklich ganz zum Schluss raus, wobei man hin und wieder erahnen kann, was schlussendlich passieren wird.
Die Charaktere sind wirklich wunderbar beschrieben und jeder von ihnen hat seine eigene, teils dramatische Geschichte, die einem aufzeigt, wie das Leben manchmal spielen kann.

Alles in allem habe ich auch dieses Buch von Joel Dicker ganz wunderbar gefunden und mit Abschluss des Buches hat bei mir erstmal eine seltsame Leere geherrscht, die mich zum Nachdenken angeregt hat.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.07.2020

Die Zeit heilt alle Wunden...oder auch nicht

Abgenagt. Kommissar Kempff kommt auf den Hund
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Kommissar Jan Kempff ist auf seiner Joggingrunder als ihm ein Labrador begegnet und ihn zu einem Skelett mit eindeutigen Verletzungen führt. Kurze Zeit später wird ein zweites Skelett mit einer ähnlichen ...

Kommissar Jan Kempff ist auf seiner Joggingrunder als ihm ein Labrador begegnet und ihn zu einem Skelett mit eindeutigen Verletzungen führt. Kurze Zeit später wird ein zweites Skelett mit einer ähnlichen Verletzung gefunden. Kommissar Kempff fängt an zu ermitteln und stößt schnell auf eine alte Familienfehde, welches bis heute in dem beschaulichen Ort weiter für Unruhe unter den Bewohnern sorgt.

Ich habe den Krimi binnen kurzer Zeit verschlungen. Der Erzählstil des Autors ist sehr locker und durchaus humorvoll. Die Sätze sind kurz und leicht verständlich und man kann das Buchflüssig lesen. Es ist der zweite Teil einer Reihe, welches man ohne Vorkenntnisse gut lesen kann. An der ein oder anderen Stelle fände ich es aber doch besser, wenn man den ersten Teil gelesen hätte, da doch oft darauf verwiesen wird.
Es ist ein guter Spannungsbogen vorhanden, welcher einen auf das Ende hinfiebern lässt. Zum Schluss jedoch finde ich das Verdächtigenkarussel doch sehr verwirrend, weil sich so schnell Änderungen ergeben.
Außerdem finde ich den bezug zu dem Cover und dem Labrador nicht so ganz gegeben. Natürlich ist der Hund Anlass sich mit dem Fall zu beschäftigen, aber danach wird er kaum noch in die Geschichte mit einbezogen.

Alles in allem ist es ein spannendes Buch, welches leicht zu lesen ist und bei dem einem nicht langweilig wird.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Cover
  • Humor
  • Spannung
Veröffentlicht am 07.07.2020

Happy End auf Umwegen

Der Klang des Herzens
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Isabel Delancey ist eine erfolgreiche Konzertgeigerin, als ihr Mann plötzlich bei einem Unfall tödlich verunglückt. Plötzlich steht sie allein mit zwei Kindern da, ohne Überblick über ihr Leben und ihre ...

Isabel Delancey ist eine erfolgreiche Konzertgeigerin, als ihr Mann plötzlich bei einem Unfall tödlich verunglückt. Plötzlich steht sie allein mit zwei Kindern da, ohne Überblick über ihr Leben und ihre Finanzen. Sie ist gezwungen ihr Haus in London zu verkaufen und auf Land zu gehen, wo sie ein baufälliges Haus von einem entfernten Onkel geerbt hat. Das Haus befindet sich in einem wirklich katastrophalen Zustand. Passend kommt da ihr Nachbar Matt, der ihr anbietet, das Haus für sie zu renovieren. Sie ahnt nicht, dass sich hinter seiner Hilfsbereitschaft jedoch eine ganz andere Absicht verbirgt.

Den Schreibstil des Buches fand ich wie immer bei Jojo Moyes wirklich grandios. Man kann sich gut in die Personen hineinversetzen und das Buch liest sich wirklich mit einer gewissen Leichtigkeit.
Ich persönlich fand die Hauptcharaktere jedoch nicht sonderlich sympathisch. Isabel wirkt auf mich sehr kindlich naiv und auch Matts Verhalten fand ich zum Teil sehr seltsam.
Zum Teil fand ich die Geschichte sehr langatmig, man hat darauf gewartet, dass nur der springende Punkt kommt.
Am Ende konnte ich jedoch meinen Frieden mit dem Buch machen, was insbesondere an dem wirklich wundervollen Happy End lag und auch daran, dass ich den Schreibstil der Autorin einmalig und ganz besonders finde.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere