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Veröffentlicht am 20.09.2020

Dark Romance Buch mit wenig Dark und viel Luft nach oben

Death Bastards – Dunkle Liebe
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Death Bastards ist mein erstes Dark Romance Buch seit einiger Zeit. Nach der Leseprobe hatte ich Erwartungen, die sich leider nicht erfüllt haben.
Man hat durch den leichten und flüssigen Schreibstil ...

Death Bastards ist mein erstes Dark Romance Buch seit einiger Zeit. Nach der Leseprobe hatte ich Erwartungen, die sich leider nicht erfüllt haben.
Man hat durch den leichten und flüssigen Schreibstil schön und schnell in das Buch hineingefunden. Durch die wechselnden Erzählperspektiven hat man einen guten Einblick in Billies und Cage Gedankenwelt bekommen. Besonders gut konnte ich dabei Billies Gedanken nachvollziehen. Mir hat sehr gut gefallen, dass für Billie immer ihre Schwester Rose im Vordergrund stand und nie Cage und sie auch sehr lange gezögert hat sich auf ihn einzulassen. Trotzdem fand ich ihre inneren Dialoge oft ein wenig zu lang und es war gefühlt immer das Gleiche, wobei das bei ihrem Schicksal vermutlich nicht verwunderlich ist. Sie verhielt sich sehr viel reifer als ihre 21 Jahre, was ich auch echt gut fand. Ebenfalls erfrischend fand ich, dass sich Billie schnell in der neuen Stadt eingelebt hatte und ein genaues Ziel vor Augen hatte ohne sich von den helfenden Händen abhängig zu machen. Das macht sie in meinen Augen zu einer sehr starken Protagonistin. Ich mochte die Annährungen seitens Cage, konnte ihn aber bis zum Schluss nur sehr schlecht einschätzen. Irgendwie war mir seine Vergangenheit ein wenig zu schnell abgehandelt. Da hätte ich doch etwas mehr erwartet . Außerdem hätte ich mir gewünscht, dass der MC eine noch größere Rolle spielen würde. Weiterhin fand ich das Ende ziemlich unspektakulär und sehr schnell abgehandelt. Ich wusste leider schon von Beginn an wie dieser Teil abläuft. Aus dem Show down hätte man deutlich mehr machen können. Außerdem ist die Dark Romance etwas kurz gekommen, das war eher harmlose "Dark Romance".Generell fehlte mir im gesamtem Buch ein paar spannende Momente. Insgesamt war es eine nette Story mit sympathischen Haupt- und Nebencharakteren. Jedoch hatte das Buch auch definitiv seine Schwächen.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl
Veröffentlicht am 05.09.2020

Humorvolle Lovestory mit unerwarteten Tiefgang

Hate Notes
1

"Hate Notes" von Penelope Ward und Vi Keeland kommt im ersten Moment recht unscheinbar daher, aber hinter diesem Cover steckt jede Menge Humor, Gefühl und auch Ernsthaftigkeit.

Die verletzte Charlotte ...

"Hate Notes" von Penelope Ward und Vi Keeland kommt im ersten Moment recht unscheinbar daher, aber hinter diesem Cover steckt jede Menge Humor, Gefühl und auch Ernsthaftigkeit.

Die verletzte Charlotte und der verschlossene Reed lernen sich unter denkbar schlechten Umständen kennen, doch trotz ihrer Gegensätze spürt man schon beim ersten Zusammentreffen der beiden jede Menge Anziehungskraft. Als Charlotte dann durch einen Zufall plötzlich für das Familienunternehmen von Reed arbeitet, scheint das Chaos zwischen den beiden perfekt.

Dies ist mein erstes Buch der beiden Autorinnen, jedoch wird es definitiv nicht das letzte sein! Der Schreibstil der beiden Frauen konnte mich vollends für sich einnehmen. Er ist sehr flüssig, humorvoll und emotional. Es war durchweg spannend und ich hatte nicht das Gefühl, dass es irgendwann langweilig wurde oder es Längen gab.

Charlotte war mir bereits ab Seite 1 der Leseprobe sympathisch. Ich mochte ihre etwas andere verrückte Art, das in die Luft zeichnen, unbeugsamer Enthusiasmus und ihre Beharrlichkeit. Alles Eigenschaften, die Reed anfangs wirklich an ihr nervten. Ich brauchte auch etwas länger um mit Reed warm zu werden, er schien einfach so unfassbar arrogant und verschlossen. Aber gerade in dieser ersten Phase des Kennenlernens habe ich den Schlagabtausch zwischen den beiden geliebt. Als Reed durch Charlotte etwas aufgetaut war, begann auch ihn zu mögen, wobei mich seine teils krankhafte Eifersuchtsattacken manchmal doch etwas zu viel waren.
Iris, Reeds Großmutter, möchte ich noch als einen ganz besonderen Charakter oder auch Matchmaker vorstellen. Sie hat nicht gerade wenig dazu beigetragen, dass sich Reed und Charlotte näher gekommen sind. Außerdem ist sie einfach eine unglaubliche Frau!

Es gibt in diesen Buch einen sehr deutlichen Stimmungswechsel, der mit Reeds Vergangenheit zu tun hat und mit dem ich persönlich nicht gerechnet habe. Während der erste Teil wirklich sehr humorvoll ist und ich nicht selten laut losgelacht habe, wird es in der zweiten Hälfte deutlich tiefgründiger und ernster. Das ist absolut nichts schlechtes, jedoch habe ich hier doch etwas den Humor der ersten Kapitel vermisst.

Insgesamt konnte mich das Buch trotzdem sehr überzeugen, ich hatte unglaublich viel Spaß beim Lesen von Charlottes und Reeds etwas ungewöhnlicher Geschichte. Ich mochte die Idee hinter dem Titel "Hate Notes". Außerdem habe ich mit diesem Buch bei meiner ersten Leserunde mitgemacht. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an die Lesejury und den LYX-Verlag!

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl