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Veröffentlicht am 13.04.2026

Gute Grundidee, Umsetzung nicht ganz gelungen

Der Comic-Club
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Makayla hat tausend Ideen im Kopf, schafft es aber nicht richtig, sie in die Form einer strukturierten Geschichte zu bringen. Howard zeichnet für sein Leben gern, ihm fehlt aber ein grundsätzliches Konzept ...

Makayla hat tausend Ideen im Kopf, schafft es aber nicht richtig, sie in die Form einer strukturierten Geschichte zu bringen. Howard zeichnet für sein Leben gern, ihm fehlt aber ein grundsätzliches Konzept für seine Bilder. Art ist sehr kreativ und experimentiert gerne. Lynda liebt ebenfalls das Zeichnen, ist aber von ihren eigenen Fähigkeiten nicht überzeugt und sieht immer nur ihre Fehler. Bibliothekarin Frau Fatima hat eine Idee: Warum nicht einen Comic-Club gründen, um gemeinsam das zu machen, was alleine bisher nicht ganz so gut funktioniert hat: Comics?

Die Geschichte wird als Comic in vielen bunten Bildern mit Sprechblasen erzählt. Die aussagekräftigen Bilder sind in recht einfachem und klarem Stil gezeichnet. Insgesamt sind die Illustrationen motivierend gestaltet und nett anzusehen. Problemlos lässt sich die Handlung anhand der Abbildungen nachvollziehen. Alle Sprechblasen sind in leicht verständlicher, meist kindgemäßer Sprache formuliert. Das lila Cover spricht wohl eher Mädchen an, eigentlich richtet sich das Buch aber gleichermaßen an Mädchen und Jungen ab acht Jahren.

Die Personenkonstellation ist divers. Alle Charaktere haben ganz unterschiedliche Persönlichkeiten, dennoch gibt es erstaunlicherweise keinen Streit unter ihnen, was nicht ganz realistisch sein mag. Lynda z.B. ist ruhig und zurückhaltend, sie hat große Angst, zu viel von sich preiszugeben und ausgelacht zu werden. Art hingegen hat keine Angst vor Fehlern, äußert dem Vater gegenüber wörtlich: „Ich will in ganz vielen Dingen scheitern.“ Makayla zeigt viel Temperament, ist oft sehr ausgelassen, manchmal überdreht. Sie sprüht vor Ideen. Howard zeichnet ständig und träumt davon, Comiczeichner zu werden, fürchtet aber, dass sein Vater das nicht akzeptieren kann. Sicher werden hier viele Kinder Figuren finden, mit denen sie sich identifizieren können.

Einige Aspekte gefielen mir am Buch. Ich fand es beispielsweise prima, bekannte Comics wie El Taubinio im Buch zu entdecken. Zudem mochte ich auch, dass die theoretischen Ausführungen direkt Einzug in die Geschichte halten und sofort angewendet werden. So wird beispielsweise ausführlich erläutert, dass Bilder immer auch auf die Fantasie der Leser angewiesen sind und von ihnen automatisch interpretiert werden. Ein paar Seiten später findet sich in der Geschichte ein perfektes Beispiel für das vorher Erklärte.
Grundsätzlich ist das Buch sicher eine gute Idee. Eine Geschichte übers Comicmachen, die auch Theorie vermittelt und Kinder anregt, selbst kreativ zu werden. Das ist aber auch andererseits genau das Problem des Buchs. Es will zu viel und ist dadurch weder Fisch noch Fleisch. „Der Comic-Club“ möchte eine ansprechende, motivierende Geschichte erzählen. Aber die Handlung an sich ist doch recht eindimensional und wenig aufregend. Sie fesselte meine Kinder leider nicht. Die Stellen über die Theorie, obwohl eigentlich sehr wichtig, informativ und faszinierend, wirken im Zusammenhang der Handlung eher öde, wecken kein richtiges Interesse, verzögern stattdessen nur den Fortgang der Geschichte. Zudem wirkt die diverse Figurenkonstellation auf uns etwas zu gewollt. Achtjährige Kinder, die auch Zielgruppe des Buchs sind, können mit den Pronomen „xier“ und „xiem“ noch nichts anfangen. Dass sich Art mit seinen Pronomen vorstellt, wirkt dann doch ein wenig aufgesetzt, zumal es für die weitere Entwicklung auch überhaupt keine Bedeutung hat. Für Kinder sollte eine Geschichte nicht allzu offensichtlich belehren, sie sollte grundsätzlich einfach spannend, rund und stimmig sein. Das ist diese trotz vieler guter Ansätze aber leider nicht.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Katastrophale Unwetter, dramatische Entwicklungen und erschütternde Geheimnisse

Grenzfall – Ihr Grab in den Fluten
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In der Alpenregion herrscht der Ausnahmezustand. Seit Tagen gießt es in Strömen, Flüsse und Seen treten über und sorgen für extreme Überschwemmungen. Die Wassermassen reißen alles mit: Fahrzeuge, Häuser ...

In der Alpenregion herrscht der Ausnahmezustand. Seit Tagen gießt es in Strömen, Flüsse und Seen treten über und sorgen für extreme Überschwemmungen. Die Wassermassen reißen alles mit: Fahrzeuge, Häuser und Menschen. Alexa Jahn von der Kripo Weilheim ist schwer mit den Folgen des Unwetters beschäftigt. Personen werden vermisst und eine Camperin hat Besorgniserregendes zu berichten. Dann wird in einer Schlucht auch noch eine Leiche geborgen.
Auf der österreichischen Seite sind die Schäden nicht ganz so verheerend wie auf der deutschen. Bernhard Krammer und seine Kollegin Roza sind auf der Suche nach sechs jungen Leuten auf Radtour, die sich länger nicht bei ihren besorgten Eltern gemeldet haben. Ist ihnen etwas zugestoßen?

Die Geschichte wird meist abwechselnd aus Alexas und Bernhards Sicht erzählt. Autorin Anna Schneider schreibt angenehm leicht und klar verständlich, ihr Roman liest sich flüssig und lebendig.

Alexa Jahn beweist in diesem Band erneut, wie engagiert sie in ihrem Beruf ist. Sie arbeitet bis zu Erschöpfung. Ihr unermüdlicher Einsatz hat mich schwer beeindruckt. Auch Alexas Vater Bernhard Krammer bleibt an seinem aktuellen Fall kontinuierlich dran und gibt nicht auf, bis alles aufgelöst ist. Obwohl Vater und Tochter sich über weite Strecken nicht treffen, intensiviert sich die Beziehung der beiden erneut, ihre Verbindung wächst mit jedem Band mehr. Dass Verfasserin Anna Schneider viel Wert auf die Entwicklung ihrer Protagonisten legt, gefällt mir gut. Das zeichnet die Reihe für mich aus. Ich freue mich, beim Lesen immer mehr Facetten der Persönlichkeiten der beiden Protagonisten zu entdecken, fast so, als wäre ich selbst Teil der Geschichte. Auch Alexas Kollegen Florian Huber wird im Verlauf der Bücher immer sympathischer.


„Ihr Grab in den Fluten“ beschreibt anschaulich, was Naturkatastrophen für die Betroffenen wirklich bedeuten. Die eindringliche Schilderung lässt sicher niemanden kalt. Ich war entsetzt über das Ausmaß der Zerstörung und das damit verbundene Leid. Auch die persönlichen Dramen innerhalb der verschiedenen Fälle der Polizei werden mitreißend und spannend dargestellt. Gerade gegen Ende war das Buch nur schwer wegzulegen. Für mich war die Auflösung insgesamt recht gut nachvollziehbar, aber nicht hundertprozentig schlüssig. So wurden mir manche Aspekte etwas zu hastig abgehandelt. Dennoch aber erneut eine lesenswerte, packende Fortsetzung der Krimireihe. Ich bin schon auf die weiteren Entwicklungen gespannt, die hier bereits angedeutet werden.

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Veröffentlicht am 09.04.2026

Mindestens zwei ganze Leben, im Familienroman, mit viel Substanz und brillantem Titel

Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel
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1945 versteckt sich die vierzehnjährige Waise Marlen mit Hilfe der Malerin Wilma in einem Forsthaus in Güstrow vor russischen Soldaten. Aus dem Haus nimmt sie ein unscheinbares Bild mit, das sie dort gefunden ...

1945 versteckt sich die vierzehnjährige Waise Marlen mit Hilfe der Malerin Wilma in einem Forsthaus in Güstrow vor russischen Soldaten. Aus dem Haus nimmt sie ein unscheinbares Bild mit, das sie dort gefunden hat. Wilma bietet Marlen an, bei ihr zu bleiben. Sie sorgt gemeinsam mit ihrer Haushälterin für das Mädchen, adoptiert es schließlich und vermittelt ihm die Grundlagen des Malens. Doch ganz glücklich ist Marlen nicht.
2023 steckt Hannah in einer Krise, ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Rubi ist schwanger und möchte von nun an auf dem Land wohnen. Sie lässt Hannah einsam in ihrer Berliner Wohnung zurück. Plötzlich sucht Hannahs leiblicher Vater den Kontakt zu Hannah. Hannah ist überfordert. Warum meldet sich ihr Vater ausgerechnet jetzt? Zudem fragt sich Hanna immer noch, was aus dem Erbe ihrer Großmutter, einer wertvollen, seit Jahren vermissten Leinwand, geworden ist.


Die Geschichte wird auf zwei Ebenen erzählt, die scheinbar unabhängig voneinander sind. Es wird geschildert, wie Hannah sich nach dem Auszug ihrer Freundin und den Kontaktversuchen ihres Vaters neu orientieren muss. Außerdem wird Marlens und Wilmas Geschichte von 1945 an erzählt. Alena Schröder schreibt leicht, lebendig und anschaulich. Ihr Roman liest sich flüssig und ohne Anstrengung.


Sowohl Marlen als auch Hannah kommen anfangs unnahbar und steif herüber. Sie haben Probleme, sich in ihrer aktuellen Lage zurecht zu finden, wirken unzugänglich. So fühlt sich Hannah plötzlich „wie liegen gelassen“. „Als wäre sie eine Figur in einem Videospiel, in dem alle längst das nächste Level erreicht hatten, nur sie scheiterte immer und immer wieder an derselben Stelle.“ Im Verlauf lernt man Marlen und Hannah beiden besser kennen, erfährt, was sie empfinden, wünschen, träumen und was sie umtreibt. So kamen mir beide Figuren bis zum Ende des Romans immer näher. Am Ende interessierten mich beide Charaktere, ich mochte sie. Auch Hannahs Vater Martin und seine Frau Lulu werden erst zum Schluss hin wirklich durchschaubar. Spannend, dass sich die Figuren im Roman entwickeln und an Substanz und Tiefe gewinnen.


Der Titel „Mein ganzes Leben, Öl auf Leinwand, ohne Titel“ ist ungewöhnlich, er bezieht sich auf den Inhalt, weckt sofort die Neugier. Für mich ein absolut gelungener Titel. Und das Buch hält, was der wunderbare Titel verspricht. Ein sehr lesenswerter Roman über zwei junge Frauen vor wichtigen Veränderungen und Entscheidungen. Es geht dabei auch um Familie, die nicht immer blutsverwandt sein muss, denn sie ist „am Ende doch auch nur ein Zufall der Natur“- und deren Nachlass. Eine spannende Zeitreise vom Heute in die Nachkriegszeit, mit einem roten Faden als „Reiseführer“. Wie beide Handlungsebenen letztlich miteinander verwoben und zusammengeführt werden, hat mir sehr gut gefallen und zeigt einmal mehr, dass wir nicht unabhängig voneinander leben, sondern dass das Erbe unserer Vorfahren uns immer noch auf unterschiedliche Art beeinflusst. Auch wenn man die beiden Vorgänger nicht kennt, ein sehr unterhaltsames, tolles Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 13.03.2026

Faszinierende Bilder und ganz viel Sachwissen - bunter, motivierender Weltatlas für neugierige Kinder

National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren
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Atemberaubende Natur, wilde Tiere, ganz unterschiedliche Kulturen. Der „National Geographic Kids-Weltaltlas“ zeigt, wie vielseitig unsere Erde ist. Bevor im Hauptteil die einzelnen Kontinente vorgestellt ...

Atemberaubende Natur, wilde Tiere, ganz unterschiedliche Kulturen. Der „National Geographic Kids-Weltaltlas“ zeigt, wie vielseitig unsere Erde ist. Bevor im Hauptteil die einzelnen Kontinente vorgestellt werden, befasst sich die knapp fünfzigseitige Einleitung mit Grundlagen zum Kartenverstehen, dem Planeten Erde allgemein, der physischen und der politischen Welt. Alle Kontinente werden anschließend in den entsprechenden Kapiteln in physischen und politischen Karten präsentiert, dann folgen allgemeine Infoseiten. Ausgewählten Ländern und Regionen sind dabei jeweils extra Seiten gewidmet. Zu den verschiedenen Ländern gibt es allerhand Grundwissen, viele weitere interessante Fakten, Statistiken, meist in graphischen Darstellungen wie Säulen- oder Tortendiagrammen und natürlich haufenweise bunte Fotos von Sehenswürdigkeiten, Tieren, Natur oder Kultur. Auch die Ozeane bekommen einen eigenen Abschnitt. Im Anhang sind alle Länder mit Flaggen und kurzem Steckbrief aufgelistet. Das Glossar erklärt wichtige Begriffe. Außerdem sind hier Geofakten und Zahlen sowie Umrechnungstabellen abgedruckt. Länder, Orte, Namen und Begriffe sind im Index mit den entsprechenden Seiten vermerkt.

Der Atlas ist bunt und sehr motivierend gestaltet. Im Buch wird breites Basiswissen über Geographie, Kultur und politische Vorgänge vermittelt. Kurze Texte und viele Graphiken und Bilder sorgen dafür, dass das für Kinder nicht langweilig wird. Die Texte sind durchgehend kindgemäß und lebendig formuliert. Unzählige farbige, hochwertige, sehr ansprechende Fotos wecken garantiert das Interesse der Leserschaft. Auch mit einfach verständlichen, klaren, bunten Schaubildern arbeitet das Buch. Der Atlas richtet sich an Kinder ab sieben, acht Jahren.

Die Welt vom Sofa aus entdecken. Das macht dieser prall gefüllte Atlas möglich. Beim Durchblättern gibt es immer wieder Neues zu entdecken, aber auch gezieltes Nachschlagen z.B für die Arbeit an Referaten ist selbstverständlich möglich. Besonders gefallen meinen Kindern die Karten in der Einleitung zu Themen wie Bevölkerungsdichte, Weltsprachen oder bedrohte Tierarten. Ein wenig gewundert haben sie sich allerdings konkret über die Karte zur Religion, in der für Deutschland überwiegend unspezifische oder keine Religionen angegeben sind. Das stimmt nicht ganz mit ihren persönlichen Erfahrungen überein, stellt aber wohl eine aktuelle Entwicklung dar. Insgesamt funktioniert hier Wissensvermittlung motivierend und unterhaltsam. Es wird freilich auch auf Probleme wie Umweltverschmutzung, Klimawandel und Naturkatastrophen aufmerksam gemacht, gleichzeitig bleibt dabei aber viel Raum zum Staunen und Genießen der Wunder der Natur. Definitiv ist das Buch eine Bereicherung für das Bücherregal im Kinderzimmer.

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Veröffentlicht am 24.02.2026

Legendäre Mannschaften, Ausnahmetalente und jede Menge unglaubliche Rekorde - das Guinessbuch speziell für Fußballfans

Guinness World Records Fußball Edition
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Hundert besondere Rekorde rund um das Thema „Fußball“ stehen im Mittelpunkt der Fußball- Edition der Guinness World Records-Reihe. Das Buch stellt legendäre Vereine, Mannschaften, Spielerinnen und Spieler ...

Hundert besondere Rekorde rund um das Thema „Fußball“ stehen im Mittelpunkt der Fußball- Edition der Guinness World Records-Reihe. Das Buch stellt legendäre Vereine, Mannschaften, Spielerinnen und Spieler vor, die ganz unterschiedliche Bestleistungen erzielt haben. Aber auch eher „unglückliche“ Rekorde wie die meisten Eigentore bei einem WM-Turnier oder die meisten Länderspielniederlagen in Folge werden thematisiert. Neben den Rekorden, die rückwärts von 100 bis 1 durchnummeriert sind und im Verlauf immer spektakulärer werden, gibt es zwischendurch unter der Kategorie „Feature“ verschiedene weitere rekordverdächtige Infos, z.B. zu besonderen Leistungen von Trainern oder Schiedsrichtern oder Fakten zur WM-Geschichte. Während die Einleitung zu Beginn einen kurzen Überblick über den Inhalt gibt, geht es in der „Verlängerung“ um Freestyle-Legenden. Dabei werden auch Übungen zum Mitmachen gezeigt. Das Buch schließt mit Fun-Facts und einem Fußballquiz. Freilich darf auch ein Inhaltsverzeichnis am Anfang und ein alphabetischer Stichwort-Index am Schluss nicht fehlen.

Insgesamt ist das Buch ist sehr motivierend aufgemacht. Die einzelnen Seiten enthalten viele bunte Bilder von Stars in Aktion. Die Überschrift ist jeweils deutlich abgehoben und macht sofort klar, worum es auf der Seite geht. In einigen kurzen Absätzen werden verschiedene Infos zum Thema präsentiert. Die Texte sind in für Kinder klar verständlichen, kurzen Sätzen formuliert. Viele Seiten enthalten Tabellen und Statistiken. So lernen Kinder über ein für sie bedeutsames Thema ganz nebenbei den Umgang mit Tabellen. Auf den Seiten ist viel los, hier kommt garantiert keine Langeweile auf. Das Buch richtet sich an Kinder ab sieben Jahren, es motiviert sicher auch Lesemuffel zum Lesen.

Mein siebenjähriger Sohn spielt selbst Fußball und nimmt das Buch, seit wir es haben, immer wieder zur Hand. Es ist freilich kein Buch zum am Stück Durchlesen, sondern zum immer wieder darin Schmökern. An diesem Buch haben kleine Fußballfans garantiert lange Freude, da es immer wieder Neues zu entdecken gibt.
Für mich als Erwachsene ist das Buch durchaus auch interessant, allerdings finde ich die Auswahl der Rekorde nicht hundertprozentig nachvollziehbar. Manche Rekorde, gerade die zu Anfang mit den höheren Nummern finde ich doch etwas sehr speziell, z.B. „Schnellstes Tor in der Serie A“ oder „Jüngster Spieler mit 100 Bundesligaeinsätzen“. Hier scheinen mir die Rekorde doch ein wenig willkürlich und beliebig und es hätten durchaus auch andere Leistungen ausgewählt werden können. Die Rekorde zum Ende hingegen würdigen die großen Stars und liefern viel spannendes, oft auch fußballhistorisches Wissen.
Insgesamt regt das prallgefüllte, bunt und ansprechend gestaltete Buch zum Lesen an und ist bei meinem Sohn aktuell ein Buchfavorit. Für alle fußballinteressierten, wissbegierigen Kinder gibt es von mir eine klare Leseempfehlung!

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