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Veröffentlicht am 26.11.2025

Turbulenter, urkomischer Abenteuerspaß mit unkonventionellen Superhelden

Robin the Hood – Wie klaut man eine Stadt?
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Robin Kappe genannt „The Hood“ hat alleine durch seine Herkunft eine besondere Verpflichtung zu erfüllen. Er stammt in direkter Linie von dem berühmt-berüchtigten Räuber Robin Hood ab und hat alle Hände ...

Robin Kappe genannt „The Hood“ hat alleine durch seine Herkunft eine besondere Verpflichtung zu erfüllen. Er stammt in direkter Linie von dem berühmt-berüchtigten Räuber Robin Hood ab und hat alle Hände voll zu tun, dessen Erbe standesgemäß zu erfüllen. Getreu dem Motto „Primum furare, deinde dare“ also „Erst nehmen, dann geben“, stiehlt er wertvolle Dinge, um sie anschließend an Bedürftige zu verteilen. Doch ein Meisterdieb fällt nicht vom Himmel, vielmehr steckt sehr viel Anstrengung dahinter. So muss er mit seiner Lehrerin und Ziehmutter Loretta auf dem Familienanwesen und in der Welt draußen tagtäglich hart trainieren, um ein perfekter Dieb zu werden. Zudem hat er eine wichtige Mission zu vollenden, er möchte seine geliebte Oma aus dem bestgesicherten Gefängnis der Welt befreien. Robins ohnehin schon turbulenter Alltag wird von einer mysteriösen Nachricht unterbrochen. Ein sehr wertvoller Schmetterling soll in Südamerika ausgestellt werden und der ist angeblich unklaubar. Doch dieses Wort existiert in Robins Wortschatz nicht und so macht er sich auf den Weg, den Schmetterling zu rauben. Mit ungeahnten Folgen. Plötzlich sieht sich Robin mit einer selbst für ihn unlösbaren Aufgabe konfrontiert. Um seine Haut zu retten und Omas Situation zu verbessern, soll er eine Stadt klauen. Und damit nicht genug, dabei soll er ausgerechnet mit seiner ärgsten Konkurrentin Mary zusammenarbeiten. Kann das gutgehen?

Robins Abenteuer wird als Comic-Roman erzählt. Hauptsächlich schildert ein Text im Präsens aus Robins Perspektive in der ersten Person, was passiert. Einige Handlungsaspekte werden aber auch als Comic dargestellt. Die Geschichte ist klar, leicht und mit viel Humor formuliert. Sie lässt sich ganz unkompliziert und flüssig vorlesen. Die Comicbilder sind nicht unbedingt „schön“- so sehen die Figuren recht eckig aus- sind aber in witzigem, originellem Stil gezeichnet und eindeutig erkennbar. Das Buch richtet sich an Kinder ab neun Jahren, auch an „Wenig-Leser“, die durch die vielen Bilder zum Lesen angeregt werden.


Robin ist ein Held mit Ecken und Kanten, der gerne teilt, aber nicht alle Regeln so genau nimmt und klaut wie ein Rabe. Kein Wunder, dass er hin und wieder mit dem Gesetz in Konflikt gerät. Ansonsten ist er aber ein echt sympathischer, netter Kerl, der immer alles gibt. Mit Loretta, die auf Robin aufpasst, während seine Eltern auf einer Jacht in der Karibik herumschippern, hat Robin eine ganz besondere Aufpasserin und Lehrerin. Sie war u.a. früher nicht nur Karate-Kämpferin oder Bombenentschärferin, sondern auch Spionin und gibt ihr Wissen gern an ihren Schützling weiter. Dabei schont sie ihn nie. Stets fordert sie Höchstleistungen und gibt keine Ruhe, bis Robin sie auch erreicht. Loretta wirkt ziemlich hart und geht Robin oft auf die Nerven, aber sie meint es nur gut mit ihrem Schüler, der sie auch als seine „beste Freundin“ bezeichnet. Und dann lernt Robin noch Mary kennen. Eine ziemliche Angeberin, aber vielleicht steckt ja mehr hinter ihrer stolzen Fassade? Außerdem erhalten die zwei unfreiwillig tierischen Geleitschutz und bekommen es mit einer waschechten überambitionierten Obersuperschurkin zu tun. Eine echt tolle, originelle Figurenkonstellation!

Wenn zwei Kinder den Auftrag bekommen, die Welt zu retten, ist das natürlich alles andere als alltäglich. Selbstverständlich geht es da in „Robin the Hood - Wie klaut man eine Stadt“ äußerst turbulent, aufregend, actionreich, irre komisch, einfach völlig verrückt zu. Dass Robin im Vorfeld immer wieder für den Ernstfall trainiert, stellt sich schnell als richtig heraus. Er erlebt ein Superheldenabenteuer der besonderen Art, reist um die Welt, an unbekannte Orte, erhält dabei Unterstützung unterschiedlicher Art. Meine Kindern und mich hat Robins erster Auftrag ganz wunderbar unterhalten, wir haben über die vielen skurrilen Szenen und witzigen Bilder gelacht und mit Robin mitgefiebert. Tolle Figuren, spannende Geschichte, sehr interessantes Setting. Der Auftakt der neuen Reihe war für uns ein echter Volltreffer und wir sind schon sehr gespannt, wie es weitergeht.

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Veröffentlicht am 26.11.2025

Viele Wünsche und eine legendäre Party- schräg, urkomisch, typisch Greg

Gregs Tagebuch 20 - Bock auf Party?
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„Jedes Jahr bekommt man die eine Chance, sich etwas zu wünschen, was das ganze Leben verändern könnte. Aber wenn der Moment dann endlich da ist, ist der Druck oft viel zu groß“.

Die Sache mit den Wünschen ...

„Jedes Jahr bekommt man die eine Chance, sich etwas zu wünschen, was das ganze Leben verändern könnte. Aber wenn der Moment dann endlich da ist, ist der Druck oft viel zu groß“.

Die Sache mit den Wünschen ist wirklich nicht so einfach, das hat Greg schnell und gut erkannt. Dennoch freut er sich riesig auf die nächste Gelegenheit, sich endlich wieder etwas wünschen zu können. Sein Geburtstag steht nämlich kurz bevor und Greg hat Bock auf Party. Am besten soll es eine legendäre Feier werden. Garantiert wird sich Gregs Familie eine ganz besondere Überraschung für Greg ausgedacht haben. Doch die sieht dann in der Realität völlig anders aus als in Gregs Vorstellung. Ob Greg dennoch seine unvergessliche Party bekommt?

Die Geschichte wird - wie für die Reihe typisch- als Comicroman erzählt. Greg beschreibt die aktuelle Situation rund um seinen Geburtstag, erinnert sich aber auch zurück oder stellt seine grundsätzliche Meinung zu verschiedenen Sachverhalten dar. Dabei verliert er wie gewohnt immer wieder den roten Faden und handelt so ganz ungeplant unterschiedliche Themen ab. Die Leser erhalten einen exklusiven Blick in Gregs Kopf, haben Teil an seinen umfassenden Gedankengängen. Der Text ist klar, flüssig, kindgemäß, erfrischend und sehr witzig formuliert. Natürlich gibt es wieder unzählige urkomische Bilder, die das Text-Bild Verhältnis ausgewogen gestalten. Mit einfachen zeichnerischen Mitteln erzählt Jeff Kinney oft zusätzliche Geschichten und illustriert humorvoll und stets passgenau Gregs Schilderungen. Die gelungenen Bilder motivieren auch Lesemuffel zum Lesen. Die Reihe richtet sich an Kinder, Jungen und Mädchen, ab acht Jahren. Aber auch Erwachsene werden an den vielen Anspielungen ihrer Freude haben.

Greg mit seiner phantasievollen, komischen, naiven, absurden, aber oft auch ziemlich treffsicheren Ansichten muss man einfach mögen. Er gerät immer wieder in die verrücktesten Situationen und bewältigt alle Herausforderungen auf seine ganz eigene Weise. Aber auch Gregs Familie mit ihren speziellen Eigenarten hat einen großartigen Unterhaltungswert. Vor allem Gregs Mutter, die immer alles richtig machen möchte, ihre festen Prinzipien hat und dabei öfter übers Ziel hinausschießt, spielt im Buch eine zentrale Rolle. Wie immer treten sehr viele spannende, lustige Charaktere auf - auch die Nebenfiguren haben hier großes Potential.

Partys, Wünsche, Sammlungen, allzu pädagogisches und realistisches Spielzeug, Dankbarkeit, Alter, Familie und natürlich die merkwürdigen Angewohnheiten und Leidenschaften unserer Mitmenschen. Auch der neueste Roman berührt zahlreiche Themen, behandelt so manche Trends und bezieht sich auf verschiedene gesellschaftliche Probleme, die sehr humorvoll verarbeitet werden. Urkomisch, genial, einfach Greg! Hoffentlich wird er nie erwachsen, lässt uns weiterhin an seinem Leben teilhaben und hört nicht auf, seinen Senf zu allem zu geben. Auch der neueste Jubiläumsband der Kult-Reihe ist ein echter Knaller. Für alle Fans und solche, die es werden wollen, ein absolutes Muss!

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Veröffentlicht am 19.10.2025

Tödlicher Skiurlaub- ein rundum gelungener Winterkrimi

Lügennebel
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Januar im hohen Norden Schwedens: Sechs Studienfreunde verbringen ihre Winterferien im Bergdorf Åre, um dort gemeinsam Ski zu fahren und ausgiebig zu feiern. Doch als an einem Abend Alkohol und Drogen ...

Januar im hohen Norden Schwedens: Sechs Studienfreunde verbringen ihre Winterferien im Bergdorf Åre, um dort gemeinsam Ski zu fahren und ausgiebig zu feiern. Doch als an einem Abend Alkohol und Drogen ins Spiel kommen, fallen so machen Hemmungen und die Situation eskaliert. Am nächsten Morgen liegt eine junge Frau aus der Gruppe tot im Schnee. Wurde sie etwa ermordet?
Polizistin Hanna Ahlander und ihr Kollege Daniel Lindskog ermitteln, was in der verhängnisvollen Nacht wirklich geschah. Doch nicht nur der Fall verlangt ihnen einiges ab, auch privat haben beide mit besonderen Herausforderungen zu kämpfen.

Viveca Sten erzählt gut verständlich und flüssig in der dritten Person Präsens von den Ereignissen rund um den Tod der Studentin. Dabei geht sie chronologisch vor und wechselt wiederholt die Perspektive, nimmt unter anderem die Sichtweise zweier junger Frauen aus der Freundesgruppe ein, schildert aber auch was Hanna, Daniel und ihr Kollege Anton während der Ermittlungen erleben. Es fiel mir aufgrund des unkomplizierten Schreibstils leicht, sofort in die Handlung hineinzufinden.

Fanny, Olivia, Emil, Pontus, Amir und Wille verbringen ihren Urlaub im Ferienhaus von Willes Familie. Fanny hegt heimliche Gefühle für den attraktiven Amir, Wille und Olivia sind offiziell zusammen. Der ruhige Emil hält sich im Hintergrund, während Pontus immer wieder wegen seines groben Verhaltens aneckt. Nicht alle in der Gruppe verstehen sich gut, zwischen einigen Personen herrscht tiefes Misstrauen. Und dann erledigt der Alkohol sein Übriges. Eine interessante Figurenkonstellation voller Spannungen steht hier im Fokus. Da gibt es nicht nur einen Verdächtigen.
Hanna und Daniel müssen tief graben und konsequent nachhaken, um die Übersicht zu behalten.
Auch in diesem Band nimmt das Privatleben der beiden Ermittler wieder eine wichtige Rolle ein. In Hannas Leben gibt es eine wichtige Veränderung und Daniel muss seinen Alltag nach der Trennung von seiner Freundin Ida nun anders organisieren, teilt er sich mit seiner Exfreundin doch das Sorgerecht für seine kleine Tochter Alice. Auch wenn Hanna und Daniel gerade andere Sorgen haben, bedeuten sie einander immer noch viel. Es gelingt ihnen nicht, den jeweils anderen zu vergessen, zumal sie eng miteinander zusammenarbeiten. Auch Kollege Anton strebt privat vor einem wichtigen Wendepunkt.

„Lügennebel“ hat alles, was nach meinem Geschmack ein guter Krimi braucht: Einen spannenden, nachvollziehbaren, stimmigen Fall mit vielen Verdächtigen, sympathische Ermittler mit interessantem Privatleben und einen reizvollen Schauplatz. Nachdem ich schon die ersten drei Bände der Reihe regelrecht verschlungen habe, war ich sehr gespannt darauf zu erfahren, wie sich die Beziehung zwischen Hanna und Daniel weiterentwickelt. Ein großer Pluspunkt der Reihe ist, dass man die Ermittler mit jedem neuen Fall immer besser kennenlernt und sie einem immer mehr ans Herz wachsen. Es fühlt sich beim Lesen fast ein bisschen an wie Heimkommen. Für mich ist „Lügennebel“ ein rundum gelungener Krimi mit spannender aber dennoch „gemütlich-ruhiger“ Atmosphäre, den ich durchgehend sehr genossen habe und dessen Fortsetzung ich schon jetzt kaum erwarten kann.



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Veröffentlicht am 18.10.2025

Die Fremde in meinem Leben - gut konstruierter, psychologischer Roman

Schattengrünes Tal
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Lisa hilft ihrem Vater Carl, das in die Jahre gekommene, stark sanierungsbedürftige Hotel „Zum alten Forsthaus“ im Nordschwarzwald notdürftig am Laufen zu halten. Ihr Vater hält an dem Familienbetrieb ...

Lisa hilft ihrem Vater Carl, das in die Jahre gekommene, stark sanierungsbedürftige Hotel „Zum alten Forsthaus“ im Nordschwarzwald notdürftig am Laufen zu halten. Ihr Vater hält an dem Familienbetrieb fest, weigert sich aber zu investieren. Eines Abends taucht im Hotel eine Fremde auf, Daniela Arnold. Sie scheint sich am desolaten Zustand des Hauses nicht zu stören und mietet sich auf unbefristete Zeit in einem Zimmer des Hotels ein. Lisa freundet sich mit der Frau an, die offensichtlich in einer privaten Krise steckt. Daniela beginnt, sich zu öffnen, integriert sich mit Lisas Hilfe in die Dorfgemeinschaft und unterstützt auch Lisas Vater bei der Arbeit im Hotel. Während Daniela immer mehr aufblüht, geht es aber in Lisas Leben rapide bergab. In ihrer Ehe mit Simon kriselt es. Auch Lisas Verhältnis zu ihrem Vater und die Freundschaft zu ihrer besten Freundin ist zunehmend belastet. Hängt Lisas Absturz etwa mit Danielas Auftauchen zusammen?

Das Buch liest sich angenehm, es ist in klarem, flüssigen Schreibstil verfasst. Hauptsächlich wird die Handlung aus Lisas Sicht erzählt, aber auch die Perspektiven ihres Mannes Simon, ihres Vaters Carl und dessen Lebensgefährtin Margret werden stellenweise dargestellt.

Schon zu Beginn des Romans ist Lisas Leben nicht unkompliziert. In ihrer Ehe ist die große Leidenschaft verloren gegangen zu sein, Lisa und ihr Mann leben meist nebeneinander her, ohne sich wirklich zuzuhören. Lisas Vater Carl erwartet viel von Lisa, gibt aber selbst wenig. Bisher schwelen die Konflikte aber noch im Verborgenen. Mit Danielas Auftauchen dringen sie an die Oberfläche. Dabei wirkt Daniela, die selbst gerade auf der Flucht von ihrem Alltag und ihren Problemen ist, doch so umgänglich und nett. Aber ist sie das wirklich?

Nach und nach gerät Lisas Leben komplett aus den Fugen. Davon erzählt Kristina Hauff in ihrem Roman „Schattengrünes Tal“ raffiniert, gekonnt und psychologisch spannend. Die interessante Personenkonstellation und die immer dichter werdende Handlung machen den Roman für mich lesenswert. Kein lauter, packender, krawalliger Psychothriller, eher ein ruhiger, aber stimmiger Roman mit kleinen Eskalationen zwischendurch, der aber zu keiner Zeit langweilig ist. Einfach gute Unterhaltung!

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Veröffentlicht am 04.10.2025

Schlüssiger Krimi mit finalen Überraschungen

Love, Mom
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„Ich glaube, meine Mom hat etwas Schlimmes getan“.

Mackenzies Mutter Elizabeth war eine äußerst erfolgreiche Thrillerautorin. Nun ist sie tot, nachdem sie bei ihrem Morgenspaziergang stolperte, stürzte ...

„Ich glaube, meine Mom hat etwas Schlimmes getan“.

Mackenzies Mutter Elizabeth war eine äußerst erfolgreiche Thrillerautorin. Nun ist sie tot, nachdem sie bei ihrem Morgenspaziergang stolperte, stürzte und im Fallen mit dem Kopf gegen einen Stein schlug. „„Ein Unfall“, hieß es und „zufälligerweise wimmelte es in ihren Büchern von solchen Unfällen.“ Auf der Trauerfeier erhält Mackenzie anonym einen Umschlag, ein kurzer Brief unterschrieben mit „Love, Mum“ sowie Tagebuchaufzeichnungen ihrer Mutter. Weitere Briefe folgen, die vermuten lassen, dass Elizabeth ein sehr dunkles Geheimnisse hütete. Mackenzie forscht nach und stellt fest, dass es auch andere in ihrer Familie mit der Wahrheit nicht so genau nehmen. Doch wie weit werden sie gehen, um ihre Lügen aufrecht erhalten zu können?

Die Geschichte wird aus verschiedenen Perspektiven, nicht durchgehend chronologisch erzählt. Zu Beginn im ersten Teil schildert Mackenzie in der ersten Person, was sie nach dem Tod ihrer Mutter erlebt. Im zweiten Teil wird unter anderem auch die Sichtweise ihres Vaters aus der Vergangenheit 21 Jahre vorher dargestellt. Im dritten Teil geht es wieder um Mackenzies aktuelle Erlebnisse. Der Roman liest sich gut verständlich, anfangs wirkte der Schreibstil auf mich allerdings etwas unrund und holprig, was möglicherweise daran liegen mag, dass die Geschichte im Präsens verfasst ist.

Mackenzie wuchs mit einer berühmten Mutter in komplizierten Verhältnissen auf. Stets stand sie im Schatten ihrer Mutter. Da bereitet es ihr verständlicherweise Schwierigkeiten, sich selbst zu finden und zu definieren. Möglicherweise trägt sie daher gerne schwarz und hält sich im Hintergrund. Was auch passiert, ihr bester Freund EJ unterstützt Mackenzie jederzeit.
In Mackenzies Familie versammeln sich einige herausfordernde Charaktere. Nicht nur Mackenzie auch die Leserschaft kann sich nicht sicher sein, wem da zu trauen ist. Richtig warm wird man hier mit kaum einer der Figuren.

Die Geschichte beginnt mit einem Knall. Mackenzies Mutter scheint nicht die zu sein, für die sie gehalten wurde. Trotzdem dieser Umstand gleich neugierig macht, mag die Handlung zunächst nicht so recht in Fahrt kommen. Ab der Mitte entwickelt sie sich dann deutlich wendungsreicher und es wartet so manche Überraschung. Insgesamt für mich nicht das absolute Thrillerhighlight, aber ein solider, schlüssiger Krimi, der vor allem zum Ende hin zum Pageturner avanciert.

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