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Veröffentlicht am 03.04.2017

Was passiert, wenn ein Bad Boy seine Sandkastenfreundin wieder trifft ?

Dark Mafia Prince
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Was passiert, wenn ein Bad Boy seine Sandkastenfreundin wieder trifft bzw. diese bei dieser Gelegenheit gleich entführt? Genau. Nicht schwer zu erraten. Aber trotz der Vorhersehbarkeit hat mich die Geschichte ...

Was passiert, wenn ein Bad Boy seine Sandkastenfreundin wieder trifft bzw. diese bei dieser Gelegenheit gleich entführt? Genau. Nicht schwer zu erraten. Aber trotz der Vorhersehbarkeit hat mich die Geschichte doch nicht ganz losgelassen. Verschnaufpausen waren zwar vorhanden, hielten aber jeweils nicht lange an. Teilweise folgte eine Szene auf die andere.

Es war interessant, in die Welt der Mafia-Clans abzutauchen, auch wenn ich die Gewalt nicht gutheiße. Es brauchte allerdings seine Seiten, bis ich mir einen rechten Überblick verschaffen konnte. Was ist damals passiert und wie hängt es mit der Gegenwart zusammen. Wem kann man vertrauen und wo lauert Verrat?
Zu Beginn habe ich allerdings schon mitgefiebert, Kiro zu finden. Das Verlangen der Brüder, endlich ihren bratik zu finden, fand ich greifbar.

Zwischen Mira und Aleksio knistert es recht schnell. Sie kennen sich von früher, weshalb eine Verbindung zwischen den beiden bemerkbar war, ob man das jetzt wahrhaben wollte oder nicht. Hätte es diese Verbindung nicht gegeben, wäre mir ihr Näherkommen zu schnell gegangen.
Als es dann zwischen Mira und Aleksio zur Sache ging, konnte ich nur noch den Kopf schütteln. Ich hatte kein Verständnis dafür, dass Mira zugelassen hat, als das beschimpft bzw. bezeichnet zu werden, deren Worte Aleksio in den Mund genommen hat bzw. es dann auch noch so wollte.

Aber abgesehen davon, fand ich die Zeit mit Mira, Aleksio und Viktor unterhaltsam. Schade finde ich nur, dass die Charaktere selbst zu blass blieben. Dadurch, dass Annika Martin sich auf das nötigste in ihren Beschreibungen beschränkt, geht dies eben auch zu Lasten der Charaktere. Der Schreibstil ist einfach gefasst. Positiv fand ich, dass zu Beginn ein Unterschied zwischen Mira und Aleksio für mich feststellbar war, der aber verschwand, als Aleksio begann, sich zu verändern.

Alles in allem eine kurzweilige Unterhaltung für Zwischendurch. Das Besondere hat mir gefehlt, aber ich bereue es auch nicht, „Dark Mafia Prince“ gelesen zu haben. Für mich reicht es für 3,5 Sterne (aufgerundet 4 Sterne).

Veröffentlicht am 01.04.2017

Alles oder Nichts

Alles oder nichts
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Ich habe dem Letzt erst „Ein einziges Geheimnis“ gelesen, so dass mir die dortigen Geschehnisse noch gut in Erinnerung waren. Ich habe mich also auf die Fortsetzung gefreut, insbesondere auch, da ich auf ...

Ich habe dem Letzt erst „Ein einziges Geheimnis“ gelesen, so dass mir die dortigen Geschehnisse noch gut in Erinnerung waren. Ich habe mich also auf die Fortsetzung gefreut, insbesondere auch, da ich auf Tom gespannt war.

Um eines vorneweg zu sagen: Ich würde dazu raten, dass man beim Lesen von „Alles oder Nichts“ zumindest „Ein einziges Geheimnis“ kennt. Es macht das Verständnis um die Ereignisse im Tschad vergangenen Sommers einfacher. Wer das Buch hier aber so liest, kann dann immerhin mit Ambra gemeinsam recherchieren

Wie bereits geschrieben, habe ich mich auf „Alles oder Nichts“ gefreut. Ein gewisses Gefühl der Enttäuschung lässt sich aber nichts unterdrücken.

Am Anfang gefiel mir die Geschichte recht gut. Tom, der unter einer posttraumatischen Belastungsstörung leidet (wer würde das nicht nach seinen Erlebnissen im Tschad) und somit mit Panikattacken zu kämpfen hat und die Journalistin Ambra, die für eine Story in das von ihr verhasste Kiruna reisen muss. Mit Kiruna verbindet sie traumatische Kindheitserinnerungen. Beides also verletzte Seelen, die einander langsam kennen lernen.
Gefreut hatte ich mich dabei auch über die Hündin Freya, die ich sogleich in mein Herz schloss.

In Kiruna hat es mir gefallen, auch wenn es dort ziemlich kalt war (Brrrr).Warme Kleidung war bei den Minustemperaturen von sehr großem Vorteil
Auch Stockholm gefiel mir, ich mag Schweden einfach. Allerdings verlor für mich die Geschichte, als sich der Handlungsschwerpunkt nach Stockholm verlegte, ein bisschen ihren Reiz – Freya nicht zu vergessen, die schnell vermisste.

Irgendwie wurde ich das Gefühl nicht los, dass sich Simona Ahrnstedt auf zu viele „Baustellen“ konzentriert hatte und sich die Geschichte dadurch ein bisschen in die Länge zog. Es wird zum Schluss zwar alles aufgeklärt, aber der Showdown am Ende war in meinen Augen zu kurz und zu schnell abgehandelt – oder ich hatte mir mehr erhofft.
Für mich hat im Gesamten einfach das gewisse Etwas gefehlt, das ich aber bei den beiden Vorgängerbüchern gefunden hatte.

Die Liebesgeschichte zwischen Tom und Ambra entwickelt sich langsam, zumal Tom auch keinen Hehl daraus macht, in eine andere verliebt zu sein. Teilweise fand ich die Handlungen und Ereignisse auch vorhersehbar. Und als Ambras journalistische Ader durchkam, hätte ich sie am liebsten aufgehalten.

Tom und Ambra stehen hier zwar im Mittelpunkt, aber es gab noch ein weiteres Pärchen, deren Kennenlernen man verfolgen konnte. Allerdings wurde ich mit IHR und ihrer oberflächlichen und egoistischen Art nicht ganz warm.

Man trifft hier auf neue Personen, man kann sich aber auch auf ein kurzes Wiedersehen alter Bekannter freuen (auch wenn man ein bisschen Geduld braucht).

Und so kehre ich aus dem kalten, verschneiten Schweden zurück. Es hat sich auf alle Fälle gelohnt, „Alles oder Nichts“ zu lesen, auch wenn es mich nicht zu 100 % überzeugen konnte. Einzelne Aspekte waren durchaus interessant, so dass ich mich mit meiner Bewertung auf 3,5 Sterne (aufgerundet 4 Sterne) festlegen würde.

Veröffentlicht am 11.03.2017

Auf Colleen Hoover ist Verlass - Eine Geschichte, die berührt

Nächstes Jahr am selben Tag
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Colleen Hoover schafft es doch jedes Mal wieder, mich umzuhauen. Ich las eine Geschichte, die mich berührte. Eine Geschichte, bei der ich das dringende Bedürfnis hatte, zu erfahren, wie es ausgeht.

Alle ...

Colleen Hoover schafft es doch jedes Mal wieder, mich umzuhauen. Ich las eine Geschichte, die mich berührte. Eine Geschichte, bei der ich das dringende Bedürfnis hatte, zu erfahren, wie es ausgeht.

Alle Bücher von Colleen Hoover landen bei mir auf der Wunschliste, ohne dass ich die Kurzbeschreibung kenne. Ich muss sie auch nicht kennen. Ich weiß, dass ich nichts falsch machen kann und werde.
Als ich die Kurzbeschreibung damals von „Nächstes Jahr am selben Tag“ dann las, hat sie mich wenig gereizt. Lediglich der Name „Colleen Hoover“ bekräftigte mich in der Überzeugung, dass das Buch gut werden würde. Nun weiß ich, dass ich maßlos untertreibe. Aber würde der Name Hoover nicht auf dem Cover stehen, das Buch hätte es nicht auf die Wunschliste geschafft.

Die Geschichte verläuft so anders, als ich erwartet habe. Anders gut aber. Sie ist romantisch, liebevoll, mit Humor, aber sie hat auch ihre traurigen Momente. Es ist wie eine Achterbahnfahrt, bei der man einmal eingestiegen, nicht mehr aussteigen kann. Nicht, dass ich es gewollt hätte.

Die Geschichte handelt jeweils an einem 9. November über mehrere Jahre hinweg. Was dazwischen passiert, erfahren wir nur durch ihre Erzählungen bzw. Gedanken. Ich war zuerst skeptisch, ob nicht etwas fehlen würde. Aber nein, es fehlt nichts. Alles andere hätte auch die Geschichte kaputt gemacht.

In Fallon und Ben habe ich mich gleich verliebt. Sie sind toll, wobei beide ihre Päckchen zu tragen haben. Die gesamte Tragweite erfährt man erst am Ende. Und als das Bild sich immer mehr klärte, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen. Man hätte mir das Buch schon mit Gewalt wegnehmen müssen. Ich wollte die ganze Wahrheit wissen.

Ebensowenig wie ich mit dem Verlauf der Geschichte gerechnet habe, habe ich damit gerechnet, alte Bekannte wiederzutreffen. Was mich jedoch noch mehr gefreut hat. Aber keine Sorge. „Nächstes Jahr am selben Tag“ ist ein Einzelband und als solcher auch problemlos zu lesen. Wen man trifft? Lasst euch überraschen.

Das Cover finde ich wunderschön, zumal ich finde, dass es perfekt die Stimmung des Buches einfängt.

Von mir gibt es ganz klar eine Leseempfehlung und natürlich 5 Sterne.

Veröffentlicht am 06.03.2017

Eine Geschichte, die das Herz berührt

To the Stars - Wenn du die Sterne berührst
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Mit „Wenn du die Sterne berührst“ geht wieder zurück nach Thatch, wobei der Schwerpunkt der Handlung diesmal aber in Richland, Washington liegt. Nichts desto trotz darf man sich auf das Wiedersehen alter ...

Mit „Wenn du die Sterne berührst“ geht wieder zurück nach Thatch, wobei der Schwerpunkt der Handlung diesmal aber in Richland, Washington liegt. Nichts desto trotz darf man sich auf das Wiedersehen alter Bekannter aus Thatch freuen.

Mir hat schon „Wenn ich falle“ sehr, sehr gut gefallen. Ich habe hier deshalb versucht, meine Erwartungen nicht zu hoch zu schrauben. Damit, dass sie nun um Längen übertroffen wurden, habe ich also nicht gerechnet. Aber so ist es. „Wenn du die Sterne berührst“ hat mich sehr berührt.

Ich las „Wenn du die Sterne berührst“ einerseits mit Entsetzen, andererseits berührte Knox Alexander mein Herz. Die Geschichte ist eine Mischung aus hell und dunkel, gut und böse.
Immer wenn ich dachte, es kann nicht schlimm kommen, musste ich feststellen, dass ich mich getäuscht habe. Es kam schlimmer, viel schlimmer. Und ich habe mich oft getäuscht.
Mein Kopfkino funktioniert gut und das ist auch eigentlich eine gute Sache. Nur hier wurden manche Szenen immer schwieriger zum Aushalten. Ich litt genauso wie Harlow.

Als Ausgleich war da aber Knox Alexander. In Rückblenden wird erzählt, wie Knox und Harlow sich kennenlernten, wie sie sich verliebten, wie sich ihnen das Leben dann in den Weg stellte und wie es dazu kam, warum Harlow die falsche Wahl traf. Wobei das Wort "falsch" noch viel zu harmlos ist.

Was genau hinter der „falschen“ Entscheidung steckt und die daraus resultierenden Folgen möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Auch wenn ich Harlow am liebsten geholfen hätte – nichts zu tun fiel mir genauso schwer wie Knox – konnte ich ihre Ängste nachvollziehen.

Der Geschichte, die problemlos auch als Einzelband gelesen werden kann, fehlt es trotz allem Übel nicht an Romantik. Und auch die Spannung kommt nicht zu kurz.

Abwechselnd wird hier von Harlow und Knox erzählt. Sobald die Perspektive wechselte, wurde jeweils der Name, der Ort und eine Zeitangabe vorangestellt.

„Wenn du die Sterne berührst“ gehört für mich zu meinen diesjährigen Highlights. Verdiente fünf Sterne.

Veröffentlicht am 04.03.2017

Wenn die Suche nach der Wahrheit zur Gefahr wird

Bound - Tödliche Erinnerung
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„Bound - Tödliche Erinnerung“ ist eine Geschichte, die ich dem Romantic Thrill zuordne. Es ist der erste Teil der „Last Option Search Team“-Reihe. Meiner Meinung nach stimmt die Mischung aus Spannung und ...

„Bound - Tödliche Erinnerung“ ist eine Geschichte, die ich dem Romantic Thrill zuordne. Es ist der erste Teil der „Last Option Search Team“-Reihe. Meiner Meinung nach stimmt die Mischung aus Spannung und Liebesgeschichte.

Eve bittet, nachdem sie ohne Erinnerung in einem Krankenhaus aufgewacht ist, das Last Option Search Team, kurz LOST, um Hilfe. Sie hat die Vermutung, ein Opfer des Ladykillers zu sein. Gabe und sein Team versuchen die Wahrheit herauszufinden. Und schnell wird klar, dass Eve in Gefahr ist.

Gabe und sein Team, das heißt Wade, Dean, Sarah und Victoria, fand ich interessant. Jeder von ihnen hat seine eigenen Stärken, weshalb sie Gabe für sein Team ausgewählt hat. Man erfährt aber nur Kleinigkeiten von ihnen. Das fand ich nicht weiter schlimm, da es ja hauptsächlich um Gabe und Eve ging. In ihren eigenen Geschichten haben sie hoffentlich die Möglichkeit, ihre dann zu erzählen.

Eve fehlt ihre Erinnerung. Anderen zu vertrauen fällt ihr schwer – außer Gabe. Ich habe das verstanden. Auch ich war vorsichtig, da ich nicht wusste, wem ich vertrauen konnte und wem nicht.
Was mir beim Lesen nicht so gut gefallen hat, waren Eves Erinnerungsfetzen, die noch keinen rechten Sinn ergaben. Ich verstand es, aber deshalb muss es mir ja nicht gleich gefallen.

Die Liebesgeschichte kommt ohne unnötiges Drama aus. Gabe und Eve fühlen sich zueinander hingezogen und darüber kam auch nie Zweifel auf. Sie wurden einander immer wichtiger. Die Liebesgeschichte nimmt dabei weder zu viel noch zu wenig Raum ein.

Ich hatte irgendwann einen Verdacht, wer der Ladykiller sein könnte. Mir war dann aber schnell klar, dass ich damit falsch liege, da manche Dinge einfach nicht passen wollten. Wer es dann war? Tja, bis zum Ende wusste ich es nicht genau, habe es dann aber zum Showdown geahnt – und diesmal lag ich richtig.

Im Verlauf der Geschichte kam immer wieder Spannung auf, die ihren dann Höhepunkt am Ende fand, da einerseits der Ladykiller noch auf der Insel war und sich andererseits das Wetter zuspitzt.

Die Spannung wurde dadurch aufrechterhalten, dass aus verschiedenen Perspektiven erzählt wurde. Zum einen aus der von Eve und Gabe. Andererseits aber auch aus Sicht des Ladykillers, aus der des LOST-Teams, u.a. Als Außenstehender hatte man so zwar einen größeren Überblick (auch wie nah die Gefahr tatsächlich ist), das gesamte Bild war trotzdem erst am Ende sichtbar.

Von mir gibt es hier gute vier Sterne. Ich las die Geschichte gerne, aber das besondere Etwas hat mir gefehlt.