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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 28.03.2025

Anders als erwartet

Der Wörterschmuggler
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Das Buch beginnt mit einer Sexarbeiterin, die schöne Wörter und Sätze sammelt und von einem Abenteuer, der die ganze Welt gesehen hat.

Das Cover und der mindestens genauso schöne Titel erregten meine ...

Das Buch beginnt mit einer Sexarbeiterin, die schöne Wörter und Sätze sammelt und von einem Abenteuer, der die ganze Welt gesehen hat.

Das Cover und der mindestens genauso schöne Titel erregten meine Aufmerksamkeit. Leider muss ich zugeben, dass ich das Buch nicht verstanden habe.

Der Schreibstil ist schön, aber inhaltlich springen die Geschichten innerhalb der eigentlichen Geschichte wie ein Flummi und haben mich komplett rausgehauen. Immer wieder weiter gelesen, um reinzufinden, drifteten meine Gedanken automatisch ab, als wir uns plötzlich wieder auf einem anderen Kontinent befanden. Es wäre neben Ort-& Zeitangaben auch schön gewesen, mehr von den beiden Protagonisten zu lesen und sie besser kennenzulernen. Denn so haben mir leider die Gefühle und die Tiefe gefehlt.

Was macht das japanische Mädchen nun in Venedig und warum symbolisiert man gekauften Sex auf diese Art und Weise?

Weiterhin hatte ich mir auch inhaltlich einen tieferen Sinn erhofft. Am Ende sind viele offene Fragen, Gefühle und Gedanken leider auf der Strecke geblieben.

Schade, für mich leider nicht überzeugend und aufgrund meiner anfänglichen Erwartung sehr enttäuscht!

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Die schiere Schönheit seines Schreibens!

Die Frau im weißen Kimono
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Toris Vater liegt im Sterben und erzählt ihr auf dem Sterbebett von seiner großen Liebe, die er in Japan fand, als er bei der Marine war.

Das Buch wechselt zwischen Gegenwart und 1957, das Jahr in dem ...

Toris Vater liegt im Sterben und erzählt ihr auf dem Sterbebett von seiner großen Liebe, die er in Japan fand, als er bei der Marine war.

Das Buch wechselt zwischen Gegenwart und 1957, das Jahr in dem Naoko und Hajime sich lieben lernen. Eine unglaublich gut vermittelte Liebe. Kurze Zeit darauf werden die damaligen Spaltungen angesprochen, Kritik ummantelt in einem wortgewaltigen Geflecht aus zarten Redewendungen und Erlebnissen.

Auch die gute Recherchearbeit- sei es bei den japanischen Orten oder seiner Knigge, noch bei den historische Ereignissen muss lobende Worte finden.

Naoko ist eine Art symbolische Heldin für viele weitere Frauen während und nach den Kriegen geworden. Dazu das Schicksal vieler Familien, die zusammengehören und nicht durften. Ach traurig einfach und schön verpackt.

Mich hat dieses Werk mit seiner schriftlichen Hülle und dem inhaltlichen Kern sehr berührt, bis hierhin mein bestes Buch des Jahres.

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Veröffentlicht am 27.03.2025

Spannende Fortsetzung!

Auf dieser Frequenz
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Als Elias nach den verstörenden Erlebnissen von den Kanaren zurückkehrt, hilft ihm sein bester Kumpel Stefan wieder zurück ins Leben. Als dieser im Winter dann seinen Vater, einem wichtigem Diplomaten, ...

Als Elias nach den verstörenden Erlebnissen von den Kanaren zurückkehrt, hilft ihm sein bester Kumpel Stefan wieder zurück ins Leben. Als dieser im Winter dann seinen Vater, einem wichtigem Diplomaten, nach Estland begleiten soll, schlägt das Phantom wieder zu..

Das Buch ist in einem sehr schönen und verständlichen Stil geschrieben. An einigen Stellen hätte ich mir weniger Details gewünscht, aber das ist Geschmackssache.

Der zweite Teil von "Du warst der Plan" hat es in sich, der Inhalt dieses Buches ist pervers gewalttätig und schockierend. Gleichzeitig werden Gefühle gut dargestellt. Hier und da ist es nicht ganz realistisch, aber das schmälert nicht das Lesevergnügen!

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Veröffentlicht am 19.03.2025

3,5☆ typischer Einzelgänger und Ex-Polizist löst spannungslosen Mordfall.

Kalt wie die Nacht
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Wolf erbt in Bø das Haus seiner verstorbenen Frau und gibt in Oslo seine Polizeitätigkeit auf, um auf dem Dorf ein neues Leben als Detektiv zu beginnen.

Bei seinem ersten Auftrag kommt es zu einem Todesfall ...

Wolf erbt in Bø das Haus seiner verstorbenen Frau und gibt in Oslo seine Polizeitätigkeit auf, um auf dem Dorf ein neues Leben als Detektiv zu beginnen.

Bei seinem ersten Auftrag kommt es zu einem Todesfall und er trifft auf seine alten Kollegen, doch wird er den Fall für sich gewinnen?

Nach der Leseprobe hatte das Buch mich gecatched und ich wollte mehr davon. Darin ging es um einen brutalen Juwelenraub mit Mord. Der restliche Teil des Buchs war aber leider das komplette Gegenteil: eher unblutig, keine Spannung, dafür vorausschauend und gemütlich

Die Idee an sich war ja ganz gut, aber ich hätte sie vielleicht anders verpackt. Dann hätte der Leser miträtseln können und die Spannung wäre höher gewesen. Der Schreibstil ist auf jeden Fall professionell. Charaktere werden ausgiebig und gut beschrieben. Auch der Protagonist Wolf leider klischeehaft ausgesucht. Der einsame trauernde Witwer, der zugleich mit und gegen die Polizei arbeitet und das Ding für sich gewinnen muss.

Das Flair kommt super zur Geltung... für meinen Geschmack aber alles zu sehr. Ich empfand viele Partien als zu gestreckt und unnötig. Dafür mehr Pepp ins Ende.

Wer es gemütlich mag, dem kann man es aber sehr empfehlen!

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Veröffentlicht am 13.03.2025

Trockener, wenn auch toll geschriebener und vorgelesener Polit-Krimi

Echokammer
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35 Tage vor der norwegischen Parlamentswahl versucht die Polizei terroristische Anschläge mit dem Nervengift Rizin zu verhindern.

Das Cover und die Werbung waren sehr vielversprechend, weshalb ich auch ...

35 Tage vor der norwegischen Parlamentswahl versucht die Polizei terroristische Anschläge mit dem Nervengift Rizin zu verhindern.

Das Cover und die Werbung waren sehr vielversprechend, weshalb ich auch gerne mehr von der Geschichte mitkriegen wollte. Der Schreibstil war sehr gut, die Tiefe, die die Sätze aufwiesen, waren stimmig. Auch der Sprecher hat mit seinen authentischen Betonungen, Seufzern o.ä. Dazu beigetragen, dass die Geschichte sehr gut wiedergegeben wird.

Inhaltlich hatte ich aber große Probleme. Schon der Einstieg verlief bei mir sehr holprig, dazu all die Namen, die ich durcheinandergebracht habe und schließlich auch das "Trockene". Hier geht es ausschließlich um Politik, um die Intrigen im Parlament, aber auch in den eigenen Reihen. So richtig Spannung kam da bei mir leider nicht auf und das Interesse, das von Anfang an bei mir hart erkämpft wurde, schwand immer weiter.

Das war leider nicht mein Geschmack!

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