Oberflächlicher und unrealistischer Politthriller, der die Leser am Ende unbefriedigt zurücklässt.
Die Stockholm-ProtokolleJulia ist Politik-Reporterin und nimmt sich gezwungenermaßen eine Auszeit seit dem Erfolg ihres letzten Artikels. Dafür startet ihr Mann Alfred als Pressesprecher des Ministerpräsidenten durch.
Ich erwische ...
Julia ist Politik-Reporterin und nimmt sich gezwungenermaßen eine Auszeit seit dem Erfolg ihres letzten Artikels. Dafür startet ihr Mann Alfred als Pressesprecher des Ministerpräsidenten durch.
Ich erwische mich immer wieder dabei, dass ich unbewusst die Ansprüche an Literatur steigern, je mehr Werbung ich sehe.
Die Kapitel wurden größtenteils abwechselnd aus der Sicht von Julia und von Alfred geschrieben.
Julia und ihr Mann kamen mir sehr sympathisch vor. Die eine mutig und der andere vernünftig.
Der Schreibstil kam mir oft holprig vor, weil immer wieder diese englischen Einschübe den Lesefluss aufgehalten haben. Ansonsten wurde es sprachlich aber sehr leicht und verständlich gehalten.
Dies kann man ebenfalls für den Inhalt festhalten. Da hatte ich mir tatsächlich mehr Politik erhofft.
Tatsächlich sind nur die Schauplätze und dort auftretende Personen politisch, ansonsten nichts.
Der Clou hinter dem Julia her ist, hat mich ebenfalls etwas enttäuscht. Da fand sich nichts Ungewöhnliches.
Vieles empfand ich als unrealistisch vor allem in der heutigen Zeit und das hat mir viel Spaß genommen.
Was mich gerade am meisten trifft ist das Ende. Man kann es nicht Ende nennen, da es einfach aufhört!
Selbst bei der Überlegung über eine Fortsetzung muss doch erstmal ein Teil abgeschlossen werden.
Zusammengefasst kann man diesen simplen Krimi lesen, wenn man gerade kein besseres Buch da hat, sollte aber ohne Erwartungen lesen.