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Isbel

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.04.2019

Ich liebe die Monster

Königin der Monster
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Lena hat eine seltene Gabe. Wenn sie Filme sieht oder Bücher liest, kann es passieren, dass sie die "Monster" darin zu Leben erweckt. Nur zum Glück sind diese gar nicht so böse, wie sie es in den Filmen/Büchern ...

Lena hat eine seltene Gabe. Wenn sie Filme sieht oder Bücher liest, kann es passieren, dass sie die "Monster" darin zu Leben erweckt. Nur zum Glück sind diese gar nicht so böse, wie sie es in den Filmen/Büchern sind. Ansonsten hätten Lena und die Bewohner des Dorfes, indem sie lebt, ein Problem. Schließlich wohnen bei Lena einige Serienkiller, Dämonen und sogar Dracula. Probleme tauchen erst mit der Ankunft von Dämonenjägern auf sowie einem echten Dämon, der Lena nur allzu gerne tot sehen möchte.

Nach dem Lesen dieses Buches bin ich ja schon etwas neidisch auf Lenas Gabe. Ich bin zwar absolut nicht der Horrorfilm/-buch Freund, aber die Monster, die sich bei Lena einnisten, sind schon toll. Gut, eigentlich lernen wir nur drei von ihnen wirklich kennen - Cobalt, ein Voodoo-Hexer, Ridgeway, ein Serienkiller und Kezramon, ein Dämon, welchen ich mir ziemlich süß vorstelle. Ich muss ehrlich sagen, dass besonders Cobalt Lena schon ein bisschen die Schau gestohlen hat. Allgemein haben mich die Monster mehr interessiert als Lena selbst.

Die Handlung war humorvoll und der Schreibstil sorgt für ein flüssiges Lesen. Allerdings fand ich die Auseinandersetzung mit den Dämonenjägern etwas zu "nett" und auch die Jagd nach dem Dämon, der hinter Lena her ist, konnte mich nicht so ganz überzeugen. Es lief zwar nicht alles perfekt und es sterben auch Personen, aber es konnte bei mir nicht genug Spannung erzeugen. Bezüglich der Dämonenjäger hätte ich mir mehr Informationen gewünscht und auch aktivere Handlungen von deren Seiten. Sie wirkten auf mich zu passiv. Könnte auch sein, dass die im Hintergrund arbeiten, aber da die Geschichte aus Lenas Sicht erzählt wird, bekam ich das als Leserin nicht mit. Dabei hätte ich gerne mehr gewusst. Letztlich bekam ich nur ein paar Brocken durch Matteo mit, der neu an der Schule ist und sich als Sohn von Dämonenjägern entpuppt.

Trotzdem hat mir das Lesen des Buches Spaß gemacht - eben wegen Cobalt, Ridgeway und Kezramon. Die waren einfach toll.

Veröffentlicht am 19.04.2019

Tolle Charaktere, spannende Handlung

Was der Vampir begehrt
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Dieses Buch ist der 27. Band der Reihe. Auch ohne das Vorwissen aus den anderen Büchern der Reihe habe ich mich beim Lesen wohlgefühlt. Auch wenn ich das Gefühl bekam, dass es eine reihenübergreifende ...

Dieses Buch ist der 27. Band der Reihe. Auch ohne das Vorwissen aus den anderen Büchern der Reihe habe ich mich beim Lesen wohlgefühlt. Auch wenn ich das Gefühl bekam, dass es eine reihenübergreifende Problematik gibt und in jedem Buch ein paar neue Infos dazukommen. Aber das kann ich nicht mit Sicherheit wirklich behaupten. Das war halt ein Gedanke beim Lesen.

Was ich witzig fand, ist ja, dass sich die Charaktere im Buch gegen den Begriff Vampir wehren und lieber als Unsterbliche bezeichnet werden, aber trotzdem im Klappentext von Vampiren geredet wird. Zwar gibt es ein paar Übereinstimmungen zwischen Vampiren und Unsterblichen, aber auch große Unterschiede und eine wissenschaftliche Erklärung zur Entstehung ihrer Art. Letzteres hat mir sehr gefallen.

Elspeth fand ich als Charakter super. Sie ist eine "junge" Frau, die endlich ein Stück Freiheit schnuppert. Als ich erfuhr, was ihre Mutter mit ihr und ihren beiden Schwestern tut - wow, da musste ich erstmal schlucken. Schrecklich! Daher war ich auch sehr gespannt, was passiert, wenn ihre Mutter wieder auftaucht. Aber nicht nur ihre Mutter macht Elspeth Probleme, sondern es werden auch Mordanschläge auf sie verübt. Ich tappte ja lange im Dunkeln, wer da hinter ihr her ist, aber die Auflösung war sehr logisch.

Die anderen Charaktere waren auch toll. Klar, im Band 27 wissen die Leser der Reihe sicher über alle auftauchenden Charaktere Bescheid, wenn es schon ein Buch über sie gab, und freuen sich bestimmt auch über das Wiedersehen. So geht es mir zumindest in einer anderen Buchreihe, die ich verschlinge. Charakterlich wurden die gröbsten Züge von diesen Personen erklärt und mit einigen bin ich direkt warum geworden. Allerdings blieben sie im Vergleich zu Elsbeth, ihrer Mutter, den Zwillingen und natürlich Wyatt stark im Hintergrund. Aber das störte mich nicht, da ich ja wusste, das es andere Bücher gab, in denen ich Sam oder auch Rachel besser kennenlernen kann.

Die Handlung war durchgehend spannend. Nicht nur wegen den Mordanschlägen, die erstmal als Mordanschläge erkannt werden müssen, sondern auch durch die Taten der Mutter in der Vergangenheit und der Gegenwart.

Zusammengefasst ein schöner Roman, in dem die Protagonistin sich nicht nur selbst befreit und Liebe findet, sondern in dem auch die Suche nach jemanden, der Mordanschläge verübt, die Spannung hochtreibt.

Veröffentlicht am 16.04.2019

Wunderschöne Geschichte

Ein Song für Helen
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Wieso hat es mich nicht gewundert, dass mich der Roman "Ein Song für Helen" von Rebekka Mand total umhauen wird? Weil es bisher jeder Roman von ihr getan hat! Und dieses Schätzchen hier bildet da keine ...

Wieso hat es mich nicht gewundert, dass mich der Roman "Ein Song für Helen" von Rebekka Mand total umhauen wird? Weil es bisher jeder Roman von ihr getan hat! Und dieses Schätzchen hier bildet da keine Ausnahme. In diesem 288 Seiten langen Buch begleitet der Leser Helen, die nach einem heftigen Nachbarschaftsstreit mit eben jenen Nachbarn namens Ron gemeinsam Sozialstunden in einem Seniorenstift ableisten muss. Hier wird sie nicht nur in einen Fall verwickelt, in dem es um verschwundene Medikamente geht, sondern beginnt auch ihr eigenes Leben umzukrempeln.

Ich mochte Helen gleich von Beginn an und Ron irgendwie auch. Zwischen den beiden herrschte direkt von Beginn des Buches eine Spannung und es war toll zu lesen, wie sich aus Abneigung Zuneigung entwickelt. Als Freunde lässt es sich auch viel einfacher ermitteln. Schließlich steht Ron auf einmal im Verdacht, Medikamente zu stehlen. Helen und Ron sind toll ausgearbeitet. Auch wenn ich viel mehr über Helen erfuhr, hat auch Ron einen interessanten Hintergrund.

Die Handlung selbst bleibt über die ganze Zeit spannend. Dabei war ich nicht nur neugierig darauf, wie es sich zwischen Helen und Ron entwickelt, sondern auch die Beziehung zu Helens Ex-Mann und auch die zu ihrer Schwester sind sehr spannend und zeigen viel von Helens Persönlichkeit.

Alles in allem ein rundum gelungener Roman, der mir viel Spaß beim Lesen beschert hat.

Veröffentlicht am 10.04.2019

Tolle Geschichte

Waffenschwestern
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Ich war ganz gespannt auf Nonas Geschichte und die Welt, in der sie lebt. Und irgendwie fand ich, dass beide zusammenpassen. Nona ist anders. Sie hat einen anderen Blick auf Menschen und manchmal fiel ...

Ich war ganz gespannt auf Nonas Geschichte und die Welt, in der sie lebt. Und irgendwie fand ich, dass beide zusammenpassen. Nona ist anders. Sie hat einen anderen Blick auf Menschen und manchmal fiel es mir schwer, ihre Gedankengänge nachzuvollziehen. Es ist keine Naivität, sondern eher ein Unvermögen Menschen so zu sehen, wie ich sie sehe. Dieses Verschlagene, die Tatsache, dass man eine Sache sagen und eine andere meinen kann. Nona muss das alles lernen und so viel kann ich sagen, dass schafft sie nur oberflächlich. Aber genau das und anderes machte sie für mich zu einem total interessanten Charakter.

Die Welt ist auch vollkkommen anders als unsere. Nicht nur wegen der Tatsache, dass wir hier einen Fantasyroman haben. Nein, der Planet umkreist eine sterbende Sonne. Eiszeit herrscht. Nur ein kleiner Flecken wird vom "Brennmond" erwärmt und ist damit lebensnotwendig. Den Brennmond konnte ich allerdings nicht ganz fassen. Ich weiß nicht, ob ich irgendwas darüber überhört habe oder ob er im ersten Band noch nicht fassbar für mich sein sollte. Ihn umgibt auf jedenfall ein Geheimnis. Und ich bin fest davon überzeugt, dass das noch größer ist, als das, was ich schon über ihn erfahren konnte. Genauso wie die "Herzen", die in diesem Roman eine Rolle spielen.

Auch sonst ist die Welt kalt. Nicht nur wegen des Eises. Ich fand, dass die Mentalität der Menschen eisig war. Ich spürte wenig Zuneigung und Liebe. Eltern, die ihre Kinder verkaufen. Kampfarenen, in denen Kinder und Jugendliche zum Vergnügen anderer Kämpfen. Auch im Kloster geht es nicht friedvoll zu. Gut, die Mädchen werden dort unter anderem zu Assassinen erzogen, hätte ich da überhaupt etwas anderes erwarten sollen? Wer nicht spurt, wird blutig geschlagen. Oder auch gerne mal vergiftet, um ein neues Gift auszuprobieren und den Schülerinnen beizubringen, dass sie niemanden völlig vertrauen dürfen. Zuneigung findet man nur unter den Mädchen, die zusammenleben und lernen.

Die Geschichte erzählt uns von Nona. Von ihrem Leben, von ihrer Ausbildung, den Freunden und Feinden, die sie im Kloster findet. Von ihrer Charakterentwicklung, von blutigen und tödlichen Kämpfen. Intrigen tauchen auf. Einige werden erstmal nur angedeutet, andere direkt aufgedeckt. Freunde werden zu Feinden, Feinde zu Freunden. Manchmal sind sie auch beides gleichzeitig. Nona hat ein interessantes Verständnis von Freundschaft. Das wird in Folgebänden sicherlich zu spannenden Handlungen führen.

Innerhalb des Buches gibt es neben der Handlung drei Zukunftseinblicke. Immer die gleiche Szene, aber jedes Mal ein Stückchen länger. Beim ersten Mal wusste ich es nicht einzuordnen. Beim zweiten Mal konnte ich die Namen, den Mädchen aus dem Kloster zuordnen und war danach sehr gespannt, was passiert ist, damit eine solche Zukunft kommt. Beim dritten Mal erklärte sich einiges und neue Fragen tauchten auf. Diese Zukunftseinblicke sind gut gesetzt. Helfen dabei die Spannung zu steigern.

Apropos Spannung. Das Buch ist nicht langweilig. Ich fand, dass es eine gute Mischung aus Unterrichtsphasen, in der Nona und mir das Übersinnliche erklärt wurde und Kämpfen, die gewonnen bzw. Geheimnissen, die aufgedeckt werden müssen, beinhaltete. Manchmal stellte ich aber fest, dass ich beim Hören komplett mit den Gedanken weggewandert war und zurückspulen musste. Ab und an musste ich auch zurückspulen, weil ich, dass was grad erzählt wurde, nicht ganz verstanden habe. Das Buch ist an manchen Stellen nicht leicht geschrieben und da hätte ich mir am liebsten gewünscht, selbst lesen zu können, um das Erzählte besser aufnehmen zu können. Der Schreibstil von Mark Lawrence ist meistens toll, aber manchmal übertreibt er es auch mit Details und erklärt zu kompliziert.

Die Sprecherin Stephanie Preis gefiel mit sehr gut. Sie hat eine angenehme Stimme, der ich gerne zuhörte. Auch ihre Stimmlage fand ich passend an die jeweiligen Charaktere bzw. an die Handlung angepasst.

Veröffentlicht am 31.03.2019

Spannend

New York Bastards - In deiner Schuld
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Mit "In deiner Schuld" führt uns Autorin K.C. Atkin zurück nach New York und zur Familie. Die Reihe New York Bastards erscheint als ebook und gedruckte Version im LYX Verlag. Auf 388 Seiten begleiten wir ...

Mit "In deiner Schuld" führt uns Autorin K.C. Atkin zurück nach New York und zur Familie. Die Reihe New York Bastards erscheint als ebook und gedruckte Version im LYX Verlag. Auf 388 Seiten begleiten wir Leser diesmal aber nicht einen der Bastards, sondern Nathan, Ex-Polizist und guten Freund von Lissiana. Nathan hatte schon in den ersten beiden Bänden der Reihe Probleme damit, dass er sich auf eine Mafiafamilie einlässt und ich konnte ihn so verstehen. Dieses "Ich liebe die Jungs und Mädels", aber hasse auf welche Art sie ihr Geld verdienen, begleitet mich in jedem Band. Und mir gefiel es so, dass Nathan meine Gefühle widerspiegelte. Aber irgendwann muss man sich entscheiden. Und genau darum geht es unter anderem in diesem Band. Auf der einen Seite jagen wir gemeinsam mit Nathan und der Journalistin Skylar einen Serienmörder, und auf der anderen Seite ist Nathan Charakterentwicklung ein wichtiger Teil dieses Buch. Seine Erkenntnis, dass es eben nicht nur schwarz und weiß gibt und dass er endlich erkennen muss, wo er selbst steht und stehen will.

Die Handlung ist gleich von Beginn spannend. Die Jagd nach dem Mörder, der nicht nur Skylar, sondern auch andere liebgewonnen Charaktere bedroht, endet immer wieder in einer Sackgasse und erst ganz langsam lassen sich die Puzzleteile zusammen setzen. Es gefiel mir sehr gut, dass ich immer auf dem gleichen Gedankenstand war, wie die anderen und nicht schon in der Mitte des Buches wusste, wer der Schuldige ist. Dadurch blieb es bis zum Ende spannend und erst kurz vorher hatte ich einen Wissenvorsprung und hoffte, dass es bei Nathan und Skylar und den anderen rechtzeitig klick macht.

Auch die Charakterentwicklung trug zur Spannung bei. Manchmal hätte ich Nathan gerne geschüttelt und ihn gefragt, ob er überhaupt merkt, was er da für einen Unsinn von sich gibt. Aber das hat Skylar gut übernommen. Ich glaube, ohne sie hätte er sich noch länger im Kreis gedreht. Zu Skylar konnte ich allerdings nicht so recht eine Verbindung aufbauen. Sie passt zu Nathan und hat auch ihre Eigenarten, aber irgendwie ... weiß nicht. Lissiana und Vic aus den ersten Bänden waren irgendwie besonders und auch wenn ich nicht vergleichen will, tue ich es doch irgendwie. Und da verliert Skylar gegenüber den anderen beiden. Vielleicht lag es auch daran, dass mir das Zusammenkommen von den beiden nicht so gefiel. Ich wurde von deren Gefühlen nicht mitgerissen.

Natürlich treffen wir beim Lesen auch die Bastards wieder und besonders die Szenen mit Butch, Vic und Hailey fand ich so toll. Ich liebe Butch einfach.

Ein kleines Problem hatte ich mit der bänderübergreifenden Handlung. Da so ein großer Abstand zwischen dem Lesen der einzelnen Bände besteht, wusste ich nicht mehr, wer genau Ian Ramsey war. Gut, ich wusste, dass er auch Oberhaupt einer Familie ist, aber was genau in den ersten Bänden mit ihm und den Cohens war, habe ich nicht mehr auf dem Schirm gehabt. Vor dem Erscheinen des vierten Bandes wird es wohl ein ReRead geben.

Aber alles in allem hat K. C. Atkin hier einen spannenden Roman mit einem grausamen Serienkiller, dem ich sicherlich niemals begegnen wollen würde, einer interessanten Charakterentwicklung und viel Spannung abgeliefert.