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Veröffentlicht am 20.08.2024

Ein Albtraum für Lavandou

Verräterisches Lavandou (Ein-Leon-Ritter-Krimi 10)
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Auch im 10. Provence-Krimi von Remy Eyssen haben es Leon Ritter und Isabell Morell mit einem aufregenden Fall zu tun.

Am Strand wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, kurze Zeit später wiederholt ...

Auch im 10. Provence-Krimi von Remy Eyssen haben es Leon Ritter und Isabell Morell mit einem aufregenden Fall zu tun.

Am Strand wird die Leiche einer jungen Frau gefunden, kurze Zeit später wiederholt sich die Situation. Hat es die Polizei dieses Mal mit einem Serientäter zu tun? Steht der Ruf Lavandous als Ferienort auf dem Spiel? Und dann hat sich auch noch der Staatspräsident für seinen Sommerurlaub angekündigt.

Auf fast 500 Seiten jagen Polizei und Rechtsmedizin einen Mörder, der es an Grausamkeit nicht fehlen lässt. Obwohl die Reize der Provence nie zu kurz kommen und Leon immer mal wieder bei einem Rosé oder Café verschnaufen kann, würde ich die Handlung nicht als cozy bezeichnen. Es geht zur Sache, nicht nur die jungen Polizisten werden hier manchmal an ihre Grenzen gebracht, auch den Leser gruselt es, vor allem als die Gefahr dann immer näher rückt und die Familie ins Fadenkreuz des Mörders gerät.

In den Bänden um Lavandou trifft man immer wieder auf alte Bekannte, in der Bar habe ich mich gefreut, dass Veronique sich noch guter Gesundheit erfreut. Ich hatte auch wenigstens ein Boule-Spiel erwartet, aber dafür blieb dieses Mal keine Zeit.

Remy Eyssen scheint gerne Fährten zu legen, die dann ins Nichts führen und später auch keine Erwähnung mehr finden. Eine dieser Fährten ist eine offenbar folgenreiche Affaire vor vielen Jahren, eine andere ist der lüsterne Bäcker, der sich an Lilou heranmachen will. Außerdem erhält Lilou auch noch anonyme Liebesbotschaften. Glücklicherweise ist sie, nachdem sie in den Vorgängerbänden schon mal in Gefahr geriet, mittlerweile so selbstbewusst, dass sie souverän damit umgehen kann, ohne jemanden vor den Kopf zu stoßen.

Es gab in diesem Krimi einige Ungereimtheiten. Die zweite Tote schien die Kollegin von Lilou zu sein. Sie war Leon vorgestellt worden und war im Ort bekannt. Aber ihre Identität spielt später überhaupt keine Rolle mehr. Außer von ihrem Arbeitgeber am ersten Tag ihres Fehlens scheint Françoise von niemand vermisst zu werden, auch Lilou spricht zuhause nie von ihr.

Dass Unternehmensberater eine Auflösung der Rechtsmedizin in Saint Sulpice vorantreiben und damit Leons Arbeitsplatz gefährden, fand ebenfalls keine Erwähnung mehr.

Außerdem gibt es ein paar Fehler, die ein aufmerksameres Lektorat hätte verhindern können. Auf S. 168 findet Lilou einen weiteren anonymen Brief, im nächsten Satz zieht dann aber Isabell den Zettel hervor. Auch mit den Jahreszeiten war ich mir nie zu 100 % sicher, ob wir uns nun im Frühjahr oder im Herbst befinden.

Ich habe im Laufe der Jahre alle Bände von Remy Eyssen um Lavandou gelesen und freue mich auch jedes Jahr, wenn wieder ein Folgeband erscheint. „Verräterisches Lavandou“ war spannend, hatte süd-französisches Flair, hat mich aber trotzdem nicht zu 100 % abgeholt, von daher entscheide ich mich für 4 Punkte.

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Veröffentlicht am 18.08.2024

Spannung, die nach Provence und Lavendel riecht

Madame le Commissaire und das geheime Dossier
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Wir sind zurück in Fragolin. Eigentlich ist nicht viel zu tun, bis Maurice Balancourt Isabelle und Apollinaire auf einen besonderen Fall ansetzt. Im Haus eines Staatssekretärs an der Südküste Frankreichs ...

Wir sind zurück in Fragolin. Eigentlich ist nicht viel zu tun, bis Maurice Balancourt Isabelle und Apollinaire auf einen besonderen Fall ansetzt. Im Haus eines Staatssekretärs an der Südküste Frankreichs ist eingebrochen worden, bei ihm wurde neben Schmuck ein brisantes Dossier des Außenministeriums gestohlen.

Eigentlich hätte dieses Dossier das Außenministerium gar nicht verlassen dürfen, es war als Geheimsache eingestuft. Madame le Commissaire ist auf andere Straftaten spezialisiert, hier geht es zunächst nur um Einbruch. Das ändert sich, als nach ersten Ermittlungen der Staatssekretär erschossen in seiner Wohnung aufgefunden wird.

In gewohnt professioneller Weise kommt Isabelle der Lösung näher, wobei man sich auf ihre Intuition wirklich verlassen kann. Allerdings greift sie in letzter Zeit bei brenzligen Situationen lieber auf die Kollegen aus Toulon zurück, Apollinaire ist eher der Garant für das Chaos.

Wie üblich handelt es sich um einen flotten, aber auch regionaltypischen Krimi von Pierre Martin. Das französische Lebensgefühl kommt auf keinen Fall zu kurz und vom Croissant am Morgen bis zum Rosé auf der Dachterrasse am Abend ist wieder alles dabei. Auch Clodine darf nicht fehlen und sie hat sich auch noch nicht geändert, immer noch auf der Suche nach dem Richtigen und dieses Mal kommt sie ihrem Ziel näher.

Apollinaire hat wieder einige Sternstunden, ohne ihn und seine schrulligen Eigenarten würde den Krimis etwas fehlen. Vom Mustang ist Madame le Commissaire mittlerweile auf eine Harley umgestiegen, das beschleunigt die Verfolgungsjagden ungemein.

Privat scheint Isabelle an einem Scheideweg angekommen zu sein, ich hatte aber das Gefühl, dass auf dem nächsten Weingut schon jemand auf sie wartet. Da bin ich dann mal auf den nächsten Krimi gespannt.

Ich entscheide mich für 4,5 von 5 Sternen. So ein bisschen ist bei mir nach 11 Bänden die Luft raus, aber trotzdem kehre ich immer wieder gerne nach Fragolin zurück.

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Veröffentlicht am 18.08.2024

Die Tradition falscher Entscheidungen

Der Papierpalast
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Die Handlung konzentriert sich auf einen Tag, den 01. August. Das Jahr kennen wir nicht. Elle Bishop verbringt mit ihrer Familie die Sommerferien im Sommerhaus der Familie, dem sogenannten Papierpalast. ...

Die Handlung konzentriert sich auf einen Tag, den 01. August. Das Jahr kennen wir nicht. Elle Bishop verbringt mit ihrer Familie die Sommerferien im Sommerhaus der Familie, dem sogenannten Papierpalast. Eigentlich ist sie glücklich mit Peter, einem Engländer, verheiratet und Mutter dreier heranwachsender Kinder. Trotzdem hat sie in der vergangenen Nacht ihren Mann mit ihrem Jugendfreund betrogen. Das Nutzen etwas vulgären Vokabulars fand ich in diesem Zusammenhang unpassend. In zahlreichen Rückblenden lernen wir die Familie kennen und gehen bis zu zwei Generationen zurück. Es geht um drei Generationen Frauen, Nanette, Wallace und Eleanor (Elle). Es ist eine von Frauen bestimmte Familie, allerdings verliefen die Beziehungen meistens nicht sehr harmonisch und die Ehen wurden geschieden. Die Kinder blieben bei ihren Müttern, die Väter waren eher schwach und spielten nur noch eine Nebenrolle. Interessant ist dabei aber, dass die Großeltern für jede Generation wichtig und ein Dreh- und Angelpunkt waren. Beim zweiten Nachlesen einzelner Passagen wurde mir auch klar, warum. Die Großeltern nahmen sich Zeit für die Kinder, sie spielten mit ihnen, sie kochten ihnen, was sie gerne aßen, sie förderten sie. Bei den Eltern kam immer ein neues Projekt, die Arbeit oder ihr eigenes Privatleben in Person eines/r neuen Partners/in dazwischen.

Es dauert ein wenig, bevor man sich in der Handlung zurechtfindet. Immer wieder springt die Autorin von der Gegenwart in die Vergangenheit und dann innerhalb eines Kapitels auch wieder zurück.

Jonas ist Elles Jugendfreund. Die beiden sind schon als Kinder unzertrennlich, Elle hätte sich mit 11 Jahren nie vorstellen können, dass der damals noch neunjährige Jonas einmal eine Rolle in ihrem Leben spielen wird. Ganz im Gegenteil, sie fühlte sich für ihn verantwortlich, aber sie fühlte sich auch wohl mit ihm und diese Vertrautheit und Freundschaft können die beiden über die Jahre eigentlich ins Erwachsensein hinüberretten, wäre da nur nicht ein schlimmes Ereignis, das irgendwie immer zwischen ihnen steht.

Und so trennen sich die Wege von Jonas und Elle für viele Jahre. Elle lernt in London Peter kennen und lieben, zwischen ihr und Jonas gibt es nur noch zufällige Treffen.

Erst als die Familien doch wieder die Sommer auf Cape Cod verbringen, nähern sie sich wieder einander an.

Es scheint in der Familie Tradition zu sein, dass die Frauen Entscheidungen treffen, von denen sie nicht sicher sind, dass es die richtigen waren. Bei Elle beginnt das schon, als sie eigentlich noch eine Heranwachsende war. War es richtig, die Familie zu schützen und Dinge über sich ergehen zu lassen, die sie als total abstoßend empfand? Hätte ihr Leben ganz anders verlaufen können, wenn sie damals geredet hätte? Hätte auch das Leben anderer Familienmitglieder anders verlaufen können?

Nach dem Sex mit Jonas empfindet sie ihr Leben als eine Folge von falschen Entscheidungen, „jeder einzelnen schlechten Entscheidung, wann immer sich der Weg gabelte“. Dabei war nicht Peter die falsche Entscheidung, sondern die Tatsache, dass sie ihn nie an ihren schlimmsten Erinnerungen hatte teilhaben lassen. Sie hatte die Beziehung von vornherein mit einer Lüge begonnen.

Nun steht sie wieder am Scheideweg und ich hatte das Gefühl, dass sie selbst bis zum Schluss nicht wusste, wie ihre Entscheidung aussehen würde.

Ganz anders als bei manchen Kritiken schien bei mir nicht am Anfang schon durch, wie Elle sich am Ende entscheiden wird und schon wieder bin ich mir auch nicht sicher, ob es dieses Mal die richtige Entscheidung ist. Egal wie die Entscheidung ausfällt, sie wird positive und negative Folgen haben.

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Veröffentlicht am 13.08.2024

Einer schwimmt immer gegen den Strom

Vorstandssitzung im Paradies
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Der Autor des Buchs ist Arto Paasilinna, ein Finne, der in Finnland einer der populärsten zeitgenössischen Schriftsteller war. Er ist 2018 mit 76 Jahren verstorben. Dieses Buch ist bereits 1974 erschienen, ...

Der Autor des Buchs ist Arto Paasilinna, ein Finne, der in Finnland einer der populärsten zeitgenössischen Schriftsteller war. Er ist 2018 mit 76 Jahren verstorben. Dieses Buch ist bereits 1974 erschienen, es handelt sich hier um eine Neuauflage, wobei das Thema auch nichts an Aktualität verloren hat.

Ein von der UN gechartertes Flugzeug verunglückt über dem Pazifik. Dem Piloten gelingt es, das Flugzeug in einem Korallenriff nicht weit von einer Insel entfernt notzulanden und so überleben die meisten Passagiere. Hierbei handelt es sich um finnische Waldarbeiter, schwedische Ärzte, Krankenschwestern und Hebammen und das britische Personal des Fliegers sowie einen finnischen Journalisten. Aus seiner Sicht ist das Buch geschrieben. Leider bleibt er namenlos, selbst, als er nach der Notlandung einer der Krankenschwestern das Leben rettet, stellt er sich nicht vor.

Es ist großartig, was die knapp 50 Personen starke Truppe aus dem Wenigen machen kann, das sie noch aus dem Flieger retten können. Zunächst überlegt man sich, wie man die Lunchpakete aus dem Flieger retten kann und baut sich aus selbst gefällten Bäumen Ruder, um das Rettungsboot navigieren zu können. Später lebt man dann von dem, was die Insel zu bieten hat. Selbst Verhütungsspiralen eignen sich vorzüglich als Angelhaken und so bleibt der Tisch reich gedeckt. Toll ist auch der Rettungsplan, der endlich die Außenwelt auf die Gestrandeten aufmerksam machen soll. Er nimmt zwar viel Zeit in Anspruch, aber die meisten arbeiten begeistert mit, weil er ihnen Hoffnung auf ein Ende ihres Robinson Crusoe-Daseins macht.

Aber es gibt auch andere Stimmen. Auf ihrer einsamen Insel gibt es keinen Konsumzwang, alle Entscheidungen werden gemeinsam getroffen. Ganz ohne Strafen und Repressionen geht es zwar nicht immer, aber die meisten empfinden das Leben als paradiesisch.

Ein tieferer Sinn der Handlung ist, dass die Inselbewohner in friedlichem Sozialismus miteinander leben. Es entsteht der Kontrast zwischen der zivilisierten Welt, die voll von Kriegen und Leid ist, und dem idyllischen Inselleben, bei dem alle gleich sind und man keine Verpflichtungen hat. Und trotzdem: auch auf unserer idyllischen Insel gibt es Menschen, die aktiv sind und solche, die es auch den ganzen Tag in der Hängematte aushalten können.
Und es gibt wie überall Probleme in zwischenmenschlichen Beziehungen. Neid und Eifersucht sind Gefühle, die wir nicht immer unterdrücken können.

Wir beobachten unsere Gruppe ein knappes Jahr, wären sie noch länger zusammengeblieben, wären womöglich auch schon größere Unterschiede zutage getreten. Dem trägt auch bereits das Cover Rechnung, einer schwimmt immer gegen den Strom. Die Idee des Sozialismus ist wunderbar, nur leider entspricht sie nicht dem Wesen des Menschen.

Das Buch ist mit 173 Seiten recht kurz und übersichtlich und liest sich flüssig. Manche Ideen sind skurril und komisch, anderes regt aber durchaus auch zum Nachdenken an.


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Veröffentlicht am 01.08.2024

Happy End nach zehn langen Jahren

One last shot - Macht es am Ende doch noch Klick?
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Betty Cayouette schreibt, macht Filme und kreiert Content. Ihr 2021 gegründeter TikTok und Instagram-Kanal unter dem Namen @bettysbooklist gehört inzwischen zu den beliebtesten Buchempfehlungs-Accounts ...

Betty Cayouette schreibt, macht Filme und kreiert Content. Ihr 2021 gegründeter TikTok und Instagram-Kanal unter dem Namen @bettysbooklist gehört inzwischen zu den beliebtesten Buchempfehlungs-Accounts der Welt. Mit „One last Shot“ hat sie ihren ersten Roman geschrieben. Dort bringt sie ihre Erfahrungen als Videografin mit bekannten Mode und Lifestyle-Marken ein.

Emerson ist hochbezahltes Model und hat es ganz nach oben geschafft. Ihr Beruf ist ihr Leben – gezwungenermaßen. Eigentlich sehnt sie sich nämlich nach der wahren Liebe und die ist ihr trotz zahlreicher oberflächlicher Affairen bisher noch nicht über den Weg gelaufen. Alle ihre Partner vergleicht sie mit Theo, ihrem Jugendfreund, den sie mit 18 verließ und von dem sie seitdem nie wieder gehört hat. Wäre da nicht dieser Pakt, den die beiden vor 10 Jahren schlossen: nämlich einander zu heiraten, wenn sie mit 28 immer noch ledig und frei wären. Diese Nachricht ploppt eines Tages auf Emersons Handy auf. Und Emerson beschließt zu handeln.

Theo ist insgesamt zufrieden mit seinem Leben und seinem sicheren Job als Fotograf für kommerzielle Modemarken. Seine jugendlichen Träume von eigenen kunstvollen Fotoausstellungen in Galerien und Museen hat er längst hinter sich gelassen, doch einen Traum kann er nicht vergessen: seine Jugendliebe Emerson.

Eigentlich müsste es bei dieser klaren Gefühlslage doch ganz easy sein. Sie treffen sich wieder und alles wird gut! Aber so einfach ist es nicht! Das Happy End braucht mehr als 450 Seiten, viele Verwicklungen, Intrigen, Missverständnisse, Rückblenden und bringt beide an ihre gefühlsmäßigen Grenzen.

Die Handlung spielt in großen Teilen vor dem Hintergrund der Cinque Terre, einer wunderschönen Region in Ligurien an der italienischen Küste.

Emerson hat sich für eine Kampagne buchen lassen, die eigentlich unter ihrem Niveau liegt und entsprechend verärgert reagiert ihr Umfeld. Ihr Agent Matt legt ihr Steine in den Weg, wo immer er kann. Aber Theo ist der Fotograf dieser Kampagne und ihn will Emerson ja unbedingt wiedersehen. Anfangs reagiert er eher zurückhaltend auf ihr plötzliches Auftauchen. Es scheint ihm gar nicht zu gefallen. Doch mit jedem Tag kommen die beiden sich näher und die alte Vertrautheit kommt zurück. Mit den beiden fährt man durch schmale Straßen, deren bunte Häuser die hügelige Landschaft zieren. Von den Klippen kann man das türkisfarbene Meer sehen, man hat einen atemberaubenden Ausblick auf zahlreiche Hügel, pinkfarbene Häuser an Steilhängen und breite, wunderschöne Strände. Kein Wunder, dass es vor dieser schönen Kulisse mit Emerson und Theo doch noch Klick machen muss.

Das Buch liest sich trotz seiner Länge gut und auch mit den zahlreichen Rückblenden und den Schilderungen aus beider, Emersons und Theos Sicht kommt man gut klar. Die Triggerwarnung am Anfang wäre für mich verzichtbar gewesen, denn das, was nun wirklich in der Jugend zur Trennung der beiden führte, wird nur einmal am Rand mit wenigen Worten gestreift.

Dafür lernen wir die manchmal etwas komplizierten Gedankengänge der beiden umso besser kennen, verlieren uns schon mal in Bedenken und Rücksichten und dabei hätten die beiden alle diese Umwege doch gar nicht gebraucht. Allen Kollegen, Freunden und Verwandten war von vornherein klar, dass es vernehmlich zwischen den beiden knisterte und dass in diesem Fall die Chemie wirklich stimmte.

Es handelt sich hier nicht um anspruchsvolle Literatur, aber das will das Buch sicher auch nicht sein. Es ist eine entspannende Urlaubslektüre, Sommerlektüre mit Happy End oder wie man heute sagt: Friends to Lovers und Second Chance Trope vor wunderschöner Kulisse.

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