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Veröffentlicht am 27.05.2017

Depression abzugeben #ausderklapse

Depression abzugeben
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Ich habe es immer wieder hinaus und hinaus - und hinaus - geschoben diese Rezension zu verfassen, weil ich mir nicht 100% sicher bin, was ich fühle und wie ich die Sachen, die ich auf jeden Fall fühle, ...

Ich habe es immer wieder hinaus und hinaus - und hinaus - geschoben diese Rezension zu verfassen, weil ich mir nicht 100% sicher bin, was ich fühle und wie ich die Sachen, die ich auf jeden Fall fühle, in Worte fassen soll.

DEPRESSION ABZUGEBEN ist ein Erfahrungsbericht von Uwe Hauck - und das dritte Buch, das ich dieses Jahr zu dem Thema gelesen habe. Nach Kathrin Weßling's Drüberleben und Matt Haig's Gute Gründe, am Leben zu bleiben kam nun #ausderklapse dran, wie Hauck selber seine Erfahrungen betitelt.

Als jemand, der selbst mit diesen Dingen Erfahrung hat, war es natürlich von Anfang an sehr interessant, andere Gedanken dazu zu hören - und lesen - und besonders die Zeit in der Therapie wurde so beschrieben, dass ich mir genau vorstellen konnte, wie die Atmosphäre und das Beieinandersein dort ist. Meiner Meinung nach sehr realitätsnah und ich konnte ihm bei einigen Gedanken, die er hatte, zustimmen und musste nicken, da ich genau wusste, was er meint und wie er sich gerade in diesem Augenblick fühlt -was es gleichzeitig sehr schwer gemacht hat.

Dazu zu sagen habe ich hauptsächlich nur eins: seid gewarnt, einige Szenen werden sehr graphisch dargestellt (besonders relativ am Anfang sein Selbstmordversuch und ungefähr kurz nach der 100. Seiten-Grenze ein sehr real-wirkender Traum, den er hat) und damit würde ich aufpassen. Ich bin dazu emotional noch nicht gefestigt genug und würde das Buch nicht für Depressive oder anders in der Art erkrankten Menschen empfehlen - sehr wohl aber für Angehörige, die sich mit dem Thema beschäftigen wollen, damit sie besser verstehen und das Ganze eventuell ein Stückchen mehr nachvollziehen können.

Insgesamt wird seine Entwicklung (sowohl zeitlich, als auch emotional und psychisch) durchgearbeitet in DEPRESSION ABZUGEBEN - dazu werden zwischendurch immer wieder Zeilen aus seinem Twitter-Account eingestreut und Humor eingeflößt, um das Ganze ein bisschen aufzulockern - und wahrscheinlich auch, weil das Uwe Haucks Art ist mit der Krankheit umzugehen und zu seinem Wesen gehört.

  • Erzählstil
  • Gefühl
  • Psychologie
  • Originalität
  • Cover
Veröffentlicht am 24.11.2016

Humorvolle Magie-Geschichte!

Aeri - Das Band der Magie 1
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In 'Aeri- Das Band der Magie 1' geht es - wie im Titel erkennbar - um Aeri, die alleine in einer Hütte im Wald lebt, um die (seit letzter Zeit) ein Wolf kreist und das 'Band der Magie', das im Laufe des ...

In 'Aeri- Das Band der Magie 1' geht es - wie im Titel erkennbar - um Aeri, die alleine in einer Hütte im Wald lebt, um die (seit letzter Zeit) ein Wolf kreist und das 'Band der Magie', das im Laufe des Romans erklärt wird.


Von der Stimmung und der Aufmachung her (humorvolle Protagonistin in einer fantastischen Welt) hat mich das Buch ein bisschen an Kristen Ashley's 'Wildest Dreams' erinnert - nur halt eine deutsche Variante. Es ist sehr low-angst-high-fun und hat genau meinen Humor getroffen. Es war fluffig, leicht, extrem süß, interessant und spannend (auf die Art, wo man gerne weiterlesen möchte). Ich bin wortwörtlich durch das Buch geflogen. Als ich das erste Mal nachgesehen habe, wie weit ich schon bin, war ich schon bei 45% auf meinem Reader und das muss schon was heißen.

Ich bin ein großer Magie-Fan und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht, obwohl ich sehr kritisch bin. Aeri und Keelin, unsere Hauptcharaktere, sind zucker zusammen. Ich mochte ihre Dynamik sehr - nicht zuletzt, da ich immer zu einer Pfütze aus Gefühlen werde, wenn der Instinkt Aeri zu beschützen bei Keelin hochkommt (was gottseidank relativ oft passiert).

Auch die anderen Charaktere - Tristan, Liah, Brahn - finde ich interessant und bin schon gespannt, wie sich alles mit ihnen entwickelt. Im Endeffekt kann ich bloß sagen, dass ICH ES TOLL FAND. Und ja, das musste ich jetzt groß schreiben.

Veröffentlicht am 07.07.2017

"Ich möchte ein Spiel mit dir spielen."

Ich bin die Nacht
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Ich bin leidenschaftliche Criminal Minds-Schauerin und Thriller-Leserin. Die Faszination mit Serienkillern und das Krimi-Genre gehen dabei bei mir Hand in Hand. Umso gespannter war ich auf die Reihe rund ...

Ich bin leidenschaftliche Criminal Minds-Schauerin und Thriller-Leserin. Die Faszination mit Serienkillern und das Krimi-Genre gehen dabei bei mir Hand in Hand. Umso gespannter war ich auf die Reihe rund um Francis Ackerman Jr.

Nicht nur, dass ich die Titel der verschiedenen Teile und Aufmachung unheimlich ansprechend und vornehmlich gut gewählt finde, sondern auch der besonders prägnante Hype, der um Ethan Cross' "Ich bin (...)"-Bücher gemacht wird, hat die Messlatte schon hoch gehalten, bevor ich das Buch überhaupt bekommen hatte. Was für mich wahrscheinlich auch zum Verhängnis wurde.

Den Anfang fand ich spitze. Ich mochte besonders die ersten zwei Kapitel unheimlich gern. Die cleveren Twists, die Inszenierungen der ersten Szenen, die Vorstellungen der Figuren und das Tempo der Geschichte haben mir imponiert. Ums Kurz und Knapp zu sagen: ich war begeistert. Das hielt sich jedoch nicht sonderlich lange.

Ackerman wurde mir als Bösewicht und Gegenspieler immer uninteressanter, die Handlung zu unrealistisch und "verschwörerisch", die Romanze hat mich kein Stückchen weitergebracht - nicht zuletzt, weil sie aus dem Nichts kam und nur als Druckmittel gegen Marcus, unserem "Helden" diente und die Zufälle reihten sich aneinander. Das Ende würden manche eventuelle als ambitioniert beschreiben, aber ich fand es eher einfallslos und als hätte der Autor den einfachen Weg gewählt, um alles zu erklären.

Grundsätzlich kann ich eigentlich nur sagen, dass ich nicht in die Story hereingekommen bin und nicht weiterlesen werde. Als Film würde die Reihe meiner Meinung nach allerdings sehr gut funktionieren, da die Actionsequenzen da einiges herausholen könnten.

  • Cover
  • Spannung
  • Figuren
  • Handlung
  • Erzählstil
Veröffentlicht am 06.04.2017

Nicht mein Fall (trotz teilweisen interessanten Fakten)

Wie wir lieben
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'Wie wir lieben: Vom Ende der Monogamie' ist ein Sachbuch von Friedemann Karig über die Liebe, Sexualität und die verschiedenen Formen wie man diese beiden miteinander verbindet.

COVER: Das Cover ist ...

'Wie wir lieben: Vom Ende der Monogamie' ist ein Sachbuch von Friedemann Karig über die Liebe, Sexualität und die verschiedenen Formen wie man diese beiden miteinander verbindet.

COVER: Das Cover ist wunderschön, die Farben sind gut gewählt und sehr viel weniger grell und neon als es auf den Fotos den Anschein erweckt hat. Die Platzierungen des Titels und des Autoren sind perfekt, es ergibt ein schönes Gesamtbild. Auch die sonstige Aufmachung des Buches gefällt mir sehr; die Kapitelübersicht, die persönlichen Geschichten zwischen den sachlichen Abschnitten, dass jedes Sachkapitel mit einer Überschrift und einem passenden Zitat begonnen hat.

Nach den ersten zwei Kapiteln habe ich angefangen mir Notizen zu machen, Zeilen zu markieren bzw. unterstreichen und Illustrationen hinzuzufügen, damit ich besser mit dem Buch arbeiten konnte bzw. damit mir das Lesen einfacher fiel bzw. das Informationen in mich aufnehmen und verinnerlichen.

INHALT: In 'Wie wir lieben' werden etliche Themen rund um Liebe und Sex angesprochen. Die Sexualität in früherer Zeit, Sex als Sünde, Mythologie (Hera und Zeus), biblische Vorbilder (Adam und Eva & Lilith), Sex in Büchern (Feuchtgebiete, Generation Beziehungsunfähig), Filmen (Pretty Woman, The Lobster), Serien (Bachelor, Sex and the City) und im Internet (Tinder, Parship). Sex als Mittel zum Zweck, Eifersucht, Sex und Liebe im Zusammenhang mit Technologie etc etc etc.

UMSETZUNG: Ich muss wohl damit anfangen zu sagen, dass ich Team #Pro-Tu-was-immer-du-willst-solange-du-damit-niemandem-schadest-bin. Ansonsten lässt sich sagen, dass ich bis jetzt in der Monogamie-Schublade einzuordnen bin, wobei ich nicht weiß, was eventuell ist, wenn ich 30 oder 35 Jahre alt bin.

Grundsätzlich kam mir das Buch sehr wie aneinandergereihte Essays vor; was mich einerseits interessiert hat (der Zusammenhang zur heutigen Gesellschaft), hat mich gleichzeitig auch jedes Mal gestört, wenn schon wieder andere Schriftsteller im gleichen Bereich, Dichter und Philosophen zitiert wurden nur um darauf Bezug zu nehmen, was sie in irgendeinem ihrer Werke einmal gesagt haben.

Der Schreibstil war größtenteils flüssig, obwohl es sich nach einer Weile langgezogen hat und vor Fachbegriffen und Zitaten nur so überquoll. Auch die Wortwahl war meiner Meinung nach relativ problematisch - oder besser gesagt: nicht optimal ausgedrückt. So kam es zum Beispiel, dass es desöfteren so klang, als würde er die Polygamie über die Monogamie stellen und nicht beide gleichrangig ansehen, obwohl er zwischenzeitlich explizit sagt, dass es um eine Gleichstellung der beiden Formen geht, nicht um die Erniedrigung der einen und Verherrlichung der anderen. Trotzdem hat es so gewirkt.

Auch Wiederholungen oder das Verallgemeinern seiner Aussagen hat mich zwischenzeitlich gestört. Während des Lesens habe ich immer wieder daran gedacht, wie das Buch meiner Meinung nach 'Vom Ende der Monogamie: wie wir lieben' heißen sollte anstatt 'Wie wir lieben: vom Ende der Monogamie', da das Augenmerk erst ab über der Hälfte des Buches wirklich auf die Liebe gerichtet wird und selbst dann immer noch der Hauptfokus auf dem Beziehungsmodell Polygamie liegt.

Alles in allem ist WIE WIR LIEBEN etwas in die Länge gezogen. Ich habe mich nach den ersten 170 Seiten etwas schwergetan, weil ich auf den Abschluss gewartet habe. Die Grundmessage: 'tu, was du willst und lass andere tun, was sie wollen' oder auch: 'jeder definiert Liebe anders, ob polygam oder monogam - Hauptsache glücklich mit der Entscheidung' ist oft nicht wirklich für mich herüber gekommen, obwohl ich mir sicher bin, dass der Autor das eigentlich ausdrücken wollte. Sein Ausschweifen hat oft dazu geführt, dass ich drüber nachdenken musste, was jetzt sein Standpunkt ist bzw. was er jetzt eigentlich mit diesem Zitat + Zitat + Argument aussagen wollte. Manchmal ist weniger mehr.

FAZIT: Pro-Monogamie, Pro-Polygamie, Pro-Liebe, Pro-Sex. Das ist mein Standpunkt und war er auch vor dem Buch. Jetzt weiß ich nur sehr viel mehr über die Geschichte von Sex und warum wir Eifersucht empfinden.

"Was uns schwer fällt, ist nicht die Liebe. Was uns schwer fällt, ist das alltägliche Leben."

Veröffentlicht am 11.02.2017

GAR NICHT MEIN DING

Trauer ist das Ding mit Federn
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Die Grundidee fand ich mehr als faszinierend; ich meine 'ein Rabe, der einer Familie dabei hilft mit dem Tod der Mutter/Ehefrau umzugehen' hört sich einfach mal super cool an. Aber das war's dann auch ...

Die Grundidee fand ich mehr als faszinierend; ich meine 'ein Rabe, der einer Familie dabei hilft mit dem Tod der Mutter/Ehefrau umzugehen' hört sich einfach mal super cool an. Aber das war's dann auch schon. Der Titel (inspiriert vom 'Hope is the thing with feathers'-Gedicht) und der grundsätzliche Plot sind das interessanteste an dem ganzen Buch. Ich mochte weder die beiden Jungs, den Ehemann/Vater oder den Raben. Niemanden.

Die Raben-Kapitel fand ich größtenteils unsinnig, da einfach Geräusche, die ein Rabe eventuell machen könnte mit anderen Wörtern zusammengeschleudert wurden und die haben dann keinerlei Sinn ergeben. Oft war mir der Humor, der eingepfeffert wurde, 100% zu derbe. Ich finde es leider nicht witzig, wenn jemand furtzt und/oder jemand anderen beim Sex imitiert.

Gleichzeitig muss gesagt werden, dass die Geschichte großes Potenzial hatte - das es meiner Meinung keinesfalls ausgeschöpft hat.