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Veröffentlicht am 31.08.2021

Ein spannendes Abenteuer für jung und alt

Keeper of the Lost Cities - Der Aufbruch (Keeper of the Lost Cities 1)
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Fazit: Ein magisches, spannendes und behagliches Abenteuer für jung und alt. Mich hat das Buch absolut begeistern können und ich freu mich schon auf die weiteren Bände, die ich mir natürlich auch schon ...

Fazit: Ein magisches, spannendes und behagliches Abenteuer für jung und alt. Mich hat das Buch absolut begeistern können und ich freu mich schon auf die weiteren Bände, die ich mir natürlich auch schon alle vorbestellt habe.

Die "Keeper of the Lost Cities"-Reihe von Shannon Messenger steht schon seit vielen Jahren auf meiner Wunschliste und ich habe verzweifelt auf einen deutschen Verlag gewartet, der die hochgelobte Reihe endlich auf den deutschen Markt bringt. Zum Glück hat der arsEdition-Verlag meiner Warterei ein Ende bereitet. Ich war also voller Vorfreude auf den ersten Teil der Reihe und meiner Erwartungen waren ziemlich hoch. In vielen Rezensionen für die englischen Ausgaben, wird die Reihe mit Harry Potter verglichen und dementsprechend neugierig war ich dann natürlich.

Zu aller Erst muss ich sagen, mit Harry Potter hat das Buch nur wenig gemein. Immerhin geht es hier nicht um Hexen und Zauberer, sondern um Elfen. Die Welt aus der Sophie, unsere Protagonistin stammt, ist eine ganz andere als wir sie aus Harry Potter kennen. Ich verstehe aber wieso einige Rezensent:innen Ähnlichkeiten sehen. Ein Kind, dass das Gefühl hat anders zu sein, es wird in eine völlig fremde Welt getaucht und wird dort mit seiner bzw. ihrer Vergangenheit konfrontiert. Als Leser habe ich mich aber komplett auf die Geschichte eingelassen und habe das Suchen nach Parallelen zwischen den sehr verschiedenen Geschichten schnell sein lassen. Was ich aber sagen muss, die Autorin von "Keeper of the Lost Cities" hat es geschafft, dass ich dasselbe gespürt habe beim Lesen wie bei Harry Potter.

Es war ein wohliges Gefühl, ein aufgeregtes und doch fühlte es sich auch nach etwas Bekannten an. Nach zu Hause.
Abgesehen von besagter Harry Potter Reihe, hat es bis dato noch keine weitere Reihe geschafft, diese Gefühle bei mir zu wecken. Das heißt nicht, dass alle anderen Reihen, die ich gelesen habe schlecht waren, es fehlte nur das genannte Gefühl.

Aber zurück zum Buch. Sophie war eine tolle Protagonistin. Ich mochte sie wirklich sehr und hab direkt mit ihr mitgefiebert. Sie ist ein mutiges, neugieriges und aufgewecktes Kind, die sich von anderen nicht runtermachen lässt. Sie möchte ihre Ziele mit eigener Kraft erreichen und ist dabei unglaublich ehrlich. Ich fand es so toll, wie Sophie sich weiterhin treu bleibt und erkennt was richtig und was falsch ist. Abgesehen von Sophie mochte ich auch die anderen Charaktere sehr.

Dexter fand ich so sympathisch, lustig und cool! Wie er Sophie hilft und sich von ihrer Erscheinung nicht einschüchtern lässt. Wie er auch über ihre Fehler hinweg sieht und einfach ein treuer Freund ist, hat mich auch berührt. Fitz dagegen war mir zu glatt und oberflächlich. Ich bin froh das noch Keefe dazu kam, der das genaue Gegenteil von Fitz ist und anscheinend für jedes Abenteuer zu haben ist. Ich bin sehr gespannt wie es mit dem vierer Gespann in den nächsten Bänden weitergeht.

Die Handlung fand ich von Anfang an fesselnd. Wie Sophie die Welt, die sie kannte zurücklassen und sich in der Welt der Elfen neu einleben musste, fand ich ziemlich interessant und auch spannend. Die verschiedenen Unterrichtsfächer und der Aufbau der Welt haben mich total begeistert. Auch hier bin ich sehr gespannt, was sich noch alles verbirgt.

Der Schreibstil der Autorin war auch sehr einfach zu lesen und empfand ich als sehr angenehm. Dadurch bin ich einfach super schnell durch die Geschichte gekommen und die verschiedenen Plot-Twists haben auch dafür gesorgt, dass ich komplett in die Welt eingetaucht bin und das Buch am liebsten am Stück verschlungen hätte.

Ich freu mich jetzt schon sehr auf die Folgebände dieser magischen und tollen Reihe. Nicht umsonst habe ich alle acht Teile euphorisch vorbestellt und kann es kaum noch erwarten!

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Veröffentlicht am 29.08.2021

Ein spannendes & erfrischendes Sci-Fi-Krimi Abenteuer

Der dunkle Schwarm
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Fazit: Ein spannendes und erfrischendes Sci-Fi-Krimi Abenteuer. Die Welt, welche sich die Autorin ausgedacht hat, ist wie immer beeindruckend und die Charaktere sind lebendig gestaltet worden. Ich freu ...

Fazit: Ein spannendes und erfrischendes Sci-Fi-Krimi Abenteuer. Die Welt, welche sich die Autorin ausgedacht hat, ist wie immer beeindruckend und die Charaktere sind lebendig gestaltet worden. Ich freu mich schon auf Staffel zwei!

"Der dunkle Schwarm" von Marie Graßhoff, erschienen beim Lübbe Verlag, hatte mich schon als Audible-Exclusive-Hörbuch gereizt. Leider habe ich jedoch nicht so viel Zeit für Hörbücher oder Hörspiele, deshalb war ich umso froher als ich gesehen habe, dass es eine Print Version davon gibt. Außerdem war ich nach der "Neon Birds"-Reihe sehr gespannt auf das neueste Werk der Autorin.

Atlas, die tagsüber als Programmiererin arbeitet und abends unter einem Pseudonym illegal mit Erinnerungen handelt gerät per Zufall an einen höchst interessanten Fall, der eigentlich auch unmöglich sein sollte. Zusammen mit ihrem Beschützer Julian, der ein Android ist und ihrem Kunden Noah begibt sie sich in die Untiefen verschiedenster Erinnerungen und ist bald schon auf der Flucht vor der Polizei, Umweltterroristen und Auftragsmördern. Dabei stößt sie auch auf die Möglichkeit herauszufinden wer sie eigentlich ist.

Atlas habe ich von Anfang an gemocht. Sie wirkt nach außen hin kühl und berechnend, doch während des Weiteren Verlaufs der Handlung, taut sie immer mehr auf und zeigt ihre Emotionen nach außen hin. Ich fand ihre "Gabe" wirklich sehr faszinierend, genauso wie die Welt in der Atlas lebt. Bis zu dem Buch, hatte ich tatsächlich noch nie von "Hive-Minds" gehört, da ich aber auch eher selten zu Science-Fiction-Büchern greife, ist es wahrscheinlich nicht verwunderlich.

Zu Beginn der Geschichte war ich dadurch etwas verwirrt, genauso wie mit "Androiden" und wie das alles funktionieren soll. Leider hat es mich auch ein bisschen gestört, dass die Einführung in die Welt sehr kurzgehalten wurde. Nach einigen Kapiteln habe ich mich aber einfach auf die Geschichte eingelassen und dadurch auch nacheinander ein Gefühl dafür bekommen, wie sie funktioniert. Wie vorweg schon erwähnt, fand ich das Worldbuilding der Autorin wirklich sehr faszinierend. Ich finde es immer wieder beeindruckend was sich Marie Graßhoff für ihre Bücher ausdenkt und welche verschiedenen Arten von Welten sie erschafft. Wie viel Technologie vorhanden ist und wie die Welt auf den ersten Blick nach einer besseren Welt aussieht. Doch je weiter ich in "der dunkle Schwarm" gelesen habe, desto klarer wurde mir, dass diese Welt ganz und gar nicht besser ist, geschweige denn perfekt. Alleine der Aspekt mit den Umweltterroristen zeigt einige Parallelen zu unserer Welt und ich liebe es wie Marie es schafft Wirklichkeit und Fantasie zu vereinen.

Der Schreibstil war wie immer leicht zu lesen und die Geschichte war von Anfang sehr spannend. Ich persönlich finde den Stil der Autorin, mit einem Knall den Leser einzuführen super. Er fesselt mich direkt an die Handlung und ich merke gar nicht wie schnell die Kapitel verfliegen. Die vielen Plot-Twists sorgten auch dafür, dass der Spannungsbogen stets oben blieb. Bei den letzten 10 Prozent des Buches, wo eigentlich schon alles durch war, habe ich mich dann doch gefragt, was noch alles passieren kann und natürlich hat die Autorin für ein fulminantes Ende gesorgt.

Ich fand die Mischung auf Science-Fiction mit Krimi sehr erfrischend und freue mich schon auf die zweite Staffel, die dann hoffentlich auch wieder als Print Version erscheint.

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Veröffentlicht am 22.08.2021

Ein Jahreshighlight

Skyward - Der Ruf der Sterne
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Fazit: Ein absolutes Highlight. Die Geschichte war von vorne bis hinten fesselnd, die Charaktere authentisch und ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.

Ich wollte schon so lange ein Buch von Brandon ...

Fazit: Ein absolutes Highlight. Die Geschichte war von vorne bis hinten fesselnd, die Charaktere authentisch und ich bin sehr gespannt wie es weiter geht.

Ich wollte schon so lange ein Buch von Brandon Sanderson lesen und als ich dann gesehen habe das der Bestseller "Skyward - Der Ruf der Sterne" bei Droemer Knaur erscheint, war ich direkt Feuer und Flamme. Science-Fiction-Romane lese ich eher selten, somit gehören sie nicht richtig zu meinen Wohlfühlbüchern, aber seit ich die "Illuminae Akten"-Reihe gelesen und geliebt habe, probiere ich mich immer öfter in dem Genre aus.

Skyward handelt von Spensa, deren Vater als Feigling gilt, seitdem er als Pilot seine Mannschaft im Stich gelassen hat. Dabei ist das Fliegen Spensas größter Traum und sie will unbedingt Pilotin werden. Auf dem Weg diesen Traum zu erfüllen werden ihr einige Steine in den Weg gelegt und sie muss mehr als nur einmal über sich hinaus wachsen.

Spensa mochte ich von Beginn an. Sie hat mich unfassbar oft an mich selbst erinnert, mit ihrem Temperament und dem ständigen Drang sich zu beweisen. Auch wie sie sich nach außen als Selbstbewusst gibt, doch im inneren Zweifel und Ängste hegt, hat mich ebenfalls berührt. Somit hatte ich direkt eine Verbindung zu ihr und die blieb auch bis zum Schluss erhalten. Die Entwicklung von ihr habe ich absolut geliebt! Wie sie merkt, dass sie mit ihrem ungezügelten Temperament ihren Gegnern in die Hände spielt und lernt, dass es andere Möglichkeiten gibt ihnen zu trotzen. Spensa ist und bleibt sie selbst, setzt sich aber viel mehr mit sich selbst und ihrer Vergangenheit auseinander und wächst daran. Ihre Sprüche und ihren Humor fand ich ganz wunderbar, generell gefiel mir die Sprache in dem Buch sehr. Sie war zeitgemäß und leicht zu lesen, trotz der vielen Fachbegriffe von den Raumschiffen. Die Zeichnungen zwischen den Kapiteln haben mir auch sehr dabei geholfen, damit ich mir alles besser vorstellen konnte.

Die Gruppendynamik der "Skyward"-Staffel hat mich auch total begeistern können. Wie chaotisch sie am Anfang miteinander umgegangen sind und dann langsam aber stetig ein Team wurden. Jede:r einzelne ist über sich hinaus gewachsen und wurde zu einem wichtigen Mitglied. Wer für mich aber ein kleines Highlight war, war definitiv M-Bot. Ich musste teilweise sehr oft über ihn schmunzeln und ich fand, er verpasste der Geschichte etwas leichtes. M-Bot und seine Kommentare lockerten öfters die Situation auf und er sorgte dafür, dass die Geschichte nicht zu Ernst wurde.

Auch wenn ich eher selten zu Science-Fiction-Romanen greife, freue ich mich doch jedesmal wenn mich die Geschichten absolut begeistern können, denn genau das hat der Autor mit "Skyward" geschafft. Die Geschichte war einfach so fesselnd, actionreich und genau nach meinem Geschmack. Die Handlung beinhaltete sogar einige emotionale Momente, die mich wirkliche sehr berührt haben. Das rätseln mit Spensa, was wirklich mit ihrem Vater passiert ist, hat mich sehr gefesselt und ich hatte richtig Spaß dabei. Die Kampfszenen haben für die Action und den Nervenkitzel gesorgt und dadurch konnte ich das Buch stellenweise nicht beiseite legen. Für mich war es ein richtiges Highlight und ich freu mich schon auf die weiteren Teile der Reihe!

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Veröffentlicht am 06.07.2021

Lustig, herzerwärmend und liebenswert

Kate in Waiting
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Fazit:
Mit Simon Vs. gehört dieses Buch zu meinen liebsten von der Autorin. Die Charaktere und die Geschichte sind einfach Zucker und ich habe alles geliebt.

Auf "Kate in waiting" von Becky Albertalli, ...

Fazit:
Mit Simon Vs. gehört dieses Buch zu meinen liebsten von der Autorin. Die Charaktere und die Geschichte sind einfach Zucker und ich habe alles geliebt.


Auf "Kate in waiting" von Becky Albertalli, erschienen bei Knaur Taschenbuch, habe ich mich wirklich sehr gefreut. Bis jetzt habe ich alle Bücher von der Autorin auf Englisch gelesen und auch alle geliebt. Ich war sehr auf ihr neuestes Werk gespannt, besonders weil es auch außerhalb des Simonverse stattfand.

In dem Buch geht es um Kate und Andy, die beste Freunde sind seit beide denken können. Sie haben keine Geheimnisse voreinander, wohnen auch direkt nebeneinander und verbringen jede Minute miteinander. Sie haben sogar den selben Männergeschmack und teilen sich ihre Schwärmereien. Doch als Matt Olsson auf ihrer Schule auftaucht, merken beide das es vielleicht doch nicht so toll ist in den selben Kerl verliebt zu sein. Beide müssen sich entscheiden wie sie mit der Situation und ihrer Freundschaft umgehen sollen.

Mir hat das Buch und die Geschichte rund um Kate und Anderson so gut gefallen. Es war typisch Becky Albertalli, es war lustig, liebenswert und einfach herzerwärmend. Ihr Schreibstil ist so ehrlich, zeitgemäß und lustig. Es ist als ob man in den Gedanken der Protagonisten dabei ist, jeder Gedanke ist ungefiltert, teilweise chaotisch und dadurch so lustig. Ich fühl mich dadurch immer direkt super wohl in der Geschichte. Die Charaktere sind auch alle immer so liebenswert. Egal ob die Protagonisten oder die Nebencharaktere.

Bei Kate und Andy war es nicht anders. Kate ist so sympathisch, ich hab sie direkt ins Herz geschlossen. Ihre Freundschaft mit Anderson ist so besonders und um nichts auf der Welt würde ich so etwas aufgeben. Anderson ist auch so ein lieber Kerl, ich habe es geliebt wie die beiden offen und ehrlich miteinander kommuniziert haben und wie beide ihre Freundschaft an erster Stelle gestellt haben. Aus der Geschichte hätte jemand anderes bestimmt ganz großes Drama gemacht, eine total nervige und toxische Dreiecks-Geschichte. Aber nicht Becky Albertalli.

Und das lag zum Großteil auch an den tollen Nebencharakteren, wie Matt und Noah. Matt war so lieb zu Kate und Andy, ich hatte zu Beginn Angst das er beide ausnutzt, aber meine Angst war völlig unbegründet. Matt ist genauso lieb wie der Rest. Noah habe ich direkt ins Herz geschlossen, er war so lustig! Wie er Kate immer liebevoll provoziert hat und dabei aber auch so lieb war. Becky Albertalli erschafft einfach jedesmal so tolle liebenswerte Charaktere die einfach nur nett sind. Und genau das liebe ich an ihren Geschichten.

Es war ein super angenehmes und leichtes Buch, für mich war es genau das was ich gebraucht habe, ohne das ich es wusste. Ich bin direkt in die Geschichte eingetaucht und hätte es am liebsten direkt am Stück verschlungen. Ich fand die Geschichte an sich super süß und herzerwärmend. Direkt zu Beginn hatte ich direkt eine Vermutung wie das Buch enden wird und ich lag auch richtig damit, aber das hat mich gar nicht gestört beim lesen. Ich hatte einfach so viel Spaß dabei, herauszufinden wie die Charaktere zu dem Ende kommen das ich vorausgesehen hatte.

Für mich war es die ideale Sommerlektüre und ich kann sie nur weiter empfehlen.

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Veröffentlicht am 01.07.2021

Authentisch, ehrlich und wunderbar

In all seinen Farben
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Fazit:
Absolut authentisches und ehrliches LGBTQIA+ Buch über Drag Queens, Selbstfindung und Freundschaft. Ich kann es nur weiter empfehlen.

"In all seinen Farben" von George Lester, erschienen beim ONE ...

Fazit:
Absolut authentisches und ehrliches LGBTQIA+ Buch über Drag Queens, Selbstfindung und Freundschaft. Ich kann es nur weiter empfehlen.


"In all seinen Farben" von George Lester, erschienen beim ONE Verlag, hat durch die Drag Thematik direkt meine Aufmerksamkeit erregt. Ich hatte Anfang des Jahres das Buch "The black Flamingo" von Dean Atta gelesen und dort hatte mich das Thema Drag schon sehr fasziniert.

"In all seinen Farben" handelt von Robin, der durch eine Absage seiner Traumuniversität in eine Identitätskrise gerät. Wie viele jugendliche in diesem Alter fragt auch er sich, was er mit seinem Leben anfangen soll. Als seine Freunde ihn dann zu einer Drag Show mitnehmen, fühlt sich das richtig an und gut. Robin schmiedet also einen neuen Plan für seine Zukunft.

Der Weg zur Selbstfindung von Robin habe ich sehr gerne gelesen. Ich glaube wirklich jeder kennt die Grundproblematik in dem Buch, die Angst vor der Zukunft und was nach der Schule kommt. Was passiert mit den Freundschaften danach? Das Thema Freundschaft hat in dem Buch viel Platz eingenommen. Robin musste lernen, dass es sich nicht immer nur ausschließlich um ihn dreht und auch seine Freunde die selbe Angst empfinden wie er und mit eigenen Problemen zu kämpfen haben. Die Emotionen der Charaktere fand ich sehr authentisch beschrieben vom Autor. Ich habe mit Robin richtig mitgefühlt, als er seine Absage erhalten hat von der LAPA und die Enttäuschung riesig war und auch die Unsicherheiten danach von ihm und seine Ängste.

Die Geschichte behandelt jedoch nicht nur das Thema Identitätskrise sondern auch zum Teil triggernde Elemente wie Homophobie. Was Robin da erleiden musste fand ich hart. Die Szene wird nicht komplett beschrieben, sondern nur angerissen, aber als Leser hatte ich trotzdem ganz schlimme Bilder vor Augen. Die Figur des Connor's steht hier für viele Jugendliche die sich wegen ihres toxischen Umfelds nicht trauen sich zu outen. Ich fand es aber super, dass Robin das akzeptiert hat und ihn zu nichts gedrängt hat. Es ist wichtig zu verstehen, dass jede Person für sich selbst entscheidet wann und wie sie sich outen möchte. Der Autor hat diese Message, meiner Meinung nach, gut rübergebracht.

Die Drag Thematik fand ich erfrischend und besonders. Ich habe gemerkt, dass der Autor selber Teil dieser Community ist. Seine Beschreibungen waren überzeugend und echt, wie Robin sich das Schminken beibringt, die Performances der Queens und auch als Kaye Robin als ihre Drag Tochter annimmt. Ich fand es super interessant und fesselnd. In Deutschland ist das Thema Drag nicht so präsent und deshalb hatte ich das Gefühl, dass ich unheimlich viel beim Lesen gelernt habe.

Der Schreibstil war perfekt auf die Thematik abgestimmt. Robin ist vom Charakter sehr dramatisch und auch die Queens waren Over-the-Top, deshalb fand ich es nur passend, das der Schreibstil sich dementsprechend auch anpasst. Ich persönlich hatte keinerlei Probleme damit und habe auch zu Beginn sehr schnell in die Geschichte gefunden.

Ich hätte mir aber am Ende eine bessere Auflösung bzgl. Connor gewünscht. Irgendwie ging es mir da zu schnell. Ich glaube einen kurzen Epilog der nach der Schulzeit stattfindet, vielleicht bei der Abschlussfeier, der die nächsten Schritte von den Charakteren zeigt, hätte mir als Abschluss des Buches noch besser gefallen.

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