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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 20.12.2017

Ein absolut nervenaufreibender Thriller-Auftakt

Die perfekte Gefährtin
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Mit "Die perfekte Gefährtin" hat die Autorin ein superstarkes Debüt vorgelegt, welches 474 Seiten stark ist. Dieser Auftakt einer Thriller-Reihe ist für mich eines der spannendsten Bücher, die ich 2017 ...

Mit "Die perfekte Gefährtin" hat die Autorin ein superstarkes Debüt vorgelegt, welches 474 Seiten stark ist. Dieser Auftakt einer Thriller-Reihe ist für mich eines der spannendsten Bücher, die ich 2017 gelesen habe.

Cover:
Eigentlich ja nichts neues dieses Schmetterlingsmotiv, aber dennoch verfehlt es seine Wirkung auf jeden Thrillerliebhaber nicht.Schaurig in schwarz gehalten ist der Hintergrund und dann sticht diese Art Motte einem in blau-weiß entgegen.

Inhalt:
Detektive Inspektor Luc Callanach muss einen neuen beruflichen Start in Schottland wagen, da seine Vergangenheit in Frankreich bei Interpol wegen eines sagen wir mal Zwischenfalls zerrüttet ist.
Der Start als Vorgesetzter ist nicht unbedingt leicht , aber sein erster Fall lässt ihm keine Zeit darüber nachzudenken.
Es werden Leichenreste in einer Waldhütte gefunden,die komplett niedergebrannt ist.Nur wenige Beweismittel sind vorhanden , nach denen festgelegt wird, dass es sich beim Opfer um die junge Anwältin Elaine Buxton handelt.
Was jedoch niemand weiß, ist dass Elaine nicht tot ist sondern von ihrem Peiniger Dr.Reginald King gefangen gehalten wird.Dieser sieht in ihr seine perfekte Gefährtin und ist bereit sie mit aller Gewalt zurechtzubiegen.
Als Neuling in der Abteilung ist Callanach froh, ein wenig Kontakt zu einer Kollegin zu bekommen .Ava Turner ist diese Kollegin und sie bearbeitet gerade an einem besonderen Fall , der sich um Babys dreht , die in Parks ausgesetzt ausgesetzt werden und meistens leider erst nach deren Tod dort gefunden werden.

Charaktere:
Callanach und Turner sind schon ein wahnsinns Gespann.Schon nach kurzer Zeit dachte ich als Leser , von denen möchte ich noch mehr lesen.Jeder ist auf seiner Art etwas seltsam , was sicherlich mit den Ereignissen in der Vergangenheit zusammenhängt , aber dennoch Es ist ein Band zwischen ihnen, dass man weiß sie würden füreinander alles geben.
Dr. Reginald King ist eine ganz kranke Persönlichkeit.Als Leser wird einem von Anfangen alles in seiner Gedankenwelt geöffnet und man weiß jederzeit wie weit die Ermittlungen gegen ihn sind.Das ist nicht wie anzunehmen langweilig, sondern genau das Gegenteil. Man erhofft sich endlich, dass die Ermittler ihm auf die Schliche kommen.
Stück für Stück wird über King mehr aus seinem Leben als Kind offenbart und das erklärt eigentlich nur, wie krank er schon immer war.Ein ganz besonders interessanter Charakter.

Jedenfalls liest sich dieser Thriller absolut temporeich, denn man will unbedingt wissen, ob die verschiedenen Spuren weiterführen oder ob King mit seinen Täuschungen weiteres Unheil anrichten kann.
Aber auch die Abwechslung, durch Avas Babyfall, der nicht minder interessant ist, lassen einen nur so durch die Seiten fliegen.

Zum Abschluss , welcher einfach noch einmal das große I Tüpfelchen war, blieb nichts ungeklärt.Ich dachte lediglich: "Liebe Helen Fields, schreib bitte ganz schnell weiter, damit ich bald den nächsten Band lesen kann!"
Absolut verdiente 5 von 5 Sternen von mir für diesen grandiosen Auftakt.

  • Cover
  • Spannung
  • Charaktere
  • Atmosphäre
  • Originalität
Veröffentlicht am 19.11.2020

Feelgood Food

Super fresh
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Natürliche Schönheit, Ausgewogenheit und Frische ist mein erster Einduck zum Cover von "Super Fresh" gewesen. Und das spiegelt auch den Inhalt dieses modernen und zeitgemäßen Kochbuchs wieder. Denn die ...

Natürliche Schönheit, Ausgewogenheit und Frische ist mein erster Einduck zum Cover von "Super Fresh" gewesen. Und das spiegelt auch den Inhalt dieses modernen und zeitgemäßen Kochbuchs wieder. Denn die Botschaft ist ganz klar, die moderne Küche muss gesund, kreativ und frisch sein, ohne dabei im normalen Alltag zu stressen.

Die Autorin Donna Hay ist schon ein internationaler Star unter den Kochbuchautoren. In ihrem neuen Werk "Super Fresh - Schnelle und frische Gerichte für jeden Tag" merkt man sofort, dass sie die richtige Balance aus Zeit und frischen Zutaten für ihre Alltagsküche gefunden hat.
Das Kochbuch ist voller Rezepte, die auf den Alltag zugeschnitten sind und sehr viel Raum für Abwandlungen und Zutatenexperimente lassen.

Ob Gerichte aus Pfanne und Ofen, Ruck-Zuck-Dinner, Bowls oder Rezepte auf Vorrat für den Tiefkühler,... die Möglichkeiten sind riesengroß.

Auf einer Doppelseite ist jeweils ein Foto und das passende Rezept zu finden. Die Anleitung zur Zubereitung ist eher schlicht und einfach gehalten, so dass man einen guten Überblick erhält.
Allerdings hätte ich mir an dieser Stelle eine grobe Zeitangabe und auch den ein oder anderen Kniff für die Zubereitung gewünscht.
Da das Kochbuch viele Zutaten enthält, die nicht unbedingt in jedem Vorrat vorhanden sind, hätte ich mir auch hier Vorschläge für Alternativen gewünscht.
Zu vielen Gerichten erhält man am Ende der Seite ein paar persönliche Worte der Autorin. Dies macht das Kochbuch beim Stöbern nach Neuem noch abwechslungsreicher.

Bei so viel toller Auswahl habe ich mich natürlich direkt an's Ausprobieren begeben und das geschmackliche Ergebnis war schon sehr überzeugend.
Die Kürbis-Bowl konnte mich rundum begeistern. Sie hat genau das wiedergegeben, was das Buch verspricht. Die Bowl war ohne großen Aufwand zubereitet und dabei ein ganz besonderes tolles Geschmackserlebnis.
Eine etwas andere Herausforderung waren hingegen die Zucchini-Ravioli. Die Ofen-Tomatensoße war überraschend schnell vorbereitet, doch dann kamen die Ravioli.
Hier hätte ich mir ein paar Tipps und Tricks gewünscht, denn bei dieser Fertigung bin ich an meine könnerischen Grenzen gestoßen, um nicht zu sagen, ich habe formtechnich total versagt.
Zeitlich hat dieses Gericht sicherlich auch den Alltagsrahmen gesprengt, allerdings muss ich sagen, es war ein absolutes geschmackliches Highligt.

Mich konnte "Super Fresh" geschmacklich überraschen und überzeugen. Ich freue mich schon durch diese kulinarischen Anregungen meine Alltagsküche weiter zu bereichern.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.11.2020

Actionreiche und spannende Dystopi

The Loop. Das Ende der Menschlichkeit (The Loop 1)
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Kühl, modern und dytopisch scheinen einem die Buchstaben von "The Loop" vom Cover entgegen. Das Genre ist damit schnell erahnt und der farbige Buchschnitt lässt jedes Buchliebhaber-Herz höher schlagen.

Seit ...

Kühl, modern und dytopisch scheinen einem die Buchstaben von "The Loop" vom Cover entgegen. Das Genre ist damit schnell erahnt und der farbige Buchschnitt lässt jedes Buchliebhaber-Herz höher schlagen.

Seit zwei Jahren erfährt dem 17-jährigen Luke der immer gleiche, trostlose Alltag im modernen Jugendgefängnis Loop. Für alle Insassen dort ist es ein Albtraum in streng überwachter Isolation täglich auf ihre Energieernte zu warten, die dem Körper unmenschliche Qualen zufügt.
Ein Ausbruch scheint unmöglich, bis zu dem Tag, als sich auf einmal in der Routine etwas ändert.
Doch ist es draußen in der wirklichen Welt noch sicher? Gerüchten zufolge hat sich die Menschheit durch einen Virus verändert.

Ben Oliver hat mit "The Loop-Das Ende der Menschlichkeit" ein grausames Zukunftsszenario erschaffen, welches einem das Blut in den Adern gefrieren lässt.
Die Überwachung, Grausamkeiten und Monotonie im Loop ist so schrecklich, dass man schier den Verstand verlieren muss.
Luka als Protagonist ist sehr sympathisch und man kann sich kaum vorstellen, dass dieser Jugendliche etwas getan haben soll, was dieses Wegsperren und quälen auch nur annähernd rechtfertigt.
Man erfährt sehr viel über seine Gedanken und Gefühle, dass es mich erstaunte, wie stark er sein kann, wenn es darauf ankommt.
Die Nebencharaktere waren auch teilweise fesselnd, allerdings wurde dort nicht so weit in die Tiefe gegangen, was ich mir bei einigen sehr gewünscht hätte.
Der Spannungsbogen der Geschichte war durchweg hoch, was sicherlich durch actiongeladene und auch sehr brutale Szenen zustande gekommen ist. Daher halte ich auch die Altersempfehlung von 16 Jahren sehr angemessen.
Sehr fesselnd war auch eine Zukunftsvorstellung, die Menschen als Modifizierte und Reguläre bezeichnet. Sicherlich nichts Neues, was die Sortierung von erster und zweiter Klassengesellschaft betrifft, aber in den Ausführungen kann mich so etwas jedesmal auf schaurige Art mitreißen.
In der Geschichte gab ein paar Dinge, die mir etwas unklar waren und über die ich gestolpert bin, aber wer weiß, vielleicht gibt es im nächsten Band mehr dazu .

Es wurde viel Aufgeklärt, aber es blieb auch noch einiges an Raum, für den kommenden zweiten Teil, auf den ich mich nach diesem spektakulären Ende schon sehr freue.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.09.2020

Schaurige Vorstellung

The Passengers
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Wäre es nicht praktisch, wenn man durch simple Spracheingabe sein Reiseziel einem selbstfahrenden Auto nennen könnte und sich dann ganz gemütlich zurück lehnt und sich um nichts mehr kümmern müsste?
Staus ...

Wäre es nicht praktisch, wenn man durch simple Spracheingabe sein Reiseziel einem selbstfahrenden Auto nennen könnte und sich dann ganz gemütlich zurück lehnt und sich um nichts mehr kümmern müsste?
Staus könnte es durch Berechnungen kaum noch geben und die Unfallzahlen würden drastisch sinken. Hört sich ja erst einmal gut an...oder?

In "The Passengers", einer Geschichte, die in der nahen Zukunft spielt, sind selbstfahrenden Fahrzeuge Alltag. Jedoch wird dieser Komfort der Albtraum für acht Menschen, deren Autos zum Ziel eines Häckerangriffs werden. Dieser bringt die Fahrzeuge unter seine Kontrolle und schickt sie auf Kollisionskurs. Dazu macht er seine grausame Tat im Internet zum Spiel für die Öffentlichkeit, die darüber abstimmen soll, wer das Recht hat zu überleben.

Schon "The one" war für mich ein absolutes Highlight und "The Passengers" steht dem in nichts nach. Ich bin durch den Perspektivwechsel der einzelnen Charaktere nur so durch die Seiten geflogen, dass ich kaum aufhören konnte in Erfahrung zu bringen, wer und was genau hinter allem steckt.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 26.09.2020

Fantasy-Auftakt mit Suchtpotenzial

Chroniken der Dämmerung, Band 1: Moonlight Touch
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Als "Liebe auf den ersten Blick" würde ich den Anblick des Covers beschreiben. Wunderschöne Farben, mit schillernde Effekten und Formen und einer Protagonistin, die einen herausfordernd entgegenblickt.
Was ...

Als "Liebe auf den ersten Blick" würde ich den Anblick des Covers beschreiben. Wunderschöne Farben, mit schillernde Effekten und Formen und einer Protagonistin, die einen herausfordernd entgegenblickt.
Was ich besonders gerne mag, ist die Gestalung auch unter dem Schutzumschlag. Einfach ein Schmuckstück, welches in jedem Bücherregal auffällt.

Die junge Sheera weiß sich in ihrem Leben als geächtete und bei den Hochalben verhasste Nachtalbe zu behaupten. Durch nächtliche Diebeszüge hält sie sich über Wasser und weiß ihre Begabung vorsichtig zu verstecken. Als jedoch eines Tages ein Kommandant mit samt Blutalben auftaucht, um sie zu verhaften, glaubt sie ihr Glück habe sie verlassen. Doch statt in einem Kerker zu landen, bringt man sie in den Palast der Hochalben, wo sie an einem Wettstreit um den Königsthron, gegen ihre hochangesehenen adeligen Konkurentinnen bestehen soll. Als Außenseiterin hat sie im Palast keine Freunde und die Gefahren lauern an jeder Ecke. Doch als wäre das nicht genug, bekommt sie es auch noch mit dem Kronprinzen des Menschenreiches zu tun.

Mit Moonlight Touch - Chroniken der Dämmerung hat die Autorin Jennifer Alice Jager einen extrem starken Auftakt zu einer Fantasy-Saga geschaffen. Die Geschichte hat von Anfang an eine sehr hohe Geschwindigkeit in der Handlung, ohne dass man sich hineingeworfen fühlt. Die Geschehnisse schreiten einfach so voran, als wäre man schon immer mitten in Sheeras Leben gewesen. Durch einen leichten Schreibstil und der relativ kurzen Kapitel, liest sich die schon sehr komplexe und fantasiereiche Geschichte einfach weg wie Butter.
Eine wunderschöne Karte im Anfang und am Ende des Buches veranschaulicht das magische Reich und deren Grenzen. Es gab einige Momente beim Lesen, in denen ich gerne darauf zurückgegriffen habe.

Mit Sheera wurde eine wundervoll starke Protagonistin geschaffen, die durch Mut, Stolz und ihrer unerschrockenen Art, mein Herz im Sturm erobert hat. Zu gerne hätte ich noch mehr über ihr Leben und Aufwachsen unter den Bedingungen einer geächteten Nachtalbe erfahren, aber dies wäre bestimmt eine ganz eigene Geschichte Wert.
Lysander, der Kronprinz des Menschenreichs, verblasst in den Anfängen etwas, bekommt aber im Laufe der Geschichte immer mehr an Festigkeit .
Ohne etwas vorwegzunehmen zu wollen, sorgen so einige Nebencharaktere für Überraschungen und interessante Wendungen, die den Spannungsbogen immer wieder in die Höhe treiben.
Das Ende kommt dann mit einem riesigen Knall und lässt mich als Leser mit schrecklicher Ungeduld und wartend auf nächsten Band, zurück.

Für mich ist "Moonlight Touch" ein rundum gelungener Fantasy-Auftakt, von dem ich ganz dringend den zweiten Band brauche. Doch nun heißt es voller Spannung warten, bis zum Frühjahr 2021.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere