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Veröffentlicht am 01.05.2018

Spannende Geschichte mit tollen Sprechern.

Der Zopf
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Der Roman „Der Zopf“ wurde von Laetitia Colombani geschrieben und in der Hörbuch-Version von Andrea Sawatzki, Eva Gosciejewicz und Valery Tscheplanowa gesprochen. Sie übernehmen jeweils die Stimme von ...

Der Roman „Der Zopf“ wurde von Laetitia Colombani geschrieben und in der Hörbuch-Version von Andrea Sawatzki, Eva Gosciejewicz und Valery Tscheplanowa gesprochen. Sie übernehmen jeweils die Stimme von einer Protagonistin.

In dem Buch geht es um drei Frauen, deren Leben nicht verschiedener sein könnte. Doch eines haben Sie gemeinsam. In ihrer Welt gibt es eine gewisse Vorstellung von Frauen, die Ihnen das Leben nicht so einfach macht.

Da haben wir Smita die in Indien lebt. Sie möchte für Ihre Tochter ein besseres Leben. Hier hat mir die Stimme besonders gut gefallen. Valery Tscheplanowa liest mit sehr viel Ruhe aber man hört trotzdem den Mut und die Entschlossenheit. Ich finde sie hat die Stimmung sehr gut um-setzt.
In Sizilien lebt Giulia. Ihre Familie hat seit vielen Jahren eine Perückenfabrik. Als sie erfährt das diese kurz vor dem Bankrott steht. Versucht sie die Firma zu retten.

Als letzten haben wir Sarah in Kanada. Sie ist eine erfolgreiche alleinerziehende Anwältin, bis sie krank wird.

Ich finde die Sprecherinnen geben dem Buch das Besondere. Sie hauchen jeder von den drei-en ein Leben ein, deren Geschichte ich mit Spannung verfolgt habe. Am besten hat mir die Ge-schichte und die Entwicklung bzw. der Mut von Smita gefallen. Mit der Geschichte von Giulia konnte ich anfangs nicht so viel anfangen. Ich fand sie etwas langweilig. Am Ende fügt sich aber alles perfekt zusammen.

Die Geschichten wechseln sich immer wieder ab. Gerade bei Smita fand ich den Spannungsbogen sehr hoch.

Das Hörbuch hat mir sehr gut gefallen, was sehr an der Vertonung der Sprecherinnen gelegen hat. Ich weiß nicht, ob es mir so gut gefallen hätte, wenn ich es gelesen hätte. Ich habe ihnen geglaubt, dass sie Smita, Giulia und Sarah sind.

Veröffentlicht am 22.04.2018

Raffinierter spannender Thriller

Unter der Mitternachtssonne
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Das Buch „Unter der Mitternachtssonne“ wurde Ende der neunziger geschrieben und aktuell übersetzt. Der Klappentext erzählt nicht zu viel und das finde ich hier auch sehr passend. Mitte der siebziger geschieht ...

Das Buch „Unter der Mitternachtssonne“ wurde Ende der neunziger geschrieben und aktuell übersetzt. Der Klappentext erzählt nicht zu viel und das finde ich hier auch sehr passend. Mitte der siebziger geschieht der Mord an einem Pfandleiher, der nie aufgeklärt werden konnte. Im Laufe der 700 Seiten werden die nächsten 19 Jahre beschrieben, bis zu einem packenden Ende an dem sich alle Fäden zusammenführen.

Der Schreibstil ist von Anfang an sehr angenehm und flüssig zu lesen. Es gibt keine ausschweifenden Beschreibungen oder geschwollene Absätze. Die Geschichte beginnt sozusagen gleich mit den ersten Seiten. Das Buch ist in Oberkapitel unterteilt, die meistens einen Zeitabschnitt beschreiben. Diese Kapitel sind nochmal in Unterkapitel unterteilt. Somit haben sich zum lesen angenehme Abschnitte ergeben. Die Charaktere werden nicht detailreich, aber mit wenigen Worten ausreichend gut beschrieben.

Da es sich um einen japanischen Titel handelt, werden hier natürlich auch japanische Namen verwendet. Dies war am Anfang für mich etwas schwierig, da in den ersten Kapiteln viele Charaktere auftauchen. Zur Hilfe gibt es hier ein Personenverzeichnis, welches dem Buch beigelegt ist. Jedoch spoilert dieser ein wenig, da hier beschrieben wird, wer später mit wem verheiratet ist. So tragisch ist dies für den Verlauf aber nicht. Ich habe mich nach kurzer Zeit an die Namen gewöhnt und konnte das Buch genießen.

An diesem Roman hat mir gefallen, dass er auf eine psychologische Weise sehr raffiniert geschrieben ist. Blutige Stellen gibt es hier keine. Selbst unschöne Stellen wurden nie bis ins kleinste Detail erklärt. Man sollte dieses Buch sehr aufmerksam lesen, da hier immer wieder kleine Details auftauchen, die in folgenden Kapitel wichtig werden und man bekommt als Leser schon einen Verdacht. Es wird aber nicht zu viel verraten. Eher wird uns ein kleiner Happen hingeworfen. Der Spannungsbogen hält sich das gesamt Buch über. Teilweise gibt es am Ende der Kapitel kleine Cliffhanger, die später mit einem AHA-Effekt aufgeklärt werden. Das Ende hat mir sehr gut gefallen. Wie sich die ganzen Fäden zusammenführen, ist sehr gut durchdacht.

Interessant sind auch die Informationen die man über Japan bekommt. Außerdem hat der Autor den Jahren entsprechend Dinge eingefügt z. B. FCKW, Einführung der Bankkarte oder FCKW.

Das Buch hat mich sehr gut unterhalten und ich habe es trotz seiner 700 Seiten innerhalb weniger Tage gelesen.

Veröffentlicht am 07.03.2018

Schöner vielschichtiger Roman mit liebevollem Hauptcharakter

Tulpengold
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Bei dem Buch „Tulpengold“ von Eva Völler, fällt gleich das sehr schöne Cover auf. Die Tulpe ist sehr schön plastisch gemalt und die Schrift des Titels und der verschnörkelte Hintergrund passen sehr gut ...

Bei dem Buch „Tulpengold“ von Eva Völler, fällt gleich das sehr schöne Cover auf. Die Tulpe ist sehr schön plastisch gemalt und die Schrift des Titels und der verschnörkelte Hintergrund passen sehr gut zu einem historischen Roman.

Inhalt:
Der junge Pieter geht bei Rembrandt in die Lehre als Maler. Als in Amsterdam einige Morde geschehen, geht Pieter mit Hilfe mathematischer Formeln auf die Suche nach dem Mörder. Und was hat der Tulpenhandel mit alledem zu tun?

Meinung:
Der Schreibstil überzeugt von Anfang an. Durch die bildlichen Erklärungen fühlt man sich gleich gedanklich nach Amsterdam versetzt.

Die Charaktere werden auch sehr gut beschrieben. Gerade Pieter ist ein sehr interessanter Charakter. Er scheint das Asperger-Syndrom zu haben, was ihn in viele unangenehme Situationen bringt, da er alles wörtlich nimmt und die Gefühle seiner Mitmenschen nicht deuten kann. Dafür hat er aber fantastische mathematische bzw. statistische Kenntnisse.

Es ist ein sehr vielschichtiger Roman. Erstmal natürlich historisch. Wobei es zwar um Rembrandt geht, aber die Geschichte um ihn fiktiv ist. Dann haben wir den jungen Peter, der einem manchmal Leid tun kann, man kann über ihn schmunzeln und ihn lieb haben. Der Tulpenhandel ist hier auch eine sehr interessante Geschichte, die an die heutige Börse erinnert. Und als letzten gibt es ja noch den Krimi um die Morde.

Bis zum Schluss wusste ich nicht wer der Mörder ist, geschweige denn warum und die Auflösung hat mir sehr gut gefallen. Pieter erinnert mich ein wenig an Sherlock Holmes. Ich würde mich freuen, noch mehr von ihm zu lesen. Ich spreche eine klare Kaufempfehlung aus und vergebe sehr gerne 5 Sterne.

  • Cover
  • Charaktere
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 19.01.2018

Ruhiges Buch das ans Herz geht

Lied der Weite
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Kent Haruf erzählt in diesem Roman von den Bewohnern der Kleinstadt Holt in Colorado. Wir lernen verschiedene Charaktere kennen. Da ist das schwangere 17. Jährige Mädchen, dass von der Mutter ...

Kent Haruf erzählt in diesem Roman von den Bewohnern der Kleinstadt Holt in Colorado. Wir lernen verschiedene Charaktere kennen. Da ist das schwangere 17. Jährige Mädchen, dass von der Mutter verstoßen wurde. Eine Lehrerin aus dem Ort nimmt sich ihrer an und bringt sie schließlich bei den älteren alleinstehenden Brüdern auf ihrer Farm unter. Wir erfahren auch noch mehr über einen Lehrer und seine Familie.

Der Schreibstil ist sehr ruhig und angenehm zu lesen. Er ist ganz flüssig ohne Ecken und Kanten. Dies macht es auch sehr einfach eine Beziehung zu den Charakteren aufzubauen, die wunderbar beschrieben werden. Man fühlt, freut aber leidet auch mit ihnen.
Dieser Schreibstil macht es außerdem möglich, sich ein klares Bild von der Kleinstadt mit samt der Umgebung und seinen Einwohnern zu machen.

Dieser Roman ist sehr leise. Selbst Stellen die etwas dramatischer sind, erzählt der Autor in einer Ruhe ohne viel Action. Das Lesen wird aber trotzdem nie langweilig.

Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen. Ich hatte am Ende wirklich das Gefühl, dass ich diese Menschen persönlich kennen gelernt habe. Ich werden jetzt auch noch die weiteren Romane von Kent Haruf lesen.

Veröffentlicht am 11.12.2017

Sehr spannendes und rasantes Buch

Die Macht des Schmetterlings
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Durch Zufall bin in auf dieses wundervolle Buch gestoßen, was ja bereits 2013 erschienen ist. Wie aus dem Titel "Die Macht des Schmetterlings" zu erahnen, geht es um einen kleinen Schmetterling und die ...

Durch Zufall bin in auf dieses wundervolle Buch gestoßen, was ja bereits 2013 erschienen ist. Wie aus dem Titel "Die Macht des Schmetterlings" zu erahnen, geht es um einen kleinen Schmetterling und die Chaostheorie. Kann der Flügelschlag eines Schmetterlings das Schicksal beeinflussen?

Wir lernen in diesem Buch sehr viele Charaktere kennen. Durch die kurzen Kapitel in denen man alle nötigen Informationen bekommt, also nicht zu wenig und nicht zu viel, führt dies nicht zur Verwirrung. Ich konnte das ganze Buch über dem Geschehen gut folgen. Und trotzdem konnte ich schnell eine Beziehung zu den einzelnen Personen aufbauen, selbst zu einem Kaninchen.

Dieses Buch ist so rasant und schnell geschrieben, dass ich es gar nicht aus der Hand legen konnte und in wirklich jeder freien Minute gelesen habe. Somit war ich in ca. 1,5 Tagen mit dem Buch durch. Es hat viele Emotionen in mir hervor gerufen und hat mich nach der Lektüre nachdenklich zurück gelassen. Kann ein Flügelschlag irgendwo auf der Welt das Leben eines anderen auf der Welt beeinflussen?

Dies ist ein wahnsinnig tolles Buch mit einem interessanten Thema. Der Schreibstil ist sehr flüssig und das Tempo macht einen Atemlos. Ich kann dieses Buch sehr empfehlen, auch Erwachsenen.