Profilbild von Jessica_BF95

Jessica_BF95

Lesejury Profi
offline

Jessica_BF95 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Jessica_BF95 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.07.2026

Eher enttäuschend

Shattered Control
0


Shattered Control von Lia Hope hatte mich von Klappentext her direkt angesprochen.

Der Anfang und die Geschichte an sich fand ich zunächst sehr spannend.
Kalia ist ein sehr starker, ausdauernder Charakter, ...


Shattered Control von Lia Hope hatte mich von Klappentext her direkt angesprochen.

Der Anfang und die Geschichte an sich fand ich zunächst sehr spannend.
Kalia ist ein sehr starker, ausdauernder Charakter, der bis zum Ende kämpft und dabei jegliche Gefühle außen vor lassen kann. Zumindest bis sie auf ihrer neuen Mission auf vier Hacker trifft, die ihr direkt den Kopf verdrehen.
Die Kapitel wechseln aus der Sicht von Kalia und den vier Männern, was ich gut fand, da man dort dann auch einen kleinen Einblick in ihre Gedankenwelt bekommen hat.

Diesen Plot fand ich an sich sehr interessant, allerdings hätte hier das Tempo am Anfang deutlich langsamer sein müssen. Es wird direkt von "Gefühlen" gesprochen obwohl Kalia erst wenige Stunden bei den Männern ist, kaum Interaktion zwischen ihnen stattfand und schon ist sie abgelenkt und gar nicht richtig bei der Sache. Das wirkte einfach extrem unglaubwürdig und unrealistisch.

Die Handlung war dann auch viel zu sehr auf den Spice beschränkt, der ziemlich plump war, da sich rein gar nichts aufbaut, es keinerlei tension oder knistern gibt.

Die Charaktere bleiben auch eher an der Oberfläche, ganz besonders die vier Kerle. Dadurch sind die nicht wirklich greifbar.
Kalias Mission rückt total in den Hintergrund und wird erst spät wieder aufgenommen. Da hat für mich der Klappentext mehr versprochen als tatsächlich passiert ist.

Was einem auch direkt auffällt ist, dass hier nicht richtig korrekturgelesen wurde, da viele Fehler enthalten sind.
An einer Stelle hat ein ganzes Wort im Satz gefehlt, dann gab es die Stelle "Wie kommen solche Pläne auf dein Laptop?", wo es "deinen" heißen müsste.
Auch der Ausdruck "Nox zieht eine Augenbraue in die Stirn" kam häufiger vor, wo ich jedes Mal beim Lesen drüber gestolpert bin. Normalerweise spricht man ja einfach von "zieht die Augenbraue hoch".
Genauso stolpert man über "Rede dir das nur weiter selber ein".
Sprachlich konnte es mich daher nicht überzeugen.

Die Geschichte endet dann mit einem Cliffhanger, was es etwas spannender gemacht hat aber insgesamt hat das Buch mich jetzt nicht so überzeugt, als dass ich unbedingt den nächsten Teil lesen müsste.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.06.2026

Wunderschöne authentische Romance

Counting Days
0

Counting Days von Steffi Kuhlmann war für mich eine wirklich positive Überraschung, die mich emotional richtig mitgerissen hat.

Das Setting: Dalia kommt 3 Jahre nach ihrem Schulabschluss und der Trennung ...

Counting Days von Steffi Kuhlmann war für mich eine wirklich positive Überraschung, die mich emotional richtig mitgerissen hat.

Das Setting: Dalia kommt 3 Jahre nach ihrem Schulabschluss und der Trennung von Alexander zurück nach Heidelberg weil ihr Zwillingsbruder bei einem Unfall lebensgefährlich verletzt ist. Dabei trifft sie unfreiwillig auf Alexander und die Vergangenheit kommt wieder hoch.

Die Kapitel wechseln aus der Perspektive von Alexander und Dalia und die Handlung spielt sich in drei Zeitebenen ab. Hauptsächlich in der Gegenwart (2026) aber auch in der Vergangenheit, wo sie sich kennen gelernt haben (2020) und kurz vor dem Schulabschluss (2023).

Die Autorin hat eine angenehme Schreibweise, die mir unglaublich gut gefallen und mich auch gefesselt hat. Steffi Kuhlmann weiß einfach unglaublich gut mit Worten umzugehen.

Spielen tut die Handlung in Heidelberg, wo Alexander aufgewachsen ist und wo Dalia mit ihrer Familie aus Hamburg herzieht. Dadurch, dass ich schon öfter in Heidelberg war, hatte ich da nochmal einen anderen Bezug zu und hatte die Orte direkt vor Augen, was es nochmal total besonders gemacht hat.

Wir haben hier zwei sehr sympathische und vor allem authentische Protagonisten mit Dalia und Alexander, die mit ihren Stärken und Schwächen einfach unfassbar nahbar und sympathisch sind. Mit fühlt die ganze Zeit mit ihnen mit und kann alle Handlungen und Entscheidungen vollkommen nachvollziehen.

Das Tempo ist genau richtig, die Spannung ist auf jeden Fall vorhanden und ich habe das Buch in einem Rutsch durchlesen müssen, weil mich die Handlung so gepackt hat. Es mangelt auch absolut nicht an großen und authentischen Emotionen. Ich hatte mehrmals Tränen in den Augen und musste aber unbedingt weiterlesen.

Der Fokus ist hier auch nicht auf dem Spice, sondern auf dem Knistern und dem langsamen wieder Annähern der beiden Protagonisten, sowie auf der eigenen Entwicklung und mentalen Gesundheit.

Insgesamt einfach ein wundervolles Romance Buch, das mich richtig überrascht und umgehauen hat. Hier verliert der Leser keine Zeit wegen unnötiger Missverständnisse sondern bekommt eine authentische Geschichte mit echten Emotionen, Höhen und Tiefen. Für mich definitiv ein Re-read.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 15.06.2026

Noch Luft nach oben

Anathema
0

Anathema von Keri Lake war für mich eine nette Dark Fantasy, die mich aber nicht so richtig abholen konnte.
Direkt am Anfang des Buches haben wir ein sehr ausführliches Glossar und man befürchtet erstmal, ...

Anathema von Keri Lake war für mich eine nette Dark Fantasy, die mich aber nicht so richtig abholen konnte.
Direkt am Anfang des Buches haben wir ein sehr ausführliches Glossar und man befürchtet erstmal, dass man ständig hin und her blättern müsste. Allerdings wird jeder Begriff wenn er zum ersten Mal auftaucht auch im Kontext erklärt, sodass man es auch besser versteht. Dennoch war es durch die schiere Menge nicht leicht zu behalten.

Die Kapitel wechseln aus der Sicht von Zevander und Maeve. Besonders ihre Kapitel fand ich leichter zu verstehen und zu folgen als Zevanders, da bei ihm mehr Worldbuilding stattfand und mehr Fremdwörter fielen.

Die Schreibweise fand ich sehr malerisch und angenehm, passend zur Kulisse.
Das Worldbuilding war sehr ausführlich, absolut keine leichte Kost, die abwechselnden Kapitel haben es einen dann aber wieder leichter gemacht zu folgen.
Ich fand es gut, dass es auch noch einige Nebencharaktere gab, die trotzdem auch viel Raum eingenommen haben.

Ich habe länger gewartet und darauf gehofft, dass mich die Geschichte so richtig packt, was leider aber nicht passiert ist.
Insgesamt zieht sich die Handlung etwas, zwar wird es zum Ende hin packender, aber das hat für mich nicht gereicht.

Die Tension zwischen Maeve und Zevander habe ich gar nicht mehr kommen sehen ehrlich gesagt aber fand es dann ganz gut umgesetzt. Ich fand die Szenen zwischen den beiden aber insgesamt zu selten.
Ich fand Maeves Charaktere auch nicht so gut umgesetzt. Wir haben ein Mädchen, das einfach ausgesetzt wurde als Baby, wie eine Außenseiterin behandelt wird und daher kein leichtes Leben führt und plötzlich steckt doch mehr in ihr und natürlich meistert sie dies mit 5 Minuten Training und ohne Probleme. Das fand ich sehr schade und nicht wirklich glaubwürdig oder realistisch.

Für mich persönlich war das Buch insgesamt etwas zu lang und das Worldbuilding in Zevanders Kapiteln war teilweise zu dicht, um so richtig folgen und verstehen zu können. Es hat mir auch die Spannung gefehlt und wirklich authentische und einzigartige Protagonisten, daher 3 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.05.2026

Hat mich nicht so überzeugt

Threadcut
0

Threadcut von Isabelle North war für mich das erste Buch der Autorin. Der Klappentext hatte mich direkt angesprochen.

Yuna hat eine Gabe und kann sehen wenn ein Mensch kurz davor ist zu sterben. Ihre ...

Threadcut von Isabelle North war für mich das erste Buch der Autorin. Der Klappentext hatte mich direkt angesprochen.

Yuna hat eine Gabe und kann sehen wenn ein Mensch kurz davor ist zu sterben. Ihre Mutter ist krank und scheint nicht mehr allzu lange zu haben. Da begegnet Yuna dem Halbgott Zenon und beide stellen fest, dass noch mehr in Yuna steckt. Er bietet ihr einen Deal an, um ihre Mutter zu retten und beide begeben sich auf dem Weg in die Unterwelt, um die Moiren, die Schicksalsgöttinnen, um einen Gefallen zu bitten.

Den Schreibstil fand ich angenehm, man konnte der Handlung gut folgen. Auch der Perspektivwechsel zwischen Yuna und Zenon war abwechslungsreich und die Briefe zwischendurch waren mal was anderes. Mir war bis zum Ende nicht klar wer Bones ist, das fand ich dann auch überraschend. Die Grundidee fand ich sehr spannend, das Tempo war mal schneller mal langsamer aber insgesamt ist einiges passiert in einem Band.

Die Tension zwischen den beiden Protagonisten entwickelte sich meiner Meinung nach aber erst spät in der Handlung und wirkte auch nicht so authentisch.
Die ständige Erwähnung von der jeweiligen Optik, wirkte auf mich teilweise geradezu plump.

Die Handlung hat sich zwischenzeitig auch etwas gezogen und so wirklich emotional packend fand ich es leider nicht.
Leider konnte ich Zenon auch nichts abgewinnen, sein Verhalten war absolut nicht vertrauenserweckend oder sympathisch. Sein Betrug war auch verheerend und trotzdem war nach gefühlt 5 Minuten wieder alles gut, das war für mich absolut nicht nachvollziehbar.
Yuna war mir direkt sympathisch und man hat total mit ihr mitgefühlt, allerdings war sie, wie auch im Buch erwähnt wurde, schon relativ naiv und zu gutmütig bzw. hat viel zu schnell verziehen.

Das Ende kam dann für mich zu abrupt und auch zu kurz, ich hatte zu dem Zeitpunkt damit gerechnet, dass es in einem zweiten Band weitergeht.

Insgesamt hat für mich die Tiefe gefehlt, direkt am Anfang hätte man auch mehr Bezug zur Mutter gebraucht, damit es emotional packender ist und nicht direkt Zenons Einstieg. Die verschiedenen Stationen auf dem Weg waren spannend aber jeweils zu kurz meiner Meinung nach. So richtig nachvollziehen konnte ich die Anziehung zwischen Yuna und Zenon auch nicht. Insgesamt 3,5 Sterne für mich.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.05.2026

Handlung mit Potential

Seamere College 1. Strange Familiars
0

Strange Familiars von Keshe Chow klang für mich vom Klappentext und der Leseprobe her schon unglaublich spannend und mal nach einer etwas anderen Fantasy-Handlung als sonst. Daher war ich schon total gespannt ...

Strange Familiars von Keshe Chow klang für mich vom Klappentext und der Leseprobe her schon unglaublich spannend und mal nach einer etwas anderen Fantasy-Handlung als sonst. Daher war ich schon total gespannt wie es weitergeht.

Die Handlung hatte auch auf jeden Fall Potential. Wir haben hier die Rivalität zwischen den besten beiden Studenten am Seamere College. Harrisford: reich, intrigant und sehr von sich selbst überzeugt und Gwendolynne: Stipendiatin, kommt gerade so über die Runden, sehr zielstrebig und eher für sich.

Ich fand beide auf ihre Art auch sympathisch, aber im Verlauf der Geschichte hat das ständige hin und her zwischen den beiden eher gestört.

Den Schreibstil fand ich sehr angenehm, man konnte der Handlung gut folgen.
Allerdings hat es mir an Tiefe und Emotionen gefehlt. Das Magiesystem beispielweise war eher an der Oberfläche, es wurde wenig erklärt.
Die Rivalität wurde auch zu schnell fallen gelassen, bzw. flammte zwischendurch kurz wieder auf. Die ständigen Missverständnisse zwischen den beiden und die fehlende Kommunikation empfand ich auch einfach nur unnötig dramatisch und kompliziert.
Für mich war da auch keinerlei Tension zwischen den beiden Protagonisten, man hat es ihnen nicht abgenommen.

Das Ende kam für mich zu schnell und abrupt und wirkte von der Handlung auch unrealistisch. Das erste Buch der Reihe konnte mich daher insgesamt leider nicht überzeugen und den zweiten Teil werde ich vermutlich nicht lesen.
Die Geschichte hat zwar Potential, allerdings blieb das auf der Strecke, denn der Fokus war hier eher auf dem Romance-als auf dem Fantasy-Anteil. Für mich daher nur 3,5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere