Eher enttäuschend
Shattered Control
Shattered Control von Lia Hope hatte mich von Klappentext her direkt angesprochen.
Der Anfang und die Geschichte an sich fand ich zunächst sehr spannend.
Kalia ist ein sehr starker, ausdauernder Charakter, ...
Shattered Control von Lia Hope hatte mich von Klappentext her direkt angesprochen.
Der Anfang und die Geschichte an sich fand ich zunächst sehr spannend.
Kalia ist ein sehr starker, ausdauernder Charakter, der bis zum Ende kämpft und dabei jegliche Gefühle außen vor lassen kann. Zumindest bis sie auf ihrer neuen Mission auf vier Hacker trifft, die ihr direkt den Kopf verdrehen.
Die Kapitel wechseln aus der Sicht von Kalia und den vier Männern, was ich gut fand, da man dort dann auch einen kleinen Einblick in ihre Gedankenwelt bekommen hat.
Diesen Plot fand ich an sich sehr interessant, allerdings hätte hier das Tempo am Anfang deutlich langsamer sein müssen. Es wird direkt von "Gefühlen" gesprochen obwohl Kalia erst wenige Stunden bei den Männern ist, kaum Interaktion zwischen ihnen stattfand und schon ist sie abgelenkt und gar nicht richtig bei der Sache. Das wirkte einfach extrem unglaubwürdig und unrealistisch.
Die Handlung war dann auch viel zu sehr auf den Spice beschränkt, der ziemlich plump war, da sich rein gar nichts aufbaut, es keinerlei tension oder knistern gibt.
Die Charaktere bleiben auch eher an der Oberfläche, ganz besonders die vier Kerle. Dadurch sind die nicht wirklich greifbar.
Kalias Mission rückt total in den Hintergrund und wird erst spät wieder aufgenommen. Da hat für mich der Klappentext mehr versprochen als tatsächlich passiert ist.
Was einem auch direkt auffällt ist, dass hier nicht richtig korrekturgelesen wurde, da viele Fehler enthalten sind.
An einer Stelle hat ein ganzes Wort im Satz gefehlt, dann gab es die Stelle "Wie kommen solche Pläne auf dein Laptop?", wo es "deinen" heißen müsste.
Auch der Ausdruck "Nox zieht eine Augenbraue in die Stirn" kam häufiger vor, wo ich jedes Mal beim Lesen drüber gestolpert bin. Normalerweise spricht man ja einfach von "zieht die Augenbraue hoch".
Genauso stolpert man über "Rede dir das nur weiter selber ein".
Sprachlich konnte es mich daher nicht überzeugen.
Die Geschichte endet dann mit einem Cliffhanger, was es etwas spannender gemacht hat aber insgesamt hat das Buch mich jetzt nicht so überzeugt, als dass ich unbedingt den nächsten Teil lesen müsste.