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Veröffentlicht am 05.07.2025

Simon Beckett: Die Verlorenen

Die Verlorenen
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Die Verlorenen von Simon Beckett hat mich auf eine Achterbahnfahrt mitgenommen – nur war die Strecke manchmal etwas holprig. Jonah Colley, ein Polizist mit einer echt tragischen Vergangenheit, wird in ...

Die Verlorenen von Simon Beckett hat mich auf eine Achterbahnfahrt mitgenommen – nur war die Strecke manchmal etwas holprig. Jonah Colley, ein Polizist mit einer echt tragischen Vergangenheit, wird in ein Lagerhaus gelockt, findet dort mehrere Leichen und wird prompt in einen Albtraum hineingezogen. Klingt schon mal nach Spannung pur, oder? Und ja, die ersten Seiten ziehen einen sofort in den Bann. Man will unbedingt wissen, was da los ist, wer hinter all dem steckt, und warum Jonah überhaupt mitten in diesem Schlamassel landet.

Der Schreibstil von Beckett ist wie immer super flüssig, man kommt gut durch und die Seiten fliegen nur so dahin. Die düstere Stimmung passt perfekt, und es gibt definitiv einige Momente, in denen man die Luft anhält. Jonah selbst ist ein komplexer Charakter, gezeichnet von der Vergangenheit, die ihn immer wieder einholt. Seine Zerrissenheit und die Trauer um seinen Sohn machen ihn sehr menschlich – das hat mir gefallen.

Aber – und hier kommt das große Aber – die Geschichte hat einige Schwächen, die mich nicht ganz losgelassen haben. Manche Wendungen fühlten sich an, als wären sie mit der Brechstange eingefügt worden, nur um die Spannung hochzuhalten. Und Jonah? Ich mag ihn, wirklich, aber manchmal dachte ich mir: „Komm schon, warum machst du das jetzt?“ Seine Entscheidungen waren nicht immer nachvollziehbar, und in brenzligen Situationen hat er sich nicht gerade wie ein gestandener Polizist einer Spezialeinheit verhalten.

Auch bei den Nebenfiguren war bei mir irgendwie der Funke nicht da. Sie blieben oft farblos, und ich konnte keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen. Was die Handlung betrifft: klar, sie ist spannend, aber manchmal auch ein bisschen zu sehr „over the top“. Ein paar Szenen wirkten, als hätte Beckett sie aus einem Actionfilm entliehen, was nicht unbedingt schlecht ist, aber eben auch nicht ganz so glaubwürdig.

Das Ende? Oh ja, das ist so ein typischer Cliffhanger, der einem sagen will: „Du willst doch wissen, wie es weitergeht, oder?“ Das hat mich ein bisschen unbefriedigt zurückgelassen, weil ich gerne mehr Abschluss gehabt hätte.

Alles in allem ist Die Verlorenen ein solider Thriller mit reichlich Spannung und düsterer Atmosphäre. Perfekt für einen Abend, an dem man den Kopf ausschalten und sich einfach unterhalten lassen möchte. Aber es fehlt ein bisschen an Tiefe und Raffinesse, um wirklich lange im Gedächtnis zu bleiben. Werde ich den nächsten Band lesen? Vielleicht – wenn ich Lust auf eine weitere Runde mit Jonah und seinen Problemen habe.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Simon Beckett: Die Verlorenen

Die Verlorenen
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Die Verlorenen von Simon Beckett hat mich auf eine Achterbahnfahrt mitgenommen – nur war die Strecke manchmal etwas holprig. Jonah Colley, ein Polizist mit einer echt tragischen Vergangenheit, wird in ...

Die Verlorenen von Simon Beckett hat mich auf eine Achterbahnfahrt mitgenommen – nur war die Strecke manchmal etwas holprig. Jonah Colley, ein Polizist mit einer echt tragischen Vergangenheit, wird in ein Lagerhaus gelockt, findet dort mehrere Leichen und wird prompt in einen Albtraum hineingezogen. Klingt schon mal nach Spannung pur, oder? Und ja, die ersten Seiten ziehen einen sofort in den Bann. Man will unbedingt wissen, was da los ist, wer hinter all dem steckt, und warum Jonah überhaupt mitten in diesem Schlamassel landet.

Der Schreibstil von Beckett ist wie immer super flüssig, man kommt gut durch und die Seiten fliegen nur so dahin. Die düstere Stimmung passt perfekt, und es gibt definitiv einige Momente, in denen man die Luft anhält. Jonah selbst ist ein komplexer Charakter, gezeichnet von der Vergangenheit, die ihn immer wieder einholt. Seine Zerrissenheit und die Trauer um seinen Sohn machen ihn sehr menschlich – das hat mir gefallen.

Aber – und hier kommt das große Aber – die Geschichte hat einige Schwächen, die mich nicht ganz losgelassen haben. Manche Wendungen fühlten sich an, als wären sie mit der Brechstange eingefügt worden, nur um die Spannung hochzuhalten. Und Jonah? Ich mag ihn, wirklich, aber manchmal dachte ich mir: „Komm schon, warum machst du das jetzt?“ Seine Entscheidungen waren nicht immer nachvollziehbar, und in brenzligen Situationen hat er sich nicht gerade wie ein gestandener Polizist einer Spezialeinheit verhalten.

Auch bei den Nebenfiguren war bei mir irgendwie der Funke nicht da. Sie blieben oft farblos, und ich konnte keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen. Was die Handlung betrifft: klar, sie ist spannend, aber manchmal auch ein bisschen zu sehr „over the top“. Ein paar Szenen wirkten, als hätte Beckett sie aus einem Actionfilm entliehen, was nicht unbedingt schlecht ist, aber eben auch nicht ganz so glaubwürdig.

Das Ende? Oh ja, das ist so ein typischer Cliffhanger, der einem sagen will: „Du willst doch wissen, wie es weitergeht, oder?“ Das hat mich ein bisschen unbefriedigt zurückgelassen, weil ich gerne mehr Abschluss gehabt hätte.

Alles in allem ist Die Verlorenen ein solider Thriller mit reichlich Spannung und düsterer Atmosphäre. Perfekt für einen Abend, an dem man den Kopf ausschalten und sich einfach unterhalten lassen möchte. Aber es fehlt ein bisschen an Tiefe und Raffinesse, um wirklich lange im Gedächtnis zu bleiben. Werde ich den nächsten Band lesen? Vielleicht – wenn ich Lust auf eine weitere Runde mit Jonah und seinen Problemen habe.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Sophie Kinsella: Die Familienfeier

Die Familienfeier
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Die Familienfeier von Sophie Kinsella ist ein herzerwärmender Roman, der die Leser:innen mit Humor, Charme und einem Hauch Nostalgie begeistert. Die Geschichte folgt Effie, die nach der Trennung ihrer ...

Die Familienfeier von Sophie Kinsella ist ein herzerwärmender Roman, der die Leser:innen mit Humor, Charme und einem Hauch Nostalgie begeistert. Die Geschichte folgt Effie, die nach der Trennung ihrer Eltern und dem Verkauf des geliebten Familienanwesens Greenoaks versucht, Erinnerungsstücke an ihre Kindheit zu retten. Dabei schleicht sie sich heimlich auf die Abschiedsfeier, die von ihrem Vater und dessen neuer Freundin Krista organisiert wird. Während sie unbemerkt durch das Haus huscht, stolpert Effie nicht nur über ihre eigene Vergangenheit, sondern auch über die komplizierten Beziehungen innerhalb ihrer Familie und ihre Jugendliebe Joe.

Kinsella gelingt es erneut, eine Protagonistin zu schaffen, die durch ihre liebenswerte Tollpatschigkeit und ihre emotionalen Konflikte nahbar wirkt. Effies schrullige, manchmal überdrehte Aktionen, wie das Verstecken in Schränken oder das Belauschen von Gesprächen, sorgen für zahlreiche Lacher und Momente voller Situationskomik. Gleichzeitig zeigt die Geschichte eine ernstere Seite, wenn es um das Thema Familientrennung und den Verlust vertrauter Orte geht. Die Dynamik zwischen Effie und ihren Geschwistern, aber auch ihre sich verändernde Perspektive auf ihren Vater und Krista, verleihen der Handlung Tiefe und laden dazu ein, über Missverständnisse und zweite Chancen nachzudenken.

Die Nebencharaktere, allen voran Effies Geschwister Gus und Bean, sowie Joe, der als unterstützende und charmante Figur fungiert, bereichern die Handlung. Besonders eindrücklich sind die Rückblicke in Effies Kindheit, die die emotionale Bindung zum Familienhaus und die komplizierte Beziehung zu ihrem Vater untermalen. Auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Effie und Joe nicht im Vordergrund steht, fügt sie der Geschichte eine angenehme romantische Note hinzu.

Trotz der vielen gelungenen Elemente hat der Roman einige Schwächen. Effies ständiges Versteckspiel wirkt manchmal überzogen und wenig glaubwürdig, was dazu führt, dass sie in diesen Momenten eher wie eine Karikatur als eine echte Person wirkt. Die Handlung ist insgesamt vorhersehbar, und einige Szenen ziehen sich, was der ansonsten humorvollen und lebendigen Erzählung etwas an Tempo nimmt. Dennoch bleibt Kinsellas Schreibstil leicht und unterhaltsam, was es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Familienfeier ist ein turbulenter, humorvoller Roman, der auf liebevolle Weise von den Herausforderungen und den Schönheiten des Familienlebens erzählt. Mit einer charmanten Protagonistin, skurrilen Situationen und einem Hauch Tiefgang ist das Buch eine wunderbare Lektüre, um abzuschalten und sich bestens unterhalten zu fühlen. Die Mischung aus Humor, Gefühlen und der Botschaft, dass jede Familie ihre zweite Chance verdient, macht das Buch zu einem empfehlenswerten Lesegenuss, auch wenn es nicht zu den stärksten Werken der Autorin gehört.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Sophie Kinsella: Die Familienfeier

Die Familienfeier
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Die Familienfeier von Sophie Kinsella ist ein herzerwärmender Roman, der die Leser:innen mit Humor, Charme und einem Hauch Nostalgie begeistert. Die Geschichte folgt Effie, die nach der Trennung ihrer ...

Die Familienfeier von Sophie Kinsella ist ein herzerwärmender Roman, der die Leser:innen mit Humor, Charme und einem Hauch Nostalgie begeistert. Die Geschichte folgt Effie, die nach der Trennung ihrer Eltern und dem Verkauf des geliebten Familienanwesens Greenoaks versucht, Erinnerungsstücke an ihre Kindheit zu retten. Dabei schleicht sie sich heimlich auf die Abschiedsfeier, die von ihrem Vater und dessen neuer Freundin Krista organisiert wird. Während sie unbemerkt durch das Haus huscht, stolpert Effie nicht nur über ihre eigene Vergangenheit, sondern auch über die komplizierten Beziehungen innerhalb ihrer Familie und ihre Jugendliebe Joe.

Kinsella gelingt es erneut, eine Protagonistin zu schaffen, die durch ihre liebenswerte Tollpatschigkeit und ihre emotionalen Konflikte nahbar wirkt. Effies schrullige, manchmal überdrehte Aktionen, wie das Verstecken in Schränken oder das Belauschen von Gesprächen, sorgen für zahlreiche Lacher und Momente voller Situationskomik. Gleichzeitig zeigt die Geschichte eine ernstere Seite, wenn es um das Thema Familientrennung und den Verlust vertrauter Orte geht. Die Dynamik zwischen Effie und ihren Geschwistern, aber auch ihre sich verändernde Perspektive auf ihren Vater und Krista, verleihen der Handlung Tiefe und laden dazu ein, über Missverständnisse und zweite Chancen nachzudenken.

Die Nebencharaktere, allen voran Effies Geschwister Gus und Bean, sowie Joe, der als unterstützende und charmante Figur fungiert, bereichern die Handlung. Besonders eindrücklich sind die Rückblicke in Effies Kindheit, die die emotionale Bindung zum Familienhaus und die komplizierte Beziehung zu ihrem Vater untermalen. Auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Effie und Joe nicht im Vordergrund steht, fügt sie der Geschichte eine angenehme romantische Note hinzu.

Trotz der vielen gelungenen Elemente hat der Roman einige Schwächen. Effies ständiges Versteckspiel wirkt manchmal überzogen und wenig glaubwürdig, was dazu führt, dass sie in diesen Momenten eher wie eine Karikatur als eine echte Person wirkt. Die Handlung ist insgesamt vorhersehbar, und einige Szenen ziehen sich, was der ansonsten humorvollen und lebendigen Erzählung etwas an Tempo nimmt. Dennoch bleibt Kinsellas Schreibstil leicht und unterhaltsam, was es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Familienfeier ist ein turbulenter, humorvoller Roman, der auf liebevolle Weise von den Herausforderungen und den Schönheiten des Familienlebens erzählt. Mit einer charmanten Protagonistin, skurrilen Situationen und einem Hauch Tiefgang ist das Buch eine wunderbare Lektüre, um abzuschalten und sich bestens unterhalten zu fühlen. Die Mischung aus Humor, Gefühlen und der Botschaft, dass jede Familie ihre zweite Chance verdient, macht das Buch zu einem empfehlenswerten Lesegenuss, auch wenn es nicht zu den stärksten Werken der Autorin gehört.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Sophie Kinsella: Die Familienfeier

Die Familienfeier
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Die Familienfeier von Sophie Kinsella ist ein herzerwärmender Roman, der die Leser:innen mit Humor, Charme und einem Hauch Nostalgie begeistert. Die Geschichte folgt Effie, die nach der Trennung ihrer ...

Die Familienfeier von Sophie Kinsella ist ein herzerwärmender Roman, der die Leser:innen mit Humor, Charme und einem Hauch Nostalgie begeistert. Die Geschichte folgt Effie, die nach der Trennung ihrer Eltern und dem Verkauf des geliebten Familienanwesens Greenoaks versucht, Erinnerungsstücke an ihre Kindheit zu retten. Dabei schleicht sie sich heimlich auf die Abschiedsfeier, die von ihrem Vater und dessen neuer Freundin Krista organisiert wird. Während sie unbemerkt durch das Haus huscht, stolpert Effie nicht nur über ihre eigene Vergangenheit, sondern auch über die komplizierten Beziehungen innerhalb ihrer Familie und ihre Jugendliebe Joe.

Kinsella gelingt es erneut, eine Protagonistin zu schaffen, die durch ihre liebenswerte Tollpatschigkeit und ihre emotionalen Konflikte nahbar wirkt. Effies schrullige, manchmal überdrehte Aktionen, wie das Verstecken in Schränken oder das Belauschen von Gesprächen, sorgen für zahlreiche Lacher und Momente voller Situationskomik. Gleichzeitig zeigt die Geschichte eine ernstere Seite, wenn es um das Thema Familientrennung und den Verlust vertrauter Orte geht. Die Dynamik zwischen Effie und ihren Geschwistern, aber auch ihre sich verändernde Perspektive auf ihren Vater und Krista, verleihen der Handlung Tiefe und laden dazu ein, über Missverständnisse und zweite Chancen nachzudenken.

Die Nebencharaktere, allen voran Effies Geschwister Gus und Bean, sowie Joe, der als unterstützende und charmante Figur fungiert, bereichern die Handlung. Besonders eindrücklich sind die Rückblicke in Effies Kindheit, die die emotionale Bindung zum Familienhaus und die komplizierte Beziehung zu ihrem Vater untermalen. Auch wenn die Liebesgeschichte zwischen Effie und Joe nicht im Vordergrund steht, fügt sie der Geschichte eine angenehme romantische Note hinzu.

Trotz der vielen gelungenen Elemente hat der Roman einige Schwächen. Effies ständiges Versteckspiel wirkt manchmal überzogen und wenig glaubwürdig, was dazu führt, dass sie in diesen Momenten eher wie eine Karikatur als eine echte Person wirkt. Die Handlung ist insgesamt vorhersehbar, und einige Szenen ziehen sich, was der ansonsten humorvollen und lebendigen Erzählung etwas an Tempo nimmt. Dennoch bleibt Kinsellas Schreibstil leicht und unterhaltsam, was es schwer macht, das Buch aus der Hand zu legen.

Die Familienfeier ist ein turbulenter, humorvoller Roman, der auf liebevolle Weise von den Herausforderungen und den Schönheiten des Familienlebens erzählt. Mit einer charmanten Protagonistin, skurrilen Situationen und einem Hauch Tiefgang ist das Buch eine wunderbare Lektüre, um abzuschalten und sich bestens unterhalten zu fühlen. Die Mischung aus Humor, Gefühlen und der Botschaft, dass jede Familie ihre zweite Chance verdient, macht das Buch zu einem empfehlenswerten Lesegenuss, auch wenn es nicht zu den stärksten Werken der Autorin gehört.