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Veröffentlicht am 05.07.2025

S. K. Tremayne: Stiefkind

Stiefkind
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„Stiefkind“ von S. K. Tremayne ist ein Psychothriller, der vor allem durch seine düstere Atmosphäre und das geheimnisvolle Setting überzeugt. Rachel, die Hauptfigur, glaubt endlich ihr Glück gefunden zu ...

„Stiefkind“ von S. K. Tremayne ist ein Psychothriller, der vor allem durch seine düstere Atmosphäre und das geheimnisvolle Setting überzeugt. Rachel, die Hauptfigur, glaubt endlich ihr Glück gefunden zu haben: Nach einer Blitzhochzeit mit dem wohlhabenden Anwalt David zieht sie in dessen imposantes Herrenhaus an den Klippen Cornwalls. Dort soll sie nicht nur ihr neues Leben beginnen, sondern sich auch um Davids Sohn Jamie kümmern, der seit dem mysteriösen Tod seiner Mutter in einer alten Mine verstört wirkt. Doch bald beginnt Jamie, unheimliche Dinge zu sagen – unter anderem, dass Rachel an Weihnachten sterben werde. Und das ist kein Scherz.

Die Geschichte spielt mit klassischen Gothic-Elementen: das abgelegene Anwesen, die stürmische Landschaft, dunkle Familiengeheimnisse und ein Kind, das zwischen Realität und Wahnsinn schwankt. Tremayne versteht es, eine beklemmende Stimmung zu erzeugen, die sich langsam, aber stetig verdichtet. Das Haus wirkt wie ein eigener Charakter – voll von Schatten, Erinnerungen und einer Vergangenheit, die sich nicht begraben lässt.

Leider schwächelt der Roman an anderer Stelle. Die Figuren bleiben streckenweise blass oder unnahbar. Rachel ist oft schwer zu greifen und handelt manchmal wenig nachvollziehbar, David bleibt emotional distanziert, und obwohl Jamie der interessanteste Charakter ist, wirkt auch er stellenweise fast schon übernatürlich konstruiert. Die Handlung selbst plätschert lange vor sich hin, bis sie sich endlich zuspitzt – und endet dann in einem Finale, das zwar überraschend, aber auch sehr konstruiert wirkt.

Trotz dieser Schwächen hatte ich insgesamt spannende Lesestunden. Wer düstere Settings und psychologischen Nervenkitzel mag, wird mit „Stiefkind“ gut unterhalten – solange man nicht zu viel Realismus oder eine logisch durchdachte Auflösung erwartet. Ein atmosphärischer Roman mit Gänsehautpotenzial, aber kein Thriller-Highlight.

Veröffentlicht am 05.07.2025

S. K. Tremayne: Stiefkind

Stiefkind
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„Stiefkind“ von S. K. Tremayne ist ein Psychothriller, der vor allem durch seine düstere Atmosphäre und das geheimnisvolle Setting überzeugt. Rachel, die Hauptfigur, glaubt endlich ihr Glück gefunden zu ...

„Stiefkind“ von S. K. Tremayne ist ein Psychothriller, der vor allem durch seine düstere Atmosphäre und das geheimnisvolle Setting überzeugt. Rachel, die Hauptfigur, glaubt endlich ihr Glück gefunden zu haben: Nach einer Blitzhochzeit mit dem wohlhabenden Anwalt David zieht sie in dessen imposantes Herrenhaus an den Klippen Cornwalls. Dort soll sie nicht nur ihr neues Leben beginnen, sondern sich auch um Davids Sohn Jamie kümmern, der seit dem mysteriösen Tod seiner Mutter in einer alten Mine verstört wirkt. Doch bald beginnt Jamie, unheimliche Dinge zu sagen – unter anderem, dass Rachel an Weihnachten sterben werde. Und das ist kein Scherz.

Die Geschichte spielt mit klassischen Gothic-Elementen: das abgelegene Anwesen, die stürmische Landschaft, dunkle Familiengeheimnisse und ein Kind, das zwischen Realität und Wahnsinn schwankt. Tremayne versteht es, eine beklemmende Stimmung zu erzeugen, die sich langsam, aber stetig verdichtet. Das Haus wirkt wie ein eigener Charakter – voll von Schatten, Erinnerungen und einer Vergangenheit, die sich nicht begraben lässt.

Leider schwächelt der Roman an anderer Stelle. Die Figuren bleiben streckenweise blass oder unnahbar. Rachel ist oft schwer zu greifen und handelt manchmal wenig nachvollziehbar, David bleibt emotional distanziert, und obwohl Jamie der interessanteste Charakter ist, wirkt auch er stellenweise fast schon übernatürlich konstruiert. Die Handlung selbst plätschert lange vor sich hin, bis sie sich endlich zuspitzt – und endet dann in einem Finale, das zwar überraschend, aber auch sehr konstruiert wirkt.

Trotz dieser Schwächen hatte ich insgesamt spannende Lesestunden. Wer düstere Settings und psychologischen Nervenkitzel mag, wird mit „Stiefkind“ gut unterhalten – solange man nicht zu viel Realismus oder eine logisch durchdachte Auflösung erwartet. Ein atmosphärischer Roman mit Gänsehautpotenzial, aber kein Thriller-Highlight.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Stephen King: Kein Zurück

Kein Zurück
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„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ...

„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ist. Scharfsinnig, ein bisschen schrullig, sozial manchmal überfordert, aber mit dem Herz am rechten Fleck – und genau das macht sie für mich so sympathisch.

In ihrem neuesten Fall wird Holly von der Polizei zu Rate gezogen, nachdem ein anonymer Hinweis auf eine geplante Mordserie eingeht. Kurz darauf gibt’s tatsächlich das erste Opfer – in der Hand ein Zettel mit dem Namen einer Geschworenen, die damals an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war. Der Clou: Der Täter bringt nicht die Geschworenen selbst um, sondern irgendwelche „Ersatzopfer“. Ziemlich verdrehte Racheaktion, oder?

Parallel dazu übernimmt Holly auch noch einen ziemlich heiklen Auftrag als Bodyguard – nicht gerade ihr Spezialgebiet, aber na ja, sie wächst ja bekanntlich gern mal über sich hinaus. Die Frau, die sie beschützen soll, hat mächtige Feinde, und die Spannung zieht an, weil sich alles immer mehr miteinander verwebt.

Was ich an dem Buch mochte: King schafft es mal wieder, tief in die Psyche seiner Figuren einzutauchen. Holly entwickelt sich weiter, bekommt neue Facetten, und man merkt, wie sehr King sie ins Herz geschlossen hat – ich übrigens auch. Auch das Politische kommt in „Kein Zurück“ nicht zu kurz: Themen wie Frauenhass, religiöser Fanatismus und toxische Ideologien ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Und ja, das ist stellenweise sehr direkt – aber ich finde, es passt in die Zeit und verleiht dem Ganzen ordentlich Gewicht.

Allerdings muss ich sagen: Der Roman hat auch seine Längen. Gerade zum Ende hin zieht’s sich stellenweise ein bisschen, und manchmal wäre weniger mehr gewesen. King liebt es ja, auszuholen und Nebenstränge zu erkunden – das ist Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir hier und da ein bisschen mehr Drive gewünscht.

Unterm Strich war „Kein Zurück“ für mich trotzdem ein gelungener Mix aus Spannung, Gesellschaftskritik und Charakterentwicklung. Kein Horror-Schocker, sondern eher ein düsterer, kluger Thriller mit Nachhall. Wer Holly kennt und mag, wird definitiv auf seine Kosten kommen. Und wer sie noch nicht kennt – spätestens jetzt wird’s Zeit!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Stephen King: Kein Zurück

Kein Zurück
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„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ...

„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ist. Scharfsinnig, ein bisschen schrullig, sozial manchmal überfordert, aber mit dem Herz am rechten Fleck – und genau das macht sie für mich so sympathisch.

In ihrem neuesten Fall wird Holly von der Polizei zu Rate gezogen, nachdem ein anonymer Hinweis auf eine geplante Mordserie eingeht. Kurz darauf gibt’s tatsächlich das erste Opfer – in der Hand ein Zettel mit dem Namen einer Geschworenen, die damals an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war. Der Clou: Der Täter bringt nicht die Geschworenen selbst um, sondern irgendwelche „Ersatzopfer“. Ziemlich verdrehte Racheaktion, oder?

Parallel dazu übernimmt Holly auch noch einen ziemlich heiklen Auftrag als Bodyguard – nicht gerade ihr Spezialgebiet, aber na ja, sie wächst ja bekanntlich gern mal über sich hinaus. Die Frau, die sie beschützen soll, hat mächtige Feinde, und die Spannung zieht an, weil sich alles immer mehr miteinander verwebt.

Was ich an dem Buch mochte: King schafft es mal wieder, tief in die Psyche seiner Figuren einzutauchen. Holly entwickelt sich weiter, bekommt neue Facetten, und man merkt, wie sehr King sie ins Herz geschlossen hat – ich übrigens auch. Auch das Politische kommt in „Kein Zurück“ nicht zu kurz: Themen wie Frauenhass, religiöser Fanatismus und toxische Ideologien ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Und ja, das ist stellenweise sehr direkt – aber ich finde, es passt in die Zeit und verleiht dem Ganzen ordentlich Gewicht.

Allerdings muss ich sagen: Der Roman hat auch seine Längen. Gerade zum Ende hin zieht’s sich stellenweise ein bisschen, und manchmal wäre weniger mehr gewesen. King liebt es ja, auszuholen und Nebenstränge zu erkunden – das ist Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir hier und da ein bisschen mehr Drive gewünscht.

Unterm Strich war „Kein Zurück“ für mich trotzdem ein gelungener Mix aus Spannung, Gesellschaftskritik und Charakterentwicklung. Kein Horror-Schocker, sondern eher ein düsterer, kluger Thriller mit Nachhall. Wer Holly kennt und mag, wird definitiv auf seine Kosten kommen. Und wer sie noch nicht kennt – spätestens jetzt wird’s Zeit!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Stephen King: Kein Zurück

Kein Zurück
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„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ...

„Kein Zurück“ ist ein weiterer Ausflug in die Welt von Holly Gibney – und was soll ich sagen? Ich war sofort wieder mittendrin. Wer Holly kennt, weiß ja, dass sie alles andere als eine 08/15-Ermittlerin ist. Scharfsinnig, ein bisschen schrullig, sozial manchmal überfordert, aber mit dem Herz am rechten Fleck – und genau das macht sie für mich so sympathisch.

In ihrem neuesten Fall wird Holly von der Polizei zu Rate gezogen, nachdem ein anonymer Hinweis auf eine geplante Mordserie eingeht. Kurz darauf gibt’s tatsächlich das erste Opfer – in der Hand ein Zettel mit dem Namen einer Geschworenen, die damals an der Verurteilung eines Unschuldigen beteiligt war. Der Clou: Der Täter bringt nicht die Geschworenen selbst um, sondern irgendwelche „Ersatzopfer“. Ziemlich verdrehte Racheaktion, oder?

Parallel dazu übernimmt Holly auch noch einen ziemlich heiklen Auftrag als Bodyguard – nicht gerade ihr Spezialgebiet, aber na ja, sie wächst ja bekanntlich gern mal über sich hinaus. Die Frau, die sie beschützen soll, hat mächtige Feinde, und die Spannung zieht an, weil sich alles immer mehr miteinander verwebt.

Was ich an dem Buch mochte: King schafft es mal wieder, tief in die Psyche seiner Figuren einzutauchen. Holly entwickelt sich weiter, bekommt neue Facetten, und man merkt, wie sehr King sie ins Herz geschlossen hat – ich übrigens auch. Auch das Politische kommt in „Kein Zurück“ nicht zu kurz: Themen wie Frauenhass, religiöser Fanatismus und toxische Ideologien ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte. Und ja, das ist stellenweise sehr direkt – aber ich finde, es passt in die Zeit und verleiht dem Ganzen ordentlich Gewicht.

Allerdings muss ich sagen: Der Roman hat auch seine Längen. Gerade zum Ende hin zieht’s sich stellenweise ein bisschen, und manchmal wäre weniger mehr gewesen. King liebt es ja, auszuholen und Nebenstränge zu erkunden – das ist Geschmackssache. Ich persönlich hätte mir hier und da ein bisschen mehr Drive gewünscht.

Unterm Strich war „Kein Zurück“ für mich trotzdem ein gelungener Mix aus Spannung, Gesellschaftskritik und Charakterentwicklung. Kein Horror-Schocker, sondern eher ein düsterer, kluger Thriller mit Nachhall. Wer Holly kennt und mag, wird definitiv auf seine Kosten kommen. Und wer sie noch nicht kennt – spätestens jetzt wird’s Zeit!