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Veröffentlicht am 05.07.2025

Renate Bergmann: Ich habe gar keine Enkel

Ich habe gar keine Enkel
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Hach, Renate Bergmann, du alte Scherzkeksin! Dieses Buch hat mich mal wieder mitten ins Herz getroffen – natürlich vor allem das Lachzentrum. Wenn du also denkst, dass Kriminalfälle nur in düsteren Thrillern ...

Hach, Renate Bergmann, du alte Scherzkeksin! Dieses Buch hat mich mal wieder mitten ins Herz getroffen – natürlich vor allem das Lachzentrum. Wenn du also denkst, dass Kriminalfälle nur in düsteren Thrillern oder staubigen Agatha-Christie-Büchern vorkommen, dann hat Renate Bergmann eine Überraschung für dich: Hier kommt CSI Spandau, komplett mit Kittelschürze und Multikocher.

Renate wird zum Opfer eines vermeintlichen Enkeltrickbetrügers – oder besser gesagt, sie wäre es geworden, hätte die Gute nicht blitzschnell reagiert. „Enkel? Hab ick nich!“ – Bäm, der erste Schlag gegen die Betrüger sitzt. Aber Renate wäre nicht Renate, wenn sie die Sache auf sich beruhen lassen würde. Zusammen mit ihrer üblichen Crew – der flirtwütigen Gertrud, der skeptischen Ilse und dem pragmatischen Kurt – legt sie den Gaunern eine so trickreiche Falle, dass selbst Sherlock Holmes neidisch wäre.

Was das Buch so genial macht, ist Renates einzigartige Art, Alltägliches in Weltliteratur zu verwandeln. Wer außer ihr könnte von Enkeltrickbetrügern zu einer Geschichte über Thermomix-Smoothies und den veganen Lebensstil ihrer Tochter Kirsten abschweifen, ohne dass es langweilig wird? („Ein bisschen Hack im Smoothie hat noch niemandem geschadet!“) Und immer dabei: ihr unvergleichlicher, trockener Humor, bei dem ich mehr als einmal laut loslachen musste.

Die Geschichte zeigt aber auch einen ernsten Kern: Wie leicht ältere Menschen Opfer von Betrügern werden können. Doch anstatt dich mit mahnenden Worten zu belehren, zeigt dir Renate mit einer guten Portion Witz und einem Augenzwinkern, wie man sich wehren kann – und dass es nie schadet, eine Portion Berliner Schnauze in der Hinterhand zu haben.

Warum volle fünf Sterne? Weil dieses Buch einfach eine perfekte Mischung aus Humor, Spannung und einer Prise Gesellschaftskritik ist. Und weil ich Renate Bergmann einfach nicht widerstehen kann. Sie könnte vermutlich auch das Telefonbuch vorlesen, und ich würde Tränen lachen. Wer also Lust auf ein herzhaftes Lesevergnügen hat, bei dem neben den Lachmuskeln auch der Verstand ein bisschen angeregt wird, sollte sich Ich habe gar keine Enkel schnappen. Glaub mir, du wirst es nicht bereuen!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Renate Bergmann: Ich habe gar keine Enkel

Ich habe gar keine Enkel. Die Online-Omi räumt auf
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Hach, Renate Bergmann, du alte Scherzkeksin! Dieses Buch hat mich mal wieder mitten ins Herz getroffen – natürlich vor allem das Lachzentrum. Wenn du also denkst, dass Kriminalfälle nur in düsteren Thrillern ...

Hach, Renate Bergmann, du alte Scherzkeksin! Dieses Buch hat mich mal wieder mitten ins Herz getroffen – natürlich vor allem das Lachzentrum. Wenn du also denkst, dass Kriminalfälle nur in düsteren Thrillern oder staubigen Agatha-Christie-Büchern vorkommen, dann hat Renate Bergmann eine Überraschung für dich: Hier kommt CSI Spandau, komplett mit Kittelschürze und Multikocher.

Renate wird zum Opfer eines vermeintlichen Enkeltrickbetrügers – oder besser gesagt, sie wäre es geworden, hätte die Gute nicht blitzschnell reagiert. „Enkel? Hab ick nich!“ – Bäm, der erste Schlag gegen die Betrüger sitzt. Aber Renate wäre nicht Renate, wenn sie die Sache auf sich beruhen lassen würde. Zusammen mit ihrer üblichen Crew – der flirtwütigen Gertrud, der skeptischen Ilse und dem pragmatischen Kurt – legt sie den Gaunern eine so trickreiche Falle, dass selbst Sherlock Holmes neidisch wäre.

Was das Buch so genial macht, ist Renates einzigartige Art, Alltägliches in Weltliteratur zu verwandeln. Wer außer ihr könnte von Enkeltrickbetrügern zu einer Geschichte über Thermomix-Smoothies und den veganen Lebensstil ihrer Tochter Kirsten abschweifen, ohne dass es langweilig wird? („Ein bisschen Hack im Smoothie hat noch niemandem geschadet!“) Und immer dabei: ihr unvergleichlicher, trockener Humor, bei dem ich mehr als einmal laut loslachen musste.

Die Geschichte zeigt aber auch einen ernsten Kern: Wie leicht ältere Menschen Opfer von Betrügern werden können. Doch anstatt dich mit mahnenden Worten zu belehren, zeigt dir Renate mit einer guten Portion Witz und einem Augenzwinkern, wie man sich wehren kann – und dass es nie schadet, eine Portion Berliner Schnauze in der Hinterhand zu haben.

Warum volle fünf Sterne? Weil dieses Buch einfach eine perfekte Mischung aus Humor, Spannung und einer Prise Gesellschaftskritik ist. Und weil ich Renate Bergmann einfach nicht widerstehen kann. Sie könnte vermutlich auch das Telefonbuch vorlesen, und ich würde Tränen lachen. Wer also Lust auf ein herzhaftes Lesevergnügen hat, bei dem neben den Lachmuskeln auch der Verstand ein bisschen angeregt wird, sollte sich Ich habe gar keine Enkel schnappen. Glaub mir, du wirst es nicht bereuen!

Veröffentlicht am 05.07.2025

Dustin Thao: Ich warte auf dich, Haru

Ich warte auf dich, Haru
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Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder ...

Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder zusammensetzt. Na gut, vieleicht lässt sie ein paar Risse zurück, aber das gehört schließlich dazu, oder?

Eric Ly, unser Hauptprotagonist, steckt nach dem Tod seines besten Freundes Daniel in einer Dauer-Trauerblase fest. Und damit meine ich nicht die Art von Trauer, bei der man melancholisch aufs Meer schaut – nein, Eric versinkt komplett, ohne Rettungsring. Aber dann taucht Haru auf, ein Junge, den Eric letzten Sommer in Japan kennengelernt hat. Was daran seltsam ist? Haru ist nicht nur ein bisschen zu perfekt, sondern auch unsichtbar für alle anderen. Spooky, oder?

Dustin Thao zieht dich mit einem leichten, flüssigen Schreibstil direkt in Erics Kopf. Und glaub mir, dort ist es eine Mischung aus Chaos, Schmerz und gelegentlich einer Prise Humor – ganz so, wie das Leben eben spielt. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verwischen so geschickt, dass ich mich selbst oft gefragt habe, ob ich gerade träume. Ist Haru wirklich da, oder ist Eric einfach nur ein bisschen… sagen wir mal… kreativ in seiner Trauerbewältigung?

Die Stärke des Buches liegt definitiv in der Darstellung von Verlust und der Suche nach einem Weg zurück ins Leben. Eric ist nicht immer leicht zu mögen – ehrlich gesagt, manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gefragt: „Warum, Eric, warum?!“ Aber genau das macht ihn auch so realistisch. Trauer ist kein gerader Weg, sondern eine Achterbahn, und Eric nimmt uns mit auf jede Loopingfahrt.

Warum nur vier Sterne, fragst du dich? Na ja, im Mittelteil verliert die Geschichte ein wenig an Fahrt. Es gibt Momente, in denen Erics Entscheidungen und Handlungen ein bisschen zu oft auf der Stelle treten. Außerdem hätte ich mir bei den Schauplätzen – besonders bei den Rückblicken nach Japan – etwas mehr Bildhaftigkeit gewünscht. Ich wollte Haru nicht nur sehen, sondern auch die Straßen Tokios riechen und das Licht der Sommernacht fühlen.

Aber dann kommt das Ende. Ach, das Ende. Ein emotionaler Schlag in die Magengrube – aber auf die gute Art. Es hat mich mit einer Mischung aus Hoffnung und Melancholie zurückgelassen, und ich denke, das ist genau das, was ein Buch wie dieses erreichen will.

Wenn du bereit bist, dich auf eine gefühlvolle, teils surreale Reise einzulassen, bei der es weniger um große Action als um die kleinen, zerbrechlichen Momente des Lebens geht, dann schnapp dir Ich warte auf dich, Haru. Es ist eine zarte Erinnerung daran, dass es okay ist, loszulassen – auch wenn es wehtut. Und hey, wer weiß? Vielleicht findest du dabei etwas von dir selbst wieder.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Dustin Thao: Ich warte auf dich, Haru

Ich warte auf dich, Haru
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Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder ...

Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder zusammensetzt. Na gut, vieleicht lässt sie ein paar Risse zurück, aber das gehört schließlich dazu, oder?

Eric Ly, unser Hauptprotagonist, steckt nach dem Tod seines besten Freundes Daniel in einer Dauer-Trauerblase fest. Und damit meine ich nicht die Art von Trauer, bei der man melancholisch aufs Meer schaut – nein, Eric versinkt komplett, ohne Rettungsring. Aber dann taucht Haru auf, ein Junge, den Eric letzten Sommer in Japan kennengelernt hat. Was daran seltsam ist? Haru ist nicht nur ein bisschen zu perfekt, sondern auch unsichtbar für alle anderen. Spooky, oder?

Dustin Thao zieht dich mit einem leichten, flüssigen Schreibstil direkt in Erics Kopf. Und glaub mir, dort ist es eine Mischung aus Chaos, Schmerz und gelegentlich einer Prise Humor – ganz so, wie das Leben eben spielt. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verwischen so geschickt, dass ich mich selbst oft gefragt habe, ob ich gerade träume. Ist Haru wirklich da, oder ist Eric einfach nur ein bisschen… sagen wir mal… kreativ in seiner Trauerbewältigung?

Die Stärke des Buches liegt definitiv in der Darstellung von Verlust und der Suche nach einem Weg zurück ins Leben. Eric ist nicht immer leicht zu mögen – ehrlich gesagt, manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gefragt: „Warum, Eric, warum?!“ Aber genau das macht ihn auch so realistisch. Trauer ist kein gerader Weg, sondern eine Achterbahn, und Eric nimmt uns mit auf jede Loopingfahrt.

Warum nur vier Sterne, fragst du dich? Na ja, im Mittelteil verliert die Geschichte ein wenig an Fahrt. Es gibt Momente, in denen Erics Entscheidungen und Handlungen ein bisschen zu oft auf der Stelle treten. Außerdem hätte ich mir bei den Schauplätzen – besonders bei den Rückblicken nach Japan – etwas mehr Bildhaftigkeit gewünscht. Ich wollte Haru nicht nur sehen, sondern auch die Straßen Tokios riechen und das Licht der Sommernacht fühlen.

Aber dann kommt das Ende. Ach, das Ende. Ein emotionaler Schlag in die Magengrube – aber auf die gute Art. Es hat mich mit einer Mischung aus Hoffnung und Melancholie zurückgelassen, und ich denke, das ist genau das, was ein Buch wie dieses erreichen will.

Wenn du bereit bist, dich auf eine gefühlvolle, teils surreale Reise einzulassen, bei der es weniger um große Action als um die kleinen, zerbrechlichen Momente des Lebens geht, dann schnapp dir Ich warte auf dich, Haru. Es ist eine zarte Erinnerung daran, dass es okay ist, loszulassen – auch wenn es wehtut. Und hey, wer weiß? Vielleicht findest du dabei etwas von dir selbst wieder.

Veröffentlicht am 05.07.2025

Dustin Thao: Ich warte auf dich, Haru

Ich warte auf dich, Haru
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Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder ...

Darf ich dir ein Buch ans Herz legen, das sich anfühlt wie ein bittersüßer Traum? Ich warte auf dich, Haru ist genau das – eine Geschichte, die dir das Herz bricht und gleichzeitig zeigt, wie man es wieder zusammensetzt. Na gut, vieleicht lässt sie ein paar Risse zurück, aber das gehört schließlich dazu, oder?

Eric Ly, unser Hauptprotagonist, steckt nach dem Tod seines besten Freundes Daniel in einer Dauer-Trauerblase fest. Und damit meine ich nicht die Art von Trauer, bei der man melancholisch aufs Meer schaut – nein, Eric versinkt komplett, ohne Rettungsring. Aber dann taucht Haru auf, ein Junge, den Eric letzten Sommer in Japan kennengelernt hat. Was daran seltsam ist? Haru ist nicht nur ein bisschen zu perfekt, sondern auch unsichtbar für alle anderen. Spooky, oder?

Dustin Thao zieht dich mit einem leichten, flüssigen Schreibstil direkt in Erics Kopf. Und glaub mir, dort ist es eine Mischung aus Chaos, Schmerz und gelegentlich einer Prise Humor – ganz so, wie das Leben eben spielt. Die Grenzen zwischen Realität und Fantasie verwischen so geschickt, dass ich mich selbst oft gefragt habe, ob ich gerade träume. Ist Haru wirklich da, oder ist Eric einfach nur ein bisschen… sagen wir mal… kreativ in seiner Trauerbewältigung?

Die Stärke des Buches liegt definitiv in der Darstellung von Verlust und der Suche nach einem Weg zurück ins Leben. Eric ist nicht immer leicht zu mögen – ehrlich gesagt, manchmal hätte ich ihn am liebsten geschüttelt und gefragt: „Warum, Eric, warum?!“ Aber genau das macht ihn auch so realistisch. Trauer ist kein gerader Weg, sondern eine Achterbahn, und Eric nimmt uns mit auf jede Loopingfahrt.

Warum nur vier Sterne, fragst du dich? Na ja, im Mittelteil verliert die Geschichte ein wenig an Fahrt. Es gibt Momente, in denen Erics Entscheidungen und Handlungen ein bisschen zu oft auf der Stelle treten. Außerdem hätte ich mir bei den Schauplätzen – besonders bei den Rückblicken nach Japan – etwas mehr Bildhaftigkeit gewünscht. Ich wollte Haru nicht nur sehen, sondern auch die Straßen Tokios riechen und das Licht der Sommernacht fühlen.

Aber dann kommt das Ende. Ach, das Ende. Ein emotionaler Schlag in die Magengrube – aber auf die gute Art. Es hat mich mit einer Mischung aus Hoffnung und Melancholie zurückgelassen, und ich denke, das ist genau das, was ein Buch wie dieses erreichen will.

Wenn du bereit bist, dich auf eine gefühlvolle, teils surreale Reise einzulassen, bei der es weniger um große Action als um die kleinen, zerbrechlichen Momente des Lebens geht, dann schnapp dir Ich warte auf dich, Haru. Es ist eine zarte Erinnerung daran, dass es okay ist, loszulassen – auch wenn es wehtut. Und hey, wer weiß? Vielleicht findest du dabei etwas von dir selbst wieder.