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Veröffentlicht am 06.06.2025

Sowas wie Liebe

So was wie Liebe
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Stell dir vor, dein Leben wäre eine endlose Serie von Katastrophen – so fühlt sich das Leben von Mary an. Als „Pechmarie“ kennt sie jeder in Kenmare, Irland. Ihre erste große Liebe starb, als sie schwanger ...

Stell dir vor, dein Leben wäre eine endlose Serie von Katastrophen – so fühlt sich das Leben von Mary an. Als „Pechmarie“ kennt sie jeder in Kenmare, Irland. Ihre erste große Liebe starb, als sie schwanger war, und auch ihren Sohn verlor sie durch einen Unfall. Klingt nach einer ordentlichen Portion Herzschmerz, oder? Keine Sorge, McPartlin schafft es, dich dennoch zum Schmunzeln zu bringen.

Mary lebt in einem kleinen Häuschen mit ihrem treuen, aber schon etwas betagten Labrador Mr. Monkels. Ihre Freunde Penny, Ivan und Adam sind immer für sie da, doch der wahre Lichtblick kommt mit dem neuen Nachbarn Sam. Sam, der selbst mit düsteren Geistern aus der Vergangenheit kämpft, ist der erste, der Mary wieder ein Lächeln entlocken kann.

Sam ist ein erfolgreicher Musiker, der nach einem Entzug in Kenmare einen Neuanfang sucht. Mit seinem Einzug in Marys Nachbarschaft beginnen auch ihre merkwürdigen Träume, denn sie hat eine besondere Gabe, das Übersinnliche zu spüren. Ihre langsam entstehende Freundschaft wird zu einem Wendepunkt in beider Leben – natürlich nicht ohne einige Turbulenzen.

Die Geschichte ist wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Von tiefem Kummer bis hin zu zarter Hoffnung – es ist alles dabei. Und obwohl Marys Schicksal ein wahrer Herzbrecher ist, schafft es die Autorin, den Ton leicht und oft humorvoll zu halten. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, sodass die Seiten nur so dahinfliegen.

Natürlich gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Die Charaktere sind manchmal etwas stereotypisch und die Geschichte kann sich an einigen Stellen etwas ziehen. Aber hey, wer braucht schon Perfektion, wenn man sich in eine so herzliche Geschichte vertiefen kann?

Der Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren ist gut gelungen und verleiht der Geschichte Tiefe. Du fühlst mit Mary, lachst mit Sam und hoffst mit den Freunden, dass endlich alles gut wird. Besonders berührend sind die Szenen, in denen Marys Freunde alles daransetzen, ihr zu helfen. Die Freundschaft in diesem Buch ist genauso stark und tragend wie die Liebesgeschichte.

„Sowas wie Liebe“ ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern mehr. Es ist eine Geschichte über das Leben, das Loslassen und das Wiederfinden von Hoffnung. Und obwohl einige Stellen vorhersehbar sind, bleibt es bis zum Schluss fesselnd.

Für alle, die eine berührende, aber nicht zu schwere Geschichte suchen, ist „Sowas wie Liebe“ genau das Richtige. Es bringt dich zum Lachen, Weinen und Nachdenken – und das alles in einem angenehmen Tempo. Ein Muss für alle, die daran glauben, dass nach jedem Tal ein Weg zum Glück führt.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Sowas wie Liebe

So was wie Liebe
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Stell dir vor, dein Leben wäre eine endlose Serie von Katastrophen – so fühlt sich das Leben von Mary an. Als „Pechmarie“ kennt sie jeder in Kenmare, Irland. Ihre erste große Liebe starb, als sie schwanger ...

Stell dir vor, dein Leben wäre eine endlose Serie von Katastrophen – so fühlt sich das Leben von Mary an. Als „Pechmarie“ kennt sie jeder in Kenmare, Irland. Ihre erste große Liebe starb, als sie schwanger war, und auch ihren Sohn verlor sie durch einen Unfall. Klingt nach einer ordentlichen Portion Herzschmerz, oder? Keine Sorge, McPartlin schafft es, dich dennoch zum Schmunzeln zu bringen.

Mary lebt in einem kleinen Häuschen mit ihrem treuen, aber schon etwas betagten Labrador Mr. Monkels. Ihre Freunde Penny, Ivan und Adam sind immer für sie da, doch der wahre Lichtblick kommt mit dem neuen Nachbarn Sam. Sam, der selbst mit düsteren Geistern aus der Vergangenheit kämpft, ist der erste, der Mary wieder ein Lächeln entlocken kann.

Sam ist ein erfolgreicher Musiker, der nach einem Entzug in Kenmare einen Neuanfang sucht. Mit seinem Einzug in Marys Nachbarschaft beginnen auch ihre merkwürdigen Träume, denn sie hat eine besondere Gabe, das Übersinnliche zu spüren. Ihre langsam entstehende Freundschaft wird zu einem Wendepunkt in beider Leben – natürlich nicht ohne einige Turbulenzen.

Die Geschichte ist wie eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Von tiefem Kummer bis hin zu zarter Hoffnung – es ist alles dabei. Und obwohl Marys Schicksal ein wahrer Herzbrecher ist, schafft es die Autorin, den Ton leicht und oft humorvoll zu halten. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm, sodass die Seiten nur so dahinfliegen.

Natürlich gibt es auch ein paar Kritikpunkte. Die Charaktere sind manchmal etwas stereotypisch und die Geschichte kann sich an einigen Stellen etwas ziehen. Aber hey, wer braucht schon Perfektion, wenn man sich in eine so herzliche Geschichte vertiefen kann?

Der Perspektivenwechsel zwischen den Charakteren ist gut gelungen und verleiht der Geschichte Tiefe. Du fühlst mit Mary, lachst mit Sam und hoffst mit den Freunden, dass endlich alles gut wird. Besonders berührend sind die Szenen, in denen Marys Freunde alles daransetzen, ihr zu helfen. Die Freundschaft in diesem Buch ist genauso stark und tragend wie die Liebesgeschichte.

„Sowas wie Liebe“ ist keine klassische Liebesgeschichte, sondern mehr. Es ist eine Geschichte über das Leben, das Loslassen und das Wiederfinden von Hoffnung. Und obwohl einige Stellen vorhersehbar sind, bleibt es bis zum Schluss fesselnd.

Für alle, die eine berührende, aber nicht zu schwere Geschichte suchen, ist „Sowas wie Liebe“ genau das Richtige. Es bringt dich zum Lachen, Weinen und Nachdenken – und das alles in einem angenehmen Tempo. Ein Muss für alle, die daran glauben, dass nach jedem Tal ein Weg zum Glück führt.

Veröffentlicht am 06.06.2025

Leider schon vergeben

Leider schon vergeben!
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Hast du dich schon mal gefragt, was passieren würde, wenn eine Wahrsagerin auf einem Junggesellinnenabschied das Schicksal in die Hand nimmt? Genau das passiert in „Leider schon vergeben“ von Jessica Fox, ...

Hast du dich schon mal gefragt, was passieren würde, wenn eine Wahrsagerin auf einem Junggesellinnenabschied das Schicksal in die Hand nimmt? Genau das passiert in „Leider schon vergeben“ von Jessica Fox, und ich muss sagen, ich habe es genossen, diese chaotische Liebesgeschichte zu lesen.

Fern Moss, unsere Protagonistin, ist seit Langem Single und träumt von der großen Liebe. Als auf dem Junggesellinnenabschied ihrer besten Freundin Zoe eine Wahrsagerin engagiert wird, ändert sich für Fern alles. Die Wahrsagerin prophezeit ihr, dass sie ihren Traummann bereits kennt, ihn aber hat entwischen lassen. Fern, die bisher keinen Erfolg bei der Männersuche hatte, nimmt diese Botschaft ernst – vielleicht etwas zu ernst – und startet eine schräge Reise durch ihre Vergangenheit, um ihre Ex-Freunde wiederzufinden.

Der Anfang des Buches ist schwungvoll und lebhaft. Die Beschreibungen der feucht-fröhlichen Party und die erste Begegnung mit der Wahrsagerin sind unterhaltsam und lassen einen schmunzeln. Doch nach dieser vielversprechenden Einleitung verliert die Geschichte an Schwung und plätschert leider etwas vor sich hin. Die Spannung und die Witzigkeit, die zu Beginn noch vorhanden waren, verpuffen zunehmend.

Fern ist eine sympathische, wenn auch etwas chaotische Hauptfigur. Ihre liebenswerte Schusseligkeit sorgt für einige Lacher, doch insgesamt fehlt ihr etwas Tiefe. Es wäre schön gewesen, mehr von ihren inneren Kämpfen und Gefühlen zu erfahren. Stattdessen wirkt sie oft oberflächlich, und ihre Suche nach dem Traummann scheint mehr von Sturheit als von wirklicher Leidenschaft getrieben zu sein.

Die Nebencharaktere bleiben größtenteils blass, mit Ausnahme von Tierarzt Matt, der mit seiner einfühlsamen Art einen bleibenden Eindruck hinterlässt. Die anderen Männer, die Fern auf ihrer Suche wiedertrifft, wirken eher als notwendige Stationen auf ihrem Weg als echte Charaktere.

Trotz dieser Schwächen bietet „Leider schon vergeben“ einige amüsante und unterhaltsame Momente. Die Situationskomik und die Missverständnisse sorgen für einige Lacher und machen das Buch zu einer kurzweiligen Lektüre. Besonders die Szenen, in denen Fern auf ihre Ex-Freunde trifft, sind witzig und gut geschrieben.

Insgesamt ist „Leider schon vergeben“ eine nette Lektüre für zwischendurch. Es ist kein literarisches Meisterwerk, aber es bietet leichte Unterhaltung und einige humorvolle Momente. Wenn du auf der Suche nach einem entspannten, nicht allzu tiefgründigen Buch bist, das dich zum Schmunzeln bringt, dann könnte „Leider schon vergeben“ genau das Richtige für dich sein. Ein bisschen wie eine romantische Komödie auf Papier – nicht ganz Hollywood, aber definitiv einen Lacher wert.

Veröffentlicht am 05.02.2025

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen
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Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen von Anna Claire bringt die Trilogie rund um die drei Freundinnen Anni, Luise und Maria zu einem emotionalen Abschluss. Und was für ein Finale! Die Geschichte ...

Die Glücksfrauen – Das Geheimnis der Rosen von Anna Claire bringt die Trilogie rund um die drei Freundinnen Anni, Luise und Maria zu einem emotionalen Abschluss. Und was für ein Finale! Die Geschichte springt erneut zwischen Vergangenheit und Gegenwart – diesmal von Deutschland 1938 nach Tansania 2024 – und verwebt Geheimnisse, Tragödien und eine ordentliche Portion Familiengeschichte zu einem fesselnden Leseerlebnis.

Anni muss sich in Nazi-Deutschland ihrer naiven Sichtweise stellen, als sie merkt, dass ihr Verlobter Siegfried vielleicht doch nicht der Gutmensch ist, den sie in ihm sehen wollte. Ein Betrug zwingt sie zur Flucht, und ihre Reise führt sie letztlich nach Tansania, wo sie sich ein neues Leben aufbaut. In der Gegenwart folgen ihre Enkelin Wendy sowie June und Sandra, die Nachkommen von Luise und Maria, den Spuren der Vergangenheit. Während sie das Rätsel um Luises vermeintliche Schuld zu lösen versuchen, stehen sie gleichzeitig vor ihren eigenen Herausforderungen.

Was Die Glücksfrauen besonders macht, ist die Art, wie Claire historische Details mit einer warmherzigen Familiengeschichte verbindet. Der Schauplatz Tansania verleiht dem Buch eine besondere Atmosphäre – man kann die Rosenfelder fast riechen! Auch wenn die Geschichte manchmal etwas ausschweifend erzählt wird und das Tempo an manchen Stellen nachlässt, bleibt der Roman insgesamt fesselnd. Die Charaktere, insbesondere Anni, machen eine beeindruckende Entwicklung durch, und der Erzählstil sorgt dafür, dass man bis zur letzten Seite mitfiebert.

Natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen – und ja, es gibt hier und da ein paar kitschige Momente, aber genau das macht die Geschichte so charmant. Wer dramatische Familiengeheimnisse, historische Hintergründe und starke Frauenfiguren mag, wird mit Das Geheimnis der Rosen seine Freude haben. Ein gelungener Abschluss einer berührenden Trilogie, die sich perfekt für gemütliche Lesestunden eignet!

  • Einzelne Kategorien
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Atmosphäre
Veröffentlicht am 19.09.2024

Abenteuerreise

Miss Saigon, der Hund, der Japaner und ich
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Stell dir vor, dein Leben verwandelt sich über Nacht in ein totales Chaos: Job futsch, Freundin weg und die Wohnung auch Geschichte. Genau so geht es Nick Roth, dem unerschütterlichen Helden in Florian ...

Stell dir vor, dein Leben verwandelt sich über Nacht in ein totales Chaos: Job futsch, Freundin weg und die Wohnung auch Geschichte. Genau so geht es Nick Roth, dem unerschütterlichen Helden in Florian Tauschs amüsantem Roman „Miss Saigon, der Hund, der Japaner und ich“. Und wie reagiert man auf so einen Totalschaden? Klar, man zieht nach Vietnam!

Nick ist der Typ, der auch in der größten Krise noch einen Neuanfang wagt. Er heuert bei einem Freund in einer Werbeagentur in Saigon an und stürzt sich kopfüber in das quirlige, farbenfrohe Leben der vietnamesischen Metropole. Das Leben als Expat in Vietnam ist für ihn genauso aufregend und chaotisch, wie du es dir vorstellst. Und ja, er begegnet dabei auch einem bissigen Hund und einem liebestollen Japaner, die sein Leben ordentlich durcheinanderwirbeln.

Das Buch ist ein herrlich leichtfüßiger Mix aus Kulturschock, Liebeschaos und schrägen Abenteuern. Florian Tausch gelingt es meisterhaft, das lebhafte Treiben von Saigon einzufangen und dir das Gefühl zu geben, du würdest direkt an Nicks Seite durch die engen Gassen schlendern und den Duft von Straßenküche einatmen.

Nicks Abenteuer sind gespickt mit urkomischen Situationen und charmanten Missgeschicken. Sein Weg führt ihn zu Lien, der Frau seiner Träume, doch der Weg zum Traualtar ist steiniger, als er gedacht hätte. Besonders wenn ein Hund und ein Japaner mit von der Partie sind! Die kulturellen Missverständnisse und die lustigen Szenen lassen dich garantiert mehr als einmal schmunzeln.

Florian Tausch versteht es, mit viel Humor und einer ordentlichen Portion Selbstironie die Geschichten seines Helden zu erzählen. Nick ist ein chaotischer, aber liebenswerter Charakter, in dem man sich leicht wiederfinden kann. Wer hat nicht schon mal in der Liebe und im Leben daneben gegriffen und musste sich dann neu sortieren?

Wenn du auf der Suche nach einer kurzweiligen Lektüre bist, die dich in eine exotische Welt entführt und gleichzeitig zum Lachen bringt, dann ist „Miss Saigon, der Hund, der Japaner und ich“ genau das Richtige für dich. Es ist wie eine Reise ohne Kofferpacken – und wer könnte das nicht brauchen?

Also, schnapp dir das Buch und begleite Nick auf seiner verrückten Suche nach Liebe und Glück in Vietnam. Du wirst es nicht bereuen – versprochen!