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Veröffentlicht am 03.08.2025

Sweet Home

Sweet Home
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„Sweet Home„ ist ein klug konstruierter Krimi, der weit über den klassischen Mordfall hinausgeht. Was zunächst wie ein gelöster Fall wirkt, entpuppt sich schnell als tief verwobenes Geflecht aus Selbstjustiz, ...

„Sweet Home„ ist ein klug konstruierter Krimi, der weit über den klassischen Mordfall hinausgeht. Was zunächst wie ein gelöster Fall wirkt, entpuppt sich schnell als tief verwobenes Geflecht aus Selbstjustiz, sexueller Gewalt und digitalem Verbrechen. Kommissar Deniz Müller, Staatsanwältin Camilla Lopez und Journalist Alex Rahn geraten dabei an persönliche und moralische Grenzen.

Besonders beeindruckt hat mich die realistische Darstellung der Ermittlungsarbeit – kein Hochglanzkrimi, sondern mühsame, glaubwürdige Polizeiarbeit, wie sie im echten Leben wohl eher abläuft. Norbert Horst, selbst Ex-Kriminalhauptkommissar, bringt eine Tiefe und Authentizität in die Geschichte, die man selten findet.

Ja, es gibt kleinere Längen und ein paar holprige Übergänge – aber inhaltlich hat mich der Fall absolut gepackt. Ein ernstes, bedrückendes Thema, das unter die Haut geht und lange nachwirkt.

Vielschichtig, realistisch, gesellschaftlich relevant – „Sweet Home“ ist ein leiser, aber eindringlicher Krimi, der ohne große Effekthascherei auskommt und genau deshalb so stark ist.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Die Kannibalen von Candyland

Die Kannibalen von Candyland
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„Die Kannibalen von Candyland“ war mein allererstes Buch aus dem Festa Verlag – und dementsprechend groß war meine Neugier. Ich hatte schon einiges über die teils extremen, schrägen und kompromisslosen ...

„Die Kannibalen von Candyland“ war mein allererstes Buch aus dem Festa Verlag – und dementsprechend groß war meine Neugier. Ich hatte schon einiges über die teils extremen, schrägen und kompromisslosen Geschichten aus dem Verlag gehört und war gespannt, ob mich das Buch so richtig umhauen würde.

Die Story selbst ist herrlich absurd, bizarr und trotzdem überraschend stimmig: Franklin Pierce hat als Kind miterlebt, wie seine Geschwister von einer Frau mit rosa Zuckerhaar – einer sogenannten Candyfrau – verschleppt und gefressen wurden. Niemand glaubte ihm, doch Franklin schwor sich, die Existenz dieser „Zuckermenschen“ zu beweisen. Jahrzehnte später findet er tatsächlich den Zugang ins unterirdische Candyland – und was er dort erlebt, ist so schräg, bunt, brutal und verrückt, dass man es kaum in Worte fassen kann.

Carlton Mellick III erschafft mit Candyland eine quietschbunte, zuckersüße, aber zugleich brutale und groteske Welt, die mich sofort gepackt hat. Das Setting wirkt wie eine abgedrehte Albtraumversion von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ – nur eben mit Kannibalismus, bizarrer Erotik und jeder Menge schwarzem Humor. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil einfach jede Seite eine neue schräge Überraschung bereithielt.

Trotz der Kürze (rund 160 Seiten) baut die Geschichte eine eigene, sehr plastische Welt auf, in der man sich sofort zurechtfindet – und in der man irgendwie gern noch länger verweilen würde. Der Schreibstil ist einfach, aber bildhaft, was perfekt zu diesem abgedrehten Trip passt.

Mein erstes Festa-Buch – und definitiv nicht mein letztes. „Die Kannibalen von Candyland“ ist bizarr, bunt, grotesk und völlig eigen. Wer Lust auf etwas komplett Abgefahrenes hat und sich auf eine verrückte Mischung aus Horror, Satire und schwarzem Humor einlassen kann, wird hier bestens unterhalten. Ich hatte meinen Zuckerschock – im besten Sinne.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Die Kannibalen von Candyland

Die Kannibalen von Candyland
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„Die Kannibalen von Candyland“ war mein allererstes Buch aus dem Festa Verlag – und dementsprechend groß war meine Neugier. Ich hatte schon einiges über die teils extremen, schrägen und kompromisslosen ...

„Die Kannibalen von Candyland“ war mein allererstes Buch aus dem Festa Verlag – und dementsprechend groß war meine Neugier. Ich hatte schon einiges über die teils extremen, schrägen und kompromisslosen Geschichten aus dem Verlag gehört und war gespannt, ob mich das Buch so richtig umhauen würde.

Die Story selbst ist herrlich absurd, bizarr und trotzdem überraschend stimmig: Franklin Pierce hat als Kind miterlebt, wie seine Geschwister von einer Frau mit rosa Zuckerhaar – einer sogenannten Candyfrau – verschleppt und gefressen wurden. Niemand glaubte ihm, doch Franklin schwor sich, die Existenz dieser „Zuckermenschen“ zu beweisen. Jahrzehnte später findet er tatsächlich den Zugang ins unterirdische Candyland – und was er dort erlebt, ist so schräg, bunt, brutal und verrückt, dass man es kaum in Worte fassen kann.

Carlton Mellick III erschafft mit Candyland eine quietschbunte, zuckersüße, aber zugleich brutale und groteske Welt, die mich sofort gepackt hat. Das Setting wirkt wie eine abgedrehte Albtraumversion von „Charlie und die Schokoladenfabrik“ – nur eben mit Kannibalismus, bizarrer Erotik und jeder Menge schwarzem Humor. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen, weil einfach jede Seite eine neue schräge Überraschung bereithielt.

Trotz der Kürze (rund 160 Seiten) baut die Geschichte eine eigene, sehr plastische Welt auf, in der man sich sofort zurechtfindet – und in der man irgendwie gern noch länger verweilen würde. Der Schreibstil ist einfach, aber bildhaft, was perfekt zu diesem abgedrehten Trip passt.

Mein erstes Festa-Buch – und definitiv nicht mein letztes. „Die Kannibalen von Candyland“ ist bizarr, bunt, grotesk und völlig eigen. Wer Lust auf etwas komplett Abgefahrenes hat und sich auf eine verrückte Mischung aus Horror, Satire und schwarzem Humor einlassen kann, wird hier bestens unterhalten. Ich hatte meinen Zuckerschock – im besten Sinne.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Secrets between us

Secrets between us
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Ich muss gestehen: Den ersten Teil der Ferham Creek-Reihe habe ich (noch) nicht gelesen. Trotzdem bin ich ohne Probleme in die Geschichte reingekommen – und wurde direkt mitgerissen. „Secrets between us“ ...

Ich muss gestehen: Den ersten Teil der Ferham Creek-Reihe habe ich (noch) nicht gelesen. Trotzdem bin ich ohne Probleme in die Geschichte reingekommen – und wurde direkt mitgerissen. „Secrets between us“ liest sich wunderbar eigenständig und funktioniert auch ohne Vorwissen.

Eleanor, die „Prinzessin der Eastside“, lebt zwischen schicken Dinnerpartys und hohen Erwartungen, fühlt sich aber innerlich leer. Als sie Kai kennenlernt, einen Mechaniker aus der rauen Westside und Mitglied der Ferham Falcons, prallen zwei Welten aufeinander. Was nach einer typischen „verbotenen Liebe“ klingt, entwickelt sich hier zu einer gefühlvollen, glaubwürdigen Liebesgeschichte mit Tiefe.

Francesca Peluso versteht es, Kontraste lebendig werden zu lassen – Eastside-Glanz trifft auf Westside-Rauheit, gesellschaftliche Vorurteile auf echte Nähe. Besonders schön fand ich, dass es hier kein künstlich aufgebauschtes Drama zwischen Eleanor und Kai gibt. Stattdessen stehen Vertrauen, gegenseitiger Respekt und das Überwinden von Vorurteilen im Mittelpunkt. Die beiden harmonieren wunderbar, und ich habe ihre Szenen sehr genossen.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sorgt dafür, dass man mühelos durch die Seiten fliegt. Die Charaktere wirken authentisch, und die Nebenfiguren geben der Geschichte zusätzlich Tiefe.

Auch ohne den ersten Band gelesen zu haben, war „Secrets between us“ für mich ein absoluter Lesegenuss. Eine emotionale, herzerwärmende Lovestory mit großartigen Figuren, glaubwürdiger Entwicklung und einem Setting, das man sofort vor Augen hat. Jetzt bin ich umso neugieriger auf Band 1 – und werde den definitiv noch nachholen.

Veröffentlicht am 03.08.2025

Secrets between us

Secrets between us
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Ich muss gestehen: Den ersten Teil der Ferham Creek-Reihe habe ich (noch) nicht gelesen. Trotzdem bin ich ohne Probleme in die Geschichte reingekommen – und wurde direkt mitgerissen. „Secrets between us“ ...

Ich muss gestehen: Den ersten Teil der Ferham Creek-Reihe habe ich (noch) nicht gelesen. Trotzdem bin ich ohne Probleme in die Geschichte reingekommen – und wurde direkt mitgerissen. „Secrets between us“ liest sich wunderbar eigenständig und funktioniert auch ohne Vorwissen.

Eleanor, die „Prinzessin der Eastside“, lebt zwischen schicken Dinnerpartys und hohen Erwartungen, fühlt sich aber innerlich leer. Als sie Kai kennenlernt, einen Mechaniker aus der rauen Westside und Mitglied der Ferham Falcons, prallen zwei Welten aufeinander. Was nach einer typischen „verbotenen Liebe“ klingt, entwickelt sich hier zu einer gefühlvollen, glaubwürdigen Liebesgeschichte mit Tiefe.

Francesca Peluso versteht es, Kontraste lebendig werden zu lassen – Eastside-Glanz trifft auf Westside-Rauheit, gesellschaftliche Vorurteile auf echte Nähe. Besonders schön fand ich, dass es hier kein künstlich aufgebauschtes Drama zwischen Eleanor und Kai gibt. Stattdessen stehen Vertrauen, gegenseitiger Respekt und das Überwinden von Vorurteilen im Mittelpunkt. Die beiden harmonieren wunderbar, und ich habe ihre Szenen sehr genossen.

Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sorgt dafür, dass man mühelos durch die Seiten fliegt. Die Charaktere wirken authentisch, und die Nebenfiguren geben der Geschichte zusätzlich Tiefe.

Auch ohne den ersten Band gelesen zu haben, war „Secrets between us“ für mich ein absoluter Lesegenuss. Eine emotionale, herzerwärmende Lovestory mit großartigen Figuren, glaubwürdiger Entwicklung und einem Setting, das man sofort vor Augen hat. Jetzt bin ich umso neugieriger auf Band 1 – und werde den definitiv noch nachholen.