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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.09.2025

Knochenspaß mit Gruselfaktor und Herz!

KUNO KLAPPER hat nicht alle Knochen beisammen
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Dieses Buch ist ein echter Volltreffer für Kids ab etwa acht Jahren, und zwar aus mehreren Gründen. Schon der Einstieg ist witzig: Kuno Klapper, ein kleines Skelett, bemerkt an seinem 100. Geburtstag, ...

Dieses Buch ist ein echter Volltreffer für Kids ab etwa acht Jahren, und zwar aus mehreren Gründen. Schon der Einstieg ist witzig: Kuno Klapper, ein kleines Skelett, bemerkt an seinem 100. Geburtstag, dass ihm ein Knochen fehlt – ausgerechnet die linke Ferse! Dieses augenzwinkernde Missgeschick zieht sich weiter, denn bald berichten auch andere Skelette über Fehler in ihrer „Knochenlogistik“. Das Setting – ein Gemisch aus Grusel, Abenteuer und skurrilem Humor – trifft den Nerv der Zielgruppe ganz wunderbar.
Die Handlung gewinnt durch die Charaktere: Amy, das geheimnisvolle Zombiemädchen, Jonas mit seinen typischen Kinder-Macken und Schattenschurke Valentin sorgen für Dynamik und Kontrast. Es ist toll, wie das Buch Freundschaft, Mut und Detektivspaß verbindet, ohne zu düster zu werden. Die Illustrationen von Vera Kiegeland ergänzen den Text ideal: Schwarz-weiß-Zeichnungen, locker gesetzt, sie schaffen Atmosphäre und geben den Szenen visuelle Tiefe, aber bleiben klar und nicht überladen – ideal auch für ungeübte Leserinnen und Leser.
Der Erzählstil ist jugendlich, flott, humorvoll, mit kleinen sprachlichen Überraschungen, die Kinder zum Schmunzeln bringen. Die Kapitel sind so gestaltet, dass man gut mitfiebern kann, und das Tempo stimmt – es gibt Momente der Spannung, aber auch Erleichterung und lustige Einlagen, die das Abenteuer auflockern. Die Idee eines „Knochendiebs“ in der Stadt Torfingen wirkt originell und bietet genug Raum für Fantasie, Grusel und kleine Rätsel.
Ein paar besonders positive Aspekte: Der Text ist kindgerecht, aber nicht „kindisch“; die Balance zwischen Gruselfaktor und Humor ist gelungen; und das Buch lädt ein, laut vorzulesen oder gemeinsam zu lesen. Auch allein lesende Kinder werden sich schnell in die Geschichte hineinfinden, denn der Stil ist zugänglich und die Kapitel relativ kurz.
Insgesamt vermittelt Kuno Klapper – hat nicht alle Knochen beisammen, dass man auch mit kleinen Defiziten (wie einem fehlenden Knochen) ganz Großes erleben kann – eine stärkende, lustige Botschaft. Wer Abenteuer, Freundschaft, etwas Grusel und viel Humor mag, hat hier ein Leseerlebnis, das nachhaltig Freude macht.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Kindgerecht, bunt und voller Werte!

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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„Regenbogenfisch in Gefahr“ schafft es, ein modernes und wichtiges Thema kindgerecht zu erzählen. Die Geschichte setzt sich auf liebevolle Weise für Umweltbewusstsein ein, ohne dabei belehrend zu wirken. ...

„Regenbogenfisch in Gefahr“ schafft es, ein modernes und wichtiges Thema kindgerecht zu erzählen. Die Geschichte setzt sich auf liebevolle Weise für Umweltbewusstsein ein, ohne dabei belehrend zu wirken. Gerade für Eltern ist es schön, hier eine kleine Portion Nostalgie mit einer frischen, neuen Geschichte zu verbinden – für Kinder ist das Buch ein spannendes Abenteuer mit einer klaren Botschaft.

Der Erzählfluss ist angenehm und flüssig, so dass sich die Seiten leicht lesen lassen. Besonders gelungen finde ich, wie die Werte von Zusammenhalt und Freundschaft vermittelt werden. Diese Themen sind nicht nur schön beschrieben, sondern geben dem Buch eine emotionale Tiefe, die bei jungen Leser:innen gut ankommt.

Insgesamt überzeugt das Buch durch seine frische und dennoch vertraute Art. Es ist ein tolles Werk für Familien, die Spaß an einer bunten Geschichte mit einem wichtigen Anliegen haben.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Zu viele Themen, zu wenig Tiefe!

Aufsteiger
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„Aufsteiger“ lässt sich sprachlich sehr flüssig lesen und der Autor schafft es, Szenen und Stimmungen anschaulich zu beschreiben. Der Erzählstil ist dabei durchaus gelungen und macht es leicht, in die ...

„Aufsteiger“ lässt sich sprachlich sehr flüssig lesen und der Autor schafft es, Szenen und Stimmungen anschaulich zu beschreiben. Der Erzählstil ist dabei durchaus gelungen und macht es leicht, in die Geschichte einzutauchen. Dennoch habe ich mich beim Lesen immer wieder gefragt, worauf das Buch eigentlich hinauswill. Das liegt vor allem daran, dass so viele unterschiedliche gesellschaftliche Themen gleichzeitig behandelt werden – fast schon überfrachtet.

Plötzlich tauchen Indianer, Klimakleber, Trans-Menschen und Feminismus auf, und das alles in einem Werk. Diese Themenvielfalt hat für mich eher den gegenteiligen Effekt gehabt: Statt das Bild zu schärfen, wirkte es überladen und zerfahren. Es war schwer zu erkennen, welche Botschaft der Autor vermitteln möchte und welches Fazit ich als Leserin aus diesen vielen unterschiedlichen Ansätzen ziehen soll.

Leider hat das Buch dadurch an Tiefe verloren. Viele wichtige gesellschaftliche Fragestellungen bleiben nur oberflächlich und wirken teils sogar aufgesetzt. Das hat mich enttäuscht, weil gerade diese Themen eigentlich eine differenzierte und reflektierte Auseinandersetzung verdient hätten. So bleibt der Eindruck, dass alles nur angeschnitten, aber nicht wirklich hinterfragt wird.

Insgesamt ist „Aufsteiger“ ein Werk mit viel Potenzial, das aber durch die gleichzeitige Behandlung so vieler Themen an Klarheit einbüßt und dadurch nicht voll überzeugen kann.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Lebendige Figuren, flüssiger Stil!

Lázár
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„Lazar“ hat mich vor allem durch seine sehr lebendig gezeichneten Figuren beeindruckt. Man kann sich gut in sie hineinversetzen, ihre Gedanken und Gefühle wirken authentisch und nahbar. Die Geschichte ...

„Lazar“ hat mich vor allem durch seine sehr lebendig gezeichneten Figuren beeindruckt. Man kann sich gut in sie hineinversetzen, ihre Gedanken und Gefühle wirken authentisch und nahbar. Die Geschichte dreht sich um Lazar, dessen Leben sich durch eine Reihe unerwarteter Ereignisse verändert. Dabei wird nicht nur seine persönliche Entwicklung erzählt, sondern auch das komplexe Geflecht der Beziehungen, die ihn umgeben.

Der Schreibstil ist angenehm flüssig, was das Lesen trotz der teilweise komplexen Handlung erleichtert. Allerdings zieht sich das Erzähltempo an manchen Stellen etwas, wodurch das Buch nicht immer rund läuft. Besonders gewöhnungsbedürftig fand ich die plötzlichen Charakterwechsel mitten in den Kapiteln. Das hat mich anfangs aus dem Lesefluss gerissen und erfordert etwas Geduld, um sich darauf einzustellen.

Insgesamt bietet „Lazar“ eine fesselnde Geschichte mit starken Figuren, die einen lange begleiten. Mit ein wenig Eingewöhnung wird das Buch zu einem lohnenden Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Stimmungsvoll erzählt!

Spät am Tag
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„Spät am Tag“ ist ein stilles, aber wirkungsvolles Buch. Der Schreibstil hat mich von Anfang an abgeholt: ruhig, klar und mit einem feinen Gespür für Sprache. Die Autorin erzählt mit viel Gefühl für Details, ...

„Spät am Tag“ ist ein stilles, aber wirkungsvolles Buch. Der Schreibstil hat mich von Anfang an abgeholt: ruhig, klar und mit einem feinen Gespür für Sprache. Die Autorin erzählt mit viel Gefühl für Details, ohne je überladen zu wirken. Besonders gelungen fand ich die bildhafte Sprache – man kann die Szenen fast riechen, hören und fühlen. Die Beschreibungen von Stimmungen, Landschaften und kleinen Alltagsbeobachtungen schaffen eine dichte Atmosphäre, die beim Lesen nachwirkt.

Was mir jedoch etwas den Fluss genommen hat, waren die plötzlichen Zeitsprünge, die teilweise sehr abrupt und wenig nachvollziehbar wirkten. Manchmal hatte ich das Gefühl, wichtige Entwicklungen oder Zusammenhänge seien einfach ausgelassen worden. Das hat mich immer wieder kurz aus dem Lesefluss geworfen. Trotzdem bleibt das Buch in Erinnerung – nicht wegen großer Dramatik, sondern wegen der feinen, unaufdringlichen Art, mit der es erzählt wird. Insgesamt ein ruhiges, aber durchaus intensives Leseerlebnis, das vor allem durch seine Sprache überzeugt.

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