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JessyJcb

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.10.2025

Stimmungsvoll, aber etwas überladen!

Weißes Licht
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Weißes Licht ist ein ruhiger, nachdenklicher Roman, der nicht auf große
Dramen setzt, sondern auf das, was zwischen den Zeilen passiert. Eric
Puchner erzählt über mehrere Jahrzehnte hinweg von einer kleinen ...

Weißes Licht ist ein ruhiger, nachdenklicher Roman, der nicht auf große
Dramen setzt, sondern auf das, was zwischen den Zeilen passiert. Eric
Puchner erzählt über mehrere Jahrzehnte hinweg von einer kleinen Gruppe
Menschen, deren Beziehungen, Entscheidungen und Verluste sich wie feine
Risse durch ihr Leben ziehen.

Was mir besonders gefallen hat, war die Atmosphäre: diese Mischung aus
Nostalgie, Melancholie und dem Versuch, mit der Zeit Schritt zu halten.
Die Figuren wirken oft verloren in ihrer eigenen Geschichte, auf der
Suche nach dem, was sie ausmacht – und das macht sie unglaublich
menschlich.

Puchner schreibt sensibel, manchmal fast zart, aber ohne kitschig zu
werden. Seine Sprache ist klar und ruhig, und trotzdem bleibt einiges
hängen. Manche Sätze musste ich zweimal lesen, einfach weil sie so
schön formuliert waren.

Trotzdem hatte ich das Gefühl, dass der Roman stellenweise ein wenig zu
viel will. Es gibt viele Zeitsprünge, verschiedene Perspektiven und
Themen – manchmal wirkt das leicht überladen. Einige Figuren hätten für
meinen Geschmack mehr Tiefe vertragen, vor allem in der zweiten Hälfte.

Aber am Ende bleibt ein Buch, das nachwirkt. Kein lauter Roman, aber
einer, der mit seiner leisen Art genau das erreicht, was viele lautere
Bücher nicht schaffen: Er begleitet einen noch eine Weile, auch wenn
man ihn längst zugeschlagen hat.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Leise Rebellion, starke Worte!

Monstergott
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Monstergott ist ein sprachlich starkes und atmosphärisch dichtes Debüt, das sich mutig mit den Schattenseiten religiöser Prägung auseinandersetzt. Im Mittelpunkt stehen Esther und ihr Bruder Ben, die innerhalb ...

Monstergott ist ein sprachlich starkes und atmosphärisch dichtes Debüt, das sich mutig mit den Schattenseiten religiöser Prägung auseinandersetzt. Im Mittelpunkt stehen Esther und ihr Bruder Ben, die innerhalb einer streng gläubigen Freikirche aufwachsen – äußerlich geordnet, innerlich zerrissen. Caroline Schmitt zeichnet dieses Spannungsfeld mit viel Gespür für Zwischentöne und Widersprüche. Der Erzählton ist ruhig, aber eindringlich, und viele Szenen bleiben hängen – gerade weil sie mehr zeigen als erklären.

Besonders überzeugend sind die Figuren, die nicht idealisiert, sondern komplex gezeichnet sind. Esther entwickelt sich glaubwürdig aus ihrer Rolle heraus, Bens Konflikte wirken nachvollziehbar und schmerzhaft echt. Auch strukturell funktioniert der Roman gut, obwohl manche Rückblenden etwas mehr Orientierung vertragen könnten. Stilistisch wechselt die Autorin zwischen poetisch verdichtet und nüchtern direkt, was der Thematik gerecht wird, aber nicht immer gleich zugänglich ist.

Was Monstergott stark macht, ist die klare Haltung: Das Buch benennt Macht, Missbrauch und spirituelle Enge ohne platt zu verurteilen. Es lässt Raum für Fragen, Zweifel und leise Hoffnung. Wer bereit ist, sich auf ein herausforderndes Thema einzulassen, wird mit einem eindrucksvollen, wichtigen Text belohnt – und mit einer literarischen Stimme, die Potenzial hat.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Zum Fürchten faszinierend!

Das Lexikon gruseliger Tiere
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Schon beim ersten Durchblättern offenbart Das Lexikon gruseliger Tiere seinen besonderen Reiz: Über 80 Seiten voller faszinierender, teilweise haarsträubender, meist aber unglaublich spannender Tiere. ...

Schon beim ersten Durchblättern offenbart Das Lexikon gruseliger Tiere seinen besonderen Reiz: Über 80 Seiten voller faszinierender, teilweise haarsträubender, meist aber unglaublich spannender Tiere. Von Amphibien bis Insekten, von Kreaturen, die ihr eigenes Blut zur Verteidigung nutzen, bis hin zu scheinbar harmlosen Arten mit einer Portion Gruselpotenzial – das Buch schafft es mühelos, Faszination mit Sachwissen zu verknüpfen.

Die Illustrationen von Philip Bunting sind ein absolutes Highlight. Großflächig, farbig und mit viel Liebe fürs Detail – sie bringen selbst die ungewöhnlichsten Tierarten plastisch vor Augen. Dabei ist der Stil so gestaltet, dass gruselige Aspekte zwar deutlich werden, aber nie überladen oder abschreckend – ideal für Kinder im empfohlenen Alter, aber auch bestens geeignet, bei Vorlesestunden oder thematischen Lektüresessions begeistert zu werden.

Besonders gelungen sind die kurzen, prägnanten Steckbriefe zu jedem Tier. Titel und lateinischer Name, oft humorvoll durchgestrichen oder ergänzt, dazu markante Merkmale mit Pfeilen, kurze Faktenblöcke, die neugierig machen, dazu kleine Kommentare, die zum Schmunzeln einladen. Diese Mischung aus ernstem Tierwissen und spielerischem Ton sorgt dafür, dass man immer wieder Seite um Seite entdecken möchte.

Auch die Gestaltung des Layouts spricht an: Die Seiten sind sehr abwechslungsreich, es gibt Tiere, die man sofort erkennt, andere, die man möglicherweise noch nie gesehen hat, und für alle gilt: Welche erstaunlichen Strategien die Natur entwickelt! Das Lexikon bringt Mut, Respekt und Staunen – vor der Vielfalt, manchmal auch vor Unheimlichem.

Ein Buch, das durch seine Kombination aus Wissen, Witz und Gestaltung absolut überzeugt. Es lädt zum Blättern, Entdecken und Immer-wieder-Anschauen ein – nicht nur für Tierfans, sondern für alle, die gerne staunen, lachen und dazulernen. Ein Volltreffer auf ganzer Linie.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Knochenspaß mit Gruselfaktor und Herz!

KUNO KLAPPER hat nicht alle Knochen beisammen
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Dieses Buch ist ein echter Volltreffer für Kids ab etwa acht Jahren, und zwar aus mehreren Gründen. Schon der Einstieg ist witzig: Kuno Klapper, ein kleines Skelett, bemerkt an seinem 100. Geburtstag, ...

Dieses Buch ist ein echter Volltreffer für Kids ab etwa acht Jahren, und zwar aus mehreren Gründen. Schon der Einstieg ist witzig: Kuno Klapper, ein kleines Skelett, bemerkt an seinem 100. Geburtstag, dass ihm ein Knochen fehlt – ausgerechnet die linke Ferse! Dieses augenzwinkernde Missgeschick zieht sich weiter, denn bald berichten auch andere Skelette über Fehler in ihrer „Knochenlogistik“. Das Setting – ein Gemisch aus Grusel, Abenteuer und skurrilem Humor – trifft den Nerv der Zielgruppe ganz wunderbar.
Die Handlung gewinnt durch die Charaktere: Amy, das geheimnisvolle Zombiemädchen, Jonas mit seinen typischen Kinder-Macken und Schattenschurke Valentin sorgen für Dynamik und Kontrast. Es ist toll, wie das Buch Freundschaft, Mut und Detektivspaß verbindet, ohne zu düster zu werden. Die Illustrationen von Vera Kiegeland ergänzen den Text ideal: Schwarz-weiß-Zeichnungen, locker gesetzt, sie schaffen Atmosphäre und geben den Szenen visuelle Tiefe, aber bleiben klar und nicht überladen – ideal auch für ungeübte Leserinnen und Leser.
Der Erzählstil ist jugendlich, flott, humorvoll, mit kleinen sprachlichen Überraschungen, die Kinder zum Schmunzeln bringen. Die Kapitel sind so gestaltet, dass man gut mitfiebern kann, und das Tempo stimmt – es gibt Momente der Spannung, aber auch Erleichterung und lustige Einlagen, die das Abenteuer auflockern. Die Idee eines „Knochendiebs“ in der Stadt Torfingen wirkt originell und bietet genug Raum für Fantasie, Grusel und kleine Rätsel.
Ein paar besonders positive Aspekte: Der Text ist kindgerecht, aber nicht „kindisch“; die Balance zwischen Gruselfaktor und Humor ist gelungen; und das Buch lädt ein, laut vorzulesen oder gemeinsam zu lesen. Auch allein lesende Kinder werden sich schnell in die Geschichte hineinfinden, denn der Stil ist zugänglich und die Kapitel relativ kurz.
Insgesamt vermittelt Kuno Klapper – hat nicht alle Knochen beisammen, dass man auch mit kleinen Defiziten (wie einem fehlenden Knochen) ganz Großes erleben kann – eine stärkende, lustige Botschaft. Wer Abenteuer, Freundschaft, etwas Grusel und viel Humor mag, hat hier ein Leseerlebnis, das nachhaltig Freude macht.

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Veröffentlicht am 17.09.2025

Kindgerecht, bunt und voller Werte!

Der Regenbogenfisch in Gefahr
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„Regenbogenfisch in Gefahr“ schafft es, ein modernes und wichtiges Thema kindgerecht zu erzählen. Die Geschichte setzt sich auf liebevolle Weise für Umweltbewusstsein ein, ohne dabei belehrend zu wirken. ...

„Regenbogenfisch in Gefahr“ schafft es, ein modernes und wichtiges Thema kindgerecht zu erzählen. Die Geschichte setzt sich auf liebevolle Weise für Umweltbewusstsein ein, ohne dabei belehrend zu wirken. Gerade für Eltern ist es schön, hier eine kleine Portion Nostalgie mit einer frischen, neuen Geschichte zu verbinden – für Kinder ist das Buch ein spannendes Abenteuer mit einer klaren Botschaft.

Der Erzählfluss ist angenehm und flüssig, so dass sich die Seiten leicht lesen lassen. Besonders gelungen finde ich, wie die Werte von Zusammenhalt und Freundschaft vermittelt werden. Diese Themen sind nicht nur schön beschrieben, sondern geben dem Buch eine emotionale Tiefe, die bei jungen Leser:innen gut ankommt.

Insgesamt überzeugt das Buch durch seine frische und dennoch vertraute Art. Es ist ein tolles Werk für Familien, die Spaß an einer bunten Geschichte mit einem wichtigen Anliegen haben.

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