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Veröffentlicht am 12.03.2025

Spannendes Buch, das nicht nur für Jugendliche interessant ist

Was hast du nur getan?
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"Was hast du nur getan?" ist ein packender Schulthriller, der aber nicht nur für diejenigen, die noch selbst in die Schule gehen spannend sein könnte.

Die Geschichte beginnt mit dem Tod des Musterschülers ...

"Was hast du nur getan?" ist ein packender Schulthriller, der aber nicht nur für diejenigen, die noch selbst in die Schule gehen spannend sein könnte.

Die Geschichte beginnt mit dem Tod des Musterschülers Arthur Otto Falkenberg, der tot auf dem Schulhof aufgefunden wird. Während die Polizei von einem Selbstmord ausgeht, bittet die Schulleiterin Cassidy und ihre Clique, die früher für Unruhe sorgten, nun aber einen Neuanfang wagen, den anderen Schüler in ihren Emotionen auf dieses Ereignis beizustehen und Informationen zu sammeln, um einen Skandal zu vermeiden. Doch bald mehren sich Hinweise, dass hinter Arthurs Tod mehr steckt als angenommen. Wie passen Drogenkäufe zu seinem tadellosen Image? Und warum scheinen einige Tränen der Mitschüler eher Erleichterung als Trauer auszudrücken? Cassidy beginnt, eigene Ermittlungen anzustellen, wobei sie und ihre Freundinnen selbst ins Visier der Polizei geraten, insbesondere da eine von ihnen eine besondere Verbindung zu Arthur hatte.

Alexandra Kui gelingt es, die Spannung durch unerwartete Wendungen und tiefgründige Charakterzeichnungen konstant hochzuhalten, auch wenn das Ende für mich noch ein paar Fragezeichen offenlässt.

Der Roman beleuchtet Themen wie Freundschaft, Vertrauen und die Herausforderungen eines Neuanfangs nach einer problematischen Vergangenheit. Die authentische Darstellung jugendlicher Lebenswelten und die vielschichtige Handlung machen das Buch zu einem fesselnden Leseerlebnis, nicht nur für Jugendliche ab 14 Jahren sondern, meiner Meinung nach auch für alle anderen, die z.B. One of us is lying von Karen M. McManus mochten.

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Veröffentlicht am 11.03.2025

Sehr berührend

Was ich von ihr weiß
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Ich hatte das Glück, dieses Buch bereits als Leseexemplar lesen zu dürfen.
Der Roman erzählt die Geschichte von Michelangelo "Mimo" Vitaliani, der in Armut geboren wird und als Kind zu seinem Onkel nach ...

Ich hatte das Glück, dieses Buch bereits als Leseexemplar lesen zu dürfen.
Der Roman erzählt die Geschichte von Michelangelo "Mimo" Vitaliani, der in Armut geboren wird und als Kind zu seinem Onkel nach Italien geschickt wird, um das Handwerk des Bildhauers zu erlernen. In dem ligurischen Dorf Pietra d’Alba begegnet er Viola, der jüngsten Tochter der angesehenen Adelsfamilie Orsini. Viola ist eine junge Frau, die nicht in die Zeit passt und aus den gesellschaftlichen Zwängen ausbrechen möchte.
Gemeinsam durchleben Mimo und Viola die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, geprägt von politischen Umbrüchen wie dem Aufstieg des Faschismus und den Weltkriegen, was sehr sehr schön und atmosphärisch geschildert wird. Während Mimo als Bildhauer zu Ruhm gelangt, kämpft Viola für ihre Träume als emanzipierte Frau. Ihre Wege kreuzen sich immer wieder, wobei ihre Freundschaft trotz aller Widrigkeiten Bestand hat.


"Was ich von ihr weiß" ist insgesamt ein fesselnder historischer Roman, der die Leserinnen und Leser auf eine emotionale Reise durch die Höhen und Tiefen des 20. Jahrhunderts mitnimmt, auch wenn ich den etwas reißerischen Einstieg nicht gebraucht hätte. Die komplexen Charaktere und die tiefgründige Erzählweise machen das Buch zu einem beeindruckenden Leseerlebnis.

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Veröffentlicht am 08.03.2025

Fesselnder Jugendroman, der leider teilweise seine Tiefe verliert

Sanctuary – Flucht in die Freiheit
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Inhalt: "Sanctuary – Flucht in die Freiheit" ist ein dystopischer Jugendroman von Paola Mendoza und Abby Sher, der im Jahr 2032 in den USA spielt. In dieser Zukunft werden alle Bürger*innen durch ID-Chips ...

Inhalt: "Sanctuary – Flucht in die Freiheit" ist ein dystopischer Jugendroman von Paola Mendoza und Abby Sher, der im Jahr 2032 in den USA spielt. In dieser Zukunft werden alle Bürger*innen durch ID-Chips überwacht, was ein undokumentiertes Leben nahezu unmöglich macht. Die 16-jährige Valentina "Vali" González Ramirez lebt mit ihrer Familie illegal in Vermont, nachdem sie aus Kolumbien geflohen sind. Als der ID-Chip ihrer Mutter versagt und ihre Stadt nach Undokumentierten durchsucht wird, müssen sie fliehen. Ihr Ziel ist Kalifornien, der einzige Bundesstaat, der sich der Kontrolle entzogen hat. Als Valis Mutter festgenommen wird, muss sie allein mit ihrem siebenjährigen Bruder Ernie die gefährliche Reise quer durchs Land antreten.

Der Roman wird aus Valis Ich-Perspektive erzählt, was eine tiefe emotionale Bindung zur Protagonistin ermöglicht. Ihre Zerrissenheit zwischen dem Wunsch, ein normales Teenagerleben zu führen, und der ständigen Angst vor Entdeckung wird authentisch dargestellt. Valis Mut und ihre Verantwortung gegenüber ihrem Bruder stehen im Mittelpunkt der Geschichte.

Die Autoren zeichnen ein erschreckend realistisches Bild einer Gesellschaft, in der Überwachung und Ausgrenzung allgegenwärtig sind. Die Flucht der Geschwister wird schonungslos und beklemmend geschildert, wobei sie auf ihrem Weg sowohl auf wohlgesonnene als auch auf gefährliche Menschen treffen. Der flüssige Schreibstil und die Nähe zur Realität ermöglichen es den Leserinnen, tief in die Geschichte einzutauchen und mit den Protagonistinnen mitzufiebern.


Zu bemängeln habe ich leider dass die Nebenfiguren eher blass bleiben und der ID-Chip, obwohl zentrales Element der Überwachung, keine größere Rolle spielt.
Außerdem finde ich, dass die Geschichte an einigen Stellen weniger dystopisch wirkt, sondern erschreckend real ist und aktuelle Themen wie Rassismus, Verzweiflung, Schmerz, Trauer, Gewalt, Missbrauch, Tod und Mord behandelt.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Ein kurzweiliger Lesegenuss, der charmant und pointiert erzählt ist.

In einem Zug
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Ich muss sagen, ich war durchaus ein Fan von " Gut gegen Nordwind", "Die spürst du nicht" dagegen hat mir überhaupt nicht gefallen. Aber aller guten Dinge sind drei...

Daniel Glattauers Kurzgeschichte ...

Ich muss sagen, ich war durchaus ein Fan von " Gut gegen Nordwind", "Die spürst du nicht" dagegen hat mir überhaupt nicht gefallen. Aber aller guten Dinge sind drei...

Daniel Glattauers Kurzgeschichte "In einem Zug" besticht durch ihren feinsinnigen Humor und die treffende Beobachtung menschlicher Eigenheiten. Die Handlung, die sich während einer Zugfahrt entfaltet, zeigt auf amüsante Weise, wie Zufall und zwischenmenschliche Begegnungen unser Leben beeinflussen können. Glattauer versteht es, mit wenigen Worten lebendige Charaktere zu zeichnen und alltägliche Situationen mit Tiefgang und Ironie zu versehen.

Die Erzählung regt meiner Ansicht nach zum Nachdenken an – über verpasste Chancen, spontane Entscheidungen und die kleinen Wunder des Alltags.

Durchaus also wieder eine "Versöhnung" mit seinen Büchern.

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Veröffentlicht am 07.03.2025

Durchaus spannend, wenn auch nicht ganz neu vom Ansatz her

Die Villa
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In "Die Villa" erzählt Jess Ryder die packende Geschichte von fünf Freundinnen, deren Junggesellinnenabschied in einer abgelegenen Villa in Marbella tragisch endet: Die Braut Aoife wird tot aufgefunden. ...

In "Die Villa" erzählt Jess Ryder die packende Geschichte von fünf Freundinnen, deren Junggesellinnenabschied in einer abgelegenen Villa in Marbella tragisch endet: Die Braut Aoife wird tot aufgefunden. Drei Jahre später kehren die verbliebenen vier Frauen an den Ort des Geschehens zurück, um die Ereignisse jener Nacht aufzuarbeiten.

Die Handlung wechselt geschickt zwischen Vergangenheit und Gegenwart, enthüllt nach und nach die individuellen Perspektiven der Freundinnen und steigert so die Spannung kontinuierlich.

Ryders fesselnder Schreibstil und die unerwarteten Wendungen machen diesen Thriller zu einem echten Pageturner, der die dunklen Geheimnisse und komplexen Beziehungen der Protagonistinnen eindrucksvoll beleuchtet.

Es erinnert mich ein bisschen an "One of the girls" von Lucy Clarke. Aber tatsächlich auch nur so vom Grundgedanken und dem Konflikt her.

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