Mochte ich nicht
Die Besucher❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Die Grundidee hat mich sofort angesprochen. Wer hat nicht schon einmal darüber nachgedacht, an der Tür seines früheren Zuhauses zu klingeln? Auch ich spiele oft mit ...
❓️Warum wollte ich das Buch lesen?
Die Grundidee hat mich sofort angesprochen. Wer hat nicht schon einmal darüber nachgedacht, an der Tür seines früheren Zuhauses zu klingeln? Auch ich spiele oft mit diesem Gedanken, besonders bei dem Haus, in dem ich großgeworden bin.
Als ich hörte, dass genau daraus eine düstere Geschichte entsteht, in der Besucher auftauchen und nicht mehr gehen, war ich neugierig. Ich erwartete eine dichte, beklemmende Atmosphäre und ein psychologisches Kammerspiel, das sich langsam zuspitzt.
🧠 Meine Meinung:
Der Einstieg war stark, doch diese Spannung konnte für mich nicht gehalten werden. Statt einer intensiven Atmosphäre erlebte ich viele Längen. Zwar gab es einzelne Szenen, die neugierig machten, insgesamt jedoch verlor mich die Geschichte zunehmend.
Ich ertappte mich häufig dabei, zwar zu lesen, aber nichts wirklich aufzunehmen. Meine Gedanken drifteten ab. Ein klares Zeichen, dass mich die Handlung nicht erreicht hat. Die ständige Unsicherheit darüber, was real ist und was nicht, erzeugte bei mir keine Beklemmung, sondern Distanz. Alles fühlte sich seltsam nebelhaft an.
Die Besucher blieben blass, Eve als Erzählerin ebenso. Ihre Unzuverlässigkeit schuf für mich keine zusätzliche Spannung, sondern eher Verwirrung. Der imaginäre Begleiter und die stark ins Übersinnliche gehenden Elemente waren mir persönlich zu viel. Ich hatte auf eine realistischere, greifbare Entwicklung gehofft. Auch das ambivalent gewählte Ende ließ mich eher ratlos zurück als nachdenklich und zufriedenstellend.
Ich muss mir eingestehen, diese Art von Geschichte ist einfach nichts für mich. Je weiter ich las, desto mehr entfernte ich mich innerlich vom Geschehen und war am Ende ehrlich erleichtert, fertig zu sein.
✅️ Fazit:
Eine vielversprechende Ausgangsidee, die mich atmosphärisch nicht erreichen konnte. Zu wenig greifbar, zu verwirrend und für meinen Geschmack zu stark im Übersinnlichen verankert. Für mich leider kein gelungenes Leseerlebnis.
🔎 Worum geht’s?
Eve und ihre Partnerin Charlie kaufen ein abgelegenes Haus in Oregon, um es zu renovieren und weiterzuverkaufen. Eines Abends klingelt eine Familie. Der Mann behauptet, früher hier gewohnt zu haben, und möchte seiner Frau und den Kindern das Haus zeigen.
Zögernd lässt Eve die Fremden hinein. Kurz darauf verschwindet eines der Kinder, Details im Haus scheinen sich zu verändern, und die Gäste machen keine Anstalten zu gehen. Für Eve beginnt eine verstörende Nacht, in der Wahrnehmung und Wirklichkeit zunehmend verschwimmen.