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Veröffentlicht am 24.02.2018

Kurzweilig, manchmal traurig, aber oft auch lustig

Rette mich, wer kann
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Das Glück kann man nicht erzwingen –
und die Liebe nicht planen.

Diese Erfahrung musste Jette eines Tages machen, als sie ihrem täglichen Job nachging. Sie ist angestellt bei einem Radiosender, immer ...

Das Glück kann man nicht erzwingen –
und die Liebe nicht planen.

Diese Erfahrung musste Jette eines Tages machen, als sie ihrem täglichen Job nachging. Sie ist angestellt bei einem Radiosender, immer noch unbefristet und hat ihre eigene nächtliche Sendung.

Die „Nachtbeichte mit Jette“ bei Radio Elbe 102,3

Eines Nachts bekommt sie eine Frau auf die Leitung, die ihr offenbart, dass sie ein Verhältnis mit Jettes Mann hätte. Völlig geschockt rennt sie erstmal davon…
Weswegen sie jetzt nicht nur ihren Mann, sondern auch gleich ihren Job los ist.

In dieser schweren Zeit wenden sich dann auch noch die Kinder von ihr ab.

Gut das „Niklaus“ sozusagen vor der Tür steht und ihr den Tipp gibt, dass es in Hamburg eine Art WG für Verlassene gibt. Dorthin flieht sie dann auch erstmal…
Von nun an hat sie drei Monate Zeit ihr Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Mir hat die Geschichte, aber auch der Schreibstil, der einfach und lustig ist, gut gefallen.
Vor allem die Bewohner aus der WG waren so liebenswert, die musste man einfach gern haben.

Ob Jette wieder zu ihrem alten „Ich“ findet, ob sie zu ihrem Mann zurück geht oder sich womöglich neu verliebt und was mit ihrem Job passiert, können alle die nachlesen, die gerne typisch, deutsche, lustige, charmante und herzerwärmende Geschichten lieben.
Und jetzt nochmal die Frage,

kann man das Glück erzwingen und die Liebe planen?
Lesen, wenn ihr es wissen wollt!

Veröffentlicht am 21.02.2018

Ein toller Raod Trip - Roman und eine absolute Leseempfehlung

Mit Hanna nach Havanna
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Ein besonderer Leitfaden über Kubanische Tricks, die Liebe, Salsa und ein bisschen zu viel Mojito
 
Die ambitionierte Journalistin Katrin hat immer alles fest im Griff, bis eines Tages ihre Sendung „Spaziergang ...

Ein besonderer Leitfaden über Kubanische Tricks, die Liebe, Salsa und ein bisschen zu viel Mojito
 
Die ambitionierte Journalistin Katrin hat immer alles fest im Griff, bis eines Tages ihre Sendung „Spaziergang mit Katrin“, wegen zu geringer Einschaltquoten, an jemand anderes abgetreten wurde. Dafür darf sie die „olle“ Rentnersendung „Kaleidoskop“ übernehmen. „Olle“ trifft es wie die Faust aufs Auge. Prompt erhält sie von einer „alten“ Dame einen Brief, worin sie Katrin bittet, ihr zu helfen deren bewegtes Leben niederzuschreiben und sie dafür nach Kuba zu begleiten. Dort, so glaubt die alte Dame würde sie ihre verflossene Liebe wieder finden.
Katrin hat für so etwas albernes natürlich keine Zeit und vor allem keine Lust, denn sie hat ja andere Probleme. Nämlich, wie sie mit der Rentnersendung nun noch den „goldenen Griffel“ gewinnen kann.
Erst die Überzeugungskraft von Trixi, ihrer Freundin und Mitarbeiterin und die große Möglichkeit, mit Kubas politischer Geschichte den besagten Preis zu ergattern, fliegt sie doch…

…mit Hanna nach Havanna!

Vorweg schon mal…

…dieser Road Trip - Roman gehört zu meinen absoluten Lieblingsbüchern dieser Art.

Ich denke, vor allem hat die Autorin mich mit dem lustigen Schreibstil gehabt, aber auch mit der Kulisse. Ich war noch nie in Kuba und trotzdem hatte ich das Gefühl, als wäre ich schon einmal dort gewesen. Bisschen Wissenswertes aus diesem Land habe ich auch gleich mitgenommen.  Hinzu kommt, dass ich Hanna, die alte Dame einfach zu drollig fand.

Wer also karibisches Flair, mit jeder Menge Abenteuer mag, und manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, da kommen die niemals  wieder raus, im wahrsten Sinne des Wortes, der fährt mit dieser süßen Geschichte total richtig.

Die Autorin erzählt in ihrem Nachwort, dass diese Geschichte entstanden ist, als sie 2016 mit ihrer Familie eine vierwöchige Reise nach Kuba gemacht hat. Wahrscheinlich ist es ihr deswegen auch so gut gelungen diese Geschichte, teils wahr, teils erfunden, uns so eindrucksvoll zu erzählen.

Danke, dass du uns ein bisschen mit auf deine Kuba-Reise genommen hast! <3

Veröffentlicht am 19.02.2018

Nach einem holprigen Anfang eine tolle Geschichte

Die Wolkenfischerin
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Claire Durants Eltern, wohlhabend und einflussreich, haben ihr immer versucht ein schönes Leben zu ermöglichen. Aufgewachsen in Paris, wo sie auch erfolgreich ihr Kunststudium absolvierte und auch jetzt, ...

Claire Durants Eltern, wohlhabend und einflussreich, haben ihr immer versucht ein schönes Leben zu ermöglichen. Aufgewachsen in Paris, wo sie auch erfolgreich ihr Kunststudium absolvierte und auch jetzt, wo sie mit den Eltern in einem noblen Berliner Viertel wohnt, lebt Claire ihr Leben, wie es ihr gefällt. Inzwischen arbeitet sie als Redakteurin bei einem angesagten Gourmet-Magazin. Lediglich einen klitzekleinen Sprung von der Chefredakteurin ist sie noch entfernt.

Stopp, Stopp, Stopp…

…Was sollen diese ganzen Lügen?

Nix ist und hat Claire!

Lediglich den Job beim Gourmet-Magazin, wo ihr nun der Posten der Chefredakteurin angeboten wird. Doch ausgerechnet, als das passiert, überschlagen sich die Ereignisse und Claires Jugend holt sie wieder ein. All ihre kleinen und großen Lügen, scheinen aufzufliegen. Wird sie aus dieser Misere jemals wieder herauskommen?

Diese Geschichte ist wirklich schön. Sie entführt uns in ein wunderschönes Örtchen Namens Moguériec, mitten in der Bretagne. Vor allem das Setting hat es mir angetan. Ganz toll beschreibt Claudia Winter diesen Ort. Man kann ihn sehen und ich konnte fast die salzige Luft riechen, die vom Meer ausging oder den buttrigen Geruch vom Butterkuchen, der in dieser Geschichte eine ganz besondere Rolle spielte.
Ich fand es toll zu lesen, wie Claire sich aus ihrer Situation versucht hat zu retten und es hat mir riesigen Spaß gemacht, ihre damaligen, skurrilen Freunde kennenzulernen.

Einzig den Anfang, den fand ich etwas schwierig gestaltet. Bis Seite 50 wusste ich nicht wirklich worum es geht, da sich die Perspektiven immer zwischen Claire und einer Gwenaelle abwechselten. Ab Seite 50 hatte ich dann eine Vermutung, was es zu bedeuten hatte, aber erst auf Seite 110 hat sich meine Vermutung bestätigt.

Ich könnte mir deswegen vorstellen, dass es den ein oder anderen gibt, der das Buch nach ein paar Seiten wieder beiseitelegt, was ich sehr Schade finden würde, da es wirklich eine empfehlenswerte und tolle Geschichte ist.

Ich habe natürlich überlegt, wie man es hätte besser machen können, kann aber im Nachhinein sagen, man kann es nicht wirklich besser machen. Deswegen hoffe ich, dass alle an der Geschichte dran bleiben, denn sie lohnt sich.

Veröffentlicht am 14.02.2018

Konnte mich leider nicht überzeugen

A Girls’ Night In – Audrey & Ich
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Darf ich vorstellen? – Libby…
…Libby Lomax!

In dieser, wie angekündigt, frischen, witzigen und absolut unterhaltsamen Lektüre haben wir es mit „ihr“ zu tun.

Seit Kindheitstagen steht sie im Schatten ...

Darf ich vorstellen? – Libby…
…Libby Lomax!

In dieser, wie angekündigt, frischen, witzigen und absolut unterhaltsamen Lektüre haben wir es mit „ihr“ zu tun.

Seit Kindheitstagen steht sie im Schatten ihrer jüngeren Schwester, da immer die die Castingrollen ergattert hat und sie lediglich mal Statist sein darf. Ihre Mutter, die das Ganze auch noch pusht und ihr Vater, der sie immer wieder versetzt, haben sie sehr geprägt.
Irgendwann hatte sie sich in ihr Schneckenhaus verzogen. Richtig verlassen kann sie sich nur auf ihren guten Freund Olli und dessen Schwester Nora.

Mit 28 Jahren erhält sie jedoch ihre erste Sprechrolle, auch wenn es sich dabei lediglich um einen einzigen Satz handelt und sie sich dafür in ein Warzen-Alien-Kostüm aus Latex zwängen muss, ist sie einigermaßen happy darüber.

Doch leider währt „das Glück“ nicht lange, denn Filmstar Dillon O’Hara bietet ihr eine Zigarette an. Libby raucht zwar gar nicht und trotzdem, wegen Imponiergehabe, tut sie einfach so. Schusselig wie sie ist, steckt sie sich selbst fast in Brand. Das teure Kostüm ist ruiniert und die Rolle gleich mit dahin.

Zu allem Überfluss hat sich ihre neue, eigene Wohnung auch noch als Reinfall herausgestellt, denn aus einer 1-Zimmerwohnung, mit fast 15 qm ist plötzlich eine 6 qm-Wohnung geworden, nur weil der Vermieter aus einer Wohnung zwei gemacht hat, mit gemeinsamen Bad.
Und als Olli nun noch mit einem riiiiiesengroßen, stinkenden Chesterfield Sofa aus der Requisite ankommt und damit die Wohnung voll ist, kann es eigentlich nicht schlimmer werden…

…bis am Abend, als Libby allein ist, plötzlich Audrey Hepburn auf ihrer Lehne sitzt.

Bis dahin klingt die Geschichte tatsächlich witzig, doch leider hat sie mich gar nicht unterhalten.

Ich konnte nicht mit der Protagonistin warm werden, aber auch mit vielen anderen Personen aus der Geschichte nicht. Lediglich Olli und der Sohn vom Vermieter waren mir sympathisch. Libbys Handlungen konnte ich oft nicht nachvollziehen, sodass ich manches Mal die Augen verdreht habe.

Das Ende war für mich leider auch nicht zufriedenstellend und lässt einen mit offenen Fragen zurück.

Obwohl die Cover aus der „A girls‘ night in–Reihe“ toll zusammen aussehen, glaube ich nicht, dass ich mich, an das neue Buch Marylin & ich, wagen werde.

Veröffentlicht am 12.02.2018

Konnte mich leider nicht voll überzeugen

Ich töte dich
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Ein Alptraum wird wahr…

Evelyn Talbot wurde als 16jährige von ihrem Freund gefangen genommen und gequält. Sie musste mit ansehen, wie ihre drei Freundinnen getötet wurden und trotzdem hat sie es irgendwie ...

Ein Alptraum wird wahr…

Evelyn Talbot wurde als 16jährige von ihrem Freund gefangen genommen und gequält. Sie musste mit ansehen, wie ihre drei Freundinnen getötet wurden und trotzdem hat sie es irgendwie geschafft, dem Monster zu entkommen.

Heute ist sie Psychologin und Leiterin einer Anstalt, dem sogenannten “Hannover House“, im fernen Hilltop, in Alaska. In diesem Ort kennt jeder jeden. Die Bewohner befürchten, dass es eines Tages zur Katastrophe kommen wird, denn im Hannover House sind nur die allerschlimmsten Psychopathen inhaftiert. Die Aufgabe von Evelyn und ihrem Team ist es, die Psyche und die Handlungen, dieser kranken Menschen, verstehen zu lernen.

An einem Tag fehlt von einer Mitarbeiterin jede Spur. Am nächsten Tag wird ihre Leiche gefunden, leider nur der Kopf, der aufs übelste zugerichtet ist.

Alle Bewohner glauben natürlich, dass es ein Insasse aus dem Hannover House war, doch Evelyn befürchtet von der Vergangenheit wieder eingeholt zu werden.

Ist ihr damaliger Freund ihr auf den Fersen?

Für mich klang diese Story so spannend, allerdings muss ich zugeben, dass ich sie nicht dementsprechend fand. Man konnte es zwar gut lesen und wollte auch wissen, wer es nun war, aber nicht so, dass ich ständig an diese Geschichte denken musste. Auch das Ende gefiel mir nicht so gut.

Viele kritisieren hier ja, vor allem das Verhältnis/Nichtverhältnis zu Sergeant Amarok. Das allerdings fand ich gar nicht nervig. Viel mehr fand ich es komisch, dass ich irgendwann erfahren habe, dass sie selbst nicht therapiert ist, scheinbar aber immer noch große Probleme hat und dann solch einen Posten, mit solch einer Verantwortung, übernehmen durfte.

Alles in allem kann ich sagen, ein Thriller den man lesen kann, aber nicht lesen muss.