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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.08.2020

EINE NETTE FORTSETZUNG

A is for Abstinence
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Vorneweg muss ich sagen, dass meine Meinung stark vom Vorgänger (V is for Virgin) beeinflusst wurde, welches mich leider nicht vollständig überzeugen konnte. Dementsprechend misstrauisch bin ich auch an ...

Vorneweg muss ich sagen, dass meine Meinung stark vom Vorgänger (V is for Virgin) beeinflusst wurde, welches mich leider nicht vollständig überzeugen konnte. Dementsprechend misstrauisch bin ich auch an A is for Abstinence herangegangen, der zweite Teil, der gleichzeitig auch einen Perspektivenwechsel bietet. Dieses Mal wird uns die Geschichte aus Kyles Sicht erzählt, was ich persönlich immer sehr gerne mag.

Ich beginne beim Cover, denn das finde ich wirklich schön. Es passt hervorragend zum ersten Band, den ich zwar mit seinen Pastellfarben noch einen Tick schöner finde, aber es gibt den männlichen Touch des Buches für mich perfekt wieder.

Die Charaktere sind die selben, die wir bereits kennen, nur sind sie älter und reifer geworden. Zumindest zum Teil. Zu Valerie hatte ich leider auch dieses Mal keinen guten Draht, ich konnte ihre Gedanken und Gefühle nicht immer so nachvollziehen, wie ich es mir gewünscht hätte. Zudem habe ich gehofft, dass sie ein Stück ihrer anstrengenden, zickigen Art abgelegt hat, was aber leider nicht der Fall war.
Von Kyle dagegen war ich in diesem Sinne zumindest ein bisschen positiver überrascht, denn er war nicht mehr ganz so aufdringlich und sexualisierend wie im ersten Buch, in dem ich ihn leider sogar als übergriffig empfunden habe.
Die Nebendarsteller fand ich wieder einmal schön ausgearbeitet, sympathisch und nahbar.

Generell finde ich die Idee wundervoll, gerade in einer Zeit, in der viele Mädchen und Jungen ihre Jungfräulichkeit nicht zugeben wollen um nicht als 'uncool' zu gelten. Leider wird diese Message nur bedingt vermitteln, den man merkt Val extrem oft an, dass sie nur aus purer Sturheit an ihren Überzeugungen festhält. Da habe ich mir einige Male gedacht, wenn Prinzipien nur noch eine Qual sind, kann es dann noch das Richtige sein? Auch die Tatsache, dass sie Kyle so verteufelt, nur weil er sich nach körperlicher Nähe sehnt fand ich recht schade.

Zwischendurch habe ich mich sogar mit dem Gedanken angefreundet, dass die beiden sich einvernehmlich trennen und ohne einander glücklich werden könnten, denn als Paar funktionieren sie in meinen Augen nicht. Dafür waren mir die Gefühle zwischen den beiden einfach nicht greifbar genug.

Trotzdem war es ein Ende, dass mich irgendwie glücklich gestimmt hat, was ich immer am meisten mag!

Der Schreibstil von Kelly Oram war wie gewohnt flüssig und leicht verständlich, wie ich es von der Autorin gewohnt bin.

Im großen und ganzen kann ich sagen, die Kellywood-Dilogie mag nicht Orams stärkstes Werk sein, aber es ist eine nette Geschichte für zwischendurch.




Danke an die Lesejury für das zur Verfügung gestellte Exemplar. Dies hat meine Meinung und Rezension in keinster Weise beeinflusst.

  • Cover
  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Gefühl
Veröffentlicht am 13.06.2020

NETTER ZEITVERTREIB OHNE VIEL TIEFGANG

Speed Love – Summer & Tyler
1

Ich beginne mal ganz vorne, nämlich beim Cover von 'Speed Love'. Ich mochte es sehr gern - man erkennt direkt, um welche Art von Sport er sich hierbei handelt, gleichzeitig macht es die Farbgebung sehr ...

Ich beginne mal ganz vorne, nämlich beim Cover von 'Speed Love'. Ich mochte es sehr gern - man erkennt direkt, um welche Art von Sport er sich hierbei handelt, gleichzeitig macht es die Farbgebung sehr feminin. Ich bin zwar eigentlich kein großer Fan von Personen auf dem Cover, allerdings passt es in diesem Fall recht gut.

Gleich am Anfang lernt man Summer kennen, erfährt einiges über ihr Leben und auch über die Tatsache, dass sie derzeit noch mit dem Verlust ihre Mutter zu kämpfen hat. Diese Trauer hat Karina Reiß meiner Meinung nach sehr gut und nachvollziehbar umgesetzt. Man spürt förmlich, wie sehr Summer darunter leidet und welche Rolle sie seitdem in ihrer Familie übernehmen musste. Sie hat ihre Arbeit als Ärztin aufgegeben und kümmert sich um ihren Vater und ihren kleine Bruder. Ich fand die Protagonistin bis zu diesem Zeitpunkt sehr sympathisch und authentisch.

Generell fand ich den Erzählstil am Anfang sehr flüssig und witzig. Auch die Idee mit dem Speeddating fand ich toll. Hier lernen sich Summer und Tyler auch endlich kennen. Die beiden finden sich von Anfang an anziehend und aufregend, aber genau hier kommt mein erster Kritikpunkt. Ich habe von dieser Anziehung leider nichts gespürt.

Gleichzeitig kippt für mich hier die gesamte Geschichte. Der Schreibstil verändert sich, die Sätze wirken abgehakt und eher wie eine Liste, deren Punkte abgearbeitet werden müssen.
Beinahe direkt nach dem Kennenlernen kommen sich die beiden näher und haben gefühlt ununterbrochen Sex. Allerdings war auch der Sex für mich nicht stilvoll und erotisch beschrieben, da es wirkte, als wäre Tyler immer nur auf schnelle Befriedigung aus. Auch dass er Summer so sehr auf körperliches reduziert hat, hat mir nicht gefallen. Ständig musste ich lesen, dass Summer einen 'sexy Körper' hat, 'heiß aussieht' oder sie in 'in sich spüren' will. Das war mir einfach zu häufig.

Der einzige Pluspunkt war für mich die Erwähnung von Verhütung und dass Tyler zumindest beim ersten Mal nachfragt, ob Summer wirklich will. Trotzdem entsteht für mich keine nachvollziehbare Zuneigung oder Aufregung.

Wirkliche Spannung kommt für mich erst mit Tylers Unfall in die Geschichte. Summers Angst um ihn wird wieder spürbar und auch Tylers Gefühle werden gut beschrieben. Außerdem kommt die Sprache hier endliche wieder auf das Autorennen-Thema, was irgendwie ziemlich vernachlässigt wurde. Ein paar Seiten mehr und dafür etwas mehr zu Tylers Sport wären schön gewesen.

Schön fand ich auch noch, dass sich am Ende alle miteinander aussprechen und Frieden schließen möchten. Sogar der unsympathische Zane wird zum Ende hin noch zu einem positiven Charakter gemacht, auch wenn ich nicht weiß, ob ich ihm diese Entschuldigung wirklich abnehmen soll.

Im Großen und Ganzen war es ein nettes Buch, allerdings nichts, was ich unbedingt nochmal lesen würde.

Ich bedanke mich bei der Lesejury für das bereitgestellte Exemplar, welches keinen Einfluss auf meine Rezension hatte.

  • Handlung
  • Charaktere
  • Cover
  • Erzählstil
  • Gefühl
Veröffentlicht am 04.05.2020

NETTE ROCKSTAR-ROMANZE OHNE GROßE EMOTIONEN

Rock'n'Love
4

Rock'n Love von Jayne Frost handelt von dem bekannten Rockstar Cameron Knight, der Gitarrist der Band 'Caged' ist. Als sich die Band vor der Presse verstecken muss, werden sie von Camerons Bruder in einem ...

Rock'n Love von Jayne Frost handelt von dem bekannten Rockstar Cameron Knight, der Gitarrist der Band 'Caged' ist. Als sich die Band vor der Presse verstecken muss, werden sie von Camerons Bruder in einem versteckten Resort Austins untergebracht. Dort angekommen lernen sie die temperamentvolle, selbstsichere Mitarbeiterin Lily Tennisson kennen, welche Camerons Welt ins Wanken bringt.

Obwohl Cameron sich sofort an Lily interessiert zeigt, tritt sie ihm gegenüber frech, stark und unabhängig auf, was mir besonders gut gefallen hat. Eigenschaften, die ich an den weiblichen Protagonisten immer sehr schätze, die jedoch nicht besonders lange angehalten haben. Bereits nach knapp einem Drittel des Buches verändert sich Lily komplett und wirkt überwiegend schüchtern und naiv. Mir ging das Nachgeben auf Camerons Werben viel zu schnell und ab diesem Zeitpunkt ist sie ihm total verfallen und die beiden haben gefühlt ununterbrochen Sex. Die Szenen sind zwar stilvoll beschrieben, allerdings auch nicht sehr abwechslungsreich und für mich etwas zu häufig. Zudem stottert die attraktive Blondine, was sich bei Aufregung immer verstärkt und den Lesefluss leider etwas gestört hat. Grundsätzlich war sie trotzdem eine sympathische Protagonistin, auch wenn ich mich nicht immer in sie hineinversetzen konnte. Ich hätte mir noch mehr über ihre Vergangenheit gewünscht.

Cameron hingegen hatte ich mir zuerst als düsteren Badboy vorgestellt, jedoch wurde ich positiv überrascht, denn wir bekommen auch seine weiche und zärtliche Seite zu sehen, was das Bild sowohl verändert, als auch abrundet.

Durch die wechselnden Sichtweisen darf man das Geschehen durch die Augen beider Hauptdarsteller betrachten, was ich persönlich sehr gerne mag. Der Wechsel erfolgt weder zu häufig noch zu selten, allerdings mochte ich die Sichten von Cameron mehr, da sie mir tiefgründiger und vollendeter erschienen sind.

Der Schreibstil war sehr flüssig und angenehm zu lesen, wodurch ich das Buch recht schnell durch hatte. Allerdings muss man sagen, dass es auch nicht besonders lang ist. Ein paar Seiten mehr und dafür etwas tiefere Einblicke in die Gefühls- und Gedankenwelt der Protagonisten hätte ich schön gefunden, denn teilweise kam mir alles sehr abgehackt vor und einmal hatte ich sogar das Gefühl, ein paar Kapitel übersprungen zu haben.

Noch ein paar kurze Worte zum Cover: Ich mag die Cover vom LYX-Verlag grundsätzlich sehr gerne und kann mich auch hier mit der Farbgebung sehr gut anfreunden. Allerdings stört mich der abgebildete mann etwas, da er keine Ähnlichkeit mit dem Cameron hat, der uns im Buch beschrieben wird. Dann lieber gar kein Mensch, ober aber nur der Körper ohne Gesicht.

Alles im Allem kann ich sagen, dass ROCK'N LOVE ein nettes Buch für Zwischendurch war, mich aber nicht vom Hocker gerissen hat.

  • Handlung
  • Erzählstil
  • Charaktere
  • Cover
  • Gefühl