Eigenwillig, nicht was für jeden. Wenn dann sicher für Fans von Patrick Rothfuss
Der RabengottIch war von Patrick Rothfuss’ Königsmörder-Chronik begeistert; von seiner Art Geschichten zu erzählen - gerade auch die Nebengeschichten zur Reihe. Daher habe ich mir »Der Rabengott« quasi blind auf seine ...
Ich war von Patrick Rothfuss’ Königsmörder-Chronik begeistert; von seiner Art Geschichten zu erzählen - gerade auch die Nebengeschichten zur Reihe. Daher habe ich mir »Der Rabengott« quasi blind auf seine Empfehlung auf der Buchklappe hin gekauft. Der Klappentext selbst ist zugegebenermaßen nicht gerade aussagekräftig. Leider weiß ich immer noch nicht so recht, wie ich das Buch fand.
Die Erzählperspektive hat mir sehr gut gefallen. Es gibt einen Ich-Erzähler, den der Leser im Laufe der Handlung erst besser kennenlernt, von dem zu Beginn nichts bekannt ist und man selbst seine Theorien anstellen kann. Dieser Ich-Erzähler spricht in Du-Form zu Eolo (Begleiter von Mawat, dem eigentlichen Thronerben des Statthalter-Postens). Definitiv mal was anderes und das macht das Buch für mich interessant interessant.
Das Buch liest sich im Handlungsstrang des Ich.Erzählers wie ein Buch von Patrick Rothfuss. Es ist eine schöne Erzählung eines ungewöhnlichen Lebens aus einer interessanten Erzählperspektive und hat nicht gerade alle Aspekte einer gewöhnlichen Handlung eines Buches.
Auf der anderen Seite haben wir die Gegenwart, in der die eigentliche Handlung des Buches spielt in der Du-Perspektive. Es ist dieser Handlungsstrang, der mir leider weniger gefallen hat. Leider kann ich dieses Gefühl nicht genauer benennen. Die Handlung fühlt sich hier irgendwie unvollständig an. Zwar ist am Ende klar, was mit dem alten Statthalter geschehen ist, warum sein Bruder zum Statthalter ernannt wurde, welche Rolle Eolo in der ganzen Sache spielt und es ist ganz schön wie die Handlungsstränge aufeinander treffen; dennoch hätte es von mir aus hier noch mehr an World-Building geben können.