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Veröffentlicht am 09.06.2020

Eine zweite Chance

Der Outlaw
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Der Gesetzlose wird überall gefürchtet. In den Städten schließen die Geschäfte früh, Kindern werden Gruselgeschichten von ihm erzählt und Reisende sind immer auf der Hut, eventuell ausgeraubt werden zu ...

Der Gesetzlose wird überall gefürchtet. In den Städten schließen die Geschäfte früh, Kindern werden Gruselgeschichten von ihm erzählt und Reisende sind immer auf der Hut, eventuell ausgeraubt werden zu können. Mehrere Jahre leben die Menschen in Angst, bis eines Tages ein Fremder in die Stadt geritten kommt und versucht, ihnen die frühere Lebensfreude zurückzugeben.

In wunderschönen Wasserfarben und mit der Technik des Zeitungsdrucks wird die Atmosphäre des 19. Jahrhunderts wunderbar eingefangen und spiegeln die Stimmung der Geschichte wider. Obwohl der Fremde an einem heißen Tag in die Stadt einreitet, ist das Kinderbuch in kalten Farben gehalten: Weiß, grau und viele Blautöne werden verwendet, um auf der einen Seite die Kaltherzigkeit des Gesetzlosen zu repräsentieren und auf der anderen Seite die Freundlichkeit des Fremden zu zeigen. Die verwendete Schriftart ist ebenfalls besonders, da diese früher auf den sogenannten „Wanted“-Plakaten benutzt wurde und somit Vorsicht und Respekt bei den Lesern hervorruft.

Der Outlaw von Nancy Vo ist eine Geschichte über Fehlverhalten, Vergebung und zweite Chancen. Wegen der künstlerisch aufwendigen Bilder habe ich das Buch mehrmals gelesen – einmal nur für den Text und einmal für die Geschichte, die nicht mit Worten ausgedrückt wird. Die Autorin hat zwei Handlungsstränge clever miteinander verbunden: Es gibt den Fremden, der den Stadtbewohnern zeigt, dass jeder eine zweite Chance verdient hat und es gibt einen kleinen Jungen, der mit Hilfe einer neuen Freundschaft eines Besseren belehrt wird. Durch die Verwendung von verschiedenen Zeichen- und Druckstilen, sind die Bilder teilweise so aussagekräftig, dass Der Outlaw nur wenige Sätze beinhaltet und seine Motive für sich sprechen lässt. Nancy Vo hat ein Kinderbuch herausgebracht, das nicht nur die Kleinen beeindruckt sondern auch Erwachsene zum Nachdenken anregt. Ich blättere mich immer wieder gern durch die wenigen Seiten und habe jedes Mal das Gefühl, etwas Neues zu entdecken.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 05.06.2020

Welche Liebe ist am wichtigsten?

Zwei in einem Herzen
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Zur Zeit lese ich wieder vermehrt Liebesromane und als ich sah, dass Zwei in einem Herzen beim Heyne Verlag erscheint, musste ich es auf meine Leseliste setzen. Ich weiß nicht warum, aber tragische Liebesgeschichten ...

Zur Zeit lese ich wieder vermehrt Liebesromane und als ich sah, dass Zwei in einem Herzen beim Heyne Verlag erscheint, musste ich es auf meine Leseliste setzen. Ich weiß nicht warum, aber tragische Liebesgeschichten faszinieren mich immer besonders. Vielleicht liegt es an dem Versprechen, dass die Liebe immer neu gefunden werden, dass man trotz schrecklichem Verlust über sich hinauswachsen oder auch dass ein Neuanfang befreiend wirken kann. All dies wird zumindest in Zwei in einem Herzen thematisiert und Lydia Bird wurde schnell zu meinem Vorbild.

Ausgerechnet an ihrem Geburtstag wird Lydias Verlobter Freddie in einen tödlichen Autounfall verwickelt. Er wollte doch nur seinen besten Freund abholen und dann ist er von einer Sekunde auf die nächste plötzlich nicht mehr da. Für Lydia bricht eine Welt zusammen: Ein Leben ohne Freddie ist völlig unmöglich – schon seit Teenagerzeiten sind die beiden unzertrennlich. Er war doch immer so lebhaft, hat wahrhaftig Lebensfreude versprüht, doch nun bleibt Lydia nur noch ihre Trauer, ein leeres Haus, ein viel zu großes Bett und Freddies bester Freund Jonah, der den Autounfall beinahe unbeschadet überlebt hat.

Völlig verzweifelt findet sie dann aber doch eine Lösung. Es gibt eine Welt, in der Freddie immer noch da ist, in der ihr gemeinsames Leben weitergeht als wäre nie etwas geschehen. Mit Hilfe von Schlaftabletten kann Lydia eine Parallelwelt betreten, in der Freddie buchstäblich zum Mann ihrer Träume wird. Doch diese zwei Leben fordern auch einen hohen Preis, denn je mehr Zeit Lydia mit Freddie verbringt, desto weniger nimmt sie an der realen Welt teil und sie muss sich bald entscheiden: Gibt sie dem Leben ohne Freddie eine Chance oder will sie sich für immer mit einer Scheinversion von ihm zufrieden geben?

In gewisser Weise hat mich die Geschichte von Lydia und Freddie an P.S. Ich liebe Dich erinnert. Nach dem Verlust ihres Mannes muss Lydia, genau wie Holly, versuchen, in ihr Leben zurückzufinden und dabei viele Steine beseitigen, die ihr in den Weg gelegt werden. In erster Linie geht es in Zwei in einem Herzen darum, wie Lydia über sich hinauswächst. Ohne Freddie wird sie zu einem ganz anderen Menschen; sie wird selbstbewusster, direkter und lässt sich auch auf das ein oder andere Abenteuer ein. Sie lernt, dass es nicht nur eine große Liebe in ihrem Leben geben muss, doch Josie Silver thematisiert dies erst relativ zum Schluss.
Zwei in einem Herzen ist kein Buch, das ich in einem Rutsch durchlesen konnte. Obwohl Freddie zu Beginn des Buches schon tot ist, ist er doch auf jeder folgenden Seite präsent. Lydia muss in den nächsten zwei Jahren lernen, sich alleine durchzuschlagen und den Kloß in ihrem Hals herunterschlucken. Genau wie sie hatte auch ich das Gefühl, Josie Silver würde mir die Brust zuschnüren und erst als Lydia Abschied nehmen kann, habe ich zum ersten Mal richtig durchatmen können. Zwei in einem Herzen beginnt bedrückend und traurig, doch im Verlauf wird es immer heiterer und lebendiger. Lydia findet ihren humorvollen, entspannten Charakter wieder und man hat Spaß, gemeinsam mit ihr jeden neuen Tag zu bewältigen. Josie Silver hat mit Zwei in einem Herzen einen Roman geschaffen, der die Liebe auf unterschiedlichste Weise zum Ausdruck bringt: Man muss eine verlorene Liebe gehen lassen, eine neue Liebe akzeptieren, aber vor allem muss man lernen, sich selbst zu lieben.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 03.06.2020

Ein Buchclub für Männer

The Secret Book Club – Ein fast perfekter Liebesroman
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Ein Buchclub für Männer. Liebesromane. Ehekrise. – Bei dieser Mischung musste ich einfach zu The Secret Book Club greifen und passenderweise habe ich es mit meinem Buchclub gelesen. Wenn schon, denn schon. ...

Ein Buchclub für Männer. Liebesromane. Ehekrise. – Bei dieser Mischung musste ich einfach zu The Secret Book Club greifen und passenderweise habe ich es mit meinem Buchclub gelesen. Wenn schon, denn schon. Als wir mit Lyssa Kay Adams Roman anfingen, waren wir alle ziemlich begeistert: Es war unterhaltsam, lustig, es wurden feministische Botschaften vermittelt und gemeinsam mit Gavin konnte man die Buchclublektüre Die Verführung der Gräfin lesen. Doch leider konnte die zweite Hälfte von The Secret Book Club nicht mithalten und ließ uns etwas enttäuscht zurück…

Gavin und Thea sind erst seit drei Jahren verheiratet, Eltern von Zwillingstöchtern und stehen schon kurz vor der Scheidung. Dabei war die Beziehung in Gavins Augen doch eigentlich fast perfekt – was ist also schief gelaufen? Während er die Antwort im Alkohol in einem Hotelzimmer sucht, ist Thea bereits dabei, das gemeinsame Haus nach ihrem Geschmack umzugestalten. Gesehen haben sich beide seit Tagen nicht und auch zu sagen haben sie sich absolut gar nichts. Gavin scheint an der Trennung zu zerbrechen, Thea blüht förmlich in ihrem Ärger auf, eine Versöhnung liegt weit in der Ferne.
Um ihrem Kumpel zu helfen, beschließen Gavins Freunde Del, Yan und Mack ihn in ein Geheimnis einzuweihen: Es gibt einen Buchclub für Männer. Und dieser Buchclub könnte seine Ehe retten. Wenig begeistert lässt sich Gavin auf den Vorschlag ein. Eigentlich hat er mit Büchern nicht viel am Hut, aber welche andere Wahl bleibt ihm auch? Wenn er seine Frau zurückgewinnen kann, dann nimmt er jede Hilfe an. Kurz darauf wird ihm der Roman Die Verführung der Gräfin gegeben, eine Geschichte die seine eigene fast eins zu eins widerspiegelt, und Gavin soll lernen, die Sprache der Frauen zu verstehen…

Die Idee eines Männer-Buchclubs finde ich sehr originell, doch leider nimmt die Thematik im Buch mehr und mehr ab. Man bekommt keine Informationen – wie wurde er gegründet, wie oft trifft man sich, wer ist alles Mitglied – genau wie Gavin trifft man völlig überrascht auf die Gruppe und ist Teil seines ersten Meetings. Danach spricht er allerdings nur noch mit seinen Freunden über das Buch und die anderen Clubmitglieder kommen nicht mehr vor. Außerdem hatte ich mir erhofft, dass mehrere Liebesromane besprochen werden. Ich hatte mich schon darauf gefreut, zu lesen, wie knallharte Baseballspieler wohl Schnulzen wie Stolz und Vorurteil oder Fifty Shades of Grey finden, doch da wurde ich leider enttäuscht. Das einzige Buch, das Gavin liest, ist Die Verführung der Gräfin – ein fiktionaler Roman, den sich die Autorin ausgedacht hat und dieser ist auch noch der Beziehung von Gavin und Thea sehr ähnlich. Da einige Ausschnitte in The Secret Book Club eingebaut wurden, kommt es einem fast so vor, als würde man zweimal die gleiche Geschichte lesen: einmal im 21. Jahrhundert und einmal zu Regency-Zeiten.

Doch obwohl ich relativ viel kritisiere, fand ich das Buch trotzdem sehr unterhaltsam. Es ist sehr witzig geschrieben und lässt sich schnell lesen. Noch dazu haben mir die feministischen Botschaften über toxische Männlichkeit gefallen. Die hat die Autorin geschickt eingebaut und sorgt damit für den ein oder anderen Denkanstoß. Das Ende hätte ich mir ebenfalls ein bisschen anders gewünscht, doch für mein hoffnungslos romantisches Herz war es mehr als genug. The Secret Book Club weist zwar das ein oder andere Schnulzenklischee auf, doch es bricht auch absichtlich andere Stereotypen und zeigt: Liebesromane sind cool. Egal ob man ein berühmter Baseballspieler ist oder eine junge Literaturstudentin.

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Veröffentlicht am 13.05.2020

Ein Mädchen und ihre Rebellion

The Grace Year
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Tierney James ist sich sicher, dass sie ihr Leben niemals an einen Mann binden wird. Sie wird das Gnadenjahr absolvieren und danach auf den Feldern arbeiten, denn dann kann sie in ihren Gedanken und in ...

Tierney James ist sich sicher, dass sie ihr Leben niemals an einen Mann binden wird. Sie wird das Gnadenjahr absolvieren und danach auf den Feldern arbeiten, denn dann kann sie in ihren Gedanken und in ihrem Wesen immer noch frei sein. Es wird keinen Mann geben, dem sie sich unterwerfen muss, sie wäre immer noch ihr eigener Mensch. Jeder weiß von ihrem Plan: ihre Mutter, ihr Vater, ihr bester Freund Michael. Jeder weiß, dass eine Ehe für Tierney das Ende der Welt, das Ende ihrer Freiheit, bedeuten würde, doch dann kommt bei der Schleierzeremonie alles ganz anders…

Gemeinsam mit etwa dreißig anderen zukünftigen Arbeiterinnen und Ehefrauen bestreitet Tierney das Gnadenjahr. Ganz allein werden die jungen Mädchen in den Wald gebracht, wo sie von nun an ein Jahr leben werden. Ziel dieses „Abenteuers“ ist es, ihre Magie anzunehmen – die Magie, die scheinbar in jeder von ihnen schlummert und gefährlich für die Männer ist. Doch auf dem Weg zur Lichtung muss Tierney erkennen, dass die unterschiedlichen Witterungsverhältnisse und die Wilderer, die darauf warten, die Gnadenjahrmädchen zu töten, nicht ihre größte Herausforderung sein werden. Denn schon vom ersten Moment an wenden sich die Mädchen gegeneinander. Jede will überleben, jede ist bereit, dafür alles zu tun – ohne Rücksicht auf Verluste.

The Grace Year habe ich regelrecht verschlungen. Schon nach dem ersten Abschnitt (es gibt nämlich keine Kapitel) hatte mich Tierney völlig in ihren Bann gezogen und meine Augen flogen von einer Seite zur nächsten. Als großer Fan von Die Tribute von Panem konnte ich auch zu The Grace Year einige Parallelen erkennen: Eine völlig neue Welt, in der sich ein junges Mädchen zurecht finden muss. Ihr Überlebenskampf im Wald. Und eine Rebellion, die unausweichlich scheint. Mit ihrem Roman hat Kim Liggett außerdem eine Vielfalt von Charakteren geschaffen, die mich im Verlauf der Geschichte überrascht, schockiert und mein Vertrauen teilweise missbraucht haben. Genau wie Tierney weiß auch der Leser nicht, wer gut und wer böse ist, wer ihr den Tod wünscht oder doch nur das Leben retten will. Rasant folgt ein Ereignis auf das nächste, sodass das Ende viel zu plötzlich eintrifft. Obwohl The Grace Year mich absolut begeistert hat, habe ich mir zum großen Finale doch mehr gewünscht. Es gab so viele Punkte, an die die Autorin hätte anknüpfen können und es doch nicht tat. Vieles, das der Geschichte mehr Tiefe hätte verleihen können, blieb für mich unerforscht und der eigentliche Ausgang der Geschichte wirkt dadurch unbefriedigend. Doch vielleicht ist das auch gewollt … Vielleicht ist Tierneys Reise noch nicht zu Ende.

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Veröffentlicht am 09.05.2020

Ausdrucksstark und intensiv

Knock Out! (Graphic Novel)
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Als ich mit Knock Out! begann, kannte ich die Geschichte von Emile Griffith nicht, was schade ist, da der Fall eigentlich von großer Bedeutung ist. Emile arbeitete in einer Hutfabrik und hatte großen Spaß ...

Als ich mit Knock Out! begann, kannte ich die Geschichte von Emile Griffith nicht, was schade ist, da der Fall eigentlich von großer Bedeutung ist. Emile arbeitete in einer Hutfabrik und hatte großen Spaß daran, neue Kollektionen zu entwerfen, als ihn sein Chef – ein ehemaliger Amateur-Boxer – mit dem Ring bekannt macht. Er nahm Emile mit zum Training, ließ ihn ein paar Schläge üben und erkannte schnell, dass er sehr talentiert war. Emile war vom Boxen allerdings nicht so begeistert: Er wollte niemandem weh tun und verstand nicht, wie es Leuten Spaß machen konnte, sich gegenseitig zu verletzen. Doch seinem Chef zuliebe ließ er sich darauf ein und erkannte bald selbst, dass er außergewöhnlich gut war.

Er nahm an vielen Wettkämpfen und Meisterschaften teil, die er so gut wie alle gewann. Seine Siege halfen ihm außerdem bei seinem Job in der Hutfabrik – immer mehr Menschen kauften seine Kollektionen. Doch dann begegnete er Benny Paret und alles wurde anders. Bei ihrem ersten Kampf musste sich Paret geschlagen geben. Zutiefst in seinem Ego verletzt begann er, Griffith mit homophoben Beleidigungen außer Gefecht zu setzen. Und sein Plan zeigte Wirkung: Den zweiten Kampf gewann Paret. Doch die Beschimpfungen hörten nicht auf. Immer wieder nutzte Paret die Gelegenheit, Emile emotional zu schwächen. Bei ihrem dritten Kampf eskalierte dann alles: Emile zwang Benny Paret in eine Ecke und schlug immer wieder auf ihn ein. Seine Verletzungen waren so stark, dass er ins Koma fiel und wenige Tage später starb und Griffiths Leben änderte sich schlagartig – der ehemals gut gelaunte, beliebte Hutdesigner und talentierte Boxer wird zum Mörder und nicht nur seine Karriere droht zu zerbrechen.

Die Graphic Novel von Reinhard Kleist ist durchgehend in schwarz-weiß gehalten, was zum einen die Intensität der Geschichte unterstreicht, zum anderen aber auch zeigt, dass Emiles Leben genau das war: schwarz-weiß. Entweder Boxer in der Sportler- und Macho-Welt oder homosexueller Hutdesigner – vereinen konnte er seine beiden Leben nicht. In beeindruckenden Bildern zeigt Reinhard Kleist die Verwirrung und Unentschlossenheit Emiles, indem er sie teilweise vor dem Auge miteinander verschwimmen lässt. Die Pinselstriche sind in ernsten, energiegeladenen Situationen präzise und deutlich, in Momenten in denen Emile über sein Doppelleben und seine Handlungen nachdenkt sind sie ungenauer. Dies führt vor allem auch dazu, dass man als Leser eine viel engere Bindung zur Geschichte aufbauen kann und die Gefühle von Emile in sich aufsaugt. Das Vorsatz ist im Vergleich zum Rest der Graphic Novel farblich gestaltet: Zu Beginn in rot, man begleitet Emile in den Ring und bereitet sich auf den Kampf vor. Am Ende in blau, Emile sitzt verzweifelt auf einer Bank, geschockt, welche Konsequenzen der Sport und die Medien, die ihn umgeben, haben können. Rot und Blau – die Farbe der Wut, Gefahr und Dynamik vs. die Farbe der Ruhe, Kälte und Lüge. Ein Sport, zwei Emotionen. Ein Mann, zwei Leben.

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