Profilbild von KarinJ

KarinJ

Lesejury Profi
offline

KarinJ ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit KarinJ über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 22.03.2026

Die Qualität des Textes ist für mich nicht eindeutig bestimmbar

Eine Lüge, die Liebe, meine Familie und ich 1
0

Leider bezieht sich die Inhaltsangabe des Verlags auf den gesamten Roman und nicht auf seinen ersten Teil, der lange abbricht, bevor Ninas Familie insgesamt aufgetaucht ist. Im ersten Teil kommt Nina irgendwann ...

Leider bezieht sich die Inhaltsangabe des Verlags auf den gesamten Roman und nicht auf seinen ersten Teil, der lange abbricht, bevor Ninas Familie insgesamt aufgetaucht ist. Im ersten Teil kommt Nina irgendwann nachmittags an in Kanada, trifft ihren Ex, ihre Cousine und ihren Vater, und die Story hört auf, als sie am nächsten Tag in einem Café ihren Onkel trifft. Mehr als die halbe Familie fehlt dann noch. Was hat sie also innerhalb der vielen Seiten getan? Sie hat sich vor allem an frühere Aufenthalte am Blueberry-See erinnert, sich aber auch Gedanken über ihre aktuelle Situation gemacht, die beruflich und beziehungstechnisch Wünsche offen lässt. Eigentlich mag ich, wenn Zeitebenen mit einander verflochten werden. Allerdings finde ich ungeschickt, wenn man eine davon im Präsenz erzählen möchte. Dadurch dehnen sich Augenblicke unschön, wenn Nina von der Gegenwart abschweift. Das Buch zu lesen fiel mir schwer. Da gibt es für mich einen Widerspruch, den ich nicht begreife. Einerseits hatte die Autorin kreative Ideen für die Handlung und die sprachliche Umsetzung. Andererseits steht daneben so vieles, was ein Klischee oder eine Floskel ist. Das fängt an bei Nina, für die die Autorin meint, mit Naturkrause, Speckrolle und dickem Hintern wäre alles gesagt; damit könne man sich als Frau nur hässlich fühlen. Es geht weiter bei Matt, der so gebaut ist, dass Nina in eine Schwärmerei verfällt, die mir pubertär-übertrieben bis schmierig vorkam. Nina wurde mir unsympathisch. Ich habe das Schwierige an ihrer Lage nicht verstanden, welche mir dramatisiert erschien. Zusammengenommen bewerte ich dieses Buch mit 3 Sternen, werde die Reihe jedoch nicht weiter verfolgen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 18.03.2026

Etwas esoterisch, hat mich allerdings neugierig auf den Rest der Geschichte gemacht

Deine Seele in mir 1
0

Zwar mochte ich die esoterische Grundidee des Romans und einige Annahmen, die bei der Ausarbeitung anklangen, nicht besonders. Die Geschichte bzw. deren Anfang in diesem ersten Teil eines Serials fand ...

Zwar mochte ich die esoterische Grundidee des Romans und einige Annahmen, die bei der Ausarbeitung anklangen, nicht besonders. Die Geschichte bzw. deren Anfang in diesem ersten Teil eines Serials fand ich gut erzählt. Aus der Sicht der Hauptfigur Matt heraus wirken sein Erleben und seine Entwicklung, welche durch das Trauma des Prologs angestossen wurde, authentisch und nachvollziehbar. Auch wie er sich mit den Kents durch seinen Beruf eines Physiotherapeuten und wegen seiner Hilfsbereitschaft anfreundet, erschien mir glaubwürdig. Die Figuren wirkten sympathisch; selbst die nervige, egozentrische Geschäftsfrau weckte durch Matts Betrachtung etwas an Sympathie in Form von Mitleid. Die Darstellung des Innenlebens der Hauptfigur war gekonnt in die Handlung eingebettet und der Text las sich ohne Längen. Dieser erste Teil hat mich auf jeden Fall neugierig auf den Rest der Geschichte gemacht und erhält von mir 4 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.03.2026

Viel Einfühlung in die Hauptfiguren spürbar, überraschend, braucht etwas mehr Konzentration

Das Leben in meinem Sinn 1
0

Jetzt habe ich schon wieder den Beginn eines auf mehrere Veröffentlichungen aufgeteilten Romans erwischt. Obwohl mir diese Konzept nicht liegt und beim vorliegenden Buch der erste Teil am Schluss krass ...

Jetzt habe ich schon wieder den Beginn eines auf mehrere Veröffentlichungen aufgeteilten Romans erwischt. Obwohl mir diese Konzept nicht liegt und beim vorliegenden Buch der erste Teil am Schluss krass abgeschnitten wurde, habe ich mir trotzdem den Beginn eines weiteren Romans von Susanna Ernst heruntergeladen. Denn ich mochte Das Leben in meinem Sinn sehr. Der Anfang der Geschichte ist etwas geheimnisvoll mit dieser mysteriösen Entität, die sagt, sie sei kein Engel, jedoch Milliarden Schutzbefohlene hat und deren Geschick sacht zu lenken scheint. Ich wurde schnell neugierig, zumal die Handlung immer wieder überraschte mit einem Wechsel zwischen der Gegenwart und einer anderen Ebene. Ich brauchte etwas mehr Konzentration, um mich durchzufinden: Was ist das Jetzt und was ist die Vergangenheit, ein Traum oder eine Filmszene? Teils überlappen sich diese Ebenen sogar. Ich musste stellenweise etwas genauer lesen, damit alles klar bleibt. Dieses Verflochtene hat mir aber gefallen, nicht nur, weil es Abwechslung mit sich brachte, sondern auch Einfühlung in die Hauptfiguren, aus deren Perspektive heraus die Geschichte erzählt wird. Beide waren mir sympathisch. Sprachlich kommt die Autorin mit wenig Redewendungen aus, was den Text ehrlich und persönlich klingen lässt. Die Inhaltsangabe des Verlags halte ich für einen Missgriff, denn dieser Teil geht bei Weitem nicht so weit. Dass Ben sich verliebt haben könnte, klingt nur an. Er selbst hält es für Befangenheit. Am Film-Set hält sich die Geschichte nicht ganz so viel auf, wie man glauben würde, denn dieser Teil erzählt erst einmal von Ben, seinem bisherigen Leben und wie es passiert, dass er zu dieser Serie kommt. Die "ungeahnten Wege" sind noch gar nicht in Sicht. Insgesamt möchte ich diese Geschichte mit 4 Sternen bewerten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 12.03.2026

Einfühlsam wird die Situation zwischen einem alten Leben und dem Neuanfang beschrieben

Wenn dein Herz woanders wohnt – Sehnsuchtsträume
0

Mir gefällt das Konzept der Vorgeschichte besser, um einen Autoren kennenzulernen, als das Konzept, dass ein Roman in mehrere Teile zerlegt wird. Hier jedoch wurde der Schnitt gut gewählt: Ich hatte den ...

Mir gefällt das Konzept der Vorgeschichte besser, um einen Autoren kennenzulernen, als das Konzept, dass ein Roman in mehrere Teile zerlegt wird. Hier jedoch wurde der Schnitt gut gewählt: Ich hatte den Eindruck, Leonie hätte am Schluss die erste Hürde, eine Etappe auf ihrem Weg hinter sich gebracht; auch wenn sich der Text, wäre er eine Kurzgeschichte, zu ausführlich mit den Figuren beschäftigt und zu viele Handlungsstränge angelegt wurden. Die Inhaltsangabe des Verlags ist eigentlich falsch, da sie auf das Ende des Textes fokussiert und ignoriert, dass er hauptsächlich die Situation der beiden Hauptfiguren, aus deren Sicht die Story erzählt wird, darstellt. Den Anfang fand ich etwas unglücklich, weil für mich zu esoterisch mit den affirmativen Sätzen/Beschwörungsformeln am Spiegel und den Farbnamen. Das hat sich jedoch bald verwachsen und für mich harmonisch in die Geschichte eingefügt. Ich fand sie bald einnehmend, weil ich zunächst Leonie und später Thies in ihrer Situation sehr gut verstehen konnte und die Geschichte ohne Klischees auskommt. Ich fand sie sehr individuell, auch sprachlich entwickelte Judith Wilms ihren eigenen, persönlichen Stil. Und auch das, was ihre Figuren denken, wie sie erleben, wirkte auf mich individuell und damit glaubwürdig und berührend. Ich bin nicht abgeneigt, die Story weiter zu verfolgen, und bewerte sie mit 4 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 10.03.2026

Locker geschriebene Einleitung zum Anschlußroman. Die männliche Hauptfigur war mir total unsympathisch.

Was für ein Arsch! - Gleich und anders verliebt sich gern
0

Den Titel dieser Kurzgeschichte hatte ich rein auf das Thema Enemies to Lovers bezogen und war dann etwas überrascht, als es für den männlichen Part (Björn Bengt Becker, 43) zunächst um die Reize des weiblichen ...

Den Titel dieser Kurzgeschichte hatte ich rein auf das Thema Enemies to Lovers bezogen und war dann etwas überrascht, als es für den männlichen Part (Björn Bengt Becker, 43) zunächst um die Reize des weiblichen Parts (Louisa Stein, 28) ging. Er fährt sie fast vom Fahrrad und das Zweite, was ihm dazu einfällt, ist, dass er ihren Arsch phantastisch findet. Der Typ war mir von Anfang an unsympathisch, auch wenn seine Schwägerin meint: Du bist doch gar nicht so! Ich kann mir schwer vorstellen, dass im Anschlußroman aus dieser Kröte ein Prinz werden soll. Für mich gibt es keine Entschuldigung für seine Haltung zu Frauen. Lässt sie sich auf ihn ein, kann sie nicht die Richtige sein; er will die Scheuen erobern. Sein Prinzip auf sich selbst anzuwenden und es damit zu prüfen kommt ihm nicht in den Sinn. Geschrieben ist der Text locker und frisch. Allerdings kam mir das Ganze nicht wie eine Kurzgeschichte vor. Es war eher eine Einleitung, denn es fehlte eine Form von Abschluss. 2 Sterne von mir.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere