Unterhaltsam, Spannung verliert sich in Details
Die letzten Menschen / Oasis - The Last HumansJemand beschrieb seinen Eindruck von diesem Buch als "interessant, aber verwirrend" und dem schliesse ich mich an. Der Anfang der Geschichte, die Unterhaltung mit der eingebildeten Freundin über verbotene ...
Jemand beschrieb seinen Eindruck von diesem Buch als "interessant, aber verwirrend" und dem schliesse ich mich an. Der Anfang der Geschichte, die Unterhaltung mit der eingebildeten Freundin über verbotene Worte, hat mich einfach mitgezogen. Aber es ist eins der Bücher, wo man zunächst über verschiedene Vokabeln stolpert. Seien es futuristische wie Utility Fog oder schlicht geometrische wie Ikosaeder. Irgendwann hat sich das dann gegeben. Jedoch wusste ich bis zum Schluß nicht wirklich, wie ich mir Theodore oder seine Art vorstellen soll. Trotzdem ist das Ende befriedigend. Die Story fand ihren Abschluss (zumindest für diesen Teil der Trilogie) und für mich war sie insgesamt rund, wenn auch nicht immer sehr gut erzählt. Die Figuren blieben etwas blass; möglicherweise musste das so sein, damit das Ende offen bleibt. Jedoch kann man die Darstellung von Handlungen durchaus kritisieren. Anfangs nervte es mich ein bißchen, dass der Leser so oft wissen muss, dass Theo mit Phoe in Gedanken spricht. Man versteht das eigentlich recht schnell, und auch, dass stimmloses und besonders lautes Sprechen die gefährliche Ausnahmen sein müssen. Als zum Ende hin gekämpft wird, wurde es mir mit den ganzen Armen und Drähten zu kleinteilig. Hinter diesen Details verschwand für mich die Spannung. Trotzdem kann ich mir vorstellen, noch mehr von diesen Autoren zu lesen. Sie haben es geschafft, die von ihnen fantasierte Welt/Gesellschaft unterhaltsam darzustellen. Auch wenn man bei näherer Betrachtung sicher Ähnlichkeiten zum Werk anderer Autoren finden wird. Ich bewerte den Roman mit insgesamt 3 Sternen.