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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.09.2025

Unterhaltsam, Spannung verliert sich in Details

Die letzten Menschen / Oasis - The Last Humans
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Jemand beschrieb seinen Eindruck von diesem Buch als "interessant, aber verwirrend" und dem schliesse ich mich an. Der Anfang der Geschichte, die Unterhaltung mit der eingebildeten Freundin über verbotene ...

Jemand beschrieb seinen Eindruck von diesem Buch als "interessant, aber verwirrend" und dem schliesse ich mich an. Der Anfang der Geschichte, die Unterhaltung mit der eingebildeten Freundin über verbotene Worte, hat mich einfach mitgezogen. Aber es ist eins der Bücher, wo man zunächst über verschiedene Vokabeln stolpert. Seien es futuristische wie Utility Fog oder schlicht geometrische wie Ikosaeder. Irgendwann hat sich das dann gegeben. Jedoch wusste ich bis zum Schluß nicht wirklich, wie ich mir Theodore oder seine Art vorstellen soll. Trotzdem ist das Ende befriedigend. Die Story fand ihren Abschluss (zumindest für diesen Teil der Trilogie) und für mich war sie insgesamt rund, wenn auch nicht immer sehr gut erzählt. Die Figuren blieben etwas blass; möglicherweise musste das so sein, damit das Ende offen bleibt. Jedoch kann man die Darstellung von Handlungen durchaus kritisieren. Anfangs nervte es mich ein bißchen, dass der Leser so oft wissen muss, dass Theo mit Phoe in Gedanken spricht. Man versteht das eigentlich recht schnell, und auch, dass stimmloses und besonders lautes Sprechen die gefährliche Ausnahmen sein müssen. Als zum Ende hin gekämpft wird, wurde es mir mit den ganzen Armen und Drähten zu kleinteilig. Hinter diesen Details verschwand für mich die Spannung. Trotzdem kann ich mir vorstellen, noch mehr von diesen Autoren zu lesen. Sie haben es geschafft, die von ihnen fantasierte Welt/Gesellschaft unterhaltsam darzustellen. Auch wenn man bei näherer Betrachtung sicher Ähnlichkeiten zum Werk anderer Autoren finden wird. Ich bewerte den Roman mit insgesamt 3 Sternen.

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Veröffentlicht am 03.09.2025

Abwechslungsreiche Story, aber zu viel Hin und Her und billige Cliffhanger

Allein gegen die Lüge
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Mich konnte der Roman nicht überzeugen. Ich stimme zu: Er unterhält solide, aber den Namen des Autors merke ich mir nur zum zukünftigen Vermeiden. Es beginnt auf dem Cover mit der Genre-Zuweisung, dem ...

Mich konnte der Roman nicht überzeugen. Ich stimme zu: Er unterhält solide, aber den Namen des Autors merke ich mir nur zum zukünftigen Vermeiden. Es beginnt auf dem Cover mit der Genre-Zuweisung, dem Titel und der Inhaltsangabe im Klappentext: alles unzutreffend. "Allein gegen die Lüge" ist in diesem Roman niemand unterwegs. Vielmehr fällt auf, dass so ziemlich jede der Figuren ein größeres, unterstützendes Netzwerk hat. Matt (der eine überlebende Sohn) muss ausserdem überhaupt nichts herausfinden - die Story ist stattdessen, dass er vom FBI wegen des Tods seiner Eltern kontaktiert wird, er dann wegen Formalitäten der Überführung nach Mexiko fliegt und dann nahtlos anschließend zur Beerdigung in Nebraska, wo die Story dann ihr Ende findet. Man hat vollkommen falsche Erwartungen, wenn man aufgrund Titel und Klappentext denkt, man bekäme eine Art Ermittlung erzählt. Der Fall wird durch Rückblenden dargestellt und aufgedeckt und kaum durch Ermittlung, die dann sowieso das FBI übernimmt. Diese Rückblenden und die vielen Perspektivenwechsel machen die Geschichte abwechslungsreich, dem stimme ich zu. Aber mir wurde es ehrlich gesagt zu viel. Bei mir hat es z. B. so gar nicht gefunkt, das Private der Agentin zu erfahren. Es ging mir zu viel hin und her. Ich fand es auch schlecht gemacht, dass der Autor oft mit einem Knalleffekt raus aus einer Perspektive geht und, bis man dann zur Auflösung dieses Knallers kommt, fragt man sich: Wer war das nochmal? (Ach so, da war ja was.) Ich finde es sowieso recht billig, wenn man versucht Spannung und Interesse zu erzeugen, indem man einfach aus einer Situation rausgeht. Ich finde das nicht spannend, sondern eher frustrierend. In diesem Roman sind einige Cliffhanger bei mir abgestürzt. Dagegen finden sich für einen Thriller recht wenige Szenen mit Spannung im Sinne von Gefahr. Für mich ist die Genre-Zuweisung verfehlt. Plot-twists, die der Roman ja auch enthalten soll, fand ich keinen einzigen. Ich fand jedoch auch, dass der Roman recht viele Klischees enthält, auch wenn die FBI-Agentin einen Hausmann zuhause hat. Auch sprachlich war er recht konventionell und enthielt die üblichen Bilder und Redewendungen. Die Figuren waren teils sympathisch. Allerdings fiel mir auch auf, dass sie hochgejubelt wurden. Möglicherweise ist das was Amerikanisches. Amerika eben, das Land der Superlative. Zusammengefasst bewerte ich diesen Krimi mit 3 Sternen.

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Veröffentlicht am 19.08.2025

Wir wurden keine Freunde

Mirabella
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Hat zwar Tempo, ich fand es aber altbacken und stereotyp und habe es bald abgebrochen.

Hat zwar Tempo, ich fand es aber altbacken und stereotyp und habe es bald abgebrochen.

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Veröffentlicht am 18.08.2025

Gelungener Reihen-Auftakt. Ich kann mir vorstellen, die Reihe weiterzuverfolgen.

Hummelstich - Ein Mord kommt selten allein
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Nach meiner Meinung liest sich der Roman recht flüssig. Der Schreibstil und die Art der Darstellung hatten mich schnell eingefangen. Das wurde alles lebendig und abwechslungsreich erzählt, so dass ich ...

Nach meiner Meinung liest sich der Roman recht flüssig. Der Schreibstil und die Art der Darstellung hatten mich schnell eingefangen. Das wurde alles lebendig und abwechslungsreich erzählt, so dass ich mich rasch für die Story zu interessieren begann und auch wissen wollte, wie sie ausgeht. Die Figur der Bea von Maarstein war für mich angenehm quirlig und unkonventionell und Sven Grüneis und Borwin Wandelohe waren mir sympathisch. Die zahlreichen Figuren konnte man sich aufgrund der passenden Namen gut merken (z.B. die Bestatter Ruhe und Erdmann). Spätestens beim "persönlichkeitsgestörten Papageien" bröckelte dann die Zuneigung etwas, weil der Ausdruck mehrmals wiederholt wurde und ich die Begeisterung für den Begriff oder für die Idee dahinter nicht teilen konnte. Es fiel dann das ein oder andere Klischee auf, Bea stellte ungeschickte Fragen und, als sie zum Apotheker kam, ging mir die künstlerische Freiheit zu weit. Ich finde, dass man sich in einer realistischen Geschichte an die Regeln unserer Wirklichkeit halten muss (auch auf dem Dorf darf ein Apotheker keine Medikamente verschreiben). Die Auflösung war durchaus nett, aber auch unrealistisch und sinnlos aufgebauscht. Das sind Abstriche, mit denen ich zu einer Bewertung von 4 Sternen komme. Der Roman spielt übrigens in einem fiktiven Dorf nahe dem thüringischen Bad Frankenberg mit dem Schiefen Turm.

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Veröffentlicht am 10.08.2025

Stimmung entwickelt sich erst mit der Zeit ins Positive, abwechslungsreiche Story

Tanz im Staudenbeet
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Vorne weg kann ich bereits sagen, dass mir die Cosy-Krimis von Coco Eberhardt besser gefallen. Der Einstieg in die Story war nicht amüsant. Trotz der Inhaltsangabe war das überraschend. Ich hatte erwartet, ...

Vorne weg kann ich bereits sagen, dass mir die Cosy-Krimis von Coco Eberhardt besser gefallen. Der Einstieg in die Story war nicht amüsant. Trotz der Inhaltsangabe war das überraschend. Ich hatte erwartet, dass der Burnout der Hauptfigur Cornelius Schindelbeck in der Liebesgeschichte eine Kleinigkeit darstellt, die die Handlung rasch hinter sich lässt. Doch Cornelius ist ernsthaft krank, zudem uneinsichtig und es gibt deswegen viel Streit mit seiner Lebensgefährtin. Seine Reizbarkeit und schlechte Stimmung kamen bei mir als Leserin unvermutet deutlich an. Cornelius wird allerdings recht bald bei seinen Eltern abgeliefert, wo er zwar derselbe Stinkstiefel ist. Dort gibt es aber mehrere Figuren, die bunt und lebenslustig sind und als positives Gegengewicht zum negativen Cornelius die Stimmung ins Gleichgewicht bringen. Man kann jedoch gut nachvollziehen, was Cornelius bewegt. Daher wurde er mir trotzdem bald sympathisch, so wie auch die übrige Familie. Die meisten Figuren hatten einen kleineren Part und blieben daher etwas blass. Cornelius Verlobte Ines kam allerdings nach meiner Meinung etwas schlecht weg. Anfangs fand ich ihr Verhalten gegen Cornelius nachvollziehbar, obwohl man im Roman dazu eine gegenteilige Haltung hatte und auf ihr herumhackte. Ich fand es positiv, dass immer etwas geschieht in dieser abwechslungsreichen Story und dass es nicht immer nur mit Cornelius und Paula oder Ines zu tun hat. Dabei ist es der Autorin sehr gut gelungen, alle Ereignisse zu einem Gesamtbild zu verknüpfen, und ich fand die Entwicklung der Geschichte um Cornelius realistisch und glaubwürdig. Desöfteren sind ihr die Sätze allerdings zu lang geraten. An einer Stelle fand ich einen Schlangensatz mit 7 "Anhängseln". Immer wieder gibt es in der Story kleine Hinweise auf die Landschaft, in der man sich befindet. Und wer aus der Gegend von Oberhausen, Weißenhorn, Neu-Ulm kommt, findet das vielleicht gut. Ich gebe diesem Roman 4 Sterne.

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