Authentische Protagonisten und tolle Geschichte
The Charlie Method»The Charlie Method« war einfach rundum schön zu lesen. Knapp kein Highlight für mich, weil vieles vorhersehbar war, aber ich mochte die Handlung und Charaktere sehr.
Charlotte / Charlie war gut getroffen. ...
»The Charlie Method« war einfach rundum schön zu lesen. Knapp kein Highlight für mich, weil vieles vorhersehbar war, aber ich mochte die Handlung und Charaktere sehr.
Charlotte / Charlie war gut getroffen. Sie versteckt ihr wahres Ich vor der Welt und hat Angst davor ihre Bedürfnisse und Interessen zu zeigen. Angst davor zuzugeben, dass sie als Adoptivkind ihre Wurzeln sucht. Angst vor der Reaktion anderer. Angst vor Ablehnung. Gleichzeitig (oder vielleicht auch deshalb) war es schön zu sehen, wie sie in Becks und Wills Nähe loslassen und einfach pur sie selbst sein konnte.
Beck und Will waren wundervoll. Ihr Umgang miteinander war brüderlich und innig vertraut, der Umgang mit Charlotte Zucker pur. Sehr viel Fürsorge, sehr viel aufeinander acht geben, sehr viel Feinfühligkeit. Dass beide Hockeyspieler waren, war eher nur eine Randgeschichte. In der Beziehung mit Charlotte ist mir vor allem die Harmonie und der gegenseitige Respekt besonders in Erinnerung geblieben.
Und dann gibt's ja auch noch den Next-Level-Spice... Der ganz eindeutig nicht zu kurz kam. Aber dabei habe ich es nie als übertrieben, kitschig oder zum Augenrollen empfunden. Eher war es für mich sehr natürlich in die Geschichte eingebunden.
Gegen Ende hin waren dann ein paar Kapitel dabei, die mir alles zu sehr und unnötig in die Länge gezogen haben, und gleichzeitig wurden ein paar Punkte unkommentiert nicht mehr weiterverfolgt (Stichwort D.!). Letztendlich hat sich aber alles flüssig lesen lassen, Emotionen wurden glaubhaft vermittelt und hey, dass polyamore Beziehungen endlich Einzug in New Adult gefunden haben, ist auch positiv hervorzuheben. Lesen lohnt sich!