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Veröffentlicht am 15.12.2025

Auch für Nicht-Fans zu empfehlen

Before I met Supergirl
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Wenn ich Rea Garvey in einer TV-Show sehe, versprüht er meist gute Laune, hat einen Humor den ich mag und kommt generell sehr sympathisch rüber. Daher hat mich auch seine Biografie sehr interessiert, auch ...

Wenn ich Rea Garvey in einer TV-Show sehe, versprüht er meist gute Laune, hat einen Humor den ich mag und kommt generell sehr sympathisch rüber. Daher hat mich auch seine Biografie sehr interessiert, auch wenn ich jetzt kein besonders riesiger Fan von Rea bin. Aber ich sehe ihn gern in Shows und höre auch gern seine Musik wenn sie im Radio kommt, und habe ihn sogar auch schon 2x live gesehen beim Donauinselfestival in Wien.

Wenn er das Hörbuch selbst eingesprochen hätte, hätte ich auch gern dazu gegriffen. So aber habe ich mich für das Buch entschieden, und beim Lesen dennoch die ganze Zeit seine Stimme im Kopf gehabt, als ob er mir das alles erzählen würde. Insofern würde ich sagen, dass der Schreibstil auf jeden Fall authentisch wirkt (selbst wenn das ganze ja auch nochmal übersetzt wurde).

Ich persönlich fand den Teil über seine Kindheit und Jugend am interessantesten. Vielleicht auch, weil man darüber bisher wirklich am wenigsten wusste. Manchmal hatte ich beim Lesen das Gefühl, wir befinden uns in vor laaanger Zeit, vielleicht so wie "Die Asche meiner Mutter". Wenn man allerdings bedenkt dass Rea 1973 geboren wurde, müssen die Geschehnisse in den 80ern stattgefunden haben. Es ist auch nicht so, dass Rea Garvey aus ärmlichen Verhältnissen stammt. Er, seine Eltern und seine Schwestern waren eine ganz normale bürgerliche und kinderreiche Familie, typisch irisch eben. Vielleicht ist es aber tatsächlich der "Irland-Faktor", der das ganze ein bisschen düsterer und "älter" erscheinen ließ als es tatsächlich war.

Über seine Anfänge in Deutschland hat er schon einmal in so einer Art 'Homestory' im Fernsehen erzählt, da kannte ich einiges schon. Aber auch dieser Teil war interessant und unterhaltsam zu lesen.

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Veröffentlicht am 05.10.2025

Joes Geschenk an seine Tilly

Das Jahr voller Bücher und Wunder
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Zufälligerweise habe ich erst zu Beginn des Jahres mit "Pack up the Moon" von Kristan Higgins einen ganz ähnlichen Roman gelesen. Dort bekommt der Witwer 12 Briefe, einen jeden Monat mit einer speziellen ...

Zufälligerweise habe ich erst zu Beginn des Jahres mit "Pack up the Moon" von Kristan Higgins einen ganz ähnlichen Roman gelesen. Dort bekommt der Witwer 12 Briefe, einen jeden Monat mit einer speziellen Aufgabe für ihn.
Tilly hier erhält von ihrem Joe nun Bücher (und auch jeweils einen Brief dazu), doch auch diese sind - manchmal indirekt, manchmal aber auch ganz klar - mit einer Aufgabe versehen, die am Ende alle denselben Zweck haben. Tilly soll sich nicht daheim verstecken vor der Welt und einkugeln, sondern sie soll weiterleben, Menschen treffen, etwas erleben und neue Erinnerungen schaffen. Und nach anfänglichem Zögern lässt sich Tilly auf diese Buchgeschenke aus dem Jenseits ein und man spürt dabei richtig die Entwicklung, die Tilly während dieses Jahres macht.

Doch nicht nur wir LeserInnen, auch Buchhändler Alfie begleitet Tilly bei diesen ganz speziellen Aufgabe. Anfangs nur, indem er ihr das monatliche Buch aushändigt, wird er später immer involvierter.
Als Alfie das erste Mal im Buch beschrieben wird, hatte ich ja einen älteren Herren vor Augen. Doch dann entpuppt er sich doch als junger Mann, der mehr ist als nur ein alleinstehender Mann mit Buchladen.

Ein schönes Buch, das für mich auch gut in die Lesezeit im Herbst passte obwohl es doch über ein ganzes Jahr hinweg spielt.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Genialer Vorleser seiner eigenen Geschichte

Gebt mir etwas Zeit
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Von Hape Kerkeling kenne ich schon seine Kindheit und seine Reise zu sich selbst, nachdem er bereits beruflich sehr erfolgreich war aber gesundheitlich am Ende.
Nun folgt im neuesten Buch ein weiterer ...

Von Hape Kerkeling kenne ich schon seine Kindheit und seine Reise zu sich selbst, nachdem er bereits beruflich sehr erfolgreich war aber gesundheitlich am Ende.
Nun folgt im neuesten Buch ein weiterer wichtiger Abschnitt seines Lebens: seine Jugend und der Beginn des Erwachsenwerdens. Seine Anfänge beim Fernsehen, die ersten Jobs und schnell auch schon eigene Shows, seine erste Begegnung mit Duncan in einer Amsterdamer Bar und die darauf folgende erste richtig große Liebe. Diesen Teil der Geschichte habe ich mit großer Spannung und auch vielen Emotionen im Herzen verfolgt.

Dazwischen gibt es immer wieder auch die Geschichte von Hapes Urahnen, die - wie eine DNA-Analyse ergab - aus den Niederlanden stammten. Und so schreibt Hape auf, wie sich das Leben dort für seine Vorfahren wohl zugetragen haben mag.
Ebenso ergab diese DNA-Analyse, dass er über seine Oma Bertha wohl auch mit dem englischen Königshaus verwandt ist. Da wurde es dann auch für mich wieder etwas spannender mit der Ahnenforschung, und diese Episode des Aufeinandertreffens von Uroma und König beschreibt Hape Kerkeling auch herrlich amüsant.

Bei Biografien, die vom Autor selbst gelesen werden, greife ich sehr gern zum Hörbuch. Das wirkt noch einmal einen Tick realistischer, als ob mir der Herr Kerkeling das alles bei Kaffee & Kuchen erzählen würde. Vor allem, weil er auch so genial verschiedene Stimmen und vor allem auch Dialekte imitieren kann. Es war mir ein Fest, ihm zuzuhören!

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Liebelei in Dubai

Kein Herzensbrecher ist auch keine Lösung
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Ich kann ja die Lobhudeleien auf Dubai gar nicht verstehen. Allerdings kenn ich es auch gar nicht hautnah, nur durch Social Media, und da ist immer alles nur Schicki-Micki-Getue. Für Luke und Roxy ist ...

Ich kann ja die Lobhudeleien auf Dubai gar nicht verstehen. Allerdings kenn ich es auch gar nicht hautnah, nur durch Social Media, und da ist immer alles nur Schicki-Micki-Getue. Für Luke und Roxy ist es aber diiee Traumstadt schlechthin, wohin sie aus ihrer Heimat England geflüchtet sind.
Was für ein Business die beiden zusammen führen, hab ich schon fast vergessen, dabei hab ich es gestern erst fertig gehört. Ich glaube es war was mit Immobilien, aber das ist tatsächlich auch völlig egal. Es geht hier einzig und allein um die zwei Protagonisten und ein bisschen Familien-Backstory.

Was ich sehr gut fand war, dass der männliche Part hier nicht zunächst als großes Ekel präsentiert wird, der erst seine gute Seite aus dem Innersten hervor holen muss. Auch Roxy, die weibliche Hauptperson, war mir sehr sympathisch. Einzig der Ex-Freund wurde zu klischeehaft und sehr unauthentisch skizziert. Alles andere hätte wahrscheinlich zu viele extra Szenen benötigt, die sich die Autorin gespart hat um schneller zum Punkt zu kommen - nämlich zur Liebesgeschichte zwischen Luke & Roxy.
Damit nicht alles zu glatt geht, gibt's natürlich auch noch ein bisschen Drama vor dem Happy-End. Aber die Aufregung hält sich im Rahmen, und das ist ja auch genau meins.

Ich habe das Hörbuch innerhalb von 2 Tagen gehört, während ich nebenbei meinen Keller umsortiert habe. Und dabei war mir das Buch ein guter Begleiter.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Einmal quer durch Seattle

Today Tonight Tomorrow
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Ab und an lese ich gern noch Bücher aus dem Young Adult Genre, auch wenn ich selbst schon viele Jahre älter bin. Aber ich bilde mir ein, ich kann mich noch ganz gut in dieses Gefühl der Unsicherheit und ...

Ab und an lese ich gern noch Bücher aus dem Young Adult Genre, auch wenn ich selbst schon viele Jahre älter bin. Aber ich bilde mir ein, ich kann mich noch ganz gut in dieses Gefühl der Unsicherheit und ersten Verliebtheit hinein versetzen und mit den Protagonisten mitfühlen.

Auch mit Rowan und Neil bin ich recht schnell warm geworden. Die beiden haben gerade als Jahrgangsbeste ihre High School abgeschlossen und befinden sich nun auf so einer Art Schnitzeljagd, die von der Schulstufe organisiert wird und sie durch ihre gesamte Heimatstadt Seattle führt. Das ermöglicht uns LeserInnen auch, diese interessante Stadt etwas kennen zu lernen. Das Hauptinteresse liegt aber natürlich auf Rowan und Neil, die ihre gesamte Schulzeit hinweg immer Konkurrenten um den 1. Platz in quasi allem waren. Das ist bei dieser Schnitzeljagd nicht anders, und doch müssen sie dafür zunächst einmal zusammen arbeiten.

Ich fand diese Schnitzeljagd ein bisschen over the top. Was muss das für ein Aufwand sein, gibt es sowas wirklich an amerikanischen High Schools? Wir haben damals an unserem letzten Schultag komische Verkleidung wie beim Fasching angehabt, mit den Lehrern ein paar Spiele im Schulhof gemacht und sind danach noch lärmend durch die Altstadt gezogen.
Jedenfalls, wenn man die Umstände aber erstmal so hinnimmt, wie sie nun mal sind, dann kann man an der Geschichte durchaus sehr viel Freunde haben!

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