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Kate_nte

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2025

Beruht auf einer wahren Begebenheit

Hurlebaus und das rote Kleid
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Eine Frau verschwindet spurlos. War es Liebe oder ein Verbrechen? Kommissarin Olga Oleg holt Hurlebaus zur Hilfe, der selbst knapp einem Anschlag entkommt. Zwischen familiären Geheimnissen, Mafia-Spuren ...

Eine Frau verschwindet spurlos. War es Liebe oder ein Verbrechen? Kommissarin Olga Oleg holt Hurlebaus zur Hilfe, der selbst knapp einem Anschlag entkommt. Zwischen familiären Geheimnissen, Mafia-Spuren und dem entscheidenden roten Kleid entfaltet sich ein packender Krimi voller Spannung und Wendungen.

Der Krimi lässt sich leicht und flüssig lesen. Was wie ein gewöhnlicher Vermisstenfall beginnt, entwickelt sich schnell zu einer vielschichtigen Geschichte über Familie, Liebe, Verlust und die Suche nach Wahrheit.

Spannung und Gefühl werden hier super miteinander verbunden. Ich mochte besonders, dass die Figuren Ecken, Kanten und echte Emotionen haben. Hurlebaus und Olga sind mit ihren Liebesbeziehungen sicher nicht immer professionell, aber das macht sie greifbarer. Hurlebaus ist kein typischer Ermittler, sondern jemand, der mitdenkt, zweifelt und manchmal aneckt. Genau das macht ihn so glaubwürdig.

Das Buch spricht Themen an, die man in Krimis selten findet etwa Neurodiversität. Das gibt der Geschichte Tiefe, ohne sie schwer zu machen. Trotzdem bleibt die Handlung spannend. Es gibt überraschende Wendungen, ein paar richtige Schockmomente und eine Atmosphäre, die bis zum Schluss fesselt.

Das Lokalkolorit gefällt mir sehr gut, besonders, wenn man die Gegend kennt.

Vorkenntnisse zum Vorgängerband hätten mir persönlich geholfen die Geschichte besser zu verstehen.

Ich hätte mir auch gerne etwas mehr Zeit für die Auflösung gewünscht. Der Schluss kam mir etwas zu schnell, aber das schmälert das Lesevergnügen kaum.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Friede, Freude Eierkuchen und spannend zugleich

Lorenz Lovis / Tote wohnen besser
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Ein schönes Wiedersehen mit alten Bekannten. Nach einem kurzen Überblick über alle Bewohner (sowohl menschlich als auch tierisch) vom Messnerhof, steckt man direkt im Mordfall. Ohne langes Vorgeplänkel ...

Ein schönes Wiedersehen mit alten Bekannten. Nach einem kurzen Überblick über alle Bewohner (sowohl menschlich als auch tierisch) vom Messnerhof, steckt man direkt im Mordfall. Ohne langes Vorgeplänkel mitten im Geschehen.

Lorenz Lovis ist mir wieder sympathisch, auch wenn er nicht unbedingt die hellste Kerze auf der Torte ist. Gerade weil er von einem Fettnäpfchen ins nächste tappt und manchmal etwas naiv ist, hat er einen besonderen Charme. Wobei er sich ganz gerne mal selbst im Weg steht. Seine Beziehung zu Angelika verfolgt man mit einem gewissen Schmunzeln und der Hoffnung, dass er es diesmal nicht vergeigt.

Der Schreibstil ist locker, leicht und sehr angenehm zu lesen. Ich konnte mir alles bestens vorstellen. Besonders gut gefallen hat mir der Humor, der oft zwischen den Zeilen steckt und mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht hat. Ein flüssig geschriebener, spannender und humorvoller Krimi mit viel Charme.

Sehr schön finde ich auch die sprachliche Vielfalt mit italienischen und ladinischen Einschüben im Buch. Natürlich mit passender Übersetzung, so bleibt alles verständlich und authentisch.

Die Handlung nimmt nach und nach Fahrt auf, man kann gut miträtseln und zum Schluss geht es rasant zur Auflösung - spannend, aber stimmig und absolut befriedigend. Ein richtig schönes Ende, das Lust auf mehr macht. Ich bin schon gespannt auf den nächsten Fall von Lorenz Lovis!

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Veröffentlicht am 07.09.2025

nichte bleibt wie es war

Finale Curioso
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In einer Villa bei Bozen ereignet sich ein grausamer Mehrfachmord. Zeitgleich sorgt ein raffinierter Betrugsfall für Aufsehen, während ein vermeintlich belangloser Diebstahl plötzlich an Gewicht gewinnt. ...

In einer Villa bei Bozen ereignet sich ein grausamer Mehrfachmord. Zeitgleich sorgt ein raffinierter Betrugsfall für Aufsehen, während ein vermeintlich belangloser Diebstahl plötzlich an Gewicht gewinnt. Nach und nach verstrickt sich alles in ein dichtes Netz aus Macht, Einfluss und Täuschung. Für die Beteiligten wird es immer schwerer, den richtigen Weg zu finden, Entscheidungen müssen getroffen werden, Rollen verschieben sich, und niemand bleibt, wer er zuvor war.

Mit Finale Curioso ist Ralph Neubauer ein spannender Abschluss seiner Krimireihe gelungen. Der Roman überzeugt durch eine logisch aufgebaute Handlung, viel Lokalkolorit und sympathische Protagonisten, die den Leser schnell in die Geschichte hineinziehen. Besonders die regionalen, sehr gut recherchierten Bezüge machen den Krimi lebendig und geben ihm eine ganz eigene Note.

An einigen Stellen wirkt die Erzählung jedoch etwas langatmig, vor allem dort, wo Details ausgeführt werden, die nicht unbedingt zum eigentlichen Kriminalfall gehören. Als Einzelband hätte man auf manches verzichten können, im Kontext des Reihenfinales ergibt es jedoch durchaus Sinn und fügt sich stimmig in das Gesamtwerk ein.

Alles in allem ist Finale Curioso ein gut lesbarer, atmosphärischer Krimi, der spannende Unterhaltung bietet und die Reihe auf runde Weise abschließt.

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Veröffentlicht am 30.08.2025

sagenhaft schönes Südtirol

Teufel, tanz mit mir!
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Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina geben sich das Ja-Wort. Doch noch während die Hochzeitsglocken klingen, wird in der nahen Burgruine ein junger Mann erhängt entdeckt. Inszeniert wie bei alten ...

Filippo Magnabosco und Carmela Pasqualina geben sich das Ja-Wort. Doch noch während die Hochzeitsglocken klingen, wird in der nahen Burgruine ein junger Mann erhängt entdeckt. Inszeniert wie bei alten Hexenritualen. Das Opfer war der schwarzen Magie verfallen und die Liste der Verdächtigen ist lang.

Der Krimi hat mich sofort mit seinem Südtirol-Flair gepackt, die regionalen Ausdrücke, Ortsangaben und Bezeichnungen geben der Geschichte ein tolles Lokalkolorit. Ich habe manches sogar gegoogelt, was das Ganze noch lebendiger machte. Die Atmosphäre ist einfach toll.

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig, das Ermittlerpaar Magnabosco und Pasqualina wirkt sympathisch und herzig in seiner Verliebtheit. Was ein guter Kontrast zu den eher gruseligen Morden bietet.

Spannend fand ich die Verknüpfung mit Hexenverfolgungen in der Region. Dazu gibt es interessante Hintergrundinfos, die die Geschichte vertiefen. Gleichzeitig spielt die Autorin mit unwirklichen Elementen, etwa einer geheimnisvollen 400-jährigen Frau. Das ist zwar ein bisschen skurril und klingt eher nach Fantasy als nach Krimi, macht den Fall aber besonders. Man muss sich hier auf etwas „Hokuspokus“ einlassen, was aber gut zur Stimmung passt. Natürlich gibt es aber eine logische Erklärung.

Humorvolle Momente gibt es auch. So entsteht eine gute Balance.

Das Ende war für meinen Geschmack etwas knapp, da hätte man ruhig noch mehr ausschmücken können. Wie das ein oder andere über das Buch hinweg auch. Meine Vermutungen haben sich zwar größtenteils bestätigt, aber zum Schluss wurde ich dann doch nochmal überrascht.

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Veröffentlicht am 27.08.2025

detailreicher Krimi

DER SCHWARZE OKTOPUS
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Auf Paros kehrt nach dem Sommer Ruhe ein. Polizeibeamtin Christina Strátou plant erholsame Tage mit ihrer Familie, doch der Tod eines bekannten Inselbewohners zerstört die Idylle. Was wie ein klarer Fall ...

Auf Paros kehrt nach dem Sommer Ruhe ein. Polizeibeamtin Christina Strátou plant erholsame Tage mit ihrer Familie, doch der Tod eines bekannten Inselbewohners zerstört die Idylle. Was wie ein klarer Fall aussieht, entpuppt sich bald als Beginn einer Bedrohung, die weit über die Insel hinausreicht. Christina gerät in ein Netz aus Lügen und Gewalt und ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Der Einstieg in den Krimi war für mich nicht ganz einfach. Die ausführlich geschilderten Gedanken des Täters gleich zu Beginn haben mich eher verwirrt zurückgelassen. Auch die vielen griechischen Namen machten es mir anfangs schwer, richtig in die Geschichte hineinzufinden. Hilfreich wäre es gewesen, wenn das Personenverzeichnis, welches am Ende eingefügt ist, direkt am Anfang gestanden hätte.

Doch sobald man sich eingelesen hat, pack einen die Handlung. Besonders Kommissarin Christina Strátou ist mir sehr sympathisch geworden. Sie wirkt nahbar und authentisch, gerade weil sie versucht ihr Privatleben und die Herausforderung, Job und Familie unter einen Hut zu bringen.

Sehr gelungen ist auch die Atmosphäre. Die Beschreibungen der Insel, der Düfte, des Essens und der griechischen Gemeinschaft lassen die Umgebung lebendig werden. Auch die kleinen Einblicke in Traditionen und Geschichten der Insel bereichern das Leseerlebnis und geben dem Krimi eine besondere Färbung.

Spannend sind zudem die kurzen Passagen aus Sicht des Täters, die einen zusätzlichen Nervenkitzel schaffen. Auch wenn gerade der Mord sehr brutal ist und man merkt, dass selbst der Täter mit seiner Tat zu kämpfen hat. Interessant ist, dass fast alle Verdächtigen oder Zeugen etwas zu verschweigen scheinen, was die Spannung zusätzlich anheizt.

Es gibt viele kleine Nebengeschichten, Szenen und alles wird sehr detailreich geschildert. Für manche eher langweilig für andere eine Bereicherung. Wenn man sich erstmal darauf eingelassen hat und sich eingelesen hat, wird mit einer unterhaltsamen und packenden Lektüre belohnt.

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