Platzhalter für Profilbild

Kathi1984

aktives Lesejury-Mitglied
offline

Kathi1984 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kathi1984 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 29.05.2024

Fußball und ein bisschen Magie

Die Zauberkicker, 5, Schattenspiel
0

Die Buchreihe für Kinder und Jugendliche um die Zauberkicker umfasst mittlerweile bereits einige Bände. In Band fünf „Schattenspiel“ befinden sich die Hauptprotagonisten in einem Zeltlager, das als Trainingslager ...

Die Buchreihe für Kinder und Jugendliche um die Zauberkicker umfasst mittlerweile bereits einige Bände. In Band fünf „Schattenspiel“ befinden sich die Hauptprotagonisten in einem Zeltlager, das als Trainingslager für ein Pokalspiel dient. Das Abenteuer nimmt seinen Lauf, als ausgerechnet dann noch der Trainer verschwindet und die Bande alleine lässt. Der kleine Waschbär Péle ist natürlich auch immer mit dabei und ist ein für die Truppe ein magisches Maskottchen.

Mika als das Power-Mädchen hat mir von den Protagonisten am meisten gefallen. Sie kommt sehr sympathisch rüber. Robin als der typische Draufgänger bereichert die Geschichte mit humorvollen Einlagen. Aus meiner Sicht hilft es, Band 1 zu lesen, um die Charaktere der Geschichte in ihren Handlungen besser verstehen zu können.

Insgesamt ist das Buch kein Pageturner und andere Bände der Reihe sind spannender. Allerdings behandelt die Geschichte wichtige Themen wie Freundschaft, Zusammenhalt und Abenteuer.

Die Geschichte ist schön erzählt, eignet sich zum Selbstlesen für etwas geübte Leser, aber auch noch gut zum Vorlesen. Die Illustrationen im Buch sind schön gestaltet, aber leider in schwarz-weiß gehalten.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 16.05.2024

Lebensbejahende Erzählung

25 letzte Sommer
0

Stephan Schäfer: 25 letzte Sommer
In seinem Roman erzählt Stephan Schäfer von einer lebensverändernden Begegnung des Ich-Erzählers mit dem Kartoffelbauern Karl, dem er zufällig begegnet.
In Folge dieser ...

Stephan Schäfer: 25 letzte Sommer
In seinem Roman erzählt Stephan Schäfer von einer lebensverändernden Begegnung des Ich-Erzählers mit dem Kartoffelbauern Karl, dem er zufällig begegnet.
In Folge dieser zufälligen Begegnung verbringen die beiden Protagonisten zwei Wochenenden miteinander und tauschen sich über die großen Fragen des Lebens aus.

Karl steht für das einfache Leben, in dem man mit sich selbst im Einklang ist und sich nicht durch gesellschaftliche Anforderungen durch das Leben treiben lässt oder sich unter Druck setzt, sich selbst zu optimieren. Auf der anderen Seite sehen wir den Ich-Erzähler, der zunächst rund um die Uhr erreichbar ist und sich dem Druck der Gesellschaft sein Leben lang gebeugt hat. Durch die Begegnung mit Karl lernt er, sich selbst wieder mehr zu spüren und seine Prioritäten neu zu setzen.

Das Buch umfasst nur 170 Seiten, aber auf jeder einzelnen Seite wird warmherzig und zum Nachdenken anregend diese Geschichte erzählt. Dieses Büchlein ist eine absolut lebensbejahende Auseinandersetzung der großen Fragen des Lebens. Wo wollen wir hin? Was wollen wir noch erreichen? Welche Veränderungen sind dafür notwendig und sind wir bereit, diese einzugehen?
Absolute Kaufempfehlung meinerseits!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 23.04.2024

Spannung und Sachwissen

PLAYMOBIL Wiltopia. Diebe in der Savanne
0

Die Playmobil-Geschichte Wiltopia Diebe in der Savanne erzählt von der Forschungsreise der Familie Palmer in die Savanne. In Tansania beschäftigt sich die Mutter der Familie mit Löwenzählungen. Die Kinder ...

Die Playmobil-Geschichte Wiltopia Diebe in der Savanne erzählt von der Forschungsreise der Familie Palmer in die Savanne. In Tansania beschäftigt sich die Mutter der Familie mit Löwenzählungen. Die Kinder Rick, Liv und Lu begleiten ihre Eltern auf dieser Reise. Beim Vorlesen weckt allein dieser Aspekt bei den Zuhörern großes Interesse an der Geschichte, denn die Kinder werden zu kleinen Detektiven, die ein Unrecht in der Savanne aufdecken.

Spannend und mitreißend wird die Geschichte erzählt, in der auch der Leser wie bei einem Krimi mitfiebern kann. Vor allem die kleinen Protagonisten sind authentisch dargestellt. Sachwissen rund um das Thema Afrika wird hier zunächst in die Geschichte eingestreut und eingearbeitet. Sehr ansprechend ist meiner Meinung nach der Extrateil mit Sachwissen über Afrika und die Savanne für alle Kinder, die noch weitergehend interessiert sind.

Das Cover ist für Kinder bunt, farbenfroh und ansprechend gestaltet. Die Charaktere haben ein typisches Playmobilaussehen und damit einen hohen Wiedererkennungswert für die Kinder.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.03.2024

Über Klischees oder nicht-Klischees des Landlebens

Das Befinden auf dem Lande. Verortung einer Lebensart
0

In seinem Essay beschreibt Björn Vedder die radikale Veränderung, als er aus der Stadt mit seiner Familie auf das Land zieht.
Gesellschaftlich erlebt Björn Vedder seinen Werdegang mit der Familie, wie ...

In seinem Essay beschreibt Björn Vedder die radikale Veränderung, als er aus der Stadt mit seiner Familie auf das Land zieht.
Gesellschaftlich erlebt Björn Vedder seinen Werdegang mit der Familie, wie es tausende anderen auch erleben: Das Leben in der Stadt ist zu groß, zu monströs und letztlich auch zu teuer und nicht mehr bezahlbar. Sobald Kinder in die Familie geboren werden, werden nicht nur finanzielle Aspekte präsenter, sondern zudem der Wunsch nach mehr Platz und Natur immer größer.

Vedder erzählt anschaulich von einzelnen Aspekten des Lebens auf dem Lande und verortet wunderbar, wie der Einzelne sich in seiner neuen Dorfgemeinschaft anzupassen hat, da man sonst keine Chance hat, ein Teil ebendieser Gemeinschaft zu werden. Vorurteile werden hier bedient, an denen man am Ende sieht, das sie eben doch keine sind, sondern in Anteilen wahrhaftig sind. Teilweise erscheinen mir die Darstellungen zu klischeehaft, bspw. als Vedder seine Kinder zum Kindergarten bringt, aber möglicherweise ist es eben genau das, was am Landleben kein Vorurteil ist. Schlussendlich kann sich derjenige ein Urteil über die Vor- und Nachteile des Landlebens erlauben, der sowohl Stadt- als auch Landleben kennengelernt hat.

In meiner Vorstellung gleicht das Landleben immer einer Idylle, diese wird allerdings durch den Essay von Vedder widerlegt.

Insgesamt ein tolles Buch, das sich leicht lesen lässt und zum Nachdenken anregt. Von meiner Seite eine klare Kauf- und Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 27.02.2024

Liebevoll erzählt

Der Schacherzähler
0

Judith Pinnow erzählt in ihrem Roman auf wundervolle Weise die Geschichte von einem kleinen Jungen, der durch einen alten Mann die Liebe zum Schach spielen entdeckt.
So kurz, so gut. Natürlich steckt ...

Judith Pinnow erzählt in ihrem Roman auf wundervolle Weise die Geschichte von einem kleinen Jungen, der durch einen alten Mann die Liebe zum Schach spielen entdeckt.
So kurz, so gut. Natürlich steckt in diesem Roman soviel mehr. Wir haben da zum einem die alleinerziehende Malu mit ihrem kleinen Sohn Janne, der noch in die Grundschule geht. Malu hat es als alleinerziehende Mutter keineswegs immer leicht. Sie verdient ihren Lebensunterhalt in einem kleinen Bistro, das kurz vor der Insolvenz steht. Janne ist vom Charakter quirlig und nicht immer einfach, oder zumindest nicht immer angepasst. Malu erhält öfters negative Rückmeldungen aus der Schule. Diese machen ihr das Leben zusätzlich schwer.

Eines Tages lernt Janne auf dem Spielplatz einen alten Mann kennen, den sie später liebevoll „Oldman“ nennen. Wundersamerweise gelingt es Oldman, einen Draht zu Janne zu finden. Oldmans große Leidenschaft ist das Schach spielen. Fortlaufend entwickelt sich durch das Schach spielen ein immer enger werdendes Band zwischen Janne und dem alten Mann.
Auch die Verbindung unter den Erwachsenden wird immer enger. Schlussendlich fühlen sich alle Protagonisten nahezu familiär, auch wenn jeder noch sein eigenes Päckchen mit sich trägt und eigenen Problemen ausgesetzt ist.
Oldman trägt ein altes Geheimnis in sich, das wie ein Schleier über der Geschichte liegt, aber gleichzeitig den Leser auch darin schult, zu verzeihen. Vor allem Oldman wirkt authentisch, denn er macht Vieles mit sich selbst aus und verkörpert damit einen alten weißen Mann, der zum Ende seines Lebens nochmal alles richtig machen möchte.
Aber auch Malu und Janne wirken auf den Leser authentisch.

Die Geschichte wird abwechselnd aus den Perspektiven der Protagonisten erzählt. Der Leser erhält dadurch immer wieder auf eindrucksvolle Weise die Möglichkeit, sich in die einzelnen Perspektiven hineinversetzen zu können.

Der Roman ist zu keiner Zeit langweilig, sondern immer kurzweilig zu lesen. Von meiner Seite eine absolute Kauf- und Leseempfehlung!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere