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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 02.08.2020

Wir lieben dieses Buch!

Hallo, Teckel Tom!
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Wir hatten über 18 Jahre einen sehr treuen Begleiter – unseren Dackel Bono. Vor einigen Jahren hat er uns verlassen und wir vermissen ihn sehr. Irgendwie begleitet er uns trotzdem weiter, denn nicht nur ...

Wir hatten über 18 Jahre einen sehr treuen Begleiter – unseren Dackel Bono. Vor einigen Jahren hat er uns verlassen und wir vermissen ihn sehr. Irgendwie begleitet er uns trotzdem weiter, denn nicht nur unser Sohn spricht fast täglich von ihm. Selbst das Lieblingskissen liegt immer noch an seinem Platz in der Nähe der Heizung. Wir können uns einfach nicht davon trennen. Dackel Bono hat unser Leben verändert und uns zu riesigen Fans seiner Rasse gemacht. Daher war es auch Liebe auf den ersten Blick, als ich den Titel „Hallo, Teckel Tom!“ von Bette Westera und Noëlle Smit sah.

Hallo, Teckel Tom!

Schlägt man das Bilderbuch auf, so lernt man auf den ersten Seiten Teckel Tom, seine Mutter und seine Geschwister kennen. Die Dackelfamilie hat es sich auf einer warmen Wolldecke gemütlich gemacht und kuschelt. Als es an der Tür klingelt, ist die Aufregung groß. Jedoch schafft es nur Mama Mira aus der Wurfkiste – ihre Dackelbabys sind noch zu klein. Doch dann erscheint plötzlich ein fremdes Gesicht über der Kiste. Die nächsten Szenen verändern Toms gesamtes Leben und nun heißt es plötzlich Abschied nehmen. Von seiner Mutter und seinen Geschwistern.


Ein Abschied und ein Neuanfang

Nachdem wir Teckel Tom in den ersten bewegenden Szenen kennenlernen durften, erleben wir die weitere Handlung immer aus Toms Blickwinkel. Plötzlich sind da neue Menschen, die ihn anfangs so gar nicht verstehen. Auch Tom versteht sie nicht, aber er merkt, dass sie es gut mit ihm meinen.
Die liebenswerte Geschichte um Teckel Tom ist so wunderbar und natürlich zu Papier gebracht worden. Sie beschreibt auf eine herzerwärmende Weise, dass ein Abschied auch ein Neuanfang sein kann. Der Text ist einfach gehalten und mit vielen dynamischen und humorvollen Dialogen bestückt. Zwischen den Zeilen klingen deutlich die verschiedensten Emotionen mit, die den Leser mitten ins Herz treffen.

Wie wir es von Bohem Press gewohnt sind, ist auch bei „Hallo, Teckel Tom!“ die Gesamtgestaltung überaus gelungen. Von der Haptik des Buchdeckels und der Seiten, bis hin zu den wunderschönen und stimmungsvollen Illustrationen – hier ist alles perfekt aufeinander abgestimmt und macht das Buch zu einem Lesegenuss.

„Hallo, Teckel Tom!“ von Bette Westera und Noëlle Smit ist für mich ein sehr besonderes Buch. Nicht zuletzt, weil ich Dackel liebe. Dennoch kann ich jedem diese herzerwärmende Geschichte empfehlen.

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Veröffentlicht am 02.08.2020

Tierisch guter Zählspaß

Versteckt im Labyrinth
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Mein Sohn kommt jetzt ins Vorschulalter und ich versuche ihn bestmöglich zu unterstützen, um ihn gut auf die Schule vorzubereiten. Daher habe ich uns schon mit einigen passenden Büchern eingedeckt, die ...

Mein Sohn kommt jetzt ins Vorschulalter und ich versuche ihn bestmöglich zu unterstützen, um ihn gut auf die Schule vorzubereiten. Daher habe ich uns schon mit einigen passenden Büchern eingedeckt, die sich besonders mit Zahlen und Buchstaben beschäftigen. Jedoch habe ich bemerkt, dass die Bücher, die ihr Wissen nicht auf eine spielerische Art und Weise vermittelt haben, schnell uninteressant geworden sind. Ein Exemplar, mit dem mein Sohn sich seit längerem beschäftigt, ist „Versteckt im Labyrinth“ von Agnese Baruzzi.

Tierischer Zählspaß für kleine Entdecker

Wie der Titel schon verrät, wartet in diesem Kinderbuch ein großes, kunterbuntes Labyrinth auf die kleinen Entdecker. In diesem Irrgarten verstecken sich zahlreiche verschiedene Tiere, die es zu zählen gilt. Jedoch garantieren die farbenfrohen Doppelseiten nicht nur großen Zählspaß. Sie müssen auch – wie in jedem Labyrinth – einen Weg hinaus finden. Und das ist bei der Vielzahl an Tieren gar nicht so leicht. Hier wird vor allem die Konzentrationsfähigkeit der Kinder geübt.


Insekten, Fische, Wald- und Wiesenbewohner

Das großformatige Bilderbuch hält insgesamt 18 Doppelseiten bereit. Auf diesen wimmeligen Seiten befindet sich ein kniffeliges Labyrinth mit jeweils unterschiedlichen Farben und Bewohnern. Die Leser werden in jedem Irrgarten aufgefordert, die Tiere zu zählen und die Gesamtanzahl auf der Seite zu notieren. Anschließend werden alle Ergebnisse addiert. Am Ende des Buches findet man die kompletten Auflösungen und kann sie abgleichen.

„Versteckt im Labyrinth“ von Agnese Baruzzi ist ein überaus gelungenes Kinderbuch, mit dem man Kinder an das Thema Zählen auf spielerische Weise heranführen kann. Gleichzeitig fördert es die räumliche Wahrnehmung und die Konzentrationsfähigkeit und bietet eine gute Beschäftigungsmöglichkeit für Groß und Klein.

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Veröffentlicht am 20.07.2020

Mit diesem Buch bleiben keine Fragen offen

Weltraum für clevere Kids
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Wenn ich meinen Sohn frage, was er später einmal werden möchte, kommt seine Antwort wie aus der Pistole geschossen: Astronaut! Er findet nicht nur den Weltraum furchtbar interessant, sondern vor allem ...

Wenn ich meinen Sohn frage, was er später einmal werden möchte, kommt seine Antwort wie aus der Pistole geschossen: Astronaut! Er findet nicht nur den Weltraum furchtbar interessant, sondern vor allem auch, wie man dort hingelangt. Sein großes Vorbild ist Geophysiker, Vulkanologe und Astronaut Alexander Gerst. Wenn man – im Falle meines 5 -jährigen Sohnes – Eltern hat, die gerade einmal eine Handvoll Fakten zum Thema Weltraum und Raumfahrt parat hat, muss man sich eben anderweitig nach präzisen Informationen umschauen. Und wenn es um interessante Sachbücher für Kinder und Erwachsene geht, ist man beim Dorling Kindersley Verlag immer an der richtigen Adresse. Auch zum Thema Weltraum sind wir mit „Weltraum für clevere Kids“ von Peter Bond fündig geworden.

Vom Urknall über unser Sonnensystem, von schwarzen Löchern bis zur modernen Raumfahrt

Dieses Lexikon nimmt seine kleinen und großen Leser mit auf eine spannende Reise durch Raum und Zeit, um die großen und kleinen Wunder des Weltraums zu erkunden. Ein bisschen Zeit benötigt man jedoch schon, um das umfangreiche Nachschlagewerk zu durchstöbern. Denn schlägt man dieses Buch erst einmal auf, taucht man buchstäblich in das Universum ein und erfährt mit fantastischen Abbildungen, interessanten Infokästen und fesselnden Texten viele Hintergrundinformationen.

Weltraumteleskope, Planeten, Tarantelnebel

Auf den 256 Seiten werden in 9 Kapiteln, die jeweils mit einer anderen Farbe gekennzeichnet sind, verschiedene übergeordnete Themen wie das Sonnensystem, die Erde, das Universum und Menschen im Weltall abgehandelt. In den jeweiligen Kapiteln findet man dann zahlreiche untergeordnete Themen, die abermals mit präzisen und spannenden Fakten auf die Leser warten.

Der perfekte Planet

Das Schöne an diesem Buch ist, dass man nicht nur in die Ferne schweift. Auch der erstaunlichste Himmelskörper des Weltalls – unser Planet Erde – wird besprochen. Dieser bietet als einziger Planet geeignete Bedingungen für das Leben.

„Weltraum für clevere Kids“ von Peter Bond ist ein überaus gelungenes Nachschlagewerk für kleine und große Leser. Mit diesem Buch kann ich wirklich jede Frage meines 5-jährigen Sohnes in Bild und Text beantworten. Und glaubt mir – die haben es in sich. Schließlich hat er große (und weit entfernte) Ziele.

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Veröffentlicht am 19.07.2020

Jim ist mies drauf

Jim ist mies drauf
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Es gibt Tage, da kann man machen, was man will – die Laune bleibt schlecht. Meistens weiß man noch nicht einmal, warum sie so schlecht geworden ist. Das Gras ist einfach zu grün, der Himmel zu blau und ...

Es gibt Tage, da kann man machen, was man will – die Laune bleibt schlecht. Meistens weiß man noch nicht einmal, warum sie so schlecht geworden ist. Das Gras ist einfach zu grün, der Himmel zu blau und selbst die Süßigkeiten schmecken zu süß. Und nichts, aber auch gar nichts, kann diese Stimmungslage verändern. Nicht einmal die besten Freunde, die sich mit ihren Aufmunterungsversuchen fast ein Bein ausreißen, haben Erfolg damit.

Jim ist mies drauf!

Jim Panse ergeht es ähnlich, als er eines Morgens erwacht und sofort bemerkt, dass irgendetwas nicht stimmt. Er kann sich seine merkwürdige Laune nicht erklären. Jims Freunde kommen nach und nach mit gut gemeinten Ratschlägen wie „Mach einen Spaziergang“ oder „Wälz dich mit uns im Sand“. Doch egal, was es auch ist – Jim ist nicht danach zumute und bestreitet gar schlechte Laune zu haben.

Wenn man Kinder hat, darf man sich des Öfteren an Gefühlsausbrüchen seines Nachwuchses erfreuen. Häufig kommen diese Gemütsschwankungen aus dem Nichts und das eigene Kind macht es einem oft sehr schwer, angemessen darauf zu reagieren. Zu meinem großen Glück besitzen wir Bücher wie „Jim ist mies drauf“ von Suzanne und Max Lang, die es mir ein wenig leichter machen, Gefühlsausbrüche mit meinem Sohn auf kindgerechte Weise zu thematisieren.

Heute ist ein wunderschöner Tag, um schlechte Laune zu haben.

Suzanne und Max Lang berichten in ihrem Kinderbuch mithilfe von sehr unterhaltsamen, tierisch guten Protagonisten über unsere schwankende Gefühlswelt. Diese beschreiben in jeder Szene, woran sie erkennen, dass Jim schlechte Laune hat. Jim versucht einige Ratschläge zu beherzigen. Und dennoch fühlt es sich einfach nicht richtig an. Suzanne und Max Lang machen dem Leser so auf sehr humorvolle Weise deutlich, dass es okay ist, einfach mal schlechte Laune zu haben. Am besten erträgt man das mit einem guten Freund an seiner Seite, der das auch verstehen kann.

Nicht nur die Handlung und die Botschaft von dem Bilderbuch „Jim ist mies drauf“ ist gelungen. Sondern auch die Gesamtgestaltung. Die Illustrationen wirken farbenfroh, manchmal urkomisch und überaus lebendig und spiegeln sehr deutlich die Gefühle der divergenten Charaktere. Der Text fügt sich dynamisch in die verschiedenen Szenen ein und führt den Leser von Szene zu Szene.

Das Bilderbuch „Jim ist mies drauf“ von Suzanne und Max Lang, bietet eine wunderbare Möglichkeit, mit Kindern die oft schwierige Gefühlswelt auf humorvolle Weise zu thematisieren.

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Veröffentlicht am 05.07.2020

Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen

Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen
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Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe, ist „Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen“. Allein der Titel klang für mich so vielversprechend, denn ich liebe metaphorische Wortspiele in Büchern. Aber nicht ...

Ein Buch, auf das ich mich sehr gefreut habe, ist „Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen“. Allein der Titel klang für mich so vielversprechend, denn ich liebe metaphorische Wortspiele in Büchern. Aber nicht nur der Titel hat mich neugierig gemacht, sondern auch die wunderbare Illustration auf dem Cover. Als das Bilderbuch dann endlich bei uns einziehen durfte, war die Freude groß. So groß unsere Freude am Anfang auch war, umso schwerer fällt mir nun die Bewertung, die ich seit einigen Wochen vor mir herschiebe.

Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen

Am besten beginne ich erst einmal mit dem, was mir an „Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen“ gefallen hat: Das sind die überaus gelungenen Illustrationen von Kristyna Litten. Diese enthalten humorvolle, warmherzige und farbenfrohe Details, die man gerne etwas intensiver betrachtet.


Fliegende Kühe, schwebende Wölfe und steppende Hirsche

Die Autorin Kathryn Cristaldi hat ihrer Fantasie, bei der Gestaltung des Buchs, freien Lauf gelassen. Eine wirkliche Handlung enthält dieses Kinderbuch jedoch nicht. Vielmehr besteht diese große Liebeserklärung aus vielen kleinen Episoden in Reimform, in denen verschiedene quirlige Tiere über sich hinauswachsen und unglaublich skurrile Dinge erleben.


„Ich liebe dich, bis die Wölfe schweben mit dem Wind zu Bergeshöh`n und die Schweine winken schön. Ich lieb dich, bis die Wölfe schweben.“


Vielleicht kann der eine oder andere an diesem Zitat schon erkennen, was mir persönlich gar nicht an diesem sonst so schönen Buch gefallen hat. Genau, es sind die Reime. Es fällt mir auch sehr schwer, auszudrücken, woran es hapert. Ist es die Übersetzung, die den Reimen ihren einstigen Humor und ihren Charme genommen haben? Für mich wirkten sie einfach lieblos aneinandergereiht und ich bin einfach nicht warm mit ihnen geworden. Einige Wiederholungen waren meiner Meinung nach völlig überflüssig und gaben dem Text etwas sehr Behäbiges.

Gerade weil es so zahlreiche sehr positive Meinungen zu „Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen“ im Netz gibt, dachte ich, dass es an mir liegt. Deshalb habe ich dem Buch mehrfach eine Chance gegeben und es in verschiedenen Stimmungslagen zur Hand genommen. Habe mein Kind beim Vorlesen beobachtet und bin trotzdem immer wieder zum selben Ergebnis gekommen.

Die Idee zum Bilderbuch „Ich lieb dich, bis die Kühe fliegen“ von Kathryn Cristaldi und Kristyna Litten und die Botschaft, die es enthält, ist überaus gelungen. Genau wie die wunderbaren Illustrationen. Jedoch wird ihnen durch den Text sehr viel Charme genommen.

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