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Kati80

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.04.2020

verstörend und genial zugleich

Blake
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Worum geht`s:

Timothy Blake ist ein genialer Profiler. Er arbeitet als inoffizieller FBI-Mitarbeiter in Houston, Texas. Aber Blake hat ein dunkles Geheimnis. Er wird vom FBI nicht mit Geld entlohnt sondern ...

Worum geht`s:

Timothy Blake ist ein genialer Profiler. Er arbeitet als inoffizieller FBI-Mitarbeiter in Houston, Texas. Aber Blake hat ein dunkles Geheimnis. Er wird vom FBI nicht mit Geld entlohnt sondern mit etwas, das seine dunklen Triebe befriedigt. Doch dieses Geheimnis darf niemals an die Öffentlichkeit kommen.
Für seinen aktuellen Fall muss Blake mit Special Agent Reese Thistle zusammen arbeiten. Gemeinsam fädeln sie eine geheime Geldübergabe ein - doch diese geht schief. Der Erpresser geht Blake durch die Lappen und statt dessen findet er in einem gestohlenen Transporter eine Schaufensterpuppe mit einer menschlichen Niere darin. Währenddessen steht der Prozeß gegen die Unterweltgröße Charlie Warner an. Und plötzlich stapeln sich die Leichen in Houston.
Blake, der sein dunkles Geheimnis hüten muss, gerät unter Verdacht......

Meine Meinung:

Mit "Blake" erscheint das erste Buch des jungen, australischen Autors Jack Heath. Und dieser schlägt bei mir ein wie eine Bombe. Dieses Buch enthält alles, was ein guter Thriller haben muss: interessante Protagonisten, Spannung von Anfang bis Ende, überraschende Wendungen und eine Story, die ich so in noch keinem anderen Thriller gelesen habe.
Ich hoffe, wir müssen nicht allzu lange auf eine Fortsetzung warten!

In "Blake" lernen wir den geheimnisvollen Profiler Timothy Blake kennen. Blake hat eine außergewöhnliche Beobachtungs- und Kombinierungsgabe. Er sieht und erschließt Dinge, die "normalen" Menschen nie auffallen würden. Und das macht ihn für den Leiter der FBI-Dienststelle Houston Texas Peter Luzhin unverzichtbar. Aber nicht nur das. Auch Blakes dunkles Geheimnis macht die zwei zu Verbündeten.

Blake lebt sehr zurückgezogen in einer WG mit dem Junkie und Drogendealer Johnson zusammen. Blake ist der Antiheld schlechthin. Da er nicht auf der Gehaltsliste des FBI steht und somit kein Geld als Profiler bekommt, ist er nebenbei noch als professioneller Rätsellöser tätig. Leute schicken ihm per Post Geld und ein vermeintlich unlösbares Rätsel. Er löst es und schickt es an den Absender zurück.
Blake erzählt seine Geschichte schonungslos direkt. Er weiß, das er Mensch und Ungeheuer zugleich ist. Bei seiner Arbeit fürs FBI geht es ihm aber hauptsächlich um seine Belohnung und nicht darum, unschuldigen Menschen zu helfen.
Er hat es in seinem Leben nie leicht gehabt. Aufgewachsenen unter schwierigen Bedingungen war sein weiterer Werdegang eigentlich schon vorprogrammiert.

Beim Lesen war ich immer wieder hin- und hergerissen zwischen Abscheu, Bewunderung und Mitleid gegenüber Blake. Er ist sich des Ungeheuers, das in ihm steckt, durchaus bewußt und versucht es, mit aller Macht unter Kontrolle zu bringen. Was ihm aber immer wieder mislingt.
Jack Heath bschreibt seine Protagonisten sehr detailliert. Ganz besondere Sympathien habe ich für Special Agent Reese Thistle. Sie ist ein sehr warmherziger Buchcharakter und immer wieder bemüht, Blake auch privat näher kennen zu lernen. Dabei ahnen beide nicht, das sie bereits eine gemeinsame Vegangenheit haben.
Peter Luzhin, der Leiter der Dienststelle des FBI in Houston, war mir von Anfang an unsymphatisch. Er weiß um Blakes dunkles Geheimnis und bezahlt ihn sogar damit.

Das sich dieser Thriller so flüssig liest, liegt aber nicht nur an den interessanten Protagonisten sodern auch am Schreibstil des Autors. Jack Heath hat es in seinem Buch geschafft, den Spannungsbogen konstant aufrecht zu halten, von der ersten bis zur letzten Seite. Man meint man hat alles durchschaut. Doch dann passiert immer wieder etwas Unvorhersehbares.
Das Buch hab ich an 4 Abenden durchgesuchtet. Es ist ein echter Pageturner. Ein spannender und zugleich verstörender Thriller der auf die Kino-Leinwand gehört.
Ich habe das Buch beendet und war richtig traurig, das es schon zu Ende war.Ich hoffe wirklich sehr, das Jack Heath bereits an einer Fortsetzung arbeitet! Timothy Blake ist ein Buchcharakter, den ich nicht mehr missen möchte und dessen weitere Lebensgeschichte ich unbedingt weiterverfolgen möchte.

Fazit:

"Blake" von Jack Heath ist ein spannender und sehr blutiger Thriller mit einem Hauptprotagonisten, der verstörend, abstoßend und sympathisch zugleich ist - ein richtiger Antiheld.
Die Story ist von der ersten bis zur letzten Seite spannungsgeladen.
Man glaubt man hätte alles durchschaut. Doch dann passiert immer wieder etwas Unerwartetes.
Jack Heath schreibt so packend, dass man gar nicht anders kann als sich von diesem Pageturner fesseln zu lassen. Er lässt einem mit seinem Erstlingswerk das Blut in den Adern gefrieren.
Ich hoffe sehr, das Heath bereits an einer Fortsetzung schreibt, denn Blake möchte ich als Buchcharakter nicht mhr missen.
Einer der besten Thriller, die ich bisher gelesen habe!

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

Ein waschechter Fitzek-Thriller gespickt mit Spannung, Verwirrung und menschlicher Tragik - sehr zu empfehlen!

Der Insasse
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Worum geht`s:

Vor einem Jahr verschwand der siebnjährige Max Berkhoff spurlos.
Max Eltern Till und Ricarda setzten damals neben den polizeilichen Ermittlungen alle Hebel in Bewegung, um ihren Sohn zu ...

Worum geht`s:

Vor einem Jahr verschwand der siebnjährige Max Berkhoff spurlos.
Max Eltern Till und Ricarda setzten damals neben den polizeilichen Ermittlungen alle Hebel in Bewegung, um ihren Sohn zu finden. Alles vergebens, Max bleibt verschwunden.
Die Polizei vermutet, dass Guido Tramnitz, ein Kindermörder der in der forensischen Psychiatrie untergebracht ist, Max entführt und sehr wahrscheinlich auch ermordet hat. Bis auf die Entführung von Max hat Tramnitz alles Kindsmorde gestandenund die Polizei zu deren Leichen geführt. Das Tramnitz die Entführung von Max nicht gesteht ist ungewöhnlich und lässt Till und Ricarda keine Ruhe.
Die Tatsache, dass die beiden sich von ihrem Sohn nicht verabschieden konnten belastet sie so sehr, das Till einen absurden Plan schmiedet. Aus der Presse erfährt er, das Tramnitz schwer erkrankt ist und operiert werden muss. Daraufhin fasst Till den Entschluss, sich als Patient in die Seeklinik einschleusen zu lassen. Er will Tramnitz auf den Zahn fühlen und so vielleicht herausfinden, wo sein Sohn ist......

Meine Meinung:

Als Allererstes muss ich etwas zum Buchcover schreiben. Ist das mal nicht genial !! Es passt wie die Faust auf`s Auge.Die Optik einer Gummizelle gepaart mit dem schlichten Schriftzug und den roten Buchseiten - wunderschön !

"Der Insasse" ist Fitzek`s 17.Buch. Und auch dieses stürmte die Bestsellerlisten im Nu. Mit seinen spannenden und gut durchdachten Thrillern hat sich Fitzek über Deutschland hinaus eine breite Leserschaft erschrieben.
Für mich ist es nicht überraschend, das "Der Insasse" mir wieder einmal sehr gut gefallen hat. Es ist mein 7.Buch von ihm und bestimmt nicht mein Letztes, denn ich mag seinen mitreißenden und ausgefeilten Schreibstil sehr.

In "Der Insasse" geht es um Till Berkhoff, einen Feuerwehrmann, dessen Sohn Max vor einem Jahr spurlos verschwand. Till erzählt uns seine Geschichte mit sehr viel Leidenschaft aber auch Wut über sich selbst, dass er seinen Sohn abends noch auf die Straße gelassen hat.
Was Till dan aber auf sich nimmt um seinen Sohn zu finden ist schier unvorstellbar.
Aber nicht nur Till ist ein starker Buchcharakter. Auch Tramnitz ist es auf seine Weise. Er ist kein menschliches Wesen - er ist ein Monster. Ein Monster, das schon als Kind sehr viel Böses erfahren musste (da tat er mir kurzzeitg sogar mal leid) und dessen Psyche von klein auf misshandelt wurde.
Sebastian Fitzek hat hier sehr detailliert geschrieben und kein noch so brutales Detail ausgelassen. Till und Tramnitz sind Protagonisten, die man nicht so schnell vergessen wird.

Besonders Till ist schon bald nicht mehr nur ein Protagonist sondern ein Buchfreund, mit dem mitleidet und mithofft, von der ersten bis zur letzten Seite. Aber nicht nur Till ist für mich ein starker Buchcharakter. Alle Figuren wurden von Sebastian Fitzek detailliert entworfen. Jede von ihnen ist auf ihre Weise ein kleines Highlight.

Der Autor verfügt über einen Schreibstil, der für Thriller quasi maßgeschneidert wurde. Er schreibt spannungsgeladen, abwechslungsreich und spielt fast ein wenig mit dem Leser. In "Der Insasse" kommt einem beim lesen alles sehr logisch und glasklar vor, was der Spannung aber keinen Abbruch tat.
Umso überraschender war für mich dann das Ende. Ich habe die Zusammenhänge erst gar nicht verstanden und dachte schon, ich müsste einige Kapitel nochmal lesen. Dann beschreibt der Autor alle Ereignisse nochmal sehr genau (für Unwissende wie mich ).
Hut ab Sebastian Fitzek für soviel Fantasie!

Die Story hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sie ist außergewöhnlich: Man denkt man hat alles verstanden bis das dicke Ende kommt. Aus diesem Grund wird das Buch wohl noch lange in meinem Kopf bleiben.

Fazit:

"Der Insasse" ist ein waschechter Fitzek-Thriller. Spannung, Verwirrung und doch auch sehr viel Brutalität sind charakteristisch für dieses Buch. Till Berkhoff wird schnell vom Erzähler zu einem Buchcharakter, mit dem man mitfiebert.
Die Story ist zwar sowas von realitätsfern, für einen Thriller aber genau richtig. Das Buch ist nach "Passagier23" eines der Besten, das ich bisher von Fitzek gelesen habe. Es ist gespickt mit Spannung, Verwirrung und menschlichen Tragödien.
Hut ab Sebastian Fitzek für soviel Fantasie !

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

langatmig mit viel zu wenig Spannung

Der Hof
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Worum geht`s:

Den Engländer Sean hat es, nur bepackt mit einem Rucksack, ein paar Klamotten und einem geheimnisvollen Päckchen, nach Südfrankreich verschlagen. Er ist "auf der Flucht vor seinem Leben" ...

Worum geht`s:

Den Engländer Sean hat es, nur bepackt mit einem Rucksack, ein paar Klamotten und einem geheimnisvollen Päckchen, nach Südfrankreich verschlagen. Er ist "auf der Flucht vor seinem Leben" in England, denn da lief so einiges schief.
Beim Versuch in Südfrankreich nicht von der Gendarmerie gesehen zu werden (geheimnisvolles Päckchen ) tritt er in ein rostiges Fangeisen. Mit seinem zerfetzten Fuß schleppt er sich bei brütender Hitze auf den heruntergekommenen Hof von Arnaud, der dort mit seinen beiden Töchtern Gretchen und Mathild und deren Baby lebt. Es war Arnauds Fangeisen, welches Sean`s Fuß zerfetzte. Mathild hat es sich zur Aufgabe gemacht, Sean zu behandeln und gesund zu pflegen.
Dafür ist er ihr sehr dankbar doch schon bald merkt Sean, das mit dieser Familie etwas nicht stimmt....

Meine Meinung:

"Der Hof" ist das 9. Buch von Simon Beckett das erste, welches ich von ihm gelesen habe. Simon Beckett ist ein britischer Journalist, der mit seiner Thrillerreihe rund um David Hunter große Bucherfolge feiert und sich eine breite Leserschaft erschrieben hat.
Für mich war "Der Hof" kein optimaler Einstieg in die Bücher von Simon Beckett. Es war mir zu langatmig und hatte für einen Thriller viel zu wenig Spannung.

In dem Buch geht es um den Engländer Sean. Sean lebt ein eher unkonventionelles Leben in England. Er hat keinen festen Job, eine Ex-Freundin um die er sich große Sorgen macht und ist in kriminelle Machenschaften verwickelt. Und diese sind sein größtes Problem und der Grund, weshalb er nach Südfrankreich flüchtet.
Simon Beckett beschreibt Sean für meine Begriffe viel zu oberflächlich, als das er für den Leser interessant werden könnte. Er ist zwar einer der Hauptfiguren in dem Thriller, alle anderen Charaktere waren aber viel interessanter.

Da haben wir Arnaud, den Hofbesitzer. Er ist ein Tyrann seines gleichen, ein mehr als mieser Vater und Choleriker noch dazu. Er sieht jeden Menschen als Eindringling und greift deshalb zu drastischen Maßnahmen, um seinen Hof "zu schützen".

Mathild, seine ältere Tochte ist die gute Seele des Hauses. Sie kümmert sich nicht nur aufopfernd um Sean`s verletzten Fuß, sondern ist Hausfrau, Mutter und Streitschlichtern noch dazu.
Gretchen dagegen kann man gar nicht richtig einschätzen. Mal ist sie liebenswürdig und nett. In der nächsten Minute muss man aufpassen, dass sie einem nicht das Messer in den Rücken rammt.

Simon Beckett verfügt über einen klaren, geradlinigen Schreibstil, der sich flüssig lesen lässt. Die Story allerdings plätscherte so dahin.
Auf den letzten 8Seiten kam dann doch noch einiges an Spannung auf. Es passiert auf den paar Seiten sehr viel, die Ereignisse überschlagen sich und es hat richtig Spaß gemacht, zu lesen. Da hat der Autor nochmal alles rausgeholt was ging.

Fazit:

"Der Hof" von Simon Beckett hat mir nur bedingt gefallen.
Schön zu lesen waren die Beschreibungen vom Hof und deren landschaftlicher Umgebung. Auch Protagonistin Mathild war mir sehr sympathisch. Sie ist einfühlsam, hilfsbereit und immer darum bemüht, es allen recht zu machen. Aber manchmal möchte man sie einfach nur wachrütteln, damit sie der Realität ins Auge sieht und ihrem tyrannischen vater den Rücken kehrt.
Richtig spannend wurde das Buch aber leider erst zum Ende hin. Die Story schleppte sich so dahin. Es gab wenig Interessantes und Spannung, das Lebenselixier eines guten Thrillers, gab es für meinen Geschmack zu wenig.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

authentische Charaktere, mitreißende Story, emotionsstark geschrieben

Die Oleanderfrauen
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Worum geht´s:

"Die Oleander Frauen" spielt abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart.
In der Vergangenheit begleiten wir die junge Sophie Terhoven. Sie wächst in Deutschlands dunkelsten Zeiten, ...

Worum geht´s:

"Die Oleander Frauen" spielt abwechselnd in der Vergangenheit und der Gegenwart.
In der Vergangenheit begleiten wir die junge Sophie Terhoven. Sie wächst in Deutschlands dunkelsten Zeiten, den Jahren 1936-1945, auf. Sophie entstammt einer wohlhabenden Kaffeedynastie.
Sie verliebt sich ausgerechnet in Hannes, den Sohn der Köchin. Reich und arm gehören in diesen Zeiten aber nicht zusammen. Und als ob diese Tatsache nicht schon schwierig genug für die beiden ist, kommt auch noch ein dunkles Geheimnis ihrer Famile ans Licht und scheint die Liebe der beiden unmöglich zu machen.

Hamburg 2016: Als Johannas Mutter stirbt, hinterlässt sie ihrer Tochter ein Haus voller nutzloser Dinge. Doch als Johanna den Dachboden ausräumt macht sie eine Entdeckung, die ihr Leben auf den Kopf stellen wird.....

Meine Meinung:

Mit "Die Oleander Frauen" erschien der dritte Roman einer bekannten deutschen Autorin, welche unter dem Pseudonym Teresa Simon schreibt und mit ihrem Debüt "Die Frauen der Rosenvilla" gleich die Bestsellerlisten stürmte. Seitdem hat sie sich mit ihren emotionalen Romanen eine breite Leserschaft erschrieben.
"Die Oleander Frauen" war für mich das dritte Buch von ihr und ich bin froh, dass ich noch das aktuelle Buch dieser wunderbaren Autorin auf meiner Leseliste stehen habe.

In "Die Oleander Frauen" lernen wir die symphatische Sophie kennen. Sophie ist zugleich auch die Erzählerin ihrer Geschichte, wenn wir in der Vergangeneit sind. Trotz der vielen Hindernisse, die Sophie zu ihrer Zeit in den Jahren 1936-1945 überwinden muss und der großen Tragödien, die ihr und ihren Liebsten widerfahren, gibt sie nie auf. Sie kämpft für ihre große Liebe Hannes, für ihr gemeinsames Kind und gegen alle Widerstände seitens ihrer Familie.
Ihre Tagebücher zu lesen fühlt sich so authentisch und emotionsstark an, als würde sie einem die Geschichte persönlich erzählen. Mit Sophie fiebert man von der ersten bis zur letzten Seite mit.

Nicht nur Sophie hat mir das Herz gestohlen. Auch alle anderen Buchcharaktere wurden von Teresa Simon sehr authentisch beschrieben.
Sei es Malte, Sophies bester Freund und große Stütze in schwierigen Zeiten oder Delia, die strenge, unnahbare Mutter Sophies, welche im Kern doch so weich war.

In der Gegenwart begleiten wir Jule, die sich mit einem eigenen kleinen Cafe ihren Traum verwirklicht hat und durch puren Zufall Johanna kennenlernt. Ihre Geschichte zu begleiten war auch spannend zu lesen. Jule war mir an manchen Stellen nicht taff genug. Sie hat Vorstellungen vom Leben, die ich recht kitschig fand und deshalb lieber in der Vergangenheit gelesen habe. Meinem Lesevergnügen tat das aber in keinster Weise einen Abbruch. Teresa Simon schreibt so lebendig, mitreißend und ausdrucksstark - man will das Buch nicht lesen sondern es inhalieren.


Fazit:

Mit "Die Oleander Frauen" hat Teresa Simon mal wieder gezeigt, dass sie eine der besten Autorinnen ihres Genres ist. Alle Charaktere in diesem Buch sind sehr authentisch und ausdrucksstark beschrieben. Tersa Simons Schreibstil ist einfühlsam, miteißend und so emotionsstark, dass man das Buch einfach nicht aus der Hand legen möchte.
Die Erzählungen der Vergangenheit haben mir besser gefallen. Die Gegenwart war für meinen Geschmack teilweise etwas zu kitschig, was dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch tat.
"Die Oleander Frauen" ist nicht nur ein Roman sondern ein Lieblingsroman.

  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.04.2020

Ein spannender Jugendthriller auch für Erwachsene!

Saeculum
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Worum geht´s:

Sandra ist ein großer Mittelalter-Fan. Als sie zu einem Live-Rollenspiel eingeladen wird, überredet sie Bastian sie zu begleiten. Bastian, ein ambitionierer Medizinstudent, hat eigentlich ...

Worum geht´s:

Sandra ist ein großer Mittelalter-Fan. Als sie zu einem Live-Rollenspiel eingeladen wird, überredet sie Bastian sie zu begleiten. Bastian, ein ambitionierer Medizinstudent, hat eigentlich gar keine Lust auf sowas. Doch er lässt sich darauf ein, denn er ist in Sandra verliebt und möchte ihr an diesen 5 Tagen in einem österreichischen Wald näher kommen.
Die Wahl des Spielortes sorgt für Unruhe unter den Teilnehmern. Auf dem Wald soll nämlich ein Fluch liegen.
Bastian glaubt nivht an Flüche und die Tatsache, dass er vor der Abreise vor diesem Ausflug gewarnt wurde, beeindruckt ihn wenig.
Doch als am 3.Tag bereits 3 Mitspieler verschwunden sind (darunter auch Sandra), verschlüsselte Texte auf Baumrinden stehen und bedrohliche Nachrichten auftauchen, weiß auch Bastian nicht mehr was Realität und was Sage ist. Aus dem zunächst harmlosen Rollenspiel wird ein tödlicher Wettlauf gegen die Zeit......

Meine Meinung:

"Saeculum" ist nach "Erebos" mein zweiter spannender Jugendthriller von Ursula Poznanski. Ich bin sehr froh darüber, dies Autorin für mich entdeckt zu haben. Ihr einfacher, klarer Schreibstil gepaart mit einem Spannungsaufbau, der sich über das komplette Buch erstreckt, lässt den Leser über die Kapitel fliegen. Ich mochte es gar nicht mehr aus der Hand legen.

Wir lernen den Medizinstudenten Bastian kennen, der sich zu einem sogenannten Live-Rollenspiel überreden lässt. Mittelalter-Fans schließen sich für so ein Rollenspiel zusammen. Es wird gelebt wie damals. Jeder Mitspieler bekommt eine Rolle zugeteilt und muss diese konsequent leben und Aufgaben erledigen. Oftmals passt die Persönlichkeit im wahren Leben nicht mit der Rolle im Spiel zusammen. Ralf zum Beispiel ist im realen Leben der Verlierertyp und muss im Rollenspiel Ritter Alaric von Thanning, den Ranghöchsten, spielen. Diese Diskrepanz führt in der Geschichte des öfteren zu großen zwischenmenschlichen Problemen. Es passieren merkwürdige Dinge, Teilnehmer verschwinden spurlos. Iris, eine Mitspielerin, glaubt, im Spiel von jemandem verfolgt zu werden, der sie vorher schon auf dem Mittelaltermarkt beobachtet hat. Sie hat Todesangst. Irgendwann weiß niemand mehr, weder Buchcharakter noch Leser, ob ein Mensch oder der Fluch für alles verantwortlich ist. Es entwickelt sich eine zerstörerische Gruppendynamik die für ein Höchstmaß an Spannung sorgt.

Ursula Poznanski bietet in "Saeculum" einen guten Einblick in die Welt der Rollenspiele. Bastian, unser Hauptprotagonist, ist mir durch seine natürliche Art sehr symphatisch. Alle anderen Buchcharaktere wurden von der Autorin eher oberflächlich beschrieben, was dem Lesevernügen aber keinen Abbruch tat.

Dieses Leseabenteuer ist gespickt mit extrem viel Spannung, geschickten Wendungen und einem für mich absolut unvorhersehbarem Ende. Man ist von der ersten bis zur letzten mittendrin. Das gefiel mir wahnsinnig gut.


Fazit:

Wer Erebos mochte wird Saeculum lieben. Ursula Poznanski ist eine Meisterin der bildlichen Erzählung. Es gibt in dem Buch nicht nur einen einzelnen Sprecher und keine Ich-Perspektive. Die Buchcharaktere erzählen abwechselnd und als Leser ist man mittendrin. Niemand weiß mehr, wer Freund und Feind ist. Die Autorin weiß, wie man Grusel aud Paper bringt. Die Spannung steigt über die ganzen 50 Seiten stetig an und führt den Leser zu einem überraschenden Ende.
"Saeculum" ist ein großartiger Jugendthriller auch für Erwachsene.

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