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KatyLeh

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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.04.2025

Ein Herzensbuch für kleine und große Leseratten

Klaus, die Büchermaus
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Klaus, die Büchermaus hat unsere Vorleseabende zu etwas ganz Besonderem gemacht. Ich lese das Buch abends gemeinsam mit meiner Tochter, die eine ganz besondere kleine Leserin ist – und sie war von Anfang ...

Klaus, die Büchermaus hat unsere Vorleseabende zu etwas ganz Besonderem gemacht. Ich lese das Buch abends gemeinsam mit meiner Tochter, die eine ganz besondere kleine Leserin ist – und sie war von Anfang an begeistert. Klaus, die kleine Maus mit der großen Liebe zu Büchern, hat ihr Herz im Sturm erobert.

Die Geschichte ist liebevoll geschrieben, fantasievoll und voller Wärme. Besonders schön ist, dass meine Tochter das Buch inzwischen auch oft selbst zur Hand nimmt – ein sicheres Zeichen dafür, wie sehr es sie berührt hat.

Für uns ist Klaus, die Büchermaus längst ein Lieblingsbuch geworden, das immer wieder in unsere Lesezeit zurückkehrt. Absolut empfehlenswert für alle, die Kindern die Magie von Geschichten näherbringen möchten.

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Veröffentlicht am 09.04.2025

Berührende Sehnsucht in einer zähen Erzählung

Odyssee nach Westafrika
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Odyssee nach Westafrika ist eine sehr interessant geschriebene Geschichte, die einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt des Protagonisten erlaubt. Besonders berührend ist die Sehnsucht nach seiner Mara, ...

Odyssee nach Westafrika ist eine sehr interessant geschriebene Geschichte, die einen tiefen Einblick in die Gefühlswelt des Protagonisten erlaubt. Besonders berührend ist die Sehnsucht nach seiner Mara, seiner großen Liebe – das ist wirklich herzzerreißend und auf eine stille Weise sehr nachfühlbar. Diese emotionale Tiefe ist zweifellos eine der großen Stärken des Buches.

Allerdings hatte ich beim Lesen auch meine Schwierigkeiten. Es gibt einige sehr langatmige Passagen, bei denen es mir schwerfiel, die Konzentration zu halten. Der Erzählfluss stockte an manchen Stellen, was es mir nicht leicht gemacht hat, wirklich in die Geschichte einzutauchen.

Trotz der spannenden Grundidee und der emotionalen Intensität konnte mich die Story als Ganzes leider nicht richtig abholen. Es blieb das Gefühl zurück, dass das Buch viel Potenzial hat, das sich aber nicht ganz entfaltet.

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Veröffentlicht am 04.04.2025

eine Geschichte voller Intensität

Wie Risse in der Erde
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Manche Bücher ziehen einen von der ersten Seite an in ihren Bann – dieses hier hätte es fast geschafft. Der Schreibstil von Clare Leslie Hall ist wunderschön, voller Gefühl und Intensität. Sie versteht ...

Manche Bücher ziehen einen von der ersten Seite an in ihren Bann – dieses hier hätte es fast geschafft. Der Schreibstil von Clare Leslie Hall ist wunderschön, voller Gefühl und Intensität. Sie versteht es, ihre Figuren lebendig werden zu lassen, sodass man wirklich mit ihnen fühlt. Besonders Beth hat mich beeindruckt. Ihre innere Zerrissenheit, ihr Kampf mit der Vergangenheit und gleichzeitig ihre Fürsorge für Leo – das war tief berührend.

Auch der Kriminalfall war spannend und gut konstruiert. Ich wollte unbedingt wissen, wie alles zusammenhängt. Aber je weiter ich gelesen habe, desto mehr hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte einfach zu viel wollte. So viel Schmerz, so viele Lügen, so viele Tragödien – an einem gewissen Punkt wurde es mir zu viel. Ich konnte mich nicht mehr richtig darauf einlassen, weil es mich eher erschlagen hat als mitzureißen. Und dann das Ende … das fühlte sich für mich nicht ganz stimmig an.

Ich bin hin- und hergerissen. Es gibt so viel an diesem Buch, das ich bewundere – den Schreibstil, die Figuren, die Tiefe der Emotionen. Aber so ganz gepackt hat es mich nicht. Vielleicht war es einfach nicht der richtige Zeitpunkt für mich, vielleicht war es mir zu viel Drama auf einmal. Trotzdem bin ich froh, es gelesen zu haben. Denn es gibt Szenen und Momente, die nachwirken. Und das ist ja eigentlich das, was ein gutes Buch ausmacht.

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Veröffentlicht am 28.03.2025

Eine Reise für die Nase und die Vorstellungskraft

Die Gerüche der Kathedrale
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Dieses Buch hat mich auf eine Weise berührt, wie es nur selten geschieht: nicht durch große Dramatik oder spektakuläre Wendungen, sondern durch seine sinnliche Intensität. Wauters beschreibt das mittelalterliche ...

Dieses Buch hat mich auf eine Weise berührt, wie es nur selten geschieht: nicht durch große Dramatik oder spektakuläre Wendungen, sondern durch seine sinnliche Intensität. Wauters beschreibt das mittelalterliche Antwerpen mit einer Detailfülle, die mich förmlich in die engen Gassen, die dunklen Werkstätten und natürlich in das überwältigende Innere der Kathedrale gezogen hat. Vor allem der Geruchssinn spielt eine zentrale Rolle – und das ist auch die größte Stärke des Buches. Der Duft von Weihrauch, das ranzige Fett der Kerzen, die süßlich-verwesende Note des Marktes – all das wird so lebendig geschildert, dass ich manchmal meinte, es selbst in der Nase zu haben.

Allerdings hat mich die Erzählweise gelegentlich etwas ausgebremst. Wauters schreibt poetisch und atmosphärisch dicht, aber manchmal verliert sie sich in zu langen Beschreibungen, die der Handlung den Schwung nehmen. Die Figuren blieben für mich ebenfalls etwas blass – sie sind eher Mittel zum Zweck, um die Stadt lebendig zu machen, als dass sie wirklich ein Eigenleben entwickeln.

Trotzdem: Wer sich für das Mittelalter interessiert und bereit ist, sich auf eine fast schon synästhetische Leseerfahrung einzulassen, wird mit Die Gerüche der Kathedrale eine außergewöhnliche Zeitreise erleben.

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Veröffentlicht am 26.03.2025

wenn die Vergangenheit anklopft

Haus Waldesruh
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Wenn die Vergangenheit anklopft

Haus Waldesruh von David Krems hat mich sofort gefesselt. Die Geschichte beginnt mit einem Wiedersehen: Vier ehemalige Schulfreunde – Anna, Marco, Ferdinand und Lea – treffen ...

Wenn die Vergangenheit anklopft

Haus Waldesruh von David Krems hat mich sofort gefesselt. Die Geschichte beginnt mit einem Wiedersehen: Vier ehemalige Schulfreunde – Anna, Marco, Ferdinand und Lea – treffen sich nach fünfzehn Jahren in einem abgelegenen Forsthaus. Anfangs wirkt alles harmonisch, doch schnell wird klar, dass alte Wunden nie ganz verheilt sind. Besonders die Erinnerung an Max, Annas Ex-Freund, der sich kurz nach der Matura das Leben nahm, liegt wie ein Schatten über der Gruppe und bringt lange verdrängte Gefühle ans Licht.

Was mir besonders gefallen hat, ist die fein gezeichnete Psychologie der Figuren. Man spürt, dass sie alle ihr eigenes Päckchen zu tragen haben, auch wenn sie es nicht immer zeigen. Die Dynamik zwischen ihnen ist glaubwürdig, mit all den unausgesprochenen Konflikten und unterschwelligen Spannungen, die entstehen, wenn man sich nach Jahren wieder begegnet. Das abgelegene Forsthaus verstärkt dieses beklemmende Gefühl noch – es gibt kaum ein Entkommen, weder vor den anderen noch vor der eigenen Vergangenheit.

Ein besonderer Moment ist der Auftritt eines unerwarteten Gastes, der alles noch komplizierter macht. Ab da konnte ich das Buch kaum noch aus der Hand legen. Krems versteht es, Vergangenheit und Gegenwart geschickt miteinander zu verweben und große Themen wie Schuld, Verdrängung und Freundschaft auf eine sehr einfühlsame Weise zu behandeln.

Haus Waldesruh ist eine Geschichte, die nachwirkt. Sie geht leise, aber eindringlich unter die Haut. Sie regt zum Nachdenken an, ohne einfache Antworten zu liefern. Genau das hat mich daran so beeindruckt. Wer gerne tiefgründige, atmosphärische Romane liest, sollte es sich nicht entgehen lassen.

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