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Veröffentlicht am 15.08.2020

Peggy Guggenheims größte Liebe? - Die Kunst

Peggy Guggenheim und der Traum vom Glück
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Der Name "Guggenheim" war mir nicht unbekannt, aber von Peggy (eigentlich Marguerite) Guggenheim hatte ich bisher nichts gehört. Daher hat mich der Klappentext des Buches umso neugieriger auf diese Frau ...

Der Name "Guggenheim" war mir nicht unbekannt, aber von Peggy (eigentlich Marguerite) Guggenheim hatte ich bisher nichts gehört. Daher hat mich der Klappentext des Buches umso neugieriger auf diese Frau gemacht und - ich nehme es einfach mal vorweg - das Lesen hat sich gelohnt.

Der Roman spielt im kurzen Zeitraum von 1937 - 1942. Peggy Guggenheim lebt schon länger in ihrer Herzensstadt Paris und verkehrt in der Szene mit Künstlern jeder Art. Egal, ob Maler, Bildhauer oder Schriftsteller, in ihrer ihr eigenen großherzigen Art überstützt sie viele von ihnen finanziell und lässt ihre Freundin Djuna sogar bei sich wohnen.

Sie hat schon länger davon geträumt, eine Galerie mit moderner Kunst zu eröffnen und mit Hilfe der richtigen Netzwerke setzt sie diesen Traum in kürzester Zeit in die Tat um. Schnell entdeckt sie ihre Vorliebe für moderne Kunst und beginnt parallel zum Galeriebetrieb selber zu sammeln.

Als sich die Besetzung von Paris durch die Nazis ankündigt und immer mehr Künster als "entartet" gelten, beginnt sie ihren ganz eigenen Widerstand, in dem sie täglich ein Bild aufkauft und damit auch vielen Künstlern eine Ausreise ins Ausland erst ermöglicht.

Peggy Guggenheim ist eine außergewöhnliche Frau, eine starke Persönlichkeit, die ihre eigenen Pläne auch trotz Gegenwind und Widerständen umsetzt. Sie ist immer auf der Suche nach der einen großen Liebe bei den Männern, dabei hat sie die doch eigentlich schon so lange in der Kunst gefunden.

Gerne hätte ich noch mehr über diese faszinierende Frau erfahren. Die 5 Jahre haben auf jeden Fall ein sehr interessanten Einblick in Peggy Guggenheims Leben gegeben.


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Veröffentlicht am 02.08.2020

Gustav Mahlers letzte Reise

Der letzte Satz
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"Der letzte Satz" ist mein erstes Buch von Robert Seethaler, der mich von der ersten bis zur letzten Seite mit seiner Sprache verzaubert hat.

Der schwer kranke Komponist und Dirigent Gustav ...

"Der letzte Satz" ist mein erstes Buch von Robert Seethaler, der mich von der ersten bis zur letzten Seite mit seiner Sprache verzaubert hat.

Der schwer kranke Komponist und Dirigent Gustav Mahler befindet sich auf seiner letzten Schiffsreise von Amerika nach Europa. Auf Deck umgeben von der Weite des Ozeans, Wind und Wellen blickt er auf Stationen seines Lebens zurück. Man durchlebt mit ihm wichtige Momente und Erinnerungen an gute wie auch schlechte Zeiten: das erste Zusammentreffen mit seiner späteren Frau, den Tod einer Tochter, seine Zeit als Dirigent und Inspirationen für seine Werke.

Der Roman hat eine schöne melancholische Grundstimmung.
Ein wunderbares Buch zum Abtauchen und Genießen.

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Veröffentlicht am 19.07.2020

Tödliches Behüten

Der Behüter: Thriller
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Laura Kern hat dieses Mal eine harte Nuss zu knacken, nachdem mehrere Leichen junger Frauen aufgetaucht sind, die eine Gemeinsamkeit haben: häusliche Gewalt. Handelt es sich wieder um einen Serienmörder?
Auch ...

Laura Kern hat dieses Mal eine harte Nuss zu knacken, nachdem mehrere Leichen junger Frauen aufgetaucht sind, die eine Gemeinsamkeit haben: häusliche Gewalt. Handelt es sich wieder um einen Serienmörder?
Auch der mittlerweile 5. Fall mit Laura Kern hat mich wieder gleich von der ersten Seite an in seinen Bann gezogen und es war sehr schwer, das Buch aus der Hand zu legen. Aber dieses "Problem" habe ich bei allen Thrillern von Catherine Shepherd. Der Spannungsbogen hat sich von Kapitel zu Kapitel noch erhöht, und es war wieder hochinteressant, die Spurensuche zu begleiten und die einzelnen und mitunter mühsam zusammengesuchten Puzzleteilchen zu einem stimmigen Gesamtbild zusammenzufügen. Und wie so oft hatte ich erst im letzten Drittel eine vage Vermutung, wer der Täter sein könnte.
Sehr gut gefallen hat mir auch, dass sich Laura als Privatperson endlich ein wenig aus ihrem Schneckenhaus herauswagt und sich Taylor gegenüber öffnet. Das gibt mir die leise Hoffnung auf weitere Fälle.
Von mir gibt es wieder eine klare Leseempfehlung.

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Veröffentlicht am 13.07.2020

für Liebhaber*innen von Klatsch und Tratsch

Die Telefonistin – Mrs. Dalton hört mit
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Die Protagonistin Vivian Dalton ist ein "Fräulein vom Amt", denn sie stellt in ihrem beschaulichen Städtchen die Telefonverbindungen her. Aber nicht nur das, denn um sich die öde Wartezeit auf das nächste ...

Die Protagonistin Vivian Dalton ist ein "Fräulein vom Amt", denn sie stellt in ihrem beschaulichen Städtchen die Telefonverbindungen her. Aber nicht nur das, denn um sich die öde Wartezeit auf das nächste Gespräch zu vertreiben lauscht sie auch ganz gerne mal in die Gespräche der anderen Leute hinein. Ihre auf diesem Weg erhaltenen Informationen verkauft sie nur allzu gern als Menschenkenntnis. VORSICHT SPOILER

Allerdings erfährt sie beim Lauschen auch, dass ihr Mann schon verheiratet sein soll. Dieses Gerücht kann sie auf gar keinen Fall zulassen, ist ihr doch nichts wichtiger, als nach außen hin den schönen Schein der glücklichen Familie zu wahren.
Der Roman spielt in den 50-er Jahren in einem eher ländlichen Gebiet, in dem jeder jeden kennt und man so ziemlich alles übereinander weiß oder zu wissen glaubt. Tratsch und Klatsch sind an der Tagesordnung, genauso wie Neid, Missgunst und diverse Eifersüchteleien.
Vivian engagiert einen Privatdetektiv, um Licht in das dunkle Vorleben ihres Ehemannes zu bringen, der dabei noch einige andere Überraschungen zutage bringt.
Mit Vivian als Person habe ich mich von Anfang an eher schwer getan. Dieses ständige "sich-an-anderen-messen" hatte schon etwas Zwanghaftes. Dazu kamen dann noch die ständigen Zeitsprünge zwischen Kindheit, Jugendzeit und Gegenwart von Vivian und ihren Schwestern Vera und Violet. Die ganzen geschilderten Ereignisse waren mir insgesamt zu überladen mit Problemen und viel zu langatmig und ausufernd. Manchmal war ich kurz davor, die Absätze nur noch querzulesen.
Ich habe mich wohl zu sehr vom Cover leiten lassen, denn danach habe ich einen lebhaften,unterhaltsamen Roman erwartet. Schade, denn aus dem Stoff hätte man mehr machen können.

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Veröffentlicht am 05.07.2020

gelungener Reihenauftakt

Fräulein Gold: Schatten und Licht
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Fräulein Gold trägt ihren Namen ganz zu Recht, denn eins hat sie sicherlich: ein Herz aus Gold. Hulda Gold ist eine für ihre Zeit fortschrittliche junge Frau, die sich nicht von einem Mann finanziell ...

Fräulein Gold trägt ihren Namen ganz zu Recht, denn eins hat sie sicherlich: ein Herz aus Gold. Hulda Gold ist eine für ihre Zeit fortschrittliche junge Frau, die sich nicht von einem Mann finanziell abhängig machen möchte. Lieber schlägt sie sich oft mehr schlecht als recht als Hebamme durch, denn in ihrem Viertel ist die Armut allgegenwärtig. Aber sie liebt ihren Beruf und hilft, wo sie nur kann.
Bereits vom Beginn der Geschichte an wird man in die goldenen 20er Jahre Berlins hineingezogen, die aber auch durchaus ihre Schattenseiten hatten. Hulda Gold ist eine sehr sympathische Protagonistin mit dem Herz am rechten Fleck, die ihre Augen vor Problemen nicht verschließt und immer ein offenes Ohr für Andere hat. Andererseits hat sie ihre Neugierde nur schwer im Griff und kann oftmals auch ihr recht loses Mundwerk schlecht bändigen. Dadurch bringt sie sich immer wieder in mitunter brisante Situationen, wie auch hier, als sie Zweifel an einem Unfalltod hat und auf eigene Faust Ermittlungen anstellt. Aber gerade diese Mischung hat für mich den Reiz von Hulda Gold ausgemacht und es hat mir viel Freude bereitet, sie nicht nur auf Spurensuche in ihrem Berlin zu begleiten.

Für mich ein gelungener Auftakt einer Reihe, die ich weiter verfolgen werde.

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