Profilbild von Kelo24

Kelo24

Lesejury Star
offline

Kelo24 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kelo24 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 09.10.2025

Sehr emotionales Lesehighlight

Das Jahr voller Bücher und Wunder
0

Tilly hat nur wenige glückliche Monate mit ihrem Mann Joe verbringen können, bevor er plötzlich verstarb. Seitdem herrscht rabenschwarze Nacht in ihrem Herz und ihrem Leben, so dass sie sogar ihre Liebe ...

Tilly hat nur wenige glückliche Monate mit ihrem Mann Joe verbringen können, bevor er plötzlich verstarb. Seitdem herrscht rabenschwarze Nacht in ihrem Herz und ihrem Leben, so dass sie sogar ihre Liebe zu den Büchern darüber vergessen hat.
Und dann erhält sie einen Anruf vom Buchhändler Alfie Lane, denn ihr verstorbener Mann hat ihr ein wundervolles Geschenk hinterlassen – ein Jahr voller Bücher, eins pro Monat begleitet von einem persönlichen Schreiben. Wird dieses Geschenk wieder ein wenig Licht in Tillys Leben bringen können?
Zunächst ist Tilly alles Andere als begeistert, geht dann aber doch darauf ein, und wir dürfen sie 12 Monate lang dabei begleiten, wie sie aus rabenschwarzer Trauerschockstarre wieder zurück ins Leben findet.
Die Geschichte hat mich bereits auf den ersten Seiten komplett in ihren Bann gezogen.
Die Autorin Libby Page schreibt sehr einfühlsam und so realistisch und bildhaft, dass bei mir recht schnell im Kopf ein Film mitlief. Nicht nur Tilly habe ich schnell ins Herz geschlossen, auch Alfie war mir sofort sympathisch. Das gilt auch für alle anderen Nebencharaktere, die nach und nach in Tillys Leben stoßen.
Obwohl auch schwere Themen wie Trauerbewältigung und das Auseinandersetzen mit schmerzhaften Erinnerungen behandelt werden war das Buch für mich doch in erster Linie ein Wohlfühlbuch, denn es gibt auch Hoffnung und macht Mut zum Neubeginn. Lachen und Weinen liegen in dieser wundervollen Geschichte ganz nah beieinander. Und so ganz nebenbei wird auch die Liebe zum Buch durch jede Menge Buchempfehlungen gefeiert.
Für mich ist dieser sehr emotionale Roman ein Jahreshighlight, den ich sehr gerne weiter- empfehle.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.07.2025

Ein erschütterndes Motiv

Das heimliche Zimmer: Thriller
0

Auf den mittlerweile 10 Band der Reihe um Laura-Kern habe ich mich schon sehr gefreut und bereits der Prolog gibt Einblicke – vielleicht sind es die Gedankengänge des möglichen Täters??
Auch „Das heimliche ...

Auf den mittlerweile 10 Band der Reihe um Laura-Kern habe ich mich schon sehr gefreut und bereits der Prolog gibt Einblicke – vielleicht sind es die Gedankengänge des möglichen Täters??
Auch „Das heimliche Zimmer“ steckt wieder von der ersten bis zur letzten Seite voller Spannung und Nervenkitzel. Um eine Clique von Teenagern herum geschehen einige mysteriöse Morde. Laura und Max haben wieder alle Hände voll zu tun, um mögliche Verbindungen zwischen den Opfern aufzudecken.
Neben der üblichen Ermittlungsarbeit gibt es auch wieder einen kleinen Einblick in das Privatleben der beiden, was mir immer sehr gut gefällt.
Die Kapitellänge ist wie gewohnt überschaubar und es ist immer noch Zeit für ein weiteres Kapitel Schließlich siegt immer die Neugierde, was wohl als Nächstes passieren wird, vor allem bei den mitunter fiesen Cliffhangern. Unterschiedliche Perspektivwechsel machen die Handlung lebendig und auch „Das unheimliche Zimmer“ hat den einen oder anderen Auftritt.
Wie so oft hat mich das Ende überrascht, denn mit dem Ergebnis war nicht zu rechnen. Aber genau das schafft die Autorin Catherine Shepherd mit einer Leichtigkeit, die ihresgleichen sucht, immer wieder.
Eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.07.2025

Sommerlicher Wohlfühlroman

A Taste of Cornwall: Eine Prise Liebe
0

„A Taste of Cornwall – Eine Prise Liebe“ ist Band 1 der neuen Cornwall-Reihe von Katharina Herzog. Die Farbgebung des Covers finde ich sehr gelungen, die Motive haben mich allerdings eher an ein Kinderbuch ...

„A Taste of Cornwall – Eine Prise Liebe“ ist Band 1 der neuen Cornwall-Reihe von Katharina Herzog. Die Farbgebung des Covers finde ich sehr gelungen, die Motive haben mich allerdings eher an ein Kinderbuch erinnert.
Protagonistin Sophie, eine Restaurantkritikerin, lädt an einem Tag mit Pleiten, Pech und Pannen ihren Frust in einer gepfefferten Kritik am neuen Restaurant eines Models ab und wird von einem Shitstorm förmlich überrollt. Ob sie mit ihrer Behauptung, an jedem Ort der Welt ein Spitzenrestaurant erfolgreich führen zu können, den Mund zu voll genommen hat, wird sich noch zeigen, denn ihr Chef verordnet ihr eine berufliche Zwangspause in einem verranzten Pub in Port Haven. Da Sophie an ihrem Job hängt und von einer eigenen Kochsendung träumt kommt sie um einen Ortswechsel nicht herum. Mit im Gepäck hat sie nicht nur ihre Mutter und die pubertierende Tochter sondern neben familiären Problemen auch den Stress mit dem Pub.
Ich habe ein wenig gebraucht, um mit Sophie richtig warm zu werden. Ihr Perfektionismus und ihre mitunter sehr rüde Art sind ihr oft zum Verhängnis geworden, aber im Laufe der Zeit lernt sie dazu und hinterfragt auch ihr eigenes Verhalten.
Der Schreibstil der Autorin gefällt mir immer wieder gut und die Kapitel lassen sich flüssig lesen. Sie sind aus unterschiedlichen Perspektiven geschrieben, was die Handlung lebendiger macht, da der jeweilige Blickwinkel ein anderer ist. Außerdem lassen die Landschaftsbeschreibungen vom kleinen Küstenörtchen und seinen Einwohnern sehr schnell Bilder vor den Augen entstehen.
Für meinen Geschmack ist allerdings die Umwandlung des Pubs von einer heruntergekommenen Hafenspelunke zum Gourmettempel leider etwas in den Hintergrund geraten genauso wie die beginnende Romanze. Aber dafür wird sicherlich im Folgeband noch mehr zu erfahren sein.
Mir hat der Ausflug nach Port Haven schöne Lesemomente beschert und ich bin gespannt, wie es im Folgeband weitergehen wird.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.06.2025

Eine Geschichte wie eine liebevolle Umarmung

Der Garten der kleinen Wunder
0

Dem neuen Roman „Der Garten der kleinen Wunder“ habe ich schon entgegengefiebert, denn er passt perfekt zum Sommer. Schon das Cover lädt zum Verweilen und Träumen ein.
Am Gartenzaun lernen sich Toja, die ...

Dem neuen Roman „Der Garten der kleinen Wunder“ habe ich schon entgegengefiebert, denn er passt perfekt zum Sommer. Schon das Cover lädt zum Verweilen und Träumen ein.
Am Gartenzaun lernen sich Toja, die Illustratorin von Buchumschlägen, und die 14jährige Vica kennen und merken schnell, dass sie mehr verbindet als ihr gemeinsamer Vorname Victoria. Denn beide lieben die Stille und können gut mit sich allein Zeit verbringen. In Vica erkennt Toja ihr jugendliches Ich wieder und gibt ihr in ihrem Garten einen Raum, um zu sich selbst zu finden und sich im Alltag nicht unterkriegen zu lassen. Sowohl Tojas Lebensweg als auch Vicas Entwicklung habe ich gebannt verfolgt und mich selbst in einigen Situationen wiedererkennen können.
Neben den beiden sympathischen „Victorias“ gibt es noch einige andere Charaktere mit nicht minder liebenswerten Eigenschaften und dann ist da ja noch dieser phantastische Garten, den die Autorin nur mittels ihrer Beschreibungen vor meinen Augen zum Leben erweckt hat. Der Roman ist ein Buch für alle Sinne – man sitzt inmitten der summenden und brummenden Insektenschar, hört das Plätschern des Wassers und den Wind in den Bäumen, riecht den Blumenduft oder das Aroma der von Bär komponierten Gerichte.
Dieses Buch ist angefüllt mit leisen Tönen, die das Herz berühren, und um mehr Miteinander und gegenseitiges Verständnis werben. Für mich war es wie eine liebevolle Umarmung und ein Lesehochgenuss.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.06.2025

Viel mehr als "nur" ein Sommerroman

Noch fünfzig Sommer mehr
0

So unbeschwerte, sommerleichte Tage mit Freunden am Meer, wie auf dem Cover abgebildet, hat Eleni in ihrer Jugendzeit oft verlebt. Und das bei ihren Großeltern in einem kleinen verwunschenen Haus in der ...

So unbeschwerte, sommerleichte Tage mit Freunden am Meer, wie auf dem Cover abgebildet, hat Eleni in ihrer Jugendzeit oft verlebt. Und das bei ihren Großeltern in einem kleinen verwunschenen Haus in der Bretagne.
In ihrem Roman „Noch fünfzig Sommer mehr“ schildert die Autorin Avril Maury eine sehr bewegende Geschichte einer jungen Frau. Diese wagt sich nach Schicksalsschlägen ganz langsam und zaghaft wieder aus ihrer selbst gewählten Isolation ins Leben, angelockt von Blumen und kleinen Botschaften vor der Haustür und der Frage, wer dahinter steckt.
Der gegenwärtige Handlungsstrang ist überwiegend melancholisch, was aber gut zur vorherrschenden Stimmung der Protagonistin passt, die immer noch mit ihrer Trauerbewältigung und den erlittenen Verlusten zu kämpfen hat. Die Autorin lockert diese mit zahlreichen Rückblicken in Elenis Vergangenheit auf, als ihr Leben noch unbeschwert war und sie Zeit und Muße hatte, sich um ihren traumhaft schönen Garten zu kümmern, der zwischenzeitlich arg vernachlässigt worden ist.
Gerade die Beschreibungen des Gartens in all seiner Farben- und Blütenpracht und der wilden Landschaft der Bretagne haben Bilder im Kopf entstehen lassen. Eleni war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn ich nicht alles ihre Handlungen nachvollziehen konnte. Es war aber spannend, sie auf ihrem Weg aus dem Schneckenhaus hinaus ins Leben zu begleiten.
Diese Geschichte ist nicht der klassische Sommerroman; sie berührt und zeigt, wie auch mit kleinen Gesten Großes entstehen kann.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere