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Veröffentlicht am 07.06.2026

Mit Pinsel oder Stift neue Reiseziele ausmalen

Colorful Surprise - Urlaub
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„Urlaub – Malen nach Zahlen" von Mila Dierksen erschien im Frechverlag und wird mit Colorful Surprise betitelt. Im Buch findest du 35 Ausmalmotive zu Reisezielen im Urlaub. Diese entführen dich beim oder ...

„Urlaub – Malen nach Zahlen" von Mila Dierksen erschien im Frechverlag und wird mit Colorful Surprise betitelt. Im Buch findest du 35 Ausmalmotive zu Reisezielen im Urlaub. Diese entführen dich beim oder nach dem Ausmalen an ganz verschiedene Orte rund um die Welt. So gibt es Bilder aus England, den USA und China und natürlich noch sehr viel mehr.

Direkt auf der ersten Seite bekommst du den Hinweis auf die Digibib mit Extras zum Buch. Dort findest du unter anderem einen DIN-A4-Bogen mit 64 Fotoapparaten, die zum Ausmalen mit einer Farbe einladen. Damit kannst du dir ganz einfach deinen persönlichen Farbguide erstellen, mit allen Stiften, die du zur Verfügung hast. Ich habe es mit einer Sorte Brushpens gemacht, die ich in meinem Bastelzimmer gefunden habe, und konnte anschließend mit dem Farbguide an die jeweiligen Bilder gehen und meine passenden Farben für jedes Projekt herauslegen.

Im Vorwort zum Material steht der Hinweis, dass du das beste Ergebnis mit Acrylfarben und Gelstiften erzielst. In meinem Beispiel kannst du sehen, wie es mit einfachen Brushpens auf Wasserbasis aussieht. Einzig für die weißen Elemente habe ich am Ende noch einen Acrylstift benutzt, damit die weißen Stellen wirklich als solche erkennbar sind.

Der von mir so genannte Farbguide heißt im Buch übrigens Swatch Card. Wer die Anleitung genau liest, kann die Linsen der Kameras ausstanzen und sie direkt über die Farbskala beim Bild legen, um die passende Farbe herauszufinden. Bei mir hat es auch einfach mit Danebenhalten funktioniert, aber manchmal lohnt es sich wirklich, die Seiten zu Tipps und Hilfsmitteln aufmerksam zu lesen.

Jedes Bild beansprucht eine Doppelseite. Auf der linken Seite findest du Hidden Facts, die Farbskala und einen Gegenstand als Hinweis zum Bild. Mit den Fakten bekommst du eine Idee davon, was sich hinter den Feldern mit Buchstaben verbergen könnte. Zahlen sucht man in den Feldern vergebens, da die Motive mit mehr als zehn Farben ausgemalt werden, wurde durchgehend auf Buchstaben zurückgegriffen.

Beim ersten Durchblättern bin ich in den Hidden Facts über den Himalaya gestolpert und musste das Bild als erstes ausmalen. Es ist zwar kein Tempel aus Nepal zu erkennen, sondern das Bild entführt uns ins Tigernest in Bhutan. Bei den Farben musste ich aber an unsere Rundreise durch Nepal denken und habe mich beim Ausmalen noch einmal an die vielen Tempelanlagen erinnert, die wir besucht haben. Ich habe übrigens eine gute Stunde gebraucht, um alle Felder passend auszumalen. Ich habe schon einen Blick in die Auflösungen geworfen und mir ein weiteres Reiseziel der letzten Jahre herausgepickt. Als nächstes wird das Bild von Montenegro ausgemalt.

Für mich ist dieses Buch ein perfekter Begleiter für den Feierabend, um einfach mal abzuschalten. Wenn alle passenden Farben für ein Bild gefunden sind, kann es losgehen. Ich bin da ganz chronologisch vorgegangen und habe Buchstabe für Buchstabe abgearbeitet, aber du kannst auch ganz klassisch von oben nach unten arbeiten, so wie es für dich am besten passt.

Hast du demnächst eine lange Bahnfahrt vor dir, mit einem Sitzplatz am Tisch? Genießt du die Sonne auf der Terrasse und möchtest dabei gerne kreativ sein? Dann habe ich hier einen perfekten Begleiter für dich, der neugierig macht auf weitere Urlaubsziele. In „Urlaub – Malen nach Zahlen" von Mila Dierksen findest du 35 Ausmalbilder, die dich zu ganz verschiedenen Zielen führen und vielleicht sogar deinen nächsten Urlaubsort bestimmen. Von mir gibt es eine klare Empfehlung für alle, die zwischendurch einfach mal mit Stiften oder Pinsel ganz entspannt nach Buchstaben malen möchten.

Veröffentlicht am 07.06.2026

Ein Überblick über sinnvolle und weniger sinnvolle Supplements

Der Vitamin- und Nährstoffkompass
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„Der Vitamin und Nährstoffkompass" von Bas Kast erschien im C. Bertelsmann Verlag. Der Untertitel „Das Fazit neuester Studien zu Supplements als Bausteine für ein langes und gesundes Leben" gibt einen ...

„Der Vitamin und Nährstoffkompass" von Bas Kast erschien im C. Bertelsmann Verlag. Der Untertitel „Das Fazit neuester Studien zu Supplements als Bausteine für ein langes und gesundes Leben" gibt einen guten Hinweis darauf, worum es in dem Sachbuch geht. Das Buch ist in 13 Kapitel gegliedert, die sich quasi auch auf dem Cover in der Kompassrose wiederfinden lassen. Am Ende findet sich ein ausführliches Glossar, in dem noch einmal auf die wichtigsten Vitamine, Nährstoffe und Supplements von A bis Z eingegangen wird.

Wer das Buch nicht lesen, sondern hören möchte, kann sich beim Hörverlag die Aufnahme von Herbert Schäfer anhören. Wobei ich ganz klar sage: Es ist nicht unbedingt ein Buch, das sich als Hörbuch eignet. Besonders beim Glossar wird es schlicht langatmig, und die vielen Informationen lassen sich auf diese Weise kaum aufnehmen. Ich selbst habe das Buch zum Teil gehört und zum Teil gelesen und würde das Lesen ganz klar mehr empfehlen. Nicht weil der Sprecher nicht gut wäre, er bringt den Stoff sehr gut rüber, sondern weil man zwischendurch vielleicht Notizen machen oder sich die Grafiken und Bilder genauer anschauen möchte.

Als ich das Buch zum ersten Mal in Händen hielt, habe ich mich gefreut, weil es so gut zu meiner Arbeit in der Apotheke passt. Doch musste ich leider sehr schnell feststellen, dass es sich mehr oder weniger um eine Aneinanderreihung von Studienergebnissen handelt, die zwar verständlich aufbereitet, aber in ihrer Fülle einfach zu umfassend geraten sind. Das Buch hat mich regelrecht mit Informationen erschlagen, die ich in diesem Ausmaß nicht aufnehmen und bewerten konnte. Und an der ein oder anderen Stelle habe ich mich gefragt, ob das wirklich so korrekt ist.

Was mich beim Lesen sehr gestört hat, sind die immer wiederkehrenden Verweise auf Bas Kasts zuvor veröffentlichte Bücher. Immer wieder wird auf den Ernährungskompass hingewiesen, den ich persönlich nicht gelesen habe. Ein einzelner Verweis hätte vielleicht neugierig gemacht, aber die ständige Wiederholung war schlicht zu viel. Hier hätte ich mir lieber eine kurze inhaltliche Zusammenfassung gewünscht, um das relevante Vorwissen direkt nutzen zu können, auch wenn das Buch dadurch vermutlich noch dicker geworden wäre.

Die langen Exkurse in biologische und chemische Prozesse fand ich zwar interessant, aber für mich persönlich zu oberflächlich behandelt. Eine kurze Beschreibung hätte an diesen Stellen genügt, um auch Laien mitzunehmen.

Was mich nach der Lektüre nachdenklich stimmt, ist die fachliche Einordnung des Autors. Bas Kast hat Psychologie und Biologie studiert und bringt damit fundiertes Wissen über biologische Prozesse mit, aber auch darüber, wie man Inhalte gut vermittelt. Was mir fehlt, ist eine medizinische Expertise. Zwar weist er direkt im Vorwort darauf hin, im Zweifel einen Arzt zu konsultieren, doch durch die beschriebenen Selbstversuche entsteht der Eindruck, es handle sich um gänzlich harmlose Nahrungsergänzungsmittel.

Vom Titel her hätte ich erwartet, am Ende eine klare Übersicht zu erhalten, welche Supplements etwas bringen und welche nicht. Hier bleibt das Buch schwammig. Es informiert umfassend über einzelne Nährstoffe und zeigt auch deren Risiken auf, das abschließende Urteil muss aber jeder selbst treffen, meiner Meinung nach unbedingt in Absprache mit Ärzten. Besonders spannend fand ich in diesem Zusammenhang einen Studienhinweis, an den ich mich leider nicht mehr genau erinnern kann, es waren einfach zu viele: dass die Aufnahme aus natürlichen und künstlichen Quellen sehr unterschiedlich ist. Auch wenn natürliche Quellen mehr eines Nährstoffs enthalten, nimmt der Körper nur das auf, was er gerade braucht. Bei künstlichen Quellen hingegen kann Überschüssiges eingelagert werden und damit eher negativ wirken.

Wie man vermutlich merkt, bin ich dem Buch gegenüber zwiegespalten. Es bietet eine ausführliche Übersicht und findet dabei interessante Ansätze, liefert für mich aber keine befriedigenden Antworten. Die findet man letztlich nur im Gespräch mit Fachleuten. Was jedoch ganz klar rüberkommt und was ich durchaus wichtig finde: Eine ausgewogene Ernährung macht das Thema Supplements weitgehend überflüssig, weil der Körper dann alles bekommt, was er braucht. Einzig bei vegetarischer oder veganer Ernährung sind bestimmte Supplements unverzichtbar, da der Körper auch auf tierische Nährstoffe angewiesen ist.

Wer sich einen Überblick über sinnvolle und weniger sinnvolle Nahrungsergänzungsmittel verschaffen möchte, findet hier auf knapp 500 Seiten viele durch Studien belegte Informationen. Das Buch eignet sich nicht unbedingt zum am Stück lesen, da der Kopf irgendwann die Aufnahme weiterer Informationen verweigert. Zum punktuellen Lesen ist es aber durchaus unterhaltsam. Am besten immer mal wieder ein Kapitel herauspicken und näher betrachten, dann wird man nicht erschlagen.

Veröffentlicht am 03.06.2026

Kreative Auszeit und einfach ausmalen

Colorful Surprise - Blumen
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Auf dem Cover ist eine blaue Blumenvase zu sehen, die mit rötlichen und gelben Blumen bestückt ist. Dahinter erkennt man ein Fenster mit einem gerafften Vorhang. Das Bild gibt mir schon eine erste Idee ...

Auf dem Cover ist eine blaue Blumenvase zu sehen, die mit rötlichen und gelben Blumen bestückt ist. Dahinter erkennt man ein Fenster mit einem gerafften Vorhang. Das Bild gibt mir schon eine erste Idee davon, was ich im Buch erwarten kann.

Blumen – Malen nach Zahlen von Mila Dierksen ist im Frechverlag erschienen und trägt den Zusatz: Colorful Surprise. Und der passt, denn die 35 Ausmalmotive zeigen ihr wahres Gesicht erst nach dem Ausmalen. Alle Motive drehen sich um Blüten in den unterschiedlichsten Farben.

Zu Beginn gibt es im Buch einen Hinweis auf die empfohlenen Materialien. Konkret sind das Acrylmarker und Acrylfarbe, um die bestmöglichen Ergebnisse zu erzielen. Ich habe einfach meine Brushpens von verschiedenen Firmen verwendet. Die helleren Farbtöne haben zwar keine Deckkraft über die vorgedruckten Linien, aber das Ausmalfeeling war trotzdem wunderbar.Dazu gibt es eine weitere Seite mit Tipps zum Einstieg. Und dann ist da noch ein digitales Hilfsmittel, das ich mir auch ausgedruckt habe: Auf einem DIN-A4-Bogen befinden sich 64 Blüten, die man mit den eigenen Stiften ausmalen und anschließend beschriften kann. Ich habe das genutzt, um alle meine Stifte einmal zu Papier zu bringen und dann zu sehen, welche sich für das jeweilige Bild am besten eignen.

Dabei geht es gar nicht darum, die Farbe hundertprozentig zu treffen. Die Schablone hilft einfach dabei, schnell die passenden Stifte herauszufiltern. Dann kommen auch schon die Ausmalbilder. Die sind übrigens nicht mit Zahlen, sondern mit Buchstaben beschriftet, weil sich so mehr als zehn Farben pro Bild verwenden lassen. Auf der jeweils linken Seite findet man einen passenden Gegenstand zum Motiv sowie ein paar Hidden Facts. Dazu gibt es eine Farbskala mit Buchstaben, zu denen man die eigenen Stifte oder Farben eintragen kann. Ich fand das sehr praktisch beim Ausmalen. Man kann dabei übrigens auch komplett eigene Farben wählen und sie einfach den Buchstaben zuordnen. Als Beispiel habe ich mir das Bild ausgesucht, auf dessen linker Seite ein Wanderschuh zu sehen ist. Da ich gerade in Nepal war, passte das perfekt zu meiner Stimmung. Meine Farbwahl ist nah an der Vorgabe geblieben, und mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden.

Für mich ist dieses Ausmalbuch eine wunderbare Möglichkeit, einfach mal abzuschalten. Ich habe die Buchstaben chronologisch ausgemalt und zwischendurch immer wieder vergessene Felder ergänzt. Ob man von oben nach unten oder wie ich Buchstabe für Buchstabe vorgeht, bleibt einem selbst überlassen. Auf mich hat es eine fast meditative Wirkung gehabt. Ich habe einfach eine Stunde lang den Vögeln im Garten zugehört und Feld für Feld ausgemalt und die Zeit dabei völlig vergessen. Es ist also auch eine wirklich schöne Möglichkeit, den Kopf freizubekommen.

Kennst du noch das klassische Malen nach Zahlen aus deiner Kindheit? Malst du gerne Blumen? Dann habe ich hier genau das Richtige für dich. Blumen – Malen nach Zahlen von Mila Dierksen bietet 35 verschiedene blumige Motive zum Ausmalen, dazu digitales Zusatzmaterial für einen individuellen Farbguide. Ob Acrylstifte, Pinsel oder Buntstifte: alles ist möglich, und mit der Buchstabenhilfe in den Feldern gelingt es wirklich jedem. Von mir eine klare Empfehlung für alle, die mit einer kleinen Hilfestellung einfach schöne Bilder gestalten und dabei kreativ durchatmen möchten.

Veröffentlicht am 29.05.2026

Unterhaltsame Geschichten für Zwischendurch und zum Verschenken

Mehr Allergien als Freunde
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Mehr Allergien als Freunde – Aber das juckt mich nicht von Johanna Wack erschien im Satyr Verlag. Aufmerksam wurde ich auf das Buch mit satirischen Geschichten bei Book meets Pizza auf der Leipziger Buchmesse. ...

Mehr Allergien als Freunde – Aber das juckt mich nicht von Johanna Wack erschien im Satyr Verlag. Aufmerksam wurde ich auf das Buch mit satirischen Geschichten bei Book meets Pizza auf der Leipziger Buchmesse. Beim Stöbern schlug ich das Buch blind auf und landete bei folgender Geschichte.

„Abschiedsbrief einer Buchhalterin an ihren Ehemann."

Tja, was soll ich sagen. Die Überschrift steht da schwarz auf weiß, aber an dem Abend habe ich statt Buchhalterin Buchhändlerin gelesen. Der Inhalt der Geschichte passt zwar nicht wirklich zur Buchhändlerin, aber das fiel an dem Abend nicht weiter auf. Die Geschichte sorgte dafür, dass ich auch den Rest des Buches lesen wollte. Mein Irrtum fiel übrigens erst auf, als ich in der Mittagspause meinem Chef davon erzählte und ihm eben diese Geschichte vorlesen wollte und zum ersten Mal Buchhalterin las. Die Lacher waren ganz klar auf meiner Seite. Man liest halt manchmal das, was man lesen möchte. Aber dennoch wurde ich von dem Buch nicht enttäuscht.

Die Autorin startet mit einem kurzen Vorwort dazu, wie es zum Titel des Buches kam und warum das mit ein Grund ist, warum es so viele Geschichten geworden sind. Das Ganze ist natürlich mit einem Augenzwinkern zu lesen. Wobei ich das mit den Allergien durchaus nachvollziehen kann, aber das ist eine ganz anderes Thema.

Die erste Geschichte im Buch handelt von der sinnvollen Benennung von Haustieren und welche Konsequenzen es haben kann, wenn man das nicht beherzigt. Ich habe königlich gelacht. Ich sage nur: Mutti. Du wirst mich verstehen, wenn du die Geschichte gelesen hast. Mutti taucht übrigens in der einen oder anderen Geschichte wieder auf, ebenso Tochter Emily, die mit folgendem Zitat in Zusammenhang steht.

„Auf die komplexe Thematik berufe ich mich in letzter Zeit gerne. Das stimmt fast immer und hört sich zudem an, als hätte ich richtig Ahnung von dem Thema, wäre aber zu klug und zu diplomatisch für erhitzte Diskussionen."

Hier musst du einfach die ganze Geschichte lesen. Aber auch „Tun sie doch was gegen die Liebe!", "Die zehn goldenen Regeln der Prävention für Ü-40-Se(x)" oder "Über das richtige falsche Verwenden von Fremdwörtern" kann ich nur empfehlen. Mit Letzterem kannst du übrigens bei der nächsten langweiligen Einladung punkten, wenn du mit einem Glas Sekt in der Hand auf Fremde triffst, von deren Gespräch du nicht wirklich Ahnung hast. Ich habe gut gelacht.

Diese Geschichten und noch einige mehr findest du in dem kleinen Büchlein. Sie werden dich zum Schmunzeln und Lachen bringen. Besonders das Quartett hat es mir angetan. Wobei es nicht wirklich ein Quartett ist, sondern vielmehr die Idee dazu, aus unfreiwillig erhaltenen Fotos von besonderen männlichen Merkmalen eines zu basteln. In meiner Studentenzeit hätte ich da ein gutes Spiel zusammenstellen können, aber darauf möchte ich jetzt nicht näher eingehen. Wir bleiben schließlich oberhalb der Gürtellinie.

Bist du auf der Suche nach einer kleinen Geschenkidee? Magst du humorvolle, satirische Texte, die mit Witz und Intellekt aufwarten? Dann ist "Mehr Allergien als Freunde" von Johanna Wack genau das richtige Buch für dich. Ob für dich selbst oder zum Verschenken, ich empfehle es dir gerne. Es bietet sich auch wunderbar zum Vorlesen in kleiner Runde an, um dann gemeinsam vergnügt über die Geschichten zu schmunzeln.

Veröffentlicht am 29.05.2026

Sommer, Sonne, Strand und Eis

Sommerliebe im kleinen Eisladen am Meer
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Sommerliebe im kleinen Eisladen am Meer von Julia Rogasch erschien im Ullstein Verlag. Die Geschichte spielt auf der Nordseeinsel Sylt und ist ein Einzelband, auch wenn am Rande Figuren und Geschäfte aus ...

Sommerliebe im kleinen Eisladen am Meer von Julia Rogasch erschien im Ullstein Verlag. Die Geschichte spielt auf der Nordseeinsel Sylt und ist ein Einzelband, auch wenn am Rande Figuren und Geschäfte aus anderen Einzelbänden auftauchen. Du musst aber keines der anderen Bücher gelesen haben, wirst vielleicht nur neugierig auf die Läden und die Geschichten, die sich dahinter verbergen. Ich persönlich kann dir bisher alle Romane von Julia Rogasch empfehlen. Sie laden ein zum Träumen, Wohlfühlen und am besten selbst einmal nach Sylt zu reisen.

Diese Geschichte handelt von Luisa, Finn und deren Patentante, die einen Eisladen auf Sylt betreibt. Oder besser gesagt betrieb, denn laut Klappentext vererbt sie ihren Patenkindern den Laden, mit allem was dazugehört.

Die Geschichte startet mit einem ersten Ausflug nach Sylt aus der Kindheit der Protagonisten. So darf ich als Leserin direkt erfahren, wie Ellen zu den Patenkindern gekommen ist und in welchem Verhältnis Luisa und Finn zueinander stehen. Ich fand diesen Einstieg sehr schön, denn so bekam ich gleich ein Gespür für die Figuren und durfte auch Ellen kennenlernen.

Erzählt wird aus den Perspektiven von Luisa und Finn, die beide als Ich-Erzähler fungieren. So darf ich einen Blick in ihre Gefühlswelt werfen. Außerdem tauchte ich ein wenig in ihren Arbeitsalltag ein. Luisa arbeitet in Hannover in einem Café, ist dort aber, wie folgender Satz verrät, nicht ganz zufrieden.

„Einzig für Gebäck oder Eis zu schwärmen und in der Zubereitung süßer Köstlichkeiten aufzugehen, reichte nicht, um glücklich zu sein.“
Finn hat ebenfalls einen Beruf im Gastgewerbe erlernt. Seine Kochlehre hat ihn zum Hotel- und Restauranttester gemacht, und er nimmt mich zu einem Auftrag auf Sylt mit. Ob sich sein Lebensmittelpunkt von Hamburg auch nach Sylt verlegen ließe?

„Manchmal muss man einfach nur lächeln, atmen und schauen, was passiert.“
Diesen Worten habe ich nichts weiter hinzuzufügen. Ich habe den Ausflug nach Sylt wieder genossen. Ich mag es, wenn ich von vornherein weiß, dass mich eine Wohlfühlgeschichte erwartet, die gut unterhält, aber emotional nicht zu sehr fordert. Für den Feierabend und den Urlaub liebe ich genau diese Art der Unterhaltung, bei der ich perfekt abschalten und hier und da auch schmunzeln darf.

Mein liebster Schmunzelmoment war übrigens ein Wort, für das ich aus meiner Kindheit Flutsaum kenne. Aber Meerschaumkante klingt natürlich auch gut. Gemeint ist der Flutsaum an der Nordsee, bis wohin die Wellen gerade noch an den Strand reichen. An diesem Strand gehen die beiden mal alleine, mal gemeinsam spazieren.

„Auch wenn die kleine Luisa in mir, in Finn noch immer ihren Michel sah, den besten Kumpel, mit dem man Pferde stehlen konnte, und ihm zuversichtlich den Rücken stärkte, stand die erwachsene Luisa neben ihr und rümpfte die Nase bei Finns Plänen.“
Mit diesem Statement von Luisa möchte ich meinen Text abschließen. Ich habe die Geschichte verschlungen und bekam beim Lesen das ein oder andere Bild in den Kopf. Sei es der kleine Finn als Michel oder das Wasser, das mir bei den Erzählungen über die Eiskreationen im Mund zusammenlief. Die werden in dem kleinen Eisladen übrigens alle selbst hergestellt, auf Basis italienischer Rezepte. Was es damit auf sich hat, erfährst du in der Geschichte. Für alle, die ein schönes Buch für den Urlaub oder ein Sonnenbad auf der heimischen Terrasse suchen, empfehle ich diesen Liebesroman sehr gerne weiter. Mit Tropes gesprochen findest du hier Slow Burn, Friends to Lovers und Second Chance. Oder für die Älteren unter uns einfach eine schöne Liebesgeschichte.