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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 11.02.2026

Spannung Pur

Das Signal
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Das Cover fällt durch seine Farben sofort ins Auge. Auf schwarzem Hintergrund erkennt man eine Spirale, an deren engster Stelle ein Standortpunkt zu sehen ist. Farblich verläuft sie von Pink zu Lila. Ein ...

Das Cover fällt durch seine Farben sofort ins Auge. Auf schwarzem Hintergrund erkennt man eine Spirale, an deren engster Stelle ein Standortpunkt zu sehen ist. Farblich verläuft sie von Pink zu Lila. Ein weiterer Eye-Catcher ist die Anordnung des Titels: Das „das“ steht senkrecht, während das „Signal“ waagerecht nahezu auf einen zuspringt. Mir gefällt diese Gestaltung richtig gut.

Das Signal von Ursula Poznanski erschien im Knaur Verlag. Das dazugehörige Hörbuch wurde im Argon Verlag veröffentlicht und von Tessa Mittelstaedt eingelesen. Die Geschichte handelt von Viola Decker, die nach einem Unfall quasi ans Haus gefesselt ist. Um mehr über ihren Mann zu erfahren und verlorene Dinge wiederzufinden, bestellt sie sich kleine GPS-Tracker. Was sie damit entdeckt, ließ mich sprachlos zurück und sorgte dafür, dass ich gebannt weiterhörte.

Das Setting hat mich sofort angesprochen, sodass ich die Geschichte unbedingt lesen wollte. Letztlich habe ich sie größtenteils gehört. Tessa Mittelstaedt hat für mich eine sehr angenehme Stimme, die die Atmosphäre hervorragend einfängt und die Gefühle der Figuren passend transportiert. Sie erweckt die Protagonistin und Ich-Erzählerin Viola zum Leben. Ich hing förmlich an ihren Lippen und konnte mich kaum vom Hörbuch lösen. Ein ganzer Vormittag war wie im Flug vergangen, weil die Geschichte so spannend war.

Besonders interessant fand ich die genaue Beschreibung der GPS-Tracker und ihrer nützlichen Funktionen. Bei der Wahl von Emoji, Name und Geräusch musste ich zwischendurch sogar schmunzeln. Doch vor allem zogen mich die durch die Tracker gewonnenen Erkenntnisse immer tiefer in den Bann. Wer war für den Einsturz im Weinkeller verantwortlich? Was hat Viola durch den Unfall alles vergessen? Und vor allem: Kann sie ihrem Mann wirklich vertrauen?

Diese Fragen begleiteten mich bis zum Schluss und sorgten dafür, dass ich nicht genug bekommen konnte. Viel zu schnell waren die 400 Seiten beziehungsweise fast 12 Stunden Hörzeit vergangen. Ein Buch, das mich vollkommen überzeugt hat und sich direkt als erstes Jahreshighlight auf meine Top Ten für 2026 geschlichen hat.

Magst du spannende Geschichten aus der Sicht des Opfers erzählt? Liebst du es, bis zum Ende zu überlegen, was am Anfang wirklich passiert ist? Dann bist du bei "Das Signal" von Ursula Poznanski genau richtig. Dich erwarten ein Unfall voller offener Fragen, eine ehrgeizige Protagonistin, die um ihre Unabhängigkeit kämpft, und ein Ehemann, der scheinbar vor Sorge um seine Frau vergeht. Freue dich auf einen starken Spannungsbogen und eine Geschichte, die noch lange nachhallt. Ich hatte unglaublich spannende Hörstunden und empfehle das Hörbuch oder Buch sehr gerne weiter.

Veröffentlicht am 11.02.2026

Ein ruhiger und atmosphärischer Roman

Mathilde und Marie
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Das Cover wirkt wie ein Ölgemälde eines kleinen Dorfes. Im Hintergrund ragen die Berge in den Himmel und rahmen den Ort mit seinen vielen roten Dächern ein. Auf mich wirkt es einfach idyllisch und lässt ...

Das Cover wirkt wie ein Ölgemälde eines kleinen Dorfes. Im Hintergrund ragen die Berge in den Himmel und rahmen den Ort mit seinen vielen roten Dächern ein. Auf mich wirkt es einfach idyllisch und lässt auf eine ruhige, atmosphärische Geschichte hoffen.

Mathilde und Marie von Torsten Woywod erschien im Argon Verlag. Das Hörbuch wurde von Sabine Arnhold eingelesen. Sie verleiht den Bewohnern von Redu ihre Stimme und trägt maßgeblich zur ganz besonderen Atmosphäre dieses Bücherdorfes bei.

Eine kleine Anmerkung vorab: Das Bücherdorf Redu gibt es tatsächlich in Belgien. Die Figuren hingegen sind der Fantasie des Autors entsprungen. Ich muss gestehen, dass ich vor der Lektüre nicht wusste, dass es solche Orte überhaupt gibt. Eine kurze Recherche zeigte mir jedoch, dass es durchaus mehrere davon gibt. Übrigens auch einen Ort namens Damme, genauso wie der Ort, in dem ich wohne, nur dass dieser ebenfalls in Belgien liegt. Ich glaube, einen solchen Ort mit ganz vielen Antiquariaten und Buchhandlungen möchte ich mir unbedingt einmal live ansehen.

Nun zurück zur Geschichte. Sie wird aus mehreren Perspektiven erzählt, überwiegend in der dritten Person. Einzig Mathilde nimmt mich als Ich-Erzählerin mit und lädt direkt dazu ein, sich mit ihrer Einsamkeit auseinanderzusetzen. Ihre Schilderungen gehen einher mit tagebuchähnlichen Einträgen, die auf einen bestimmten Tag vor mehr als 100 Tagen anspielen. Was genau dahintersteckt, verrät dir die Geschichte selbst.

Der Fokus lag für mich jedoch klar auf Marie. Sie ist Französin und strandet eher zufällig in Redu. Nach und nach freundet sie sich mit den Gegebenheiten des Dorfes an und stellt sich sogar auf nur eine Stunde Internet am Tag ein. Allein dieser Aspekt, schon im Klappentext erwähnt hat mich schmunzeln lassen.

Mit dem Hörbuch hatte ich einige ruhige, intensive Hörmomente. Ich habe die Zeit im Dorf genossen und die Eigenheiten der Bewohner nach und nach ins Herz geschlossen. Dabei durfte ich miterleben, wie Marie an ihren Herausforderungen wächst und wie Mathilde langsam einen Zugang zu den anderen findet. Für mich war es eine anrührende Geschichte, die mich so schnell nicht wieder loslassen wird.

Magst du Geschichten über Bücher und die Liebe zu ihnen? Tauchst du gern in Erzählungen ein, die das Leben selbst schreibt? Dann freue dich auf "Mathilde und Marie" von Torsten Woywod und begleite die beiden Frauen auf ihrem Weg. Dich erwarten leise Töne, eine ganz besondere Atmosphäre im Bücherdorf und das Fest der Bücher, das zahlreiche Besucher ins Dorf lockt. Von mir gibt es eine klare Lese- und Hörempfehlung.

Veröffentlicht am 09.02.2026

Unterhaltsam und einfach grandios gelesen

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben
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Das Cover ist ganz nach meinem Geschmack. Ein schlichter dunkelblauer Hintergrund, auf dem der Titel in bunten Farben leuchtet. Jedes Wort ist in einer anderen Farbe gehalten: grün, gelb, pink, lila und ...

Das Cover ist ganz nach meinem Geschmack. Ein schlichter dunkelblauer Hintergrund, auf dem der Titel in bunten Farben leuchtet. Jedes Wort ist in einer anderen Farbe gehalten: grün, gelb, pink, lila und orange. Allein diese Farbwahl bringt mich schon zum Schmunzeln und macht neugierig auf die Geschichte.

Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben von Anika Decker wurde im Audio Verlag veröffentlicht. Das Hörbuch wird von Katja Riemann und Anna Maria Mühe eingelesen. Im Mittelpunkt steht die fünfzigjährige Nina, die nach der Trennung von ihrem wohlhabenden Ehemann versucht, ihr Leben neu zu ordnen. Während er längst mit einer jungen Influencerin eine neue Familie gegründet hat, jongliert Nina zwischen Job, Familie, Wechseljahren und gesellschaftlichen Erwartungen. Inmitten dieses Chaos begegnet sie David, der zwanzig Jahre jünger ist. Doch kann sie sich gegen das Schubladendenken ihrer Umgebung behaupten und sich wirklich auf diese Beziehung einlassen?

Nina wird von Katja Riemann als Ich-Erzählerin vertont und trägt einen großen Teil der Geschichte. Alle weiteren Figuren werden von Anna Maria Mühe gelesen, die jeweils in der dritten Person erzählt. Besonders im Fokus steht Ninas jüngere Schwester Lena. Sie lebt scheinbar das perfekte Bilderbuchleben und hat stets zu ihrer großen Schwester aufgesehen. Doch auch sie gerät zunehmend in einen inneren Konflikt zwischen der heilen Familie, der Freundschaft zur neuen Frau ihres Ex-Schwagers und dem Job ihres Mannes, der moralische Fragen aufwirft. Diese Perspektiven haben mich immer wieder ins Grübeln gebracht: Wie hätte ich selbst in dieser Situation reagiert?

Zu Katja Riemanns Stimme muss man eigentlich nicht viel sagen. Sie ist prägnant, wandelbar und transportiert sowohl leise Gedanken, als auch bissige Kommentare mit Leichtigkeit. Sie schafft es, Nina nahbar zu machen, sodass man sich schnell mit ihr identifizieren kann. Ich musste bei den Szenen mit Daniel schmunzeln und war bei den Ereignissen im Arbeitsumfeld stellenweise sprachlos. Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten. Höre am besten selbst rein und verfolge die Abläufe, die leider oft näher an der Realität sind, als einem lieb ist.

Mit einem zwinkernden Auge erzählt Anika Decker vom Leben einer Frau im besten Alter. Nina bewegt sich zwischen erwachsenen Kindern, einer pflegebedürftigen Mutter und dem Wunsch, endlich wieder ihr eigenes Leben zu leben. Themen wie Gleichberechtigung, gesellschaftliche Doppelmoral und weibliche Selbstbestimmung ziehen sich dabei wie ein roter Faden durch die Geschichte. Was bei Männern akzeptiert wird, scheint bei Frauen noch immer kritisch beäugt zu werden. Gleichzeitig zeigt der Roman, dass Liebe keine Altersgrenzen kennt und Familie weit mehr sein kann als ein klassisches Modell mit Trauschein.

Das Hörbuch hat mich rund eine Woche begleitet. Ich durfte lachen, schlucken und an manchen Stellen auch kurz innehalten. Besonders hängen geblieben sind mir Szenen rund um eine Lesebrille, das Verfallsdatum von Kondomen, sowie das Knutschen in der Öffentlichkeit und die Reaktionen der Kinder darauf. Einfach nur königlich. Diese Mischung aus Humor, Ernsthaftigkeit und ehrlichen Beobachtungen hat mich abgeholt.

Stehst du in der Mitte des Lebens? Magst du pointierte Geschichten, die indirekt mit dem Finger auf unseren Alltag zeigen? Dann bist du bei „Zwei vernünftige Erwachsene, die sich mal nackt gesehen haben“ von Anika Decker genau richtig. Lasse dich ein auf die Protagonistin und verfolge sowohl ihr Familienleben, als auch ihren Stand in der Firma. Freue dich auf unterhaltsame Szenen, die einfach zum Schmunzeln anregen, gebe aber auch den ernsten Themen einen Raum, die leider zur weiblichen Realität gehören. Für mich eine wirklich hörenswerte Geschichte, die ich sehr gerne weiter empfehle.

Veröffentlicht am 09.02.2026

Der Titel ist Programm

Oma, Ouzo und andere Katastrophen
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Das Cover verströmt eine gute Prise Humor. Auf einem blauen Hintergrund ist eine rundliche Oma mit Glas und Blümchen in der Hand zu sehen. Daneben erkennt man eine zum Teil gebrochene griechische Säule, ...

Das Cover verströmt eine gute Prise Humor. Auf einem blauen Hintergrund ist eine rundliche Oma mit Glas und Blümchen in der Hand zu sehen. Daneben erkennt man eine zum Teil gebrochene griechische Säule, an der eine schwarze Katze hängt. Zusammen mit dem Titel ergibt sich ein ansprechendes Gesamtbild, das sofort neugierig auf die Geschichte dahinter macht.

Oma, Ouzo und andere Katastrophen von Thorsten Steffens erschien bei between pages by Piper. Es ist ein humorvoller Roman über den Anfang dreißigjährigen Philipp und seine Giagiá, die eines Tages völlig überraschend vor seiner Tür steht. Von ihrer Existenz hatte er bis dahin keinerlei Ahnung.

Schon die erste Szene lädt zum Lachen ein und lässt auf sehr viel mehr hoffen. Im Prinzip bringt folgender Dialog alles auf den Punkt, was man vorab über die Geschichte wissen muss.

„Ja, freust du dich denn gar nicht, mich zu sehen?“ […] „Ja, doch natürlich“, stammle ich also. „Ich weiß nur noch nicht so genau, wer Sie sind.“ […] „Deine giagiá. Deine Oma, Deine Großmutter. Deine Baba.“
Damit sind wir alle schlauer und haben direkt einen Eindruck von Philipps kompletter Ahnungslosigkeit. Doch dabei bleibt es nicht. Die Großmutter Toula versprüht ein herrlich überspitztes griechisches Lebensgefühl und krempelt Philipps Alltag gründlich um. Ich sage nur Ikonen und Trockensträuße. Die Szenen dazu musst du einfach selbst lesen. Und falls du bis dahin noch nicht lachen oder schmunzeln musstest, halte unbedingt Ausschau nach der legendären Milchaufschäumer-Szene. Was diese mit Philipps schwulem Mitbewohner zu tun hat, kann und will ich nicht verraten, aber das Kopfkino dazu bleibt definitiv hängen.

„Nein!“, wiederhole ich energisch und bin mir sicher, dass ich mich dieses Mal nicht weichklopfen lasse!“
Ob Philipp dieses Vorhaben wirklich durchzieht, darfst du selbst herausfinden. Toula schlägt jedenfalls ein wie eine Bombe in der Loft-WG mit Amelie und Moritz und kocht sich ganz nebenbei in so manches Herz. Beim Lesen läuft einem dabei nicht nur einmal das Wasser im Munde zusammen.

Bist du nun neugierig geworden? Magst du Geschichten mit einer ordentlichen Portion Humor und griechischen Vibes? Dann bist du bei „Oma, Ouzo und andere Katastrophen“ von Thorsten Steffens genau richtig. Der Autor hat mit diesem Roman meinen Humor voll und ganz getroffen. Ich hing förmlich an Philipps Lippen und habe seiner Erzählung begeistert gelauscht. Zwischendurch hätte ich ihn gerne einmal ordentlich durchgeschüttelt, damit er sein Leben wieder selbst in die Hand nimmt, aber bei dieser Großmutter ist das leichter gesagt als getan. Ich habe mich köstlich amüsiert und empfehle das Buch sehr gerne weiter. Übrigens kann ich dir auch die Klugscheißer-Reihe des Autors ans Herz legen: anderer Protagonist, aber genauso trocken und herrlich bizarr. Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung.

Veröffentlicht am 01.02.2026

Ein Sommer am Meer, den man so schnell nicht vergisst.

Sandwich
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Das Cover lädt zum Urlaub am Meer ein. Zu sehen ist ein hellblau gestrichenes Holzhaus in den Dünen, und wenn man genau hinsieht, lässt sich das Wasser bereits erahnen. Am liebsten möchte man direkt die ...

Das Cover lädt zum Urlaub am Meer ein. Zu sehen ist ein hellblau gestrichenes Holzhaus in den Dünen, und wenn man genau hinsieht, lässt sich das Wasser bereits erahnen. Am liebsten möchte man direkt die Tasche packen und zu diesem Häuschen fahren. Als kleiner Eyecatcher steht der Titel des Hörbuchs in pinken Großbuchstaben über dem Haus.

Sandwich – Ein fast perfekter Sommer von Catherine Newman erschien bei Hörbuch München. Das Hörbuch wurde von Sanja Nawara eingelesen. Im Mittelpunkt steht Rocky, die gemeinsam mit ihrer Familie und ihren Eltern noch einmal einen Sommer im Ferienhaus in Cape Cod verbringt. Es verspricht ein unterhaltsamer, zugleich tiefgründiger Familienroman zu werden.

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive von Rocky erzählt. Sie nimmt mich mit in einen traditionellen Familienurlaub mit inzwischen erwachsenen Kindern und älter werdenden Eltern. Mit fast fünfzig Jahren steht Rocky mitten im Leben und lässt dieses in Rückblenden Revue passieren.

Zu Beginn dachte ich, es würde hauptsächlich um die Menopause und die damit verbundenen körperlichen Veränderungen gehen. Doch es ist so viel mehr als das. Es ist ein nachdenklicher Rückblick auf die Kinderjahre, auf Höhen und Tiefen und auf all das, was Rockys Leben geprägt hat. Begleitet wird das Ganze vom Humor ihres Mannes Nick, der nicht immer passend, aber gerade deshalb so liebenswert ist.

Als Hörerin wurde ich mitten hinein in die Ferienroutine gezogen und dem seit Jahren gepflegten Ablauf im Ferienhaus. Wie so oft beginnt der Urlaub mit dem Kauf neuer Bademode, weil die Tasche zu Hause vergessen wurde, an dieser Stelle musste ich schmunzeln. Auch der Weg zum Strand folgt einem festen Ritual, das letztlich zum Titel des Buches führt. Für den Mittagshunger bereitet Rocky für jeden ein Sandwich nach dessen Vorlieben zu und packt es ein. Da bleiben keine Wünsche offen.

Ein paar Worte möchte ich noch zur Sprecherin Sanja Nawara verlieren. Sie hat der Geschichte genau den richtigen Ton verliehen. Für jede Figur trifft sie stimmlich Alter und Persönlichkeit, sodass sofort ein Gespür für die Charaktere entsteht. Ich habe ihr fasziniert gelauscht und konnte kaum pausieren. Durch ihre Art hatte ich das Gefühl, selbst mit im Ferienhaus in Cape Cod zu sein. Für mich ein rundum grandioses Hörerlebnis.

Magst du Familiengeschichten mit einer besonderen zwischenmenschlichen Dynamik? Bist du vielleicht selbst in der Nähe der Menopause und blickst gerade etwas intensiver auf dein Leben zurück? Dann könnte "Sandwich – Ein fast perfekter Sommer" von Catherine Newman genau das Richtige für dich sein. Mit einem Augenzwinkern blickt Rocky auf ihr Leben zurück und bringt das ein oder andere Geheimnis ans Licht, das früher lieber unter den Teppich gekehrt wurde. Dich erwartet eine freundschaftliche Dynamik zwischen den Generationen, viel Wärme, Humor und eine nachdenkliche Geschichte über einen wichtigen Lebensabschnitt. Von mir gibt es eine klare Lese- und Hörempfehlung für alle, die sich mit älteren Protagonistinnen identifizieren können.