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Veröffentlicht am 19.10.2021

Spannender Pageturner!

Meeressarg
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Bei einer Paddeltour in Kopenhagen kentert das Kajak von Erica, als es von den Wellen eines Dampfers erfasst wird. Erica gerät unter Wasser. Sie glaubt ihren Augen nicht zu trauen, als sie dort einen Mercedes ...

Bei einer Paddeltour in Kopenhagen kentert das Kajak von Erica, als es von den Wellen eines Dampfers erfasst wird. Erica gerät unter Wasser. Sie glaubt ihren Augen nicht zu trauen, als sie dort einen Mercedes entdeckt, in dem sich zwei Leichen befinden. Jan Hesk wird von Kim Sleizner zum Leiter der Ermittlungen benannt. Zunächst sieht es so aus, als ob der Fall leicht zu lösen wäre. Doch dann keimen Zweifel in Hesk auf und er beginnt genauer zu recherchieren. Auch Dunja Hougard befindet sich in Kopenhagen. Sie ist noch immer auf der Suche nach Beweisen, die ihren ehemaligen Chef Kim Sleizner überführen können. Doch Sleizner ist überaus vorsichtig. Er versucht Dunja mit allen Mitteln aufzuspüren. Währenddessen ereilt Fabian Risk ein schrecklicher Schicksalsschlag...

"Meeressarg" ist bereits der sechste Band der Reihe um Fabian Risk. Um den aktuellen Teil voll auskosten zu können, empfiehlt es sich, die Reihenfolge einzuhalten. Denn hier laufen Nebenhandlungen zusammen, die sich bisher durch die gesamte Reihe gezogen haben und nun in einem äußerst spannenden Finale gipfeln. 

Fabian Risk spielt im aktuellen Band eher eine Nebenrolle, denn er ist nicht in die Kopenhagener Ermittlungen involviert. Im Zentrum der Handlung stehen, neben der Aufklärung der Ereignisse, die zum Tod der beiden im Mercedes gefundenen Leichen geführt haben, Dunja Hougard und Kim Sleizner. Denn Dunja setzt alles daran, Sleizner endlich zu Fall zu bringen. 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet, die sich nach und nach miteinander verknüpfen. Es gelingt Stefan Ahnhem auch in diesem Band, sofort Spannung aufzubauen, die sich im Verlauf der Handlung immer weiter steigert. Dadurch gerät man früh in den Sog der Ereignisse und mag manchmal kaum glauben, wie eiskalt Sleizner agiert. Handlungsorte und Protagonisten werden dabei so lebendig beschrieben, dass man das Gefühl hat, alles vor Augen zu haben. Man kann sich ganz auf die Handlung einlassen und die Spannung genießen. Dabei kommt es immer wieder zu überraschenden Wendungen, die dafür sorgen, dass man förmlich durch das Buch fliegt und es kaum aus der Hand legen mag. Das Ganze gipfelt in einem Showdown, den man atemlos verschlingt.

Ein spannender Pageturner, den man kaum aus der Hand legen kann. 

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Veröffentlicht am 17.10.2021

Spannende Fortsetzung

Todesrauschen
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Noch immer ist die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge vom dem Wunsch besessen, mehr über das Schicksal ihres verschwundenen Bruders herauszufinden. Denn sie glaubt nicht daran, dass er sich das Leben ...

Noch immer ist die True-Crime-Podcasterin Jula Ansorge vom dem Wunsch besessen, mehr über das Schicksal ihres verschwundenen Bruders herauszufinden. Denn sie glaubt nicht daran, dass er sich das Leben genommen hat. Der forensische Phonetiker Matthias Hegel behauptet, dass er Beweise hat, dass Moritz tatsächlich lebt. Obwohl Hegel Jula bereits oft belogen und maipuliert hat, entscheidet sie sich dazu, ihn ein letztes Mal zu treffen. Bei diesem Treffen kommt es zu einer Katastrophe: Es fallen Schüsse und Jula und Hegel werden gemeinsam entführt! 

Der dritte Band der Auris-Reihe, der von Vincent Kliesch, nach einer Idee von Sebastian Fitzek, verfasst wurde, startet bereits mit hohem Tempo. Ohne langatmiges Vorgeplänkel befindet man sich mitten im spannenden Geschehen. Um da mithalten zu können, ist es empfehlenswert, die Vorgänger zu kennen, damit man nicht nur die schwierige Beziehung zwischen Hegel und Jula, sondern auch die damaligen Ereignisse richtig zuordnen kann. 

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Da die Wechsel häufig mit geschickt angelegten Cliffhangern enden, ist die Spannung durchgehend spürbar. Es gibt immer wieder unerwartete Wendungen, die dafür sorgen, dass keine Langeweile aufkommt. Auch Hegels Kenntnisse über die forensische Phonetik werden so gekonnt in die Handlung eingebaut, dass man ihnen staunend folgt. Der Schreibstil ist flüssig und äußerst mitreißend. Handlungsorte und Protagonisten werden so lebendig beschrieben, dass man alles mühelos vor Augen hat und sich ganz auf die spannende Geschichte einlassen kann. 

Eine spannende Fortsetzung, die durch einige Überraschungen überzeugt und neugierig auf den weiteren Verlauf der Reihe macht. 

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Veröffentlicht am 17.10.2021

Weihnachtliche Wohlfühl-Geschichten

Das Weihnachtswunder von Westwood
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Der Milliardär Duncan Patrick ist beruflich sehr erfolgreich. Doch sein Vorstand ist der Meinung, dass er für zu viele negative Schlagzeilen sorgt und deshalb dringend sein Image aufpolieren muss. Als ...

Der Milliardär Duncan Patrick ist beruflich sehr erfolgreich. Doch sein Vorstand ist der Meinung, dass er für zu viele negative Schlagzeilen sorgt und deshalb dringend sein Image aufpolieren muss. Als er zufällig die Erzieherin Annie McCoy kennenlernt, deren Bruder Geld in Duncans Unternehmen unterschlagen hat, macht er ihr den ungewöhnlichen Vorschlag, ihn bis Weihnachten zu allen wichtigen Anlässen zu begleiten. Im Gegenzug würde er Annies Bruder nicht ins Gefängnis bringen und ihm die Hälfte seiner Schulden erlassen. Die herzensgute Annie lässt sich auf den Handel ein und stellt dabei schnell fest, dass Duncan keineswegs eiskalt und herzlos ist...

Der Einstieg in diesen weihnachtlichen Liebesroman gelingt mühelos, denn die Autorin versteht es wieder hervorragend, ihre Charaktere so zu beschreiben, dass man sie beim Lesen vor Augen hat und mit ihnen mitfiebern kann. Annie ist eine sehr empathische Frau, die für ihre Lieben durchs Feuer geht. Duncan scheint aus einem ganz anderen Holz geschnitzt zu sein und deshalb wirken die Schlagabtäusche, die sich die beiden liefern, nicht nur authentisch, sondern stellenweise sehr humorvoll. 

Da sich die Geschichte zur Weihnachtszeit zuträgt, kommt natürlich auch die Weihnachtsstimmung nicht zu kurz. Es gelingt der Autorin mühelos, diese zwischen den Zeilen schweben zu lassen. Die Liebesgeschichte wirkt zwar sehr vorhersehbar, doch darüber kann man großzügig hinwegsehen, da sie liebevoll ausgearbeitet ist und zu Herzen geht. Man kann sich ganz auf die Geschichte einlassen und die Wohlfühlatmosphäre genießen. Viel zu schnell kommt man am Ende an und stellt dann überrascht fest, dass sich noch eine weitere weihnachtliche Kurzgeschichte zwischen den Buchdeckeln verbirgt. In dieser steht Keira, die man bereits aus "Wo sich die Sterne spiegeln" kennt, im Zentrum der Ereignisse. Auch bei dieser Geschichte gelingt es der Autorin, Weihnachtszauber zu verbreiten. 

Zwei Liebesgeschichten, die zu Herzen gehen und weihnachtliche Stimmung verbreiten. 

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Veröffentlicht am 13.10.2021

Gelungener Reihenauftakt

Winterland
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Auf dem Kopenhagener Weihnachtsmarkt explodiert eine Bombe. Die Stadt befindet sich danach im Ausnahmezustand. Signe Kristiansen und ihre Kollegen beginnen fieberhaft zu ermitteln. Doch die Suche nach ...


Auf dem Kopenhagener Weihnachtsmarkt explodiert eine Bombe. Die Stadt befindet sich danach im Ausnahmezustand. Signe Kristiansen und ihre Kollegen beginnen fieberhaft zu ermitteln. Doch die Suche nach den Drahtziehern gestaltet sich schwierig, denn es kann sich sowohl um einen Terroranschlag, als auch um einen völlig aus dem Ruder gelaufenen Bandenkrieg handeln. Signe vermisst ihren ehemaligen Kollegen Martin Juncker, der als einer der besten Mordermittler Dänemarks gilt, sehr. Doch Juncker hat sich an seinen ehemaligen Heimatort versetzen lassen. Dort bekommt er es völlig unerwartet mit einem brutalen Mord und einem Anschlag auf eine Flüchtlingsunterkunft zu tun...

"Winterland" ist der Auftakt einer Trilogie, in der Martin Juncker und Signe Kristiansen ermitteln. Deshalb bekommt man in diesem ersten Fall einige Hintergrundinformationen zu den Charakteren. Diese fließen allerdings so gelungen in die Handlung ein, dass keine Langeweile aufkommt. Im Gegenteil, die detaillierten Schilderungen sorgen dafür, dass die Charaktere menschlich und ihre Handlungen nachvollziehbar wirken.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Zunächst verlaufen die Stränge parallel, bevor sich erste Verbindungen ergeben. Die Fälle, mit denen sich die beiden Hauptcharaktere befassen, werden spannend geschildert. Man versucht in beiden Handlungssträngen eigene Schlüsse zu ziehen und ist deshalb schnell mitten im Geschehen. Doch genau wie Signe und Martin, tappt man lange Zeit im Dunkeln. Denn die Fälle haben einen weitaus größeren Hintergrund als zunächst angenommen. Dadurch steigt die Spannung, gerade zum Ende hin, stetig an.

Ein gelungener Auftakt, der die Neugier auf den nächsten Band weckt.

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Veröffentlicht am 10.10.2021

Chapeau, Phoebe!

Phoebe & Layla
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Phoebe und Layla sind zurück! Die beiden Mischlingshündinnen Phoebe und Layla sind zwei ehemalige Streunerinnen, die das große Glück hatten, bei Autor Uwe Krauser und seinem Partner ein neues Zuhause ...


Phoebe und Layla sind zurück! Die beiden Mischlingshündinnen Phoebe und Layla sind zwei ehemalige Streunerinnen, die das große Glück hatten, bei Autor Uwe Krauser und seinem Partner ein neues Zuhause zu finden und damit endlich die Liebe zu bekommen, die beide verdient haben. Die ersten Missverständnisse, welche Schlafplätze für Hunde geeignet sein sollen und welche nicht, sind mittlerweile längst zur Zufriedenheit der beiden Hundedamen aus der Welt geschaffen und auch sonst verstehen sie es, ihre beiden Herrchen um die Pfote zu wickeln. Denn man müsste schon ein Herz aus Stein haben, um den perfektionierten, schmachtenden und treuherzigen Blicken zu widerstehen. Die Tipps, die Mops Hector, der in Hundekreisen auch als der ungekrönte König der Menschenerziehung bekannt ist, den beiden eindrucksvoll vermittelt, sind dabei sicher auch sehr hilfreich. 

Bereits zum dritten Mal erzählt Phoebe von ihrer Arbeit als Hotelhund und vom Zusammenleben mit Layla, Uwe und Oliver. Aufgeschrieben wurde das Ganze zwar von Herrchen Uwe, doch die eigentliche Erzählerin ist Hündin Phoebe, die in lockerem Ton aus dem Nähkästchen plaudert. Phoebe hat wieder von einigen Abenteuern zu berichten, die mal humorvoll sind, aber zuweilen auch mitten ins Herz treffen und zum Nachdenken anregen. Langweilig wird es bei Phoebe und Layla jedenfalls nicht. Das liegt auch mit daran, dass die Hundefreunde Hector und Angelo wieder mit von der Partie sind. 

Phoebe versteht es hervorragend, die menschlichen und tierischen Protagonisten so zu beschreiben, dass man sie beim Lesen vor Augen hat. Sehr hilfreich sind dabei auch die Fotos, die man im Buch bewundern kann. Denn Phoebe, Layla, Uwe, Oliver und das Hotel in Bodenmais gibt es wirklich. Allerdings räumt Phoebe ein, sich bei ihrer Erzählung ein wenig künstlerische Freiheit herausgenommen zu haben. Doch das sei ihr verziehen, denn dabei herausgekommen ist eine Geschichte, bei der man schmunzeln, lachen, weinen und mitfiebern kann. Die Seiten fliegen nur so dahin, sodass man wieder viel zu schnell am Ende ankommt und Phoebes Welt verlassen muss. Ein Lichtblick ist allerdings, dass man ihr auch auf Instagram folgen kann und so immer informiert ist, wenn Phoebe Neues zu berichten hat. 

Ein einzigartiger Roman, der mitten ins Herz trifft und für wundervolle Lesestunden sorgt. Chapeau, Phoebe! 

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