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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2017

Ein sehr durchwachsenes Buch mit deutlichen Stärken am Anfang, das leider zum Ende hin immer schwächer wird

All for You - Sehnsucht
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Meine Meinung

Im Rahmen der Bewerbung für die Leserunde hatte ich mir ja schon die Leseprobe durchgelesen, in der man den Prolog lesen konnte. Und der war einfach so toll, dass ich unbedingt wissen wollte, ...

Meine Meinung

Im Rahmen der Bewerbung für die Leserunde hatte ich mir ja schon die Leseprobe durchgelesen, in der man den Prolog lesen konnte. Und der war einfach so toll, dass ich unbedingt wissen wollte, wie das Zusammentreffen von Maya und Cameron nach 5 Jahren läuft.

Und so beginnt dann nach dem Prolog die eigentliche Geschichte. Sie geht sehr schnell voran, was ich auf keinem Fall schlecht fand, sondern gut, weil ich so die ganze Zeit begeistert weitergelesen habe. Schon bald lernt man die Charaktere kennen, wie Olivia und Darren, Cams Geschwister, Jia, Mayas Kollegin und Eli und Vanessa, Mayas (beste) Freunde. Jeder Charakter hat seine Facetten, die sehr gut von Meredith Wild beschrieben sind, sodass jeder einzelne Wiedererkennungswert hat. Man lernt den Alltag von Cam und Maya kennen und wie jeder auf seine Art und Weise mit der Trennung umgeht. Und natürlich dann das Aufeinandertreffen der Beiden. Alles ist so gefühlvoll, sodass ich am Anfang wirklich begeistert war.
Dann passiert so einiges, dass die beiden enger miteinander verbindet oder sie eher trennt. Die Plottwists waren gut ausgearbeitet und man merkte, wie die Autorin einen Faden vor Augen hatte, das alles irgendwie irgendwann Sinn ergibt. Teilweise regten mich aber die beiden Protagonisten auf. Beide haben so ihre Eigenarten, das ist ja gut, aber wenn sie sich so extrem gezeigt haben, war ich wirklich nur noch genervt.
Zwischendurch war mir die ganze Gefühlsduselei auchetwas zu viel, weil es auf mich so wirkte,als wenn die Autorin sagen wollte, dass man ohne den einen Partner nicht lebensfähig ist usw. Und das kann ich leider so gar nicht ab, weil man die Menschen so darstellt, als wenn sie alleine nicht überlebensfähig sind.

Auch hatte ich im Nachhinein (, während des Lesens ist mir das gar nicht so bewusst geworden,) das Gefühl, dass im Mittelteil sehr wenig passiert ist, was wirklich wichtig war. Den Rest hatte ich sehr schnell vergessen, weil es einfach nebensächlich war. Die wichtigen Sachen waren aber leider nur Extreme, sodass ich zwischendurch das Gefühl hatte, dass das Buch nur von diesen Extremen lebt, was mir nicht wirlich gut gefällt. Aber wie gesagt, während des Lesens war mir das gar nicht so bewusst, weil ja durchaus auch was anderes weniger extremes passiert ist.

Und dann kam es zum letzten Drittel. Dieser Abschnitt war für mich eher durchwachsen. Mal fand ich ihn richtig toll, mal aber wieder zu melodramatisch, klischeehaft und zu übertrieben. Es passieren Dinge, die wichtig für den Fortgang der Handlung sind, es passieren aber auch Dinge bei denen ich mich nur "Warum??" gefragt habe. Hier hatte ich auch teilweise das Gefühl, dass die Autorin zu weit vom roten Faden abgekommen ist, jeodch hatte alles mehr oder weniger seinen Sinn. Leider wurde aber vor allem ein bestimmter Plottwist, den ich sehr, sehr unangemessen und unnötig fand, sehr in den Vordergrund gestellt. Aber andere Dinge waren wirklich herzzerreißend, wunderschön und voller Gefühl, was man nicht zuletzt dem Schriebstil zu verdanken hat.

Im Nachhinein hatte ich das Gefühl, dass viel zu viel Drama gemacht wurde. Vieles hätte man leicht lösen können, wenn es nicht fast immer nur um Sex gegangen wäre. Außerdem waren ein paar Auflösungen für mich nicht ausreichend bzw. zu schwach. Auch waren mir einige Szenen zu explosiv, weil vieles bis zu den Extremen ausgereizt wurde.


Mit Cameron und Maya habe ich mich an sich sehr gut verstanden, ich konnte mich auch gut in die beiden hineinversetzen. Ich finde es auch gut, dass das Buch aus beiden Sichten geschrieben ist, obwohl ich das sonst eher nicht so mag. Aber hier gefällt es mir, weil die beiden ihre Art und Weise haben, mit dem Wiedersehen und ihren Gefühlen umzugehen, und es ist spannend, die Gedanken und Reaktionen der beiden mitzuverfolgen.
Vor allem Cam hat mir sehr gefallen, weil er eben nicht der klassische Bad Boy ist, sondern ein wirklich netter Mann, der für das, was er will, kämpft, und auch offen zu seinen Gefühlen steht.
Ich finde bloß Mayas Umgang mit Emotionen nicht so gut. Sie hat eine sehr spezielle Art, damit umzugehen bzw. nicht damit umzugehen, aber zum Glück wird das über das Buch hinweg aufgegriffen und versucht zu lösen. Außerdem ist sie leider sehr naiv, was mich in vielen Szenen wirklich gestört hat.
Aber letztendlich gefällt mir an allen Charakteren, dass keiner perfekt ist. Jeder hat seine Makel, mal schwererwiegend, mal sind es nur kleine Macken, aber es ist schön, dass alle menschlich sind. (Auch wenn einige Makel unverzeihbar sein können.)


Meredith Wilds Schreibstil gefiel mir bis auf die Sexszenen und die ellenlangen Gefühlsduseleien sehr gut. Sie schreibt locker, flüssig, sehr gefühlvoll und genau an den richtigen Stellen mit Humor. Vor allem finde ich, dass man merkt, wie viel Liebe sie in die Charaktere gesteckt hat. Sie sind so toll ausgearbeitet und jeder hat so seine Facetten, die man immer mal wieder in Szenen wiederfindet. Die Sexszenen waren mir bloß zu überladen und zu übertrieben, ich habe aber von vielen gehört, dass sie genau das mochten.

Veröffentlicht am 17.01.2018

Ein schockierender Thriller mit sehr viel Realitätsbezug!

Der Präsident
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https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2018/01/kurz-rezension-der-prasident-sam-bourne.html

Meine Meinung

Dass dieses Buch auf Donald Trumps Regierungsstil anspielt, ist ja augenscheinlich, was allein schon ...

https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2018/01/kurz-rezension-der-prasident-sam-bourne.html

Meine Meinung

Dass dieses Buch auf Donald Trumps Regierungsstil anspielt, ist ja augenscheinlich, was allein schon am Cover zu sehen ist. Doch dieses Buch zeigt eine noch extremere Version von Donald Trump, eine so extreme, dass man ihn einfach nur aus dem Weg schaffen möchte..
Und ja, ich habe den Präsidenten aus dem Buch auch sofort gehasst. Es scheint, als wenn er keine einzige gute Seite an sich hat, was auch sehr gut rübergebracht wurde. Dass man ihn fortwährend nur "Den Präsidenten" nennt, hat zur Folge, dass er sehr distanziert und den Lesern unerreichbar wirkt, was er ja auch ist. An sich ein gutes Stilmittel, jedoch hatte das bei mir zur Folge, dass ich keinen Bezug zu ihn hatte (was ja theoretisch der Sinn war) und ich mir deswegen kein Bild von dem Mann machen konnte, der alles und jeden terrorisiert und missbilligt, was nicht so ist wie er.

Das Buch ist von Anfang an rasant. Dadurch, dass direkt am Anfang des Buches ein Atomanschlag auf Japan verhindert werden muss, setzt die Geschichte gleich damit an, wie Mitwissende Pläne schmieden, um den Präsidenten wegzuschaffen. Jedoch zeigt sich bald, dass Befürworter des Präsidenten ihnen dicht auf den Fersen sind, um genau das zu verhindern. Dafür setzt einer der engsten Vertrauten Maggie Costello, eine der wenigen übrig gebliebenen Frauen im Weißen Haus, die immer versucht, das Schlimmste zu verhindern, an, aufzudecken, wer hinter den Versuchen, den Präsidenten seines Amtes zu entheben, steckt. Damit steckt sie in dem Zwiespalt, weil sie einerseits Untersuchungen durchführen muss, ihm aber nicht zu viel verraten möchte.
Und so geht das Katz-und-Maus-Spiel los, in dem immer wieder neue Plottwists an Licht gelangen und Maggie sich in immer mehr verstrickt.
Währenddessen passiert in einzelnen Kapiteln immer noch etwas, dessen Intention dem Leser sehr lange unbekannt bleibt. Ich selbst habe das ganze Buch über gegrübelt, was es damit auf sich haben könnte, bis zum Schluss die Auflösung kam.

Der Handlungsverlauf an sich und vor allem das Ende haben mir super gefallen! Der Autor hält immer wieder neue Überraschungen bereit und fügt Aspekte ein, die zeigen, wie detaillreich und präzise er seinen Handlungsverlauf gestaltet hat. Das Ende war meiner Meinung nach sehr überzeugend und keineswegs zu einfach gelöst, sondern sehr verzweigt und sehr realitätsnah. An sich also eine brillante Story, die bei mir leider durch den Schreibstil des Autors etwas getrübt wurde, der mir nicht so zugesagt hat.

Insgesamt ist das Buch aus mehreren Sichten geschrieben, ohne die man auch der Handlung nicht folgen könnte. Jede einzelne bezieht sich nämlich auf eine andere Sicht und auch Situation. Deswegen kommt es nicht zu Doppellungen, wie oft in Büchern, in denen es verschiedene Sichten gibt.
Dennoch hatte das Buch einige Längen, die meinen Lesefluss zwischendurch etwas gestört haben. Das lag vor allem an dem umfassenden Schreibstil des Autors, der versucht hat, alles in seiner Beschreibung aufzunehmen. Mit dem Schreibstil hatte ich auch die meisten Probleme; er ist konstant ruhig, und mir deswegen manchmal zu ruhig und zu langsam. An vielen Stellen hätte ich mir mehr Tempo gewünscht, das die Handlung schneller voranbringt.

Ingesamt lag mein einziges Problem also nur beim Schreibstil, der auf jeden anders wirkt. Deswegen lohnt es sich auf jeden Fall für jeden, der politisch interessiert ist, in das Buch reinzuschauen und sich vor allem von dem Schreibstil eine Meinung zu bilden. Denn an der Handlung gab es für mich keine Kritikpunkte!

Veröffentlicht am 11.01.2018

Alles in allem für mich der beste Teil der Trilogie!

Bourbon Lies
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Zur Rezension auf meinem Blog: https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2018/01/rezension-bourbon-lies.html

Meine Meinung

Nach dem unfassbar tollen Ende des zweiten Teils war ich so gespannt auf den dritten ...

Zur Rezension auf meinem Blog: https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2018/01/rezension-bourbon-lies.html

Meine Meinung

Nach dem unfassbar tollen Ende des zweiten Teils war ich so gespannt auf den dritten Teil und deshalb umso glücklicher, dass die Lesejury eine Leserunde zu dem Buch angeboten hat, für die ich mich natürlich bewerben musste! Zum Gück hat's auch geklappt, sodass ich meine Emotionen und Gedanken über das Buch direkt mit vielen anderen begeisterten Lesern teilen konnte.

Wie auch schon der Vorgänger setzt der dritte Teil direkt ans Ende des zweiten Teils an, was bedeutet, dass sofort Spannung da ist, was aber auch natürlich den Nachteil hat, dass man sich noch halbwegs an das Ende des Vorgängers erinnern sollte, weil man sonst etwas auf der Spur steht. Zum Glück hatte ich das Ende des zweiten Teils noch ziemlich präsent im Kopf, sodass ich keine Probleme hatte und direkt in der Geschichte drin war. Und damit meine ich wirklich DRIN. Nach zwei Teilen wurde ich direkt wieder von der Familie Bradford in den Bann gezogen. Das Buch (in meinem Falle ja Manuskript) in die Hand zu nehmen und zu lesen fühlte sich schon fast wie nach Hause kommen an, wodurch mir das Lesen noch mehr Spaß gemacht hat.
Natürlich baut J. R. Ward gleich ab Anfang des Buches Spannung auf und hält sie auch über das ganze Buch hinweg. Es ist unglaublich, wie sie es schafft, immer neue Wendungen einzubauen, die die ganze Geschichte auf Trab halten und oft nicht vorhersehbar sind, aber trotzdem nicht unrealistisch. Zwar gibt sie immer wieder Tipps für den weiteren Verlauf, die zwar zunächst unscheinbar wirken, aber im Nachhinein sinnig und plausibel sind. Man rätselt die ganze Zeit mit und weiß aber trotzdem, dass die Autorin immer wieder einen neuen Schachzug bereithält und alle Überlegungen über den Haufen geschmissen werden können. Und das schafft meiner Meinung nach nicht jeder Autor.

Dadurch, dass es so viele Handlungsstränge auf einmal gibt, wird das Buch auch an keiner Stelle langweilig oder schleppend. Zum Einen ist die Frage, wie es mit der BBC weitergehen soll, zum Anderen haben wir Lizzie und Lane als Paar, die sich immer weiterentwickeln als einzelne Personen, aber auch als Paar. Dazu noch Chantal, die weitere Probleme mit sich bringt. Des Weiteren dreht sich ein Handlungsstrang um Max, was für eine Person er ist und was genau hinter ihm "steckt", wie er lebt, womit er lebt. Dazu Edward, der im Gefängnis sitzt, und die Frage, ob er wirklich Williams Mörder ist oder nur jemanden schützen möchte, und Edwards Beziehung zu Sutton. Und natürlich Gin. Gin und Richard Pford, Gin und die Beziehung zu ihrer Tochter und Gin und Samuel T., die offensichtlich was füreinander empfinden, zwischen denen es aber nie zu funktionieren scheint. Und dann die Nebencharaktere mit ihren eigenen Rätseln und Problemen: Miss Aurora, Little V.E. usw. Nun fragt man sich natürlich, wie man so viel Inhalt in so ein kleines Büchlein stecken soll, aber J. R. Ward hat es so geschafft, dass es perfekt scheint, alles hat seinen Sinn, alles fügt sich ineinander. Das Buch wirkt fast wie ein Puzzle, in dem jeder Handlungsstrang ein Puzzleteil darstellt, ohne das das Buch nicht ganz wirkt.

Mich hat in diesem Teil sehr gefreut, dass Maxwell, den wir ja im zweiten Teil kennenlernen durften, eine größere Rolle bekommt. Wir haben Kapitel aus seiner Sicht und lernen ihn, seinen Charakter und seine Probleme besser kennen, sodass ich sein Handeln durchaus nachvollziehen konnte. Jedoch ist mir seine Figur trotzdem in dem Buch etwas zu kurz gekommen, weshalb für mich am Ende des Buches noch vieles von ihm ein Rätsel geblieben ist, was ich sehr schade fand.

Sehr toll fand ich auch, dass der Anteil an Drama und fast schon Action in diesem Teil so hoch war. Dadurch war das Spannungslevel oft seeeehr hoch, sodass ich gar nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Zu kurz kam mir aber, im Gegensatz zu den Vorgängern, der Erotikanteil. Dafür, dass das Buch im Genre Erotik anzusiedeln ist, bekam man davon sehr wenig mit. An sich ist das ja nichts Schlimmes, für mich macht es das Buch bloß nicht mehr zu einem Erotikbuch. Aber bei den Ereignissen und bei dem kostant hohem Spannungsniveau hat mich das auch nicht sonderlich gestört. Es fiel bloß auf, weil vor allem im ersten Teil deutlich mehr erotische Szenen vorhanden waren.

Und dann dieses Ende... Zum Einen war ich traurig, nun nach drei Teilen die Familie Bradford gehen lassen zu müssen, aber zum Anderen war ich sehr zufrieden, wie das Buch zu Ende gegangen ist. Es ist alles stimmig, alles ergibt Sinn, kein Problem (und keine Lösung) wird außer Acht gelassen. Die Autorin hat meiner Meinung nach einfach schlichtweg alles richtig gemacht. Natürlich hat J.R.Ward vor allem für das Ende noch so einige Plottwists bereit gehalten, die mich größtenteils einfach nur vom Hocker gehauen haben! Am Anfang hatte ich zwar noch so meine Zweifel, wie die Autorin in so "wenigen" Seiten noch so viel bearbeiten will, aber das Ende zeigt erst recht, wie sie das alles geschafft hat. Besonders gefallen haben mir die Charakterentwicklungen ALLER Hauptcharaktere. Jeder hat sich auf seine eigene Art weiterentwickelt und auch ein Stück weit auch sich selbst besser kennengelernt. Wie schon gesagt, das einzige, was mich zum Ende hin gestört hat, war, dass Maxwell doch deutlich zu kurz gekommen ist, aber darüber kann man wegen des gesamten Rests der Geschichte hinwegsehen.

J. R. Wards Schreibstil ist und bleibt sehr bildlich; sie beschreibt viel, worauf man sich natürlich einlassen muss, dadurch wirkt aber alles viel intensiver. In diesem Teil traut sie sich mehr an Sarkasmus heran und bringt witzige Unterhaltungen ein, was mir sehr gefallen hat. Alles in allem ist ihr Schreibstil eine runde Sache, mit vielen Beschreibungen, Sarkasmus und Ernst an den richtigen Stellen und über das ganze Buch hinweg sehr natürlich und ungezwungen.

Veröffentlicht am 27.11.2017

Ein richtiges Wohlfühlbuch für zwischendurch für jeden, der Superstar-Geschichten mag

Den Sternen so nah
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https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2017/11/rezension-den-sternen-so-nah.html

Meine Meinung

Dieses Buch beginnt super witzig. Gleich zu Anfang im Prolog wusste ich, dass die Protagonistin Nina genau ...

https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2017/11/rezension-den-sternen-so-nah.html

Meine Meinung

Dieses Buch beginnt super witzig. Gleich zu Anfang im Prolog wusste ich, dass die Protagonistin Nina genau meinen Humor hat. Allein bei dem Einstieg in die Geschichte hatte ich schon das Gefühl, dass mir das Buch echt gefallen könnte.
Das erste Kapitel spielt dann 6 Monate nach den Ereignissen im Prolog. Erst jetzt wird man so wirklich in Ninas Welt eingeführt und lernt sie wirklich kennen. Das fand ich auch wirklich gut gemacht und im Kontext, in dem das Buch spielt, eine gute Idee, das Buch erst offen anfangen zu lassen und dann einzuführen.
Im weiteren Verlauf der Geschichte hat sie dann die ganze Zeit Kontakt mit Jai, der ja natürlich als Superstar super toll aussieht, aber auch genauso arrogant ist. Zwischen den beiden fliegen nicht nur einmal die Fetzen und die Autorin hat meiner Meinung nach Ninas Gefühle so authentisch und bildlich rübergebracht, dass ich Ninas Zwiegespaltenheit echt nachvollziehen konnte. Insgesamt hat mir die Entwicklung der Beziehung zwischen den beiden super gut gefallen, einfach weil ich es vollkommen nachvollziehen konnte (und es auf eine komische Art super süß war). Natürlich ist Jai vom Äußeren her ein Schnuckel, sodass ich ihn auch etwas anhimmeln musste, auch wenn ich sein Inneres genauso wie Nina es fand, fand. Doch nach einiger Zeit bröckelt seine Fassade etwas und Nina versucht, ihn zu verstehen. Es gab natürlich ein paar Handlungsverläufe, die ich erst gar nicht entstehen lassen hätte, bzw. deren Auflösungen mir nicht sooo gut gefallen haben, jedoch war die Story insgesamt sehr stimmig.

Was das Buch für mich aber so toll gemacht hat, war, dass auch das Thema "berühmt sein" angesprochen wurde und vor allem die Schattenseiten beleuchtet wurden. Man merkt, wie die Autorin sich mit diesem Thema kritisch auseinandergesetzt hat und darzustellen versucht, was das mit den Menschen macht bzw. anrichtet. Und genau das hat sie meiner Meinung nach super gemacht. Mareike Allnoch hat diesen Druck und diese Kontrolle so bildlich dargestellt, dass ich es selber wirklich nachvollziehen und fühlen konnte, wie Promis sich in den Situationen des öffentlichen Drucks fühlen müssen. Vor dieser Leistung, so etwas so gut darzustellen und in einem Liebesroman für Jugendliche anzusprechen, hat die Autorin meinen höchsten Respekt!
Zwar stand die Geschichte der Beziehung von Nina und Jai immer noch im Vordergrund, dennoch wurde das Drumherum, die Landschaften und Städte, das Tanzen und die Menschen, die Nina begegnen, nicht außer Acht gelassen, sondern auch immer beschrieben und beleuchtet. Zwischendurch fühlte ich mich wie direkt mit dabei und habe es wirklich genossen, mich in die USA, auf oder hinter die Bühne oder nach Paris entführen zu lassen.

Nina kam mir im Prolog älter vor, als sie wirklich dann ist. Im weiteren Verlauf der Handlung passt aber ihr Verhalten auch perfekt zu ihrem Alter, ich war bloß zunächst erst etwas erschrocken, dass sie "erst" 18 ist, wo ich sie doch im Prolog auf Mitte 20 geschätzt hatte.
Insgesamt konnte ich mich sehr gut mit ihr identifizieren, weil sie irgendwie genauso "tickt" wie ich, das heißt, einen ähnlichen Humor hat etc. Einige Handlungsentscheidungen von ihr konnte ich zwar nicht verstehen, einfach, weil ich niemals so gehandelt hätte, im Großen und Ganzen wurden die Intentionen dafür aber gut rübergebracht.
Vor allem hat mir gefallen, dass sie viel hinterfragt und nicht alles so hinnimmt, wie es ist. Sie versucht, hinter die Fassade zu blicken und zu verstehen.

Mareike Allnochs Schreibstil hat mir sehr gefallen. Er ist bildlich-direkt, stellt alles sehr authentisch dar und bringt die Handlung auf den Punkt. Dazu hat er die gewisse Prise Humor und ist lockerleicht und sehr verständlich. Kurzum: Ich möchte mehr von ihr lesen!
Was mich an ihrem Schreibstil noch so begeistert, ist, dass die Autorin gerade mal ein Jahr älter ist als ich und so eine Leistung auf's Papier gebracht hat. Damit hat sie wirklich meinen vollen Respekt!

Veröffentlicht am 20.11.2017

Das Buch ist in jedem Falle genial. Jedoch ist diese Genialität nicht überall passend.

Was uns bleibt ist jetzt
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https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2017/09/rezension-was-uns-bleibt-ist-jetzt.html

Zu diesem Buch kann ich auch wirklich keine Bewertung abgeben, weil ich finde, dass keine Bewertung dem Buch gerecht ...

https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2017/09/rezension-was-uns-bleibt-ist-jetzt.html

Zu diesem Buch kann ich auch wirklich keine Bewertung abgeben, weil ich finde, dass keine Bewertung dem Buch gerecht wird. Hier habe ich es gemacht, weil es nötig ist.


Meine Meinung

Das Buch ist aus Sicht der Protagonistin Jamaica alias Jam geschrieben, die nach dem Tod ihres Freundes emotional sehr labil ist und deswegen auf ein spezielles Internat für emotional fragile, hochintelligente Teenager namens Wooden Barn geschickt wird. Wichtig für das Verständnis ihrer Gefühle und Emotionen war hierbei, dass das Buch aus der Ich-Perspektive geschrieben ist.

In Wooden Barn lebt Jam dann mit dem magersüchtigen Mädchen DJ auf einem Zimmer, mit dem sie zwar einige Startschwierigkeiten hat, jedoch im Grunde genommen später ganz gut klar kommt. Durch sie wird sie auch auf den Literaturkurs von Mrs. Quenell aufmerksam, der ja so fantastisch sein soll und in den sie eingeteilt wurde.
Was an dem Kurs so "fantastisch" ist, erfahren wir dann auch bald, wenn die Lehrerin jedem von den Schülern des Kurses ein Tagebuch in die Hand drückt mit der Bitte, jede Woche in dieses zu schreiben. Denn sobald sie in das Tagebuch schreiben, erleben sie die Vergangenheit "noch einmal".

"Jeder [...] hat etwas zu sagen. Aber nicht jeder kann es zum Ausdruck bringen. Eure Aufgabe ist es, einen Weg dafür zu finden."

So erfahren wir auch nach und nach, wie Jams Freund Reeve gestorben ist und wie ihre Beziehung verlief.
Ich habe nicht damit gerechnet, dass Fantasy-Elemente in dem Buch vorkommen und weiß auch bis heute nicht, ob ich das gut oder schlecht finden soll.. Ich denke, das ist einfach geschmackssache, bin aber der Meinung, dass die Idee, die Vergangeheit so rückblickend zu erzählen, genial ist, aber irgendwie in Zusammenhang mit der gesamten Geschichte irgendwie fehl am Platz wirkt.
Außerdem lernen wir die "Geschichten" der anderen Schüler kennen, die alle sehr grausam bzw. traurig sind. Außerdem erleben wir mit, wie die Schüler dadurch, dass sie alle schlimme Dinge erfahren haben, zusammenwachsen und Freunde und teilweise sogar mehr als Freunde werden. Neben dieser Entwicklung von Einzelgängern zu einer Gemeinschaft, die sich gegenseitig stärkt, gibt es da noch die Geschichte von DJ, die ich auch sehr spannend und toll fand. Außerdem fand ich die Nebenhandlung über Sierra (und ihre wachsende Freundschaft zu Jam), die später noch einen sehr wichtigen Teil des Buches annimmt, sehr toll und unfassbar gut entwickelt.

Mit Jam hatte ich so meine Probleme. Sie ist ein sehr spezieller, sehr emotionaler und sensibler Charakter, der auf vieles mit sehr starken Emotionen reagiert, was ich nicht oft nachvollzeihen konnte. Ich fand ihre Vergangenheit auch nicht so schlimm wie die der anderen, aber doch hat sie mit Abstand den meisten Wirbel darum gemacht.
Mrs. Quenell und ihren Unterricht wiederum fand ich sehr interessant. Sie geht sehr bedarft vor hat auch ihre Lektüre sehr sorgsam ausgesucht. Außerdem wirkt sie unfassbar klug, sodass sie anscheinend wirklich was mit ihren Schülern macht und ihnen hilft.

Nachdem ich bis jetzt nur an den Fantasy-Elementen und an einigen Persönlichkeitseigenschaften der Protagonistin etwas zu bemängeln hatte, kam das Ende. Auch bei diesem bin ich zwiegespalten, ob ich es genial oder einfach nur kacke finden soll. Einerseits ist es genial und gefühlt der Plottwist des Jahrtausends, andererseits macht es wütend. Sehr wütend. Und mehr möchte ich dazu auch nicht sagen, ich denke, das ist auch geschmackssache.

Meg Wolitzers Schreibstil fand ich sehr angenehm und gut zu lesen. Sie schafft es, dass man sich beim Lesen wirklich wie direkt in Jam fühlt. Man nimmt die Emotionen sehr stark wahr und auf und ich konnte die Welt um mich herum vergessen und voll in Wooden Barn eintauchen.