Profilbild von Kirasbuecherwelt

Kirasbuecherwelt

Lesejury-Mitglied
offline

Kirasbuecherwelt ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Kirasbuecherwelt über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.10.2017

Ein sehr durchwachsenes Buch mit deutlichen Stärken am Anfang, das leider zum Ende hin immer schwächer wird

All for You - Sehnsucht
1 0

Meine Meinung

Im Rahmen der Bewerbung für die Leserunde hatte ich mir ja schon die Leseprobe durchgelesen, in der man den Prolog lesen konnte. Und der war einfach so toll, dass ich unbedingt wissen wollte, ...

Meine Meinung

Im Rahmen der Bewerbung für die Leserunde hatte ich mir ja schon die Leseprobe durchgelesen, in der man den Prolog lesen konnte. Und der war einfach so toll, dass ich unbedingt wissen wollte, wie das Zusammentreffen von Maya und Cameron nach 5 Jahren läuft.

Und so beginnt dann nach dem Prolog die eigentliche Geschichte. Sie geht sehr schnell voran, was ich auf keinem Fall schlecht fand, sondern gut, weil ich so die ganze Zeit begeistert weitergelesen habe. Schon bald lernt man die Charaktere kennen, wie Olivia und Darren, Cams Geschwister, Jia, Mayas Kollegin und Eli und Vanessa, Mayas (beste) Freunde. Jeder Charakter hat seine Facetten, die sehr gut von Meredith Wild beschrieben sind, sodass jeder einzelne Wiedererkennungswert hat. Man lernt den Alltag von Cam und Maya kennen und wie jeder auf seine Art und Weise mit der Trennung umgeht. Und natürlich dann das Aufeinandertreffen der Beiden. Alles ist so gefühlvoll, sodass ich am Anfang wirklich begeistert war.
Dann passiert so einiges, dass die beiden enger miteinander verbindet oder sie eher trennt. Die Plottwists waren gut ausgearbeitet und man merkte, wie die Autorin einen Faden vor Augen hatte, das alles irgendwie irgendwann Sinn ergibt. Teilweise regten mich aber die beiden Protagonisten auf. Beide haben so ihre Eigenarten, das ist ja gut, aber wenn sie sich so extrem gezeigt haben, war ich wirklich nur noch genervt.
Zwischendurch war mir die ganze Gefühlsduselei auchetwas zu viel, weil es auf mich so wirkte,als wenn die Autorin sagen wollte, dass man ohne den einen Partner nicht lebensfähig ist usw. Und das kann ich leider so gar nicht ab, weil man die Menschen so darstellt, als wenn sie alleine nicht überlebensfähig sind.

Auch hatte ich im Nachhinein (, während des Lesens ist mir das gar nicht so bewusst geworden,) das Gefühl, dass im Mittelteil sehr wenig passiert ist, was wirklich wichtig war. Den Rest hatte ich sehr schnell vergessen, weil es einfach nebensächlich war. Die wichtigen Sachen waren aber leider nur Extreme, sodass ich zwischendurch das Gefühl hatte, dass das Buch nur von diesen Extremen lebt, was mir nicht wirlich gut gefällt. Aber wie gesagt, während des Lesens war mir das gar nicht so bewusst, weil ja durchaus auch was anderes weniger extremes passiert ist.

Und dann kam es zum letzten Drittel. Dieser Abschnitt war für mich eher durchwachsen. Mal fand ich ihn richtig toll, mal aber wieder zu melodramatisch, klischeehaft und zu übertrieben. Es passieren Dinge, die wichtig für den Fortgang der Handlung sind, es passieren aber auch Dinge bei denen ich mich nur "Warum??" gefragt habe. Hier hatte ich auch teilweise das Gefühl, dass die Autorin zu weit vom roten Faden abgekommen ist, jeodch hatte alles mehr oder weniger seinen Sinn. Leider wurde aber vor allem ein bestimmter Plottwist, den ich sehr, sehr unangemessen und unnötig fand, sehr in den Vordergrund gestellt. Aber andere Dinge waren wirklich herzzerreißend, wunderschön und voller Gefühl, was man nicht zuletzt dem Schriebstil zu verdanken hat.

Im Nachhinein hatte ich das Gefühl, dass viel zu viel Drama gemacht wurde. Vieles hätte man leicht lösen können, wenn es nicht fast immer nur um Sex gegangen wäre. Außerdem waren ein paar Auflösungen für mich nicht ausreichend bzw. zu schwach. Auch waren mir einige Szenen zu explosiv, weil vieles bis zu den Extremen ausgereizt wurde.


Mit Cameron und Maya habe ich mich an sich sehr gut verstanden, ich konnte mich auch gut in die beiden hineinversetzen. Ich finde es auch gut, dass das Buch aus beiden Sichten geschrieben ist, obwohl ich das sonst eher nicht so mag. Aber hier gefällt es mir, weil die beiden ihre Art und Weise haben, mit dem Wiedersehen und ihren Gefühlen umzugehen, und es ist spannend, die Gedanken und Reaktionen der beiden mitzuverfolgen.
Vor allem Cam hat mir sehr gefallen, weil er eben nicht der klassische Bad Boy ist, sondern ein wirklich netter Mann, der für das, was er will, kämpft, und auch offen zu seinen Gefühlen steht.
Ich finde bloß Mayas Umgang mit Emotionen nicht so gut. Sie hat eine sehr spezielle Art, damit umzugehen bzw. nicht damit umzugehen, aber zum Glück wird das über das Buch hinweg aufgegriffen und versucht zu lösen. Außerdem ist sie leider sehr naiv, was mich in vielen Szenen wirklich gestört hat.
Aber letztendlich gefällt mir an allen Charakteren, dass keiner perfekt ist. Jeder hat seine Makel, mal schwererwiegend, mal sind es nur kleine Macken, aber es ist schön, dass alle menschlich sind. (Auch wenn einige Makel unverzeihbar sein können.)


Meredith Wilds Schreibstil gefiel mir bis auf die Sexszenen und die ellenlangen Gefühlsduseleien sehr gut. Sie schreibt locker, flüssig, sehr gefühlvoll und genau an den richtigen Stellen mit Humor. Vor allem finde ich, dass man merkt, wie viel Liebe sie in die Charaktere gesteckt hat. Sie sind so toll ausgearbeitet und jeder hat so seine Facetten, die man immer mal wieder in Szenen wiederfindet. Die Sexszenen waren mir bloß zu überladen und zu übertrieben, ich habe aber von vielen gehört, dass sie genau das mochten.

Veröffentlicht am 12.10.2017

Eine tolle Geschichte für zwischendurch mit sehr viel Pariser Flair!

Kiss me in Paris
0 0

Dieses Buch habe ich freundlicherweise kostenlos vom cbt-Verlag/Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen, vielen Dank noch einmal dafür!

Meine Meinung


Wie schon im Klappentext steht, läuft für ...

Dieses Buch habe ich freundlicherweise kostenlos vom cbt-Verlag/Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen, vielen Dank noch einmal dafür!

Meine Meinung


Wie schon im Klappentext steht, läuft für Serena so ungefähr alles schief, was nur so schieflaufen kann, weshalb sie sich dann bei Jean-Luc wiederfindet, weil er gerade ein Zimmer frei hat. Beide sind von dieser Tatsache nicht ganz so angetan, versuchen aber letztendlich das beste draus zu machen. Serena will trotz der Zwischenfälle ihre straffe Tour durch Paris durchziehen und Jean-Luc nutzt das, um Bilder für sein Uniprojekt zu machen.

Man merkt schnell, dass sich die beiden anfangs wirklich ätzend finden, weil sie einfach komplett andere Ansichten haben. Sie streiten sich oft und sind sarkastisch zueinander. Die Sprüche, die sich die beiden gegenseitig zueinander zugeworfen haben, waren teilweise einfach nur witzig, sodass ich wirklich laut loslachen musste. Auch die wilde Tour durch Paris war teilweise wirklich witzig, aber auch sehr emotional, und die beiden haben so einiges erlebt.

Insgesamt handelt das Buch eigentlich größtenteils nur von dieser Tour und davon, wie sie die Erlebnisse verarbeiten und wahrnehmen und auch ihre Erkenntnisse daraus ziehen und natürlich, wie die beiden sich trotz einiger Hindernisse immer näher kommen. Dadurch ist das Buch zwar sehr kurz, aber man nimmt meiner Meinung nach so viel aus dem Buch mit, was ich vorher nicht erwartet hätte. Generell hat das Buch sehr viele "Weisheiten" und Botschaften für die Leser.
Es war auch schön, die Gefühle der beiden zueinander zu beobachten, die manchmal sehr intensiv sind (im positiven und negativen Sinne), manchmal aber auch in den Hintergrund rücken, wenn etwas anderes die Gefühle der beiden erfordert. Insgesamt ist das Buch nämlich meiner Meinung nach nicht hauptsächlich eine Liebesgeschichte, sondern noch mehr.

Vor allem war an dem Buch toll, dass man so viel von Paris erfahren hat. Der ganze Flair und die ganze Stadt an sich wurden von dem Autorenduo, was hinter dem Namen Catherine Rider steckt, sehr gut rübergebracht und sehr toll dargestellt.
Jedoch kam mir dafür der Weihnachtsflair zu wenig rüber. Das Buch hätte fast genauso gut im Sommer spielen können, weil meiner Meinung diese weihnachtliche Atmosphäre nicht wirklich genutzt wurde. Das ist aber in dem Sinne positiv, dass ich überhaupt keine Probleme damit hatte, das Buch auch schon Anfang Oktober zu lesen Jedoch kann ich mir vorstellen, dass man etwas enttäuscht ist, wenn man das Buch wirklich als Weihnachtslektüre sieht.

Der Schreibstil der Autoren ist flüssig und genau an den richtigen Stellen witzig oder emotional. Die beiden schaffen es, immer genau die richtige Stimmung aufzubringen.
Dadurch, dass das Buch abwechselnd aus der Sicht von Serena und Jean-Luc geschrieben ist, kann man sich sehr gut in beide hineinversetzen und ihre Gedankengänge und dadurch auch Handlungen nachvollziehen. Beide haben auch etwas, dass sie verarbeiten müssen und erst dadurch, dass man beide Sichten hat, erlebt man ihre Erkenntnisse mit und somit auch quasi die Entwicklungsfortschritte, die die beiden im Laufe dieses Buches machen.

Leider hatte das Buch meiner Meinung nach auch ein paar Längen, was bei einem Buch von knapp 250 Seiten nicht sein sollte. Dann blieb die Geschichte lange auf einer Stelle stehen oder drehte sich gar im Kreis.

Veröffentlicht am 03.10.2017

Die erste Hälfte war grandios, ab dann wurde es leider meiner Meinung nach wesentlich schwächer

The Promise - Der goldene Hof
0 0

Meine Meinung


Noch einmal vielen Dank an die Lesejury, dass ich an dieser tollen Leserunde teilnehmen konnte!


Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Elizabeth/ Adelaide geschrieben, was ich sehr ...

Meine Meinung


Noch einmal vielen Dank an die Lesejury, dass ich an dieser tollen Leserunde teilnehmen konnte!


Das Buch ist aus der Ich-Perspektive von Elizabeth/ Adelaide geschrieben, was ich sehr gut fand, weil man somit nur ihre Gedanken und Gefühle mitbekommt und alle Geheimnisse der anderen verdeckt bleiben.


Das erste Viertel des Buches habe ich in einem Rutsch durchgelesen, weil ich es einfach so gut fand. Wir werden in Elizabeths Welt eingeführt und erfahren die Umstände, wie sie an den Goldenen Hof kommt. Dazu beigetragen, dass ich das Buch auf Anhieb gut fand, hat auch, dass ich sehr gut in die Geschichte reingekommen bin, und auch, dass ich mich gut in Elizabeth und ihre Situation hineinversetzen konnte.

Nach der Einführung nimmt die Geschichte dann schon schnell ihren Lauf: Cedric Thorn, der Sohn von dem Mann, der das Unternehmen vom Goldenen Hof leitet, kommt an ihren Hof und Elizabeth sieht die Chance, ihrem bisherigen Leben zu entfliehen. Da er aber nun weiß, dass sie die Gräfin ist, verbindet die beiden ein Geheimnis, dass sie keinem verraten dürfen.

Am Goldenen Hof lernen wir dann Frauen kennen, die unterschiedlicher nicht sein können, was natürlich deren Zusammenleben spannend macht. Es gibt Rivalen, es entstehen aber auch Freundschaften. So freundet sich Elizabeth, die ab dann unter dem Namen Adelaide lebt, auf dem Weg zum Goldenen Hof mit Tamsin und Mira an, auch wenn die drei eher mehr unterscheidet als verbindet. Man merkt bloß von vornherein, das jede der dreien etwas zu verbergen hat.

Auf dem Weg zum und am Goldenen Hof war es so spannend und interessant, mitzuerleben, wie sich Adelaide ihren Herausforderungen stellt und versucht, ihre wahre Herkunft zu vertuschen. Dazu geben Tamsin und Mira immer mehr Rätsel auf, die mich dazu "gezwungen" haben, weiterzulesen, weil ich natürlich wissen wollte, was dahinter steckt.


Meiner Meinung nach ging es dann aber ziemlich schnell, was an sich ja nicht schlecht ist, weil es den Fortgang der Handlung spannend hält, aber ich dachte, dadurch, dass das Buch "The Promise - Der goldene Hof" heißt, dass das Buch größtenteils eben genau da spielt. Aber dem ist überhaupt nicht so. Tatsächlich werden die Monate am Goldenen Hof sehr schnell runtergerattert, nur um dann überwiegend vom Leben in Adoria zu erzählen. Schlimm fand ich das Ganze aber nicht, ich habe halt bloß lediglich etwas anderes erwartet.


Am Goldenen Hof, auf dem Weg nach und in Adoria passieren weiterhin so spannende Dinge, die einem zum Weiterlesen animieren, wenn nicht sogar zwingen. Die Plottwists habe ich teilweise wirklich nicht kommen sehen und fand ich auch von der Autorin sehr gut umgesetzt. Bei manchen Dingen konnte man vielleicht schon erahnen, dass etwas passiert, aber ich wusste nie, was genau passieren könnte. Andere Dinge wiederum waren sehr offensichtlich und meiner Meinung nach zu klischeehaft.

Jedoch hatte ich vor allem im dritten Viertel des Buches das Problem, dass zu viel passiert ist, was aber alles wieder viel zu schnell abgefertigt wurde. Dadurch hatte ich das Gefühl, dass die Autorin ihre Seiten vollkriegen und spannende Plottwists einbringen wollte. Am Anfang waren sie auch noch spannend, doch wenn zum gefühlt 1000. Mal ein Plottwist kommt, der nach max. 2 Seiten aufgelöst bzw. abgehakt wird, dann nervt es doch schon und wird langweilig. Das ist zwar sehr überspitzt, aber irgendwie wurden mir ein paar wichtige Sachen viel zu schnell abgehakt. Probleme, die eigentlich eine größere Hürde darstellen sollten, wurden mir zu leicht gelöst. Im Endeffekt fehlte mir dadurch die Spannung und das Drama, was ich mir erhofft hatte, weil viel zu viel zu oberflächlich geblieben ist.

Natürlich gibt es dann noch die Liebesgeschichte von Adelaide. An sich fand ich sie auch schön, aber die Probleme dieser Beziehung wurden zu schnell gelöst bzw. beseitigt. Probleme, die durch die Beziehung entstanden sind, wurden teilweise gar nicht behandelt. Es war mir schlichtweg zu einfach.



Weg vom Negativen, zurück zum Positiven: Natürlich spielt das Werben um einen Freier, den die Mädchen dann später heiraten sollen, eine wichtige Rolle. Und das hat mir wirklich gefallen. Die Bälle fand ich schön beschrieben und auch der Mann, der unbedingt Adelaide heiraten möchte, ist meiner Meinung nach ein sehr stark geschriebener Charakter, der sehr viele Facetten hat. Insgesamt fand ich die Idee dahinter auch wirklich genial.


Auch das Ende hat mir wieder gut gefallen. Auch wenn alles etwas schnell ging und sehr viel offen gelassen wurde, bin ich doch der Meinung, dass etwas mehr Tempo dem Buch zum Ende hin ganz gut getan hat, einfach weil das Buch davor lange auf einer Stelle stehengeblieben ist. Es passierte noch zum Glück so Einiges, was wieder Spannung aufkommen lassen hat. Auch mit dem Ende bin ich an sich zufrieden, auch wenn mir eine bestimmte Sache gefehlt hat. Dass so viel offen gelassen wurde, finde ich auch nicht schlecht, weil mich das lockt, die Folgebände zu lesen, die ja anscheinend aus Sicht anderer Mitstreiterinnen zum selben Zeitpunkt sind. Deswegen hoffe ich, dass dann mehr Geheimnisse gelüftet werden.

Insgesamt sind mir aber einige Charaktere zu blass geblieben, bzw. zu kurz gekommen, die eigentlich eine wichtige Rolle gespielt haben. Aber in diesem Punkt können wir ja auf die zwei Folgebände hoffen.



Adoria, das Land, in das die Mädchen geschickt werden, um einen Mann zu finden, hat schon sehr viel Ähnlichkeit mit Nordamerika zur Zeit, als es von den Europäern besiedelt wurde. Die Einheimischen haben auch sehr viel Ähnlichkeit mit den Indianern und man merkt, wie sich die Autorin daran orientiert hat.


Unsere Protagonistin Elizabeth mag zwar vielleicht etwas arrogant wirken, aber in anbetracht der Tatsache, dass sie so erzogen wurde und nur dieses Leben kennt, wo alle zu ihr aufblicken, kann ich es nachvollziehen und fände es fast sogar komisch, wenn sie nicht ein bisschen arrogant wäre. Dementsprechend hatte ich auch kein Problem damit, fand es sogar recht passend in diesem Buch. Über das Buch hinweg macht sie eine so tolle Charakterentwicklung mit, sie geht sehr reflektiert vor und schützt und hilft ihren Freunden. Außerdem findet sie sich mit ihren neuen Lebensumständen ab ohne zu meckern, sondern versucht, optimistisch zu bleiben. Meiner Meinung nach hat Richelle Mead es geschafft, einen Menschen so zum Guten zu formen und zu gestalten, dass man ihn zum Schluss nur noch mögen kann.


Richelle Meads Schreibstil gefällt mir sehr! Sie schreibt sehr flüssig und durchdringend. An manchen Stellen ist die Sprache zwar etwas altertümlich, was meiner Meinung nach diesem Buch aber den gewissen Charme verleiht.

Veröffentlicht am 02.10.2017

Ein Buch, das verzaubert!

Himmelhoch - Alles neu für Amelie
0 0

https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2017/10/rezension-himmelhoch-alles-neu-fur.html

Dieses Buch habe ich freundlicherweise vom cbt-Verlag/ Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank noch ...

https://kisbuecherwelt.blogspot.com/2017/10/rezension-himmelhoch-alles-neu-fur.html

Dieses Buch habe ich freundlicherweise vom cbt-Verlag/ Bloggerportal zur Verfügung gestellt bekommen. Vielen Dank noch einmal dafür!


Meine Meinung

Dieses Buch hatte ich beim Bloggerportal angefragt, weil mir die Leseprobe sehr gut gefallen hat und ich richtig Lust auf eine lockerleichte Spätsommer/Herbst-Lektüre hatte. Doch dass das Buch mehr für mich sein würde als das, hätte ich nicht erwartet.



Am Anfang fand ich das Buch noch ganz okay, also nicht super spektakulär, sondern einfach durchschnittlich. Die Protagonistin Amelie zieht mit ihrer Familie an die Ostsee und versucht sich dort mehr oder weniger einzuleben. Ihre gleichaltrige Nachbarin Isabella aka Isa versucht sich mit ihr anzufreunden, während Isas Zwillingsbruder Linus eher auf Distanz geht.

Wieso ich das Buch dann trotzdem angefragt habe? Ich fand Franziska Fischers Schreibstil auf Anhieb toll und mitreißend. Außerdem konnte ich mich sofort mit Amelie identifizieren: Sie ist schüchtern und sehr introvertiert. Sie denkt sehr viel nach, bevor sie redet und liest gerne. Sie kümmert sich sehr um ihren Bruder Paul und es wirkt so, als wenn sie alles für ihn tun würde. Irgendwie hat mich vor allem Letzteres an mich erinnert, als mein kleiner Bruder auch so jung war. Ich bin auch introvertiert und habe Schwierigkeiten damit, neue Freundschaften zu schließen, weil ich die Ruhe lieber mag als den Lärm. Ich hatte zeitweise sogar fast das Gefühl, als wenn ICH Amelie wäre, so ähnlich fühlte ich mich, als sie beschrieben wurde.



Die Geschichte nimmt dann ihren Lauf. Amelie unternimmt etwas mehr mit ihren Nachbarn und entdeckt das Leben an der Ostsee, die Ruhe, die so ganz anders ist als das laute Treiben in Berlin, wo sie vorher gewohnt hat. Sie ist endlich näher bei ihrem besten Freund Salim und kann mehr Zeit mit ihm verbringen, als nur immer mit ihm zu telefonieren. Außerdem bekommen wir mit, wie Linus und Isabella sie finden und was sie von ihr halten. Und genau da kommt das nächste Besondere des Buches: Amelie ist keinesfalls perfekt. Sie ist nicht das offene Mädchen, das immer perfekt gekleidet ist und die Hammer-Figur hat und immer weiß, was sie machen muss, sondern sie ist normal. Sie ist ein Mädchen, das einem jederzeit auf der Straße begegnen kann. Sie hat etwas mehr auf den Hüften, ist also nicht vollschlank, und ist nicht jeden Tag perfekt gekleidet. Und das war für mich so erfrischend, dass ich mich nicht in ein Mädchen hineinversetzen musste, was mir nicht ähnlich ist. Hier konnte ich ein 16-jähriges Mädchen kennenlernen, das einfach normal ist.


Auch im Fortgang der Handlung passiert nichts, was wirklich spektakulär im Sinne des Unalltäglichen ist. Es zeigt einfach nur das Leben, wie es manchmal so kommt und was die Vergangenheit mit der Persönlichkeit macht. Und das in den Zauber von Franziska Fischers Schreibstil gepackt. Amelie und Linus und Amelie und Isabella lernen sich immer besser kennen und können sich von den gegenseitigen Vorurteilen voneinander losreißen bzw. sie können sich und die Handlungen des anderen immer besser verstehen und versuchen es auch. Es passiert der ein oder andere Plottwist, der Schwung in das Leben der drei bringt. Es war so schön mitzuerleben, wie detailreich Amelie das Leben an der Ostsee wahrnimmt und wie sie bei Menschen, die sie liebt, aus ihrem Schneckenhäuschen gekrochen kommt. Außerdem war es toll, Linus in seinen Gedanken mitzuverfolgen und Isabella bei dem Versuch zu beobachten, aus Amelie mehr zu machen und sie verändern zu wollen.


Zu Franziska Fischers Schreibstil kann ich nur sagen, dass er ab der ersten Seite zwar nicht das ist, was man vielleicht spannungsgeladen nennen mag, aber er ist malerisch. Es wirkte auf mich so, als wenn sie immer auf alles die richtigen Worte finden würde. Sie weiß genau, wann sie wie welche Worte benutzen muss, um die Stimmung und die Atmosphäre bestmöglich rüberzubringen. Ich fand es einfach genial, zu lesen, wie Amelie die Welt wahrnimmt.


Das Buch ist aus drei Sichten geschrieben: Zum Einen ist da die Amelies Perspektive, die auch in Ich-Form verfasst ist. Dann wäre da noch die von Linus in der Ich-Perspektive, die sehr tief in ihn reinblicken lässt und total andere Seiten zeigt als die, die vielleicht Außenstehende von ihm haben. Zum Schluss gibt es noch die von Isabella, die aber in der dritten Form ist. Man bekommt zwar ihre Gefühle mit, hat aber immer noch die Distanz zu ihr. Dieses Spiel mit den Perspektiven fand ich seitens der Autorin auch sehr gut umgesetzt, auch wenn es am Anfang erst komisch war.


Dieses Buch ist endlich mal wieder eines, bei dem ich mich freue, dass es der Auftakt einer Reihe ist, denn ich will mehr! Ich möchte wissen, wie es mit den Dreien weitergeht, ich möchte weiterhin in Amelies Leben eintauchen, ich möchte mich weiterhin von Franziskas Fischer Schreibstil bezaubern lassen!

Ich möchte hier aber noch erwähnen, dass das Buch wahrscheinlich nicht für jeden etwas ist. Wer Action, stürmische Liebe oder eine supersüße Liebesgeschichte oder mehr braucht, für den ist das Buch wahrscheinlich nicht das Richtige.



Fazit

Ein Buch, das verzaubert!
Ich kann nur sagen, dass das Buch mehr beinhaltet und so viel tiefer geht als dieser oberflächlicher Klappentext es ahnen lässt.
Denn zum Schluss gibt einem das Buch mehr mit als eine Unterhaltungslektüre für schöne Herbststunden, die das Leben von September bis Dezember erzählt. Mir hat sie gezeigt, dass jeder perfekt ist, so wie er ist und jeder besonders ist! Man muss es bloß erst erkennen.


Veröffentlicht am 07.09.2017

Enttäuschung ist leider kein Wort, was ich für dieses Buch empfinde. Keine Spannung und für mich leider fast durchweg ein nicht nachvollziehbarer Handlungsverlauf. Gefallen hat mir aber, dass Fitzek aus "The Purge" so etwas komplett Anderes geschaffen ha

AchtNacht
0 0

Meine Meinung


Mein erster Fitzek ...

Und was soll ich sagen? Ich bin enttäuscht.


Dieses Buch ist in meinen Besitz gewandert, weil ich ein riesiger "The Purge"-Fan bin und ich mir dachte, dass ich ...

Meine Meinung


Mein erster Fitzek ...

Und was soll ich sagen? Ich bin enttäuscht.


Dieses Buch ist in meinen Besitz gewandert, weil ich ein riesiger "The Purge"-Fan bin und ich mir dachte, dass ich am besten den Fitzek als erstes lesen kann, bei dem ich weiß, dass mir die Grundidee zusagt.

Und da alle (mir kommt es wirklich so vor) die Bücher von Sebastian Fitzek hypen, hatte ich auch dementsprechend höhere Erwartungen.


Das Buch startet mit dem Prolog, der "Einen Monat danach" spielt. Nachdem ich den gelesen hatte, war ich so verwirrt, was ich bei einem Thriller als gutes Zeichen aufgefasst habe (und immer noch tue).


Danach ging's weiter mit "Einem Monat davor". Danach war ich noch verwirrter, was das denn mit der eigentlichen Story zu tun hat, weil ich ja die Handlung von "The Purge" im Kopf hatte. Aber wieder habe ich dies für ein gutes Zeichen gehalten und wollte auch immer weiter lesen, um zu erfahren, wie die Story mit der Grundidee von "The Purge" verknüpft ist.


Als es dann so "wirklich" losging, war ich auch erst gepackt von dem Handlungsverlauf, weil ja dann quasi die "Jagd" beginnt.


Recht schnell habe ich aber gemerkt, dass "The Purge" und "AchtNacht" doch nicht so viele Gemeinsamkeiten haben, wie ich zuerst gedacht hatte .. Vielmehr haben sie die gleiche Basis, aber wirklich auch nur das und sonst sind sie sehr verschieden. Das fand ich auch gar nicht schlimm, eher im Gegenteil! Meiner Meinung nach war es sehr sogar sehr toll, dass Fitzek nicht rein abgekupfert hat, sondern aus solch einer Idee etwas komplett anderes entstehen lassen hat.


Als das erste Kapitel über Arezu Herzsprung kam, war ich wieder verwirrt, weil ich nicht wusste, was sie denn nun mit der Handlung zu tun hat. Das wurde aber zum Glück sehr schnell aufgeklärt und die Kapitel über sie häufen sich, sodass die Kapitel von Ben und Arezu mehr und mehr im Wechsel kommen.


Und ab dann sollte es eigentlich so richtig losgehen. Dachte ich. Leider kam bei mir keine Spannung auf. Die Geschichte wurde eher mehr und mehr realtitätsfern, sodass ich immer häufiger nur mit dem Kopf schütteln konnte über so einen unrealistischen Verlauf. Fitzek verstrickt sich mehr und mehr in Abstrusitäten, sodass ich teilweise am liebsten das Buch abgebrochen hätte. Aber das habe ich nicht übers Herz gebracht, weil Fitzek doch so tolle Bücher schreiben soll und ich der festen Überzeugung war, dass da noch was kommt.

Aber leider wurde es nicht besser ... Der Handlungsverlauf wurde immer utopischer und für mich rein gar nicht packend, weil ich einfach nicht verstehen konnte, wieso sich Fitzek jetzt so etwas als weiteren Verlauf ausgedacht hat ..


Und wenn ich dachte, dass Ende könnte nicht schlimmer werden, dann habe ich mich getäuscht. Hier kam nämlich ein Plottwist, der genial gewesen wäre, wenn das Buch vorher nicht so abstrus gewesen wäre, hier aber nur der ganzen Story das Krönchen aufgesetzt hat. Das Buch war ja schon vorher realtitätsfern, aber das Ende war wirklich noch einen Schritt weiter. Zum Teil war es genial, weil man erst auf so eine Idee kommen muss, aber es hat nicht in die Geschichte gepasst, weil die ganze Handlung schon so abwegig war..



Leider habe ich schon in den ersten Kapiteln gemerkt, dass ich den Schreibstil von Fitzek sehr distanziert und unnahbar finde. Er schreibt zwar aus der 3. Person aus den Sichten, den Sichten der Charaktere, trotzdem hätte ich mir mehr Nähe zu ihnen gewünscht, um mich besser in sie hineinzuversetzen.

Somit war mein Verhältnis zu Ben und Arezu z. B. sehr distanziert. Ich war eher ein Außenstehender, der sie auf ihren Wegen durch die AchtNacht beobachtet hat, anstatt wirklich diese Angst zu verspüren, die die Charaktere in der AchtNacht haben müssen.

Im Hinblick auf Arezu gab es für mich auch ein paar Ungereimtheiten, die hier spoilern würden, aber diesen Kritikpunkt wollte ich noch kurz nennen. Wenn ihr das Buch lest, wisst ihr vielleicht, was ich meine.

Noch schlimmer erging's mir leider mit den Jägern. Ihre Vorgehensweisen habe ich gar nicht oder nur zum Teil verstanden, weil ich deren Charakter und ihren Spaß daran, andere Leute in Angst zu versetzen, nicht einsehen konnte. Sie wirkten eher wie Menschen auf mich, die man am besten gar nicht verstehen sollte, was mir aber das Verständnis über das Geschehen erschwert hat.



Und jetzt zum Schreibstil: Für mich fühlte sich Fitzeks Schreibstil mehr so an, als wenn er einfach die Geschehnisse protokolliert, anstatt eine Unterhaltungslektüre zu schreiben. Außerdem versteift er sich nach und nach immer mehr in komische Beschreibungen, die beste möchte ich euch nicht vorenthalten: "Sie war klein und etwas mollig, doch das leichte Übergewicht passte zu ihrem vollen Mund, mit dem sie sicher einmal glücklich gelächelt hatte, bevor das Reisebüro namens Schicksal ihr ein One-Way-Ticket in die Hölle ausgestellt hatte." Eh, was?


Naja, über den Schreibstil kann man sich streiten. Mein Vater (ein riesengroßer Fan seiner ersten Bücher) hat mir nachher aber auch erzählt, dass Fitzek seinen Schreibstil (für ihn ins Schlechtere) geändert hat und er selber die neueren Bücher von ihm nicht mehr lesen möchte.


Genau daran halte ich fest, und ich werde mir demnächst einen anderen Fitzek vorknüpfen, der älter ist und laut meinem Vater aus der Zeit, als Fitzek noch einen anderen Schreibstil hatte!

Vielleicht lag's auch einfach nur an meinen hohen Erwartungen, was ich bezweifle, da ich generell schon sehr gemischte Meinungen, auch von Fitzek-Fans, gehört habe.