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Veröffentlicht am 02.05.2026

Spannende Mörderjagd auf Island

Schlafende Vulkane
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Mit "Schlafende Vulkane" haben der schwedische Autor Michael Hjorth und sein isländischer Kollege Bjarni Thorsson in ihrer ersten Zusammenarbeit eine echte Punktlandung hingelegt.

Als eine nackte Tote ...

Mit "Schlafende Vulkane" haben der schwedische Autor Michael Hjorth und sein isländischer Kollege Bjarni Thorsson in ihrer ersten Zusammenarbeit eine echte Punktlandung hingelegt.

Als eine nackte Tote in einem Pferdestall aufgefunden wird, muss aufgrund von Personalmangel die unerfahrene Ermittlerin Helga Jónsdóttir den Fall übernehmen. Schnell wird klar, dass die alleinerziehende Mutter einem Sexualdelikt zum Opfer gefallen ist und ihr zehnjähriger Sohn vor dem mutmaßlichen Mörder in die Lavafelder geflüchtet ist. Gemeinsam mit dem Verkehrspolizisten Bjarki und dessen Suchhündin Salka macht sich Helga auf die Suche nach dem Jungen. Kurz darauf geschieht ein weiterer Mord und es zeichnet sich ab, dass hier ein Serientäter am Werk ist.

Bedingt durch den permanenten Perspektivwechsel zwischen den einzelnen Protagonisten, neben Helga und Bjarki fand ich besonders die Kriminaltechnikerin Yvette sehr spannend, und den kurz gehaltenen Kapiteln bleibt die Spannung immer hoch. Dazwischen bekommen wir in einzelnen, kursiv geschriebenen Kapiteln einen tiefen Einblick in die kranke Gedankenwelt des Mörders und die menschlichen Abgründe im Darknet. Ich empfand die Charaktere allesamt gut ausgearbeitet, mit Ecken und Kanten, mit spannenden Lebensläufen und Lebenssituationen, die ihre Handlungen oftmals bestimmen, wenn auch nicht immer im positiven Sinne. Die raue und karge Landschaft Islands sorgt natürlich auch für eine packende Atmosphäre.

Definitiv ein sehr gelungener Reihenauftakt, spannend bis zum Ende, auch wenn dieses keine wirklich überraschenden Wendungen aufzubieten hatte, die es aber auch nicht gebraucht hat. Ich freue mich schon auf Band 2 und bin gespannt, wie es mit Helga, Bjarki und Yvette weitergeht, der kleine Cliffhanger im Epilog verspricht da ja interessante Verwicklungen.

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Veröffentlicht am 17.04.2026

Auf Umwegen zum Glück

Die Liebe trägt Gummistiefel - Lakeland Love
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Tess, eine toughe Investmentbankerin, ist gerade die Karriereleiter hochgestiegen, als ihr das Leben einige Stolpersteine in den Weg wirft. Eine angsteinflösende Diagnose bei einer Routineuntersuchung, ...

Tess, eine toughe Investmentbankerin, ist gerade die Karriereleiter hochgestiegen, als ihr das Leben einige Stolpersteine in den Weg wirft. Eine angsteinflösende Diagnose bei einer Routineuntersuchung, eine teure Fehlinvestition bei ihrem neuen Großkunden, sowie fiese Arbeitskollegen, die sie auf Social Media öffentlich in Verruf bringen, bringt Tess' Weltbild aus der Balance. Sie beschließt,  die von ihrem Chef aufgenötigte Auszeit zu nutzen und bei einer mehrtägigen Wanderung über den Pennine Way im Lake District Klarheit über ihr weiteres Leben zu bekommen. Doch schnell erkennt sie, welche Schnapsidee das für eine Großstadtpflanze wie sie war und als sie einer verunfallten Mitwanderin zu Hilfe kommt, trifft sie unerwartet auf Bergretter Gregg und kommt bei dessen Nachbarin Fran in einem kleinen Cottage unter. Hier lernt Tess das Leben von einer völlig anderen Seite kennen und beginnt, ihre Prioritäten neu zu definieren. Unterstützung findet sie dabei vor allem in Gregg, für den sie bald mehr empfindet, und dessen Familie.

"Die Liebe trägt Gummistiefel" von Alexandra Zöbeli ist der 2. Band der Lakeland-Love-Reihe, der aber unabhängig gelesen werden kann, auch wenn einige Protagonisten aus Band 1 auch hier als Nebenfiguren in Erscheinung treten.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und angenehm zu lesen, auch dann, wenn ernste Themen wie schwere Erkrankungen und die damit verbundenen Ängste zur Sprache kommen. Alexandra Zöbeli findet hier eine gute Balance zwischen den positiven und negativen Seiten des Lebens. Die Geschichte besticht zwar nicht durch hochspannende, komplexe Handlungsstränge, aber das braucht ein Wohlfühlbuch auch nicht. Nichtsdestotrotz hat es an den richtigen Stellen die nötige Tiefe, um dann aber auch wieder Lebensfreude und Herzlichkeit zu verbreiten. Wer darüber hinaus noch Hundewelpen, Alpakas und anderes Getier mag dem sei dieser Roman ans Herz gelegt.
Mir hat er jedenfalls sehr gut gefallen und ich hoffe, es gibt noch einen weiteren Band.

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Veröffentlicht am 07.04.2026

Den Zwängen den Kampf ansagen

Nimm den Zwängen die Macht
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In ihrem Ratgeber "Nimm den Zwängen die Macht" klären die Autoren Ulrich Voderholzer, Rebecca Schennach und Stefan Koch zum Thema Zwangshandlungen und Zwangsgedanken auf.

Dabei orientieren sich die Autoren ...

In ihrem Ratgeber "Nimm den Zwängen die Macht" klären die Autoren Ulrich Voderholzer, Rebecca Schennach und Stefan Koch zum Thema Zwangshandlungen und Zwangsgedanken auf.

Dabei orientieren sich die Autoren an den aktuellen wissenschaftlichen Standards, erklären detailliert, wie und wodurch Zwänge entstehen, zeigen anhand vieler Fallbeispiele wie solche Zwänge sich darstellen und wie sie die Betroffenen, aber auch ihr Umfeld beeinflussen und ihr Leben einschränken. Anhand der z.Zt. erfolgreichsten Behandlungsmethode, der sog. Exposition, werden den Lesenden Strategien an die Hand gegeben, aus dem Teufelskreis auszusteigen. Mit Hilfe von konkreten Übungen und Handlungsvorschlägen sollen Betroffene in die Lage versetzt werden, auch in Eigenregie ohne professionelle Unterstützung, ihre Zwänge zu bekämpfen und im Bestfall wieder ein lebenswertes, erfülltes Leben zu führen.

Ich muss ehrlich zugeben, dass mich dieser Ratgeber stark gefordert hat. Die Thematik geht sehr ins Detail, eigentlich gut, aber durch die permanente Wiederholung bereits erklärter Sachverhalte, werden die Kapitel unnötig in die Länge gezogen und ich habe immer wieder die Lust am Weiterlesen verloren. Manche Themenbereiche (z. B. Medikation, Gesprächsführung) waren für mein Empfinden insgesamt zu ausufernd, da hätte man auch auf weiterführende Literatur verweisen können. Auch die diversen Schaubilder und Übersichtstafeln waren im laufenden Text oftmals schlecht platziert und haben meinen Lesefluss gestört.
Das Zwangshandlungen und Zwangsgedanken eine schwerwiegende psychische Erkrankung ist, wird sehr schnell klar. Auch der hohe Leidensdruck mit dem die Betroffenen und ihr Umfeld tagtäglich zu kämpfen haben wird eindrucksvoll geschildert. Daher finde ich es etwas verwunderlich das mehrfach darauf hingewiesen wird, dass die Exposition auch selbstständig durchgeführt werden kann und durchaus soll. Das dazu viel Selbstdisziplin und Kraft notwendig ist, wird zwar immer wieder betont, aber ich denke ohne professionelle Hilfe dürfte das sehr schwer bis unmöglich sein. Auch die Einbindung von Familie/Vertrauenspersonen wird mir zu stark in den Focus gerückt, da halte ich die Ressourcen für wesentlich begrenzter.

Für Betroffene kann das Buch eine Hilfe sein zu erkennen, dass es einen Weg aus dem Leiden gibt. Dieser Weg ist hart und steinig, aber am Ende kann er sich lohnen. Einen Versuch ist es definitiv wert.

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Veröffentlicht am 28.03.2026

Spannend von der ersten bis zur letzten Seite

Dire Bound
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Dire Bound von Sable Sorensen ist der Auftakt einer Dilogie, die uns tief in die dunkle Welt von Nocturna führt, einer Welt im Krieg zwischen vermeintlich Gut und Böse.

Mitten in dieser unsicheren Welt ...

Dire Bound von Sable Sorensen ist der Auftakt einer Dilogie, die uns tief in die dunkle Welt von Nocturna führt, einer Welt im Krieg zwischen vermeintlich Gut und Böse.

Mitten in dieser unsicheren Welt kämpft die junge Meryn Cooper für sich, ihre Mutter und ihre jüngere Schwester Saela wortwörtlich ums Überleben in den Armenvierteln der Hauptstadt Sturmfrost. In Kampftechniken ausgebildet von ihrem Nachbarn Igor verdient sich Meryn ihr Geld in dunklen Spelunken mit Kämpfen gegen vermeintlich übermächtige Gegner. Einziger Lichtblick ist für Meryn ihre große Liebe Lee, ein Kurier des Königs, der hoch über der Stadt im Schloss residiert.
Als Meryns Schwester Saela entführt und vermutlich ins verfeindete Astreona verschleppt wird, bricht für Meryn ihr bisheriges Leben zusammen und sie schwört ihre Schwester zu finden und zu befreien. Dazu muss sie an die Front, der einzige Weg dahin ist der Eintritt in die Armee. Ausgerechnet jetzt steht für die neuen Rekruten eine Prüfung an, die in unregelmäßigen Abständen stattfindet. Eine Prüfung, an deren Ende der Tod oder die Verbindung mit einem Schattenwolf steht. Wer die Prüfung überlebt aber nicht von einem Wolf erwählt wird, wird umgehend an die Front geschickt, Meryns Wunsch und Ziel. Aber es kommt anders, denn Meryn schafft die Prüfung und wird von Anassa, der mächtigsten Schattenwölfin erwählt und die Rettung ihrer Schwester rückt in weite Ferne, denn sie muss sich nun gemeinsam mit Anassa einer mehrmonatigen Ausbildung unterziehen, eine Flucht ist unmöglich, denn das würde sowohl ihren Tod als auch den der Wölfin bedeuten.

Von der ersten Seite an entwickelt sich eine facettenreiche Welt, die gutdosiert aufgebaut ist und mich schnell in ihren Bann gezogen hat, die aber noch mehr hergeben könnte. Die Hauptprotagonistin Meryn Cooper war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn manche ihrer Entscheidungen mir das eine oder andere Augenrollen beschert hat, aber im Hinblick auf ihre Lebenssituation und Erfahrungen nachvollziehbar sind. Besonders interessant empfand ich auch ihren Gegenspieler Stark Therion, der die spannendste Entwicklung durchmacht. Highlight sind natürlich die Schattenwölfe, die Verbindung zu ihren menschlichen Partnern und die Ausbilung der neuen Verpaarungen. Die Brutalität mit der diese einhergeht ist heftig, hat mich aber nicht wirklich gestört, ganz im Gegensatz zu den spicy Szenen, die in meinen Augen nicht nur nicht notwendig waren für die Geschichte, sondern diese in ihrem Fluss eher gestört haben. Aber das ist auch der einzig wirkliche Kritikpunkt für mich.

Insgesamt ist "Dire Bound" definitiv mein erstes Lesehighlight in diesem Jahr, spannend von der ersten bis zur letzten Seite, mit vielen Wendungen, die man teilweise schon erahnt, aber auch mit überraschenden Entwicklungen. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung.
Von mir klare Leseempfehlung und fünf Sterne.

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Veröffentlicht am 16.03.2026

Blicke hinter die Kulissen

Was dein Leben leichter macht
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Auch wenn psychische Probleme heutzutage offener kommuniziert werden und der Gang zum Psychotherapeuten immer normaler wird, bestehen doch nach wie vor Berührungsängste, Unsicherheiten und Fragen zum Thema. ...

Auch wenn psychische Probleme heutzutage offener kommuniziert werden und der Gang zum Psychotherapeuten immer normaler wird, bestehen doch nach wie vor Berührungsängste, Unsicherheiten und Fragen zum Thema. Die inzwischen sehr umfangreiche Literatur mit ihren diversen Tipps, Anleitungen und Herangehensweisen hilft da oftmals nicht wirklich weiter.

Sina Haghiri beschreitet mit seinem Buch "Was dein Leben leichter macht - Die 20 wichtigsten Erkenntnisse der Psychologie, um dich und andere besser zu verstehen" einen anderen Weg. Wie er es selbst in seinem Vorwort schreibt, soll es nicht um eine Sammlung von Tipps gehen, sondern er möchte bei den Lesenden ein tieferes Verständnis für die Funktionsweise unserer Psyche erreichen.

Und genau das ist Haghiri in meinen Augen gelungen. Anhand von vielen Beispielen aus seiner Praxis, aber auch eigenen Erfahrungen, sowie spannenden Ausflügen in die Geschichte der Psychologie/Psychotherapie mit Einblick in diverse Studien und Methoden spannt sich ein Bogen über alle Bereiche des Lebens.
Thematisch aufgeteilt ist das Buch in vier Hauptkategorien - Alltag, Psyche, Gesellschaft, Gesundheit - denen jeweils fünf Unterthemen zugeordnet sind. Jedes Kapitel ist in sich abgeschlossen, so dass man ganz nach eigenem Bedürfnis die Reihenfolge wählen kann.
Der Autor versteht es durch seinen Schreibstil auch schwierige Zusammenhänge verständlich zu vermitteln, stimme aber seiner Empfehlung durchaus zu nach jedem Kapitel eine Pause einzulegen um das Gelesene zu reflektieren.

Für mich persönlich hatte die Lektüre viele Aha-Momente und ich werde es sicherlich noch häufiger in die Hand nehmen.
Von mir eine klare Leseempfehlung mit der Hoffnung verbunden, dass dieses Buch eine breite Leserschaft findet um mehr Verständnis für unsere Mitmenschen zu erreichen.

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