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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.09.2020

Too much

King - Er wird dich besitzen
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Eigentlich mag ich Dark Romance Romane zwischendurch mal ganz gerne und auch dieser war insgesamt ganz okay, doch irgendwie auch echt abartig. Ich war einige Male wirklich genervt und es gab Dinge an diesem ...

Eigentlich mag ich Dark Romance Romane zwischendurch mal ganz gerne und auch dieser war insgesamt ganz okay, doch irgendwie auch echt abartig. Ich war einige Male wirklich genervt und es gab Dinge an diesem Roman, die mich echt aufgeregt haben, doch gleichzeitig wurde ich super unterhalten und wie magnetisch in diese dreckige und fast schon perverse Welt hineingezogen.

Der Schreibstil von T. M. Frazier ist an sich wirklich super. Sie schreibt locker und leicht, ohne zu sehr auszuschweifen und dennoch bildlich. Die verwendete Gossensprache fand ich aber echt unmöglich. Selbst für Dark Romance wurde mir hier viel zu sehr geflucht und auch diese ständigen unmöglichen Ausdrücke haben mir so gar nicht gefallen. Dazu kam die Stimme des männlichen Sprechers, die meiner Meinung nach so gar nicht gepasst hat. Dennoch hat Martin Bross, davon abgesehen, einen guten Job gemacht. Eni Winter hingegen fand ich als Sprecherin großartig und ich war jedes Mal froh, wenn wieder Does Kapitel dran waren.

Die Handlung war typisch Dark Romance, voller roher Gewalt, Sex und dem typischen BadBoy. Allerdings gab es meiner Meinung nach hier schon fast zu viele anzügliche Gedanken und Gespräche. Überhaupt ging es fast die ganze Zeit, manchmal hauptsächlich, manchmal auch nur indirekt, nur um das Eine und das in einer unmöglichen, wenig prickelnden Art. Das hat mich oftmals echt genervt und so habe ich mich schon fast gewundert, dass es dann erst recht spät tatsächlich zum Akt kam. Es gab aber auch Liebe und teils wurde es sogar richtig emotional. Diese Mischung hat an sich super gepasst und ich war auch gleich von der ersten Seite an mitten in der Geschichte drin, doch irgendwie war es mir teilweise einfach too much. Allerdings mochte ich, wie sich die Geschichte entwickelt hat, wie aus total unterschiedlichen Charakteren mit der Zeit Freunde wurden, fast schon eine Familie und als es dann zu einer dramatischen Wendung kam, war ich echt geschockt. Überhaupt gibt es einige interessante Wendungen, die ich so manches Mal nicht erwartet hätte. Die Liebesgeschichte zwischen King und Doe ist auch so etwas, was ich wirklich geliebt habe, auch wenn oder gerade weil sie aus so tragischen und berechnenden Gründen heraus entsteht. Die Chemie zwischen den beiden fand ich jedenfalls einfach klasse. Zum Schluss gab es dann noch einen wahnsinnig spannenden und fiesen Cliffhanger, so dass ich gleich zu Band zwei greifen musste.

Was die Charaktere angeht, so mochte ich diese im Großen und Ganzen ebenfalls wirklich gern, wenn sie nur nicht so übermäßig sexualisiert worden wären. Ich finde King als BadBoy absolut überzeugend, seine grimmige und herrische Art passt einfach perfekt. Und dennoch merkt man mit der Zeit, dass er auch ein Herz hat und einen guten Kern, den er vor allem zusammen mit Doe immer häufiger zeigt. Diese fand ich schon allein deshalb interessant, weil sie ihr Gedächtnis verloren hat. Aber auch ihre Entwicklung vom eingeschüchterten Mädchen zur selbstbewussten jungen Frau fand ich großartig.
Wären noch Bear und Preppy zu erwähnen, beides Freunde von King. Diese schrecken zwar auch nicht vor Gewalt zurück und denken fast nur an Sex, sind aber auf ihre Art auch sympathisch und richtige Kumpeltypen. Man muss sie nur erst einmal richtig kennenlernen. Dabei fand ich allerdings Preppy von allen am interessantesten, denn er ist einfach ein Unikum, welches man von Seite zu Seite mehr lieben lernt.

Alles in allem mochte ich dieses Buch wirklich gern. Die Geschichte war interessant und spannend und das Setting trotz seiner Brutalität atmosphärisch. Auch die Charaktere waren super vielschichtig geschrieben. Dennoch hat mich die Sprache einfach nur aufgeregt, genauso wie das Thema Sex, welches hier zu sehr ausgelutscht wurde. Deswegen denke ich auch, dass die Geschichte sicher nicht für jedermann etwas ist und selbst ich, die ich mit Gewalt und Sex in Büchern gut umgehen kann, fand dies echt anstrengend. Dennoch freue ich mich auf die Folgebände.

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Veröffentlicht am 24.09.2020

Tolle Geschichte mit einigen Überraschungen

Die tausend Teile meines Herzens
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Ich muss sagen, dass mir die Bewertung dieses Romans echt nicht leicht gefallen ist, denn einerseits fand ich die Geschichte absolut originell und interessant, andererseits gab es aber auch das eine oder ...

Ich muss sagen, dass mir die Bewertung dieses Romans echt nicht leicht gefallen ist, denn einerseits fand ich die Geschichte absolut originell und interessant, andererseits gab es aber auch das eine oder andere, was mich ein bisschen aufgeregt hat. Dennoch blieb mir am Ende nur das Gefühl, dass ich das Buch irgendwie mag.

Über den Schreibstil von Colleen Hoover brauche ich, glaube ich, nicht mehr viel sagen. Wie immer war dieser wieder sehr flüssig und locker leicht, aber teilweise auch tiefgründig. Und auch die Sprecherin hat die Geschichte super gut herüber gebracht, hatte eine super Betonung und auch ihre Stimme hat perfekt gepasst.

Die Handlung insgesamt fand ich ebenfalls großartig, auch wenn die Geschichte dieses Mal eher für Jüngere geschrieben ist, da die Protagonisten mit siebzehn bis zwanzig Jahren noch relativ jung sind. Außerdem ist die Liebesgeschichte hier nur eher eine Randerscheinung, steht überhaupt nicht im Mittelpunkt und ist sehr unschuldig. So gibt es zum Beispiel keine Sexszenen, was einmal sehr erfrischend war, auch wenn ich sonst nichts gegen gut und prickelnd geschriebene Sexszenen habe. In diesem Roman geht es vielmehr um eine dysfunktionale Familie, die durch Lügen und Geheimnisse der einzelnen Familienmitglieder sehr ins Wanken geraten ist. Und mittendrin steht Merit, die sich vor den Augen aller immer mehr von ihrer Außenwelt distanziert und somit auch von ihren Eltern und Geschwistern. Aber anscheinend fällt dies keinem auf, weil jeder mit sich selbst beschäftigt ist. Recht schnell wird klar, dass irgendetwas mit Merit nicht stimmt, dass sie leidet und psychische Probleme hat. Und dann kommt es zu einigen schockierenden Ereignissen und Offenbarungen, so dass mir oftmals der Mund offen stehen blieb. Zudem habe ich durch dieses Buch einiges gelernt, was ich vorher noch nicht wusste, gerade, wenn es um Sagans Vergangenheit geht. Trotz dieser schweren Thematik wirkte aber die ganze Stimmung in dem Buch nicht wirklich bedrückend, sondern eher skurril, manchmal sogar witzig, oft aber leider auch einfach nur albern. Und genau da lag für mich das Problem, denn für mich wurden hier und da die Grenzen des guten Humors überschritten und auch hat mir an der Liebesgeschichte etwas gefehlt. Diese kam nicht so gut herüber, wie ich es mir gewünscht hätte. Dementsprechend war ich fast schon froh, dass sie eben keine allzu große Rolle spielte.

Was die Charaktere angeht, so mochte ich wirklich, wie sie geschrieben wurden. Alle sind unterschiedlich und doch ist ein jeder für sich wahnsinnig interessant. Die Familiendynamik ist wahnsinnig spannend und gerade die Geheimnisse der einzelnen Charaktere fand ich echt überraschend. Merit ist eine wunderbare Protagonistin, die mir zwar manches Mal ein bisschen auf den Nerv ging, die aber auch nicht anders hätte sein dürfen. Ihre offene und ehrliche Art hat mir nämlich gerade super gut gefallen. Sagan ist ein sehr liebenswerter und aufmerksamer junger Mann, dessen Hintergrundgeschichte ich im ganzen Buch am berührendsten fand. Mein kleiner Held war aber Moby, Merits kleiner Bruder, den man, obwohl er nur eine kleine Nebenrolle spielt, einfach lieben muss.

Insgesamt fand ich dieses Buch wirklich großartig, gerade weil es anders war. Die Geschichte war wahnsinnig interessant und die Charaktere ebenfalls. Mir hat die Geschichte jedenfalls gezeigt, dass man nicht urteilen sollte, wenn man nicht alle Seiten der Medaille kennt. Sie war zudem teils witzig, teils tiefgründig und hat mich gut unterhalten.

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Veröffentlicht am 21.09.2020

Tolles Buch über ein sensibles Thema

Mein Herz und andere schwarze Löcher
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Wie kann man das Thema Depressionen und Selbstmord so in eine Geschichte einspinnen, dass das Ganze den Leser am Ende nicht vollkommen zerstört? Jasmine Warga hat dies mit ihrem Debütroman super gut umgesetzt ...

Wie kann man das Thema Depressionen und Selbstmord so in eine Geschichte einspinnen, dass das Ganze den Leser am Ende nicht vollkommen zerstört? Jasmine Warga hat dies mit ihrem Debütroman super gut umgesetzt und obwohl das Buch ein solches schweres und erschütterndes Thema anspricht, war es mir eine wahre Freude, es als Hörbuch zu hören. Allerdings muss ich auch sagen, dass ich nicht weiß, ob es mir genauso gut gefallen hätte, hätte ich es gelesen.

Das liegt einerseits am Schreibstil. Denn dieser ist eher distanziert und dennoch beschreibt er die Gedanken- und Gefühlswert der Protagonistin beinahe perfekt. Ansonsten ist er recht locker und leicht gehalten, so wie ich es von anderen Jugendbüchern gewohnt bin und trotzdem teilweise auch wahnsinnig tiefgründig und fast schon poetisch. Die Sprecherin des Hörbuches hat das alles super gut herüber gebracht und ich habe ihr sehr gerne zugehört.

Die Geschichte ist ebenfalls so eine Sache. Sie ist sehr ruhig gehalten und dennoch regt sie zum Nachdenken an, bringt das Thema Depressionen und Suizid genau auf den Punkt, ohne aber in Kitsch oder überladende Emotionen abzudriften. Dabei wird sehr viel mit den Gedanken und inneren Monologen von Aysel gespielt, um einen Einblick in ihre Seele zu bekommen. So wird schnell klar, dass es an psychischen Erkrankungen keine romantische Seite gibt, nichts verherrlichendes und nichts melancholisch schönes. Vielmehr zeigt die Autorin auf, wie die Gedanken- und Gefühlswelt durch nur einen Wendepunkt im Leben komplett durcheinander geraten kann und dass man sich dagegen kaum allein wehren kann. Aber sie zeigt auch, wie schön das Leben sein kann, dass jedes Leben wert ist gelebt zu werden und dass es immer einen Ausweg gibt. So begleitet man Aysel und Roman durch eine wahnsinnig tolle und teils auch spannende Geschichte voller Lebensmut und Liebe, die sich nicht auf der Problematik der Depressionen und der Selbstmordgedanken der jungen Protagonisten aufhängt, sondern viel mehr deren Entwicklung thematisiert.

Und auch die beiden fand ich wirklich toll. Man muss sie nicht mögen und man muss sie auch nicht unbedingt verstehen, denn beide handeln für gesunde Menschen sicherlich oftmals nicht nachvollziehbar, aber genau das macht sie und ihre Psyche aus. Genauso geht es Menschen mit Depressionen und genauso und nicht anders mussten diese beiden Protagonisten sein, damit die Geschichte einen Sinn ergibt. Überhaupt finde ich, dass die Autorin sehr gut erklärt, warum und weshalb ihre Protagonisten so sind, wie sie sind und warum sie so fühlen, wie sie fühlen.

Für mich war dieses Buch auf jeden Fall eine positive Überraschung und obwohl es nicht wahnsinnig emotional war, hat es das Thema super gut verarbeitet. Genauso mochte ich die zaghafte Liebesgeschichte zwischen Aysel und Roman und ich habe das Hörbuch wirklich genossen.

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Veröffentlicht am 16.09.2020

Das perfekte Finale einer genialen Trilogie

DunkelStern
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Zwar habe ich in letzter Zeit schon mehrere wirklich großartige Bücher gelesen, aber keines hat mich so packen können, wie diese ganze Trilogie. Wow, einfach nur wow! Kaum mehr weiß ich zu diesem dritten ...

Zwar habe ich in letzter Zeit schon mehrere wirklich großartige Bücher gelesen, aber keines hat mich so packen können, wie diese ganze Trilogie. Wow, einfach nur wow! Kaum mehr weiß ich zu diesem dritten Band kaum zu sagen und dennoch will ich versuchen, kurz meine Meinung zusammenzufassen.

Erzählt wird die Geschichte wieder aus verschiedenen Perspektiven und in einem leichten, lockeren und bildlichen Schreibstil. Abermals gibt es neue Sprecher des Hörbuches, die aber wieder einen super Job gemacht haben und der Geschichte mit ihren Stimmen und einer super guten Betonung Leben eingehaucht haben.

Auch dieser Band entführt wieder in eine Welt voller Gewalt, Rivalität und hemmungslosem Sex, wobei die Geschichte mich einmal mehr von der ersten Seite an packen konnte. Dennoch beginnt sie eher ruhig. Erst einmal ist alles wieder komplett neu, es gibt neue Geheimnisse und mit den Borillos neben der Terequeraz und der Muerte Negra nun eine weitere Organisation, die im Untergrund Panamas mitmischt. Diese ist zwar komplett anders als die anderen beiden Organisationen, aber nicht weniger gefährlich und brachte ganz viel frischen Wind und einige neue Charaktere mit in die Geschichte. Auch gibt es wieder eine Menge interessante und spannende Wendungen, die ich anfangs gar nicht erwartet hätte und obwohl ich mit der Zeit eine Ahnung hatte, wie alles zusammenhängt, so wurde ich dennoch ab und zu wirklich überrascht. Außerdem gibt es ebenfalls eine sehr prickelnde Liebesgeschichte, die natürlich, wie sollte es anders sein, mit ungehemmtem und dreckigem, aber nicht weniger prickelndem Sex beginnt und sich langsam aber stetig entwickelt. Frei nach dem Motto „Was sich neckt, das liebt sich“ gibt es zwischen Raya und Zero viele witzige und freche Dialoge und obwohl es erst relativ spät wirklich heiß wird, merkt man förmlich vom ersten Aufeinandertreffen der beiden an, das Knistern zwischen ihnen. Das Ende hatte es dann noch einmal in sich und hat die gesamte Trilogie super gut und rund abgeschlossen.

Wenn es mit Samira und Lilith in den Vorgängerbänden schon tolle und starke Protagonistinnen gab, so hat Raya sie noch bei weitem übertrumpft. Selten bin ich in einer Geschichte einer so frechen, selbstbewussten und mutigen Frau begegnet, die sich gegen alle Vorurteile zu währen weiß und niemals aufgibt. Und obwohl sie ebenso zickig und aufmüpfig war, habe ich sie absolut in mein Herz geschlossen. Neben ihr ist Zero ein Typ, dem ich so sehr ein Happy End gewünscht habe. Obwohl er ein Verbrecher ist, hat er dennoch ein gutes Herz und ist mal nicht der typische Schönling, sondern ein Mensch, der auf Grund seines Aussehens Komplexe hat. Und auch, wenn man ihn im zweiten Band schon recht gut kennenlernt, so habe ich ihn hier noch mehr lieben gelernt. Zudem gibt es auch ein Wiedersehen mit all den anderen Charakteren aus Band eins und zwei und ich war wahnsinnig glücklich darüber, diese große Familie begleiten zu dürfen.

Ich kann gar nicht sagen, ob ich nun froh bin, diese Trilogie beendet zu haben oder traurig. Auf jeden Fall war ich bei allen Bänden mittendrin und ich weiß, dass ich die tollen und vielschichtigen Charaktere vermissen werde, genauso wie das Flair Panamas. Und ich weiß auch, dass die Geschichte dennoch nicht jedem gefallen wird, weil sie einfach Geschmackssache ist, trotzdem kann ich sie Fans von Dark Romance Romanen einfach nur absolut empfehlen.

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Veröffentlicht am 15.09.2020

Stürmisch!

SommerSturm
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Im zweiten Band der Reihe geht es nun um Lilith und Zero, oder doch um Lilith und jemand ganz anderen? Das herauszufinden hat mir wieder wahnsinnig Spaß gemacht. Düster, geheimnisvoll und spannend geschrieben, ...

Im zweiten Band der Reihe geht es nun um Lilith und Zero, oder doch um Lilith und jemand ganz anderen? Das herauszufinden hat mir wieder wahnsinnig Spaß gemacht. Düster, geheimnisvoll und spannend geschrieben, konnte mich auch dieser Band wieder vollends überzeugen.

Der Schreibstil ist hier ebenfalls wieder locker, leicht und vor allem von der ersten Seite an packend und mitreißend. Außerdem ist er schön bildlich und man fühlt sich während des Lesens oder wie in meinem Fall des Hörens, wie mitten in der Geschichte. Wenn mich hier überhaupt etwas gestört hat, dann nur, dass die Protagonistin ständig „schmunzelte“, was ich aber irgendwann ganz gut ignorieren konnte. Die Sprecher sind hier andere, als im ersten Band und ich muss sagen, dass auch diese einen wirklich super guten Job gemacht haben. Sogar die männlichen Stimmen haben mir hier noch besser gefallen und sie passten ebenfalls wieder super zur Story.

Und auch diese war wieder der absolute Hammer. Erneut war ich von der ersten Seite an mitten in der Geschichte und dass schon nach kurzer Zeit Alessio, Samira und andere alte Bekannte wieder auftauchten, hat mich wahnsinnig glücklich gemacht. Ansonsten geht es in dieser Story auch über die Grenzen der Terequeraz hinaus, welche hier aber im Verlauf wieder eine recht große Rolle spielt. Überhaupt hat insgesamt alles irgendwie miteinander zu tun und obwohl es um neue Protagonisten geht, baut dieser Roman auf den ersten auf. Außer, dass diese Geschichte im selben Universum spielt, wie Band eins, gibt es, wie gewohnt, wieder eine Menge Gewalt, prickelnden Sex und Intrigen, eine heiße Liebesgeschichte und wie bereits erwähnt, ganz ganz viel Spannung. Dafür sollte man allerdings einen starken Panzer haben, denn manchmal wird es schon grenzwertig. Man lernt aber auch andere Clans kennen, neue, interessante Charaktere und ebenfalls neue Settings. Man wird noch weiter hineingezogen in den Sog rund um das organisierte Verbrechen in Panama, fiebert mit und freut sich am Ende. Und das hatte es noch einmal in sich. Bittersüß und mit einem riesigen Cliffhanger hat es mich mit einem offenen Mund zurück gelassen und ich freue mich nun auf Band drei.

Was die Charaktere angeht, so konnten mich auch diese wieder absolut überzeugen. Ich fand alle wahnsinnig interessant geschrieben und egal ob gut oder böse, wobei das hier manchmal gar nicht so leicht zu verifizieren war, konnte ich jeden gut nachvollziehen. Am tollsten fand ich allerdings Lilith, die sogar noch stärker und selbstbewusster ist als Samira aus Band eins. Sie hat eine große Klappe und sagt frei heraus, was sie denkt, zeigt keine Angst und ist total tough. Zero ist wieder einer dieser Typen, die sich nehmen, was sie wollen, aber geheimnisvoll und schwer zu durchschauen. Er ist hier zwar der Bösewicht, aber dass er wirklich einfach nur böse ist, würde ich bestreiten. Vielmehr hat hier jeder Charakter seine Grauschattierungen und lässt sich in keine Schublade stecken.

Wenn ich sagen müsste, welchen Band ich bisher besser fand, muss ich zwar sagen, dass es der Erste war, aber auch dieser hier hat mich wieder total mitgerissen, mich super gut unterhalten und gerade am Ende fast in den Wahnsinn getrieben. Deshalb kann ich auch diesem nur die volle Sterneanzahl geben.

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